Monatliches Archiv für Februar 2021

Clubhouse Talk „Media und Nachhaltigkeit“ mit Peter Christmann, Co-Founder und CEO von Media4Planet

Eigentlich ist es höchste Zeit, dass auch die Media- und Werbebranche sich ernsthaft mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Und so langsam gewinnt die Bewegung deutlich an Fahrt. Das ist – ganz verkürzt – das Ergebnis des ersten Mittwochmittag Mediatalk am 17. Februar zu „Nachhaltigkeit und Media“ auf Clubhouse – powered by Mediaplus. Gastgeber Wolfgang Bscheid, Managing Director der zur Mediaplus-Gruppe gehörenden Mediascale, und Peter Christmann, Co-Founder und CEO von Media4Planet, waren sich in einer Bewertung relativ schnell einig: „Marketer, Werber und Medien sollten als erste der großen Branchen klimaneutral agieren. Wir müssen die Mediabranche grüner machen“ Dabei geht es nicht nur darum, das eigene Unternehmen oder die eigene Agentur klimaneutral aufzustellen, sondern vor allem auch um die 25 Milliarden Euro netto, die Werbetreibende jedes Jahr investieren.

Clubhouse Talk „Media und Nachhaltigkeit“

 

Für Peter Christmann war eine durch Plastik verendete Meeres-Schildkröte im Brasilien-Urlaub sein ganz persönlicher Einstieg in das Thema. Der „Environmentalist“ ist Co-Founder und CEO von Media4Planet, einem Anbieter für ein nachhaltiges Mediamodell und Gründer der Meeresschutz-Organisation Orange Ocean. Christmann will die Mediabranche „grüner machen“, in dem er Werbeflächen günstiger einkauft, diese an nachhaltige Firmen oder Produkte weiterverkauft und mit der Marge die Klimaschutzkommunikation der UNEP (das Umweltprogramm der Vereinten Nationen) unterstützt und CO2 über zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert. Media4Planet hat bereits erste Projekte gestartet, wurde durch Corona, den Lockdown und Budgetstornierungen in seiner Dynamik aber gebremst.

Ist die werbetreibende Industrie vielleicht auch noch nicht so weit? Um die Bereitschaft und Stimmungslage der Werbetreibenden zu erkunden, hat Mediaplus vor kurzem 160 Marketingentscheider befragt. Das Ergebnis überraschte. Wolfgang Bscheid: „Über 80 Prozent der von uns befragten Marketer sind der Ansicht, dass Werbebudgets Gesellschaften verändern können. Es gibt anscheinend eine hohe Bereitschaft nachhaltiger zu agieren, wenn man Werbetreibenden Angebote macht, ihre Budgets sinnstiftender zu investieren.“

Bscheid weiter: „Natürlich ist jeder gerne grundsätzlich nachhaltig, wenn es nichts kostet. Deshalb muss Nachhaltigkeit auch aus einer Sachargumentation für den Kunden Sinn machen. Wenn man Media nachhaltig plant und schaltet, dann muss sich das am Ende für den Werbetreibenden auch lohnen. Zum Beispiel weil die Kampagnen vor allem in den Zielgruppen eine höhere Werbewirkung erzielen, für die Nachhaltigkeit heute schon ein wichtiger Aspekt ist. Es ist doch schöner, beides zu tun: Nachhaltig zu werben und trotzdem die gesteckten Mediaziele zu erreichen.“

Um das gemeinsame Ziel einer nachhaltigeren Wirtschaft schneller zu erreichen, plädiert Peter Christmann für einen Schulterschluss auch mit Verbänden wie der OWM (dem Verband der Werbetreibenden) und der OMG (dem Verband der Mediaagenturen): „Deutschland hat sich verpflichtet, bis 2030 rund 55 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber 1990 einzusparen. Das geht nur in einem gemeinsamen Ansatz zwischen Politik, Industrie, NROs und Verbrauchern. Es ist also höchste Zeit für einen Schulterschluss.“

Um mit Werbetreibenden beim Thema Green Media in einen konstruktiven Dialog zu gehen, regt Wolfgang Bscheid eine gemeinsame Basisarbeit der Branche an: „Da geht es um Leistungskataloge, Lösungen, aber auch um standardisierte KPIs, um Nachhaltigkeit überprüfbar zu machen. Wir müssen eine verlässliche Grundlage schaffen, um nachhaltige Media exakt zu definieren. Dabei geht es nicht nur um ökologische Themen, sondern auch um die ökonomischen und sozialen Dimensionen der Nachhaltigkeit.“

Das Fazit des Clubhouse Talks: Gemeinsam mit allen Marktteilnehmern müssen Lösungen gesucht und definiert werden, um den Kunden entsprechende Wege zu zeigen.

Der Mittwochmittag Mediatalk zu „Nachhaltigkeit und Media“ – powered by @Mediaplus – wird fortgesetzt. Am 3. März ab 12 Uhr spricht Gastgeber Wolfgang Bscheid mit Udo Schendel, dem CEO Weischer.JvB, über nachhaltige Außenwerbung. https://www.joinclubhouse.com/event/PYb88zb3

 

Frei nach James Deans Blockbuster „Denn Sie wissen nicht, was sie tun“ blicke ich für diesen Beitrag auf meine Ausbildungszeit bei der mediascale GmbH zurück.

Hatte ich zum Start im September 2018 eine Vorstellung davon, was auf mich zukommen wird? Wusste ich, was Mediaplanung ist und wozu man das braucht? Nettoreichweite? Conversion-Rates? Consent-Layer? Offen gesagt: Mir war nicht einmal klar, wie wenig ich wusste. Oder anders gesagt: Wie viel es zu verstehen und zu lernen gibt.

Letztendlich haben mir aber das strukturierte Kennenlernen anderer Serviceplan-Agenturen und das aktive Mitwirken an unterschiedlichen Aufgabenstellungen den nötigen Überblick für meine Arbeit als Mediaplanerin gegeben. Im Rahmen des Ausbildungsplans konnte ich während meines Aufenthalts in der Abrechnungsabteilung sehen, wie eine erbrachte Medialeistung fakturiert und verrechnet wird. Dass wir, das Personal in einem Dienstleistungsunternehmen, nicht nur Kosten verursachen, sondern ein wesentliches und erhaltenswertes Glied der Wertschöpfungskette sind, erlebte ich in meiner Zeit in der Personalabteilung. Dort begleitete ich gemeinsam mit den HR-Kollegen Projekte rund um die Themen Benefits, Mitarbeiterbindung sowie Personalentwicklung.

Und auch auf meine Zeit in der Berufsschule kann ich positiv zurückblicken. Sogar im Lockdown haben uns die Lehrer mit viel Humor und abwechslungsreichem Unterricht erfolgreich zur IHK-Abschlussprüfung geführt. Quasi über Nacht wurde auf Online-Unterricht via Zoom umgestellt. Mich hat sehr beeindruckt, wie wichtig unseren Lehrern war, dass wir trotz der Distanz eine umfassende Prüfungsvorbereitung erhalten. Viele kleine Nettigkeiten und Späße hielten die Moral aufrecht und zeigten uns Schülern: Wir sind nicht allein und sitzen alle im gleichen Boot.

Und vielleicht, so sehe ich es heute, war meine Unvoreingenommenheit rückblickend sogar ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Denn eines ist besonders charakteristisch für meine Zeit als Azubine – einfach mal machen, aus Fehlern lernen, mit Herausforderungen wachsen. Das Wasser, in das ich geschmissen wurde, war manchmal so kalt, dass mir fast die Luft wegblieb. Fast! Denn nur so konnte ich Herausforderungen und Probleme meistern und aus der Welt schaffen – trotz Puls von 180. Was für ein tolles Gefühl, etwas zu schaffen, von dem man nie geglaubt hätte es zu können. Ich habe vieles gelernt, von dem ich nicht einmal wusste, dass es existiert: fachlich UND über mich selbst.

Und euch, meiner lieben mediascale, bin ich sehr dankbar, dass ihr mir von Anfang an Vertrauen geschenkt und Rückhalt gegeben habt. Ihr habt mich immer bis an meine Grenzen gefordert, ihr habt mich gefördert und mir viel wertvolles Feedback und nicht zuletzt die Möglichkeit gegeben, meine Ausbildung von drei auf zwei Jahre zu verkürzen. Ich habe mich nie wirklich als Azubine gefühlt oder als das letzte Glied am Ende der Nahrungskette. Mein Weg bei der mediacale geht weiter so, wie er begonnen hat: Jeden Tag mehr Verantwortung übernehmen, sich immer weiterentwickeln und dabei niemals den Spaß verlieren!

Empfang nach erfolgreich absolvierter Abschlussprüfung

Mit aktuell über 720 Millionen Usern in mehr als 200 Ländern weltweit ist LinkedIn das größte berufliche Netzwerk der Welt. In Deutschland zählt das soziale Netzwerk, das vorrangig auf die Aufnahme und Pflege von beruflichen Kontakten ausgerichtet ist und 2003 online ging, mittlerweile 16 Millionen Mitglieder.

Seit unserem letzten Blogartikel über LinkedIn hat sich mittlerweile einiges getan. Zu den bereits erwähnten Werbeformaten im Beitrag aus dem Jahr 2018 sind noch einige neue Funktionen und Formate hinzugekommen. In diesem Blogbeitrag werden wir euch zwei der neuen Werbeformate vorstellen. Seit diesem Jahr ist es möglich, über LinkedIn eine Conversation Ad innerhalb des Messengers zu erstellen und zum anderen können Live Videos geschaltet werden.

Conversation Ads

Die Sponsered InMail Ads wurden durch die Conversation Ads ersetzt. LinkedIn hat hier die Werbeform weiterentwickelt, um die Mitglieder persönlich anzusprechen, die Zielgruppe des Unternehmens besser kennenzulernen sowie das Engagement dieser zu fördern. Besonders gut geeignet sind die Conversion Ads im B2B-Bereich. Hier können komplexe Themen aufgegriffen und erklärt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Conversation Ads mit anderen Funktionen zu verbinden, wie den Formularen zur Lead-Generierung (Lead Gen Forms) oder dem Conversation Tracking. Im Vordergrund der Conversation Ads steht das interaktive Werbeerlebnis. Der User kann selbst entscheiden, auf welchen Content er sich einlassen möchte. Hierdurch kann hochwertige Conversation generiert werden.

So funktioniert es:

Die Form der Ads erscheint im Messaging-Bereich. Die Bild-Text-Kombination wird auf den User persönlich zugeschnitten und beinhaltet mehrere Call-to-Action Buttons. Über die CTAs bestimmen die User den Konversationspfad.

In dem nachfolgenden Anwendungsbeispiel kann der User auf einen der beiden CTAs klicken. Der User kann entweder auf die Landingpage oder zum Lead Generierungsformular weitergeleitet werden.

Der User wird auf die verlinkte Webseite weitergeleitet.
Der User wird zum Fomular weitergeleitet.

 

Live Video

Neben anderen Social Media-Kanälen bietet LinkedIn nun auch eine Live-Video-Funktion an. Es handelt sich hier mehr um ein Content Format, welches als Werbekanal genutzt werden kann. Die LinkedIn Live-Videos ermöglichen es Einzelpersonen oder Unternehmen, Live-Videoinhalte in Echtzeit in ihr Netzwerk zu übertragen. Die Idee dahinter ist, die Live Videos für Produktankündigungen, Konferenzen, Fragestunden, Events etc. nutzen zu können. Besonders jetzt in Zeiten von Corona ist es eine tolle Möglichkeit für Unternehmen, ihre Zielgruppe über LinkedIn anzusprechen. Dafür braucht es ein bestimmtes Thema, eine Geschichte, die im Zusammenhang mit der Marke erzählt werden kann – ohne direkt ein Produkt zu bewerben. Storytelling lautet hier das Stichwort.

So funktioniert es:

Über den Werbeanzeigenmanager von LinkedIn muss zunächst ein Antrag gestellt werden. Erst wenn der Antrag von LinkedIn freigegeben wurde, hat man die Möglichkeit Live-Videos zu starten. Während des Live-Streamings hat der User die Möglichkeit, über einen Chat Fragen oder Anmerkungen loszuwerden.