Monatliches Archiv für Juli 2021

Er steht für die härtesten Töne, die lautesten Gitarrensoli und die schnellsten Double Bass-Beats: Holger Hübner, Chef des Wacken Open Air, vereint jährlich über 85.000 Heavy Metal Fans in dem sonst so beschaulichen Dorf in Schleswig-Holstein. Im Podcast BSCHEIDGSAGT offenbart der 55-jährige nun seine weiche Seite: Privat lässt er es musikalisch auch gern etwas sanfter angehen. „Ich höre aktuell eigentlich alles queerbeet: Von Neil Young bis Bruce Springsteen ist alles dabei.“ Vor allem in der Pandemie habe ihm die Musik persönlich geholfen.

Holger Hübner, Gründer des Wacken Open Air ©Kai Swillus

 

Wie Metal Heads wirklich ticken

Im Gespräch mit unserem Geschäftsführer Wolfgang Bscheid räumt Hübner auch endlich mit den gängigen Klischees über Heavy Metal Fans auf. „Nach anfänglicher Skepsis gegenüber den langhaarigen Rockern wurden in Wacken viele Freundschaften geschlossen, einige fanden sogar die große Liebe und haben sich direkt vor Ort trauen lassen.“ So ticken Metal Heads eben: „Metaler sind ein treues Publikum. Bei uns kommen Jung und Alt zusammen, oft auch mehrere Generationen mit Fans Ü70, deren Kindern und Enkelkindern. Uns verbinden Eigenschaften, die man sich von guten Freunden wünscht: verlässlich und immer geradeaus.“ Trügt das wilde Erscheinungsbild mancher Rocker also? „Auf jedem Schützenfest gibt es mehr Hauereien. Jeder hilft, wo er kann und man gibt auch gern mal Fremden einen aus.“ Klar ist: Fans und Veranstalter sind wie eine Familie, trotzdem mussten die Verantwortlichen ihre Schützlinge erst kürzlich bremsen. Unter dem Motto „weniger Ballermann“ reduzierten sie entgegen vielfach geäußerter Wünsche die Zahl der Non-Metal-Auftritte – um die Seele des Festivals zu wahren.

Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein für die Wacken-Gründer

Obwohl Holger Hübner als Wacken-Organisator eher im Hintergrund agiert, ist er längst selbst eine Institution geworden – in der Szene, aber auch in Schleswig-Holstein selbst. 2019 wurden er und Mitgründer Thomas Jensen mit dem Verdienstorden des Bundeslandes ausgezeichnet – eine eher bürgerliche Ehrung also. „Unsere Eltern sind stolzer auf uns als wir selbst, weil wir gar nicht so gerne in der Öffentlichkeit stehen. Wir sind ja eher im Hintergrund und das ist auch gut so. Das Festival ist, was es ist durch unser Team und die Fans und Bands. Daher gilt ihnen die Auszeichnung genauso“. Die Success-Story der beiden, das macht das Gespräch deutlich, ist weit ab der gängigen Unternehmergründer-Erfolgscases. „Das war immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Wir haben gesagt: Wir machen Rock ‘n‘ Roll und dafür mussten auch unsere Jobs dran glauben.“ Nach 2000 ging es dann steil bergauf, je größer das Publikum desto mehr internationale Bands traten auf. „Für uns ist das natürlich ein Traum – wir laden die Bands ein, auf die wir selber Bock haben, die wir unbedingt gerne sehen wollen.“

Wacken als etablierte Marke

Das Wacken Open Air ist eines der weltweit größtes Musikfestivals und hat längst Kultstatus bei den Fans. Internationale Größen wie Iron Maiden und Rammstein rocken gemeinsam mit ihren Anhänger:innen das kleine Dorf im Norden Deutschlands. Doch die Marke Wacken besteht nicht nur aus dem Festival selbst, sondern hat ihre Marken-Präsenz über die Jahre hinweg weiter ausgebaut: Vom Wacken-Camping Set in Kooperation mit Globetrotter über Social Media und einen eigenen Radiosender bis hin zum Online-Stream zusammen mit der Telekom während Corona – Wacken ist zur erfolgreichen Brand geworden. Seit 2018 gibt es mit Full Metal Gaming sogar E-Sport- und Gaming-Angebote für die Kids. Laut Holger Hübner aus gutem Grund: „Früher haben die jungen Bands in den Tourneebussen mit den Groupies die Nacht zum Tag gemacht, heute holen sie die Playstation raus – total langweilig! Aber man muss sich der jüngeren Generation eben anpassen.“

Aufgrund von Corona wird das Wacken Open Air auf 2022 verschoben, die Fans können sich aber über eine Alternativveranstaltung freuen: Vom 16.-18. September 2021 findet das neu ins Leben gerufene Bullhead City-Festival in Wacken statt.

Hi, ich bin Julia und als Trainee selbst Berufseinsteigerin bei der Mediascale und somit dem gesamten House of Communication (HOC). Ich möchte heute mal erzählen, was es mit dem HOC der Serviceplan Group auf sich hat und wie der Start in der Agenturgruppe so verläuft.

Das HOC ist ein ganzheitliches Konzept, welches Kreativität, Media und Technologie unter einem Dach vereint. Das bedeutet, dass alle Kommunikationsdienstleistungen aus einer Hand angeboten werden: Die perfekte Grundlage für eine Best Brand also. Alle Agenturen, die zur Serviceplan Group zählen, arbeiten zusammen und werden zu einem großen Team.

Von dieser Struktur profitieren auch wir Trainees. Ab dem Zeitpunkt unseres Einstiegs werden wir von unseren Kolleg:innen angehalten, Kontakte zu knüpfen und die Arbeitsweise außerhalb der Mediascale agenturübergreifend kennenzulernen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das ohne meine Kolleg:innen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, in völliger Verwirrung geendet hätte. Schließlich sind die eigenen Tätigkeiten erst einmal kompliziert genug, und überhaupt ist die Welt eines Planers zu Beginn ein totales Labyrinth. Vanessa hat das bereits in einem vorherigen Blogbeitrag auf den Punkt gebracht. Da allerdings innerhalb des gesamten HOC ein tolles Miteinander herrscht, haben sich alle Puzzleteile schnell zusammengefügt und ich habe einen guten Überblick erhalten.

Ein wichtiger Baustein hierfür war der Schulungslauf, den alle Trainees auf dem Weg zum Mediaplaner und -berater durchlaufen. Alle Infos dazu sind in Marias Beitrag ausführlich nachzulesen. Kolleg:innen, egal welcher Agentur und Stellung im Unternehmen, erarbeiten ein ausführliches Programm, das den Einstieg in den Beruf erleichtert. Egal ob Klassik- oder Digital Planer, jede und jeder lernt die Arbeitsweise des anderen kennen und alle sind anschließend auf dem gleichen Stand der Dinge. Die erste persönliche Kundenberatung kann also kommen. In kleinen Teams wird am Ende selbstständig eine Mediastrategie entwickelt und nachfolgend präsentiert und vorgestellt. Die Teams bestehen aus Trainees und Junior:innen unterschiedlichster Bereiche der Agenturen (Digitalplaner, Klassikplaner, Account Manager uvm.), wodurch wir nicht nur neue Leute, sondern auch neue Herangehensweisen kennenlernen. Dadurch habe ich nicht nur Anschluss im Job, sondern auch neue Freunde gefunden.

Ich habe mich mit meinen Teamkolleg:innen Lucie und Fabian aus der Mediaplus unterhalten und sie nach ihrer Meinung zum HOC, der Zusammenarbeit und dem Schulungslauf gefragt.

Was haltet ihr vom agenturübergreifenden Konzept des HOC und welche Vorteile bietet es euch?

Fabian: Das Konzept des HOC finde ich super und habe ich besonders durch den Arbeitsalltag in der Agentur schätzen gelernt. Bei den sehr vielfältigen und komplexen Aufgabenstellungen im Alltag ist man auf die Unterstützung von spezialisierten Kolleg:innen aus anderen Agenturen angewiesen. Daher ist es super für jedes Problem eine Ansprechpartner:in in der Agenturgruppe zu haben und diese durch das HOC auch vor Ort erreichen zu können. Besonders durch die geselligen After-Work Events lernt man viele neue Gesichter kennen und kann immer mehr die Zusammenhänge der einzelnen Agenturen verstehen oder konkrete Fragen beim Feierabendbier beantworten.

Lucie: Ich finde es sehr cool, dass alles unter einem Dach verfügbar ist, aber trotzdem jede Agentur auch so ein bisschen für sich arbeitet. Es ist eine gute Mischung zwischen einem etwas kleineren Team in dem schnell und innovativ gearbeitet werden kann und einem großen Unternehmen mit unwahrscheinlich viel Expertise und einem großen Leistungsspektrum. Das HOC bietet einfach sehr viele Möglichkeiten sich zu verwirklichen!

Der Schulungslauf greift diese Idee auf. Würdest du das Einsteigerprogramm weiterempfehlen und wenn ja warum?

Fabian: Ich persönlich kann den Trainee-Schulungslauf mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Es hilft super für den Start in der Agenturgruppe. Sei es einerseits um einen Überblick über die Unternehmensstruktur und die Arbeitsabläufe zu bekommen als auch andererseits, um soziale Kontakte zu knüpfen. Das besondere Highlight des Schulungslaufs war für mich der Case als Abschluss. Dort konnte man sich ohne Restriktionen auf einem fiktiven Kundenbriefing ausprobieren und ein Projekt von Anfang an selbst gestalten. Dabei sind aus anderen Teilnehmern des Kurses Freunde geworden. 😊

Lucie: Ich finde es richtig gut, da es einem einen guten Gesamtüberblick gibt und man dadurch weiß, wie andere Abteilungen arbeiten, und man sich schon mal connecten kann, was die zukünftige Zusammenarbeit erleichtert und potenzielle Schnittstellen vereinfacht. Für eine noch bessere Zusammenarbeit könnte man den Schulungslauf noch um einen kurzen wöchentlichen Überblick über das gesamte Portfolio der Agentur erweitern, sodass jeder die individuell wichtigen Ansprechpartner kennenlernen kann.

In welchen Bereichen deiner alltäglichen Arbeit hilft dir die Traineeschulung am meisten?

Fabian: Das Verständnis für die einzelnen Medien und die KPIs sind das kleine Einmaleins des Mediaplaners. Darüber hinaus wiegt für mich aber die soziale Komponente des Kurses noch stärker. Denn durch die buntgemischten Case-Gruppen habe ich als Klassik-Planer auch die Digitalen-Planer:innen kennengelernt und somit meine Ansprechpartner:innen für zukünftige Probleme im digitalen Kontext.

Lucie: Gerade am Anfang hat es mir bei sehr vielem geholfen, vor allem um ein gutes Verständnis für alle Abläufe und einen Überblick aller Kontaktpersonen zu bekommen. Manchmal möchte man etwas bestimmtes umsetzen, aber weiß nicht ansatzweise wo man nachfragen soll – dafür war die Schulung sehr hilfreich. Da ich aber noch neu in der Agentur bin, brauche ich trotzdem meine Zeit, das Gesamtbild der Agentur mit all ihren Aufgaben zu verstehen. 😉

Zusammenarbeit im HOC
Zusammenarbeit im HOC Quelle: www.pexels.com

 

Einzelkämpfer oder Teamwork – welche Eigenschaft brauchst du als Mediaplaner?

Fabian: Definitiv Teamwork. Als Mediaplaner muss man sich bei den Projekten immer mit anderen Kollegen abstimmen, Einzelkämpfer sind hier fehl am Platz. Für die Entwicklung einer Mediastrategie benötigt es viele Spezialisten für die einzelnen Bausteine der Strategie und daher kann man die Herausforderung nur als Team bewältigen.

Lucie: Wie bei fast allem: Kommt drauf an und beides. 😊

An sich muss man schon im Team arbeiten können, denn verschiedene Kunden und viele verschiedene Kampagnen bergen auch viel Arbeit. Außerdem ist es wichtig, im Austausch mit anderen zu bleiben, was zum Beispiel Neuerungen auf dem Markt der Medienwelt angeht.

Trotzdem braucht man für manche Aufgaben in unserem Job auch einfach mal Ruhe und zwei Stunden Zeit sich einzuarbeiten. Das Meiste geht aber nicht ohne ein gutes Team, gerade als Berufseinsteigerin.

 

Wenn Du jetzt Lust bekommen hast, noch mehr zu erfahren und das HOC kennenzulernen, dann bewirb Dich jetzt bei uns !

Vor genau einer Woche endete der jährliche Pride Month (Juni). Bis dato konnte man bei vielen Unternehmen in Regenbogenfarben getauchte Markenlogos entdecken, als Zeichen der Solidarität gegenüber der LGBTQ+ Community. Doch wie wird Diversity nach dem Pride Month gelebt?

Vielen Unternehmen, die mit der Flagge geworben haben, wird nun Pinkwashing vorgeworfen. Mit Pinkwashing ist im LGBTQ+ Kontext eine vermeintliche und kurzweilige Identifizierung mit der LGBTQ+ Community gemeint, um sich als Unternehmen bzw. Marke tolerant und modern darzustellen – und so auf der Trendwelle des Supports mitzuschwimmen. Dass dies auch der Sympathie- und Absatzförderung dienen soll, ist nicht auszuschließen.

Wofür steht LSBTIQ (DE) / LGBTQ+ (EN) überhaupt?

LSBTIQ ist ein Akronym für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell und queer. Doch geläufiger ist die englische Variante LGBTQ+ – „lesbian, gay, bisexual, transsexual, queer and plus“. Seit kurzem wurde dies ergänzt durch die Buchstaben „A“ für asexual und „I“ für intersexual. Das Plus steht für alle weiteren Identifizierungen. Dies sind Beschreibungen für sexuelle Orientierungen, die nicht der heterosexuellen entsprechen.

Diversity Pronomen

Ich stellte mir die Frage, wie es bei uns, der Mediascale, um Diversity steht.

Bisher habe ich es noch nicht erlebt, dass bei der Mediascale ein:e Kolleg:in aufgrund der sexuellen Identifizierung oder auch der Herkunft oder Hautfarbe diskriminiert wurde. Ganz im Gegenteil – die offene und freundliche Art sowie der respektvolle Umgang miteinander steht hier an oberster Stelle. Dabei steht nicht im Vordergrund, wie kräftig wir mit der Regenbogenflagge schwingen, sondern wichtig sind die Persönlichkeit und die Werte des einzelnen Menschen. Auf Instagram und LinkedIn posteten wir daher ebenfalls eine Story zum Pride Month, um uns klar zu positionieren.

Ich befragte zwei der führenden Köpfe der Mediascale zu dieser Thematik. Geschäftsführerin Martina Staudinger und Geschäftsführer Wolfang Bscheid. Martina Staudinger ist unter anderem auch Teil des Diversity Managements und kümmert sich um LGBTQ+ Themen.

Was bedeutet Gleichstellung für die Mediascale?

„Bei der Mediascale soll jede:r Mitarbeiter:in auch Mensch sein dürfen, mit ganz persönlichen Werten, Bedürfnissen und Interessen. Wir wollen ein Arbeitsumfeld und eine Atmosphäre schaffen, in der alle Kolleg:innen offen und ehrlich miteinander umgehen. Es ist mir wichtig, wie es unseren Kolleg:innen privat und persönlich geht. Wenn wir mehr voneinander wissen, können wir auch mehr aufeinander Rücksicht nehmen und authentisch sein. Ich denke, das macht unseren guten Zusammenhalt aus.“ (Martina Staudinger)

„Natürlich könnte man jetzt sagen, dass eine Agentur als moderner Arbeitgeber seinen Mitarbeiter:innen ein möglichst offenes und attraktives Umfeld schaffen sollte und es daher heute unerlässlich ist, sich für Diversity einzusetzen. Ganz ehrlich, ich glaube Toleranz und Respekt gegenüber seinen Mitmenschen ist ein so wichtiger und grundsätzlicher Wert einer freien Gesellschaft, dass es gilt, ihn überall zu schützen, egal ob im Privaten oder im Beruflichen. Daher ist es für mich eine absolute Selbstverständlichkeit, LGBTQ+ zu unterstützen und ich hoffe sehr, allen Kolleg:innen der Mediascale geht es genauso.“ (Wolfgang Bscheid)

Da wir Teil einer starken Gesellschaft, der Mediaplus sind, können wir Angebote wie Lesungen oder Impulsvorträge zum Thema Diversity wahrnehmen und uns auch außerhalb des Pride Month damit beschäftigen und uns weiterbilden. Auch wenn wir nicht jeden unserer Posts mit der Regenbogenflagge zieren, supporten wir alle Menschen – egal welcher Identifizierung, Religion oder Herkunft.