Jährliches Archiv für 2021

Vor kurzem erreichte uns die freudige Nachricht, dass es die Kollegen der Mediascale Köln in Zusammenarbeit mit der Mediaplus Köln, der PREX, Samsung Ads und dem Kunden Warsteiner auf die Shortlist des deutschen Mediapreises geschafft haben.

Was es damit auf sich hat und wie es nun weitergeht, haben wir unseren Kollegen Lin Christian Neumann gefragt. Lin ist Senior Digital Planner für Warsteiner, deren Etat federführend bei der Mediaplus Köln liegt. Außerdem ist Lin Head of Innovation für den Kölner Mediascale-Standort und damit der passende Ansprechpartner für unsere Fragen rund um die Nominierung des Warsteiner Cases:

Zuallererst: Herzlichen Glückwunsch zur Nominierung! Kannst du uns verraten, was sich genau hinter dem Warsteiner Case verbirgt?

Lin: Vielen Dank! Lass es mich so erklären: Bier-Werbung im klassischen TV gehört für jeden TV-Seher zum Alltag. Auch die Verlängerung der Kampagne in Online-Bewegtbild zählt zu einer gängigen Vorgehensweise, um die Reichweite zu steigern. Für gewöhnlich nutzt man an dieser Stelle sogenannte Überschneidungswahrscheinlichkeiten, um die inkrementelle Reichweite zu schätzen. Ein Nachweis für den real gemessenen Reichweitengewinn auf demselben Endgerät im Haushalt, dem Smart TV, konnte bisher jedoch noch nicht erbracht werden.

Warum ist genau das von Interesse?

Lin: Besonders bei jungen Zielgruppen, die kein bis wenig lineares TV mehr sehen, also Video-on-Demand-Streamer oder auch Gamer, sinkt in den letzten Jahren die durchschnittliche Sehdauer des linearen TV-Konsums. Sie sind somit noch schwerer durch klassische TV-Kampagnen zu erreichen und stellen deshalb natürlich ein besonderes Wachstumspotential für einen Kunden wie Warsteiner dar.

Das heißt Warsteiner möchte explizit jene Zuschauer erkennen und erreichen, die ihren Spot nicht im TV gesehen hatten?

Lin: Ja, genau! Ziel ist es, effizient und streuverlustfrei die inkrementelle Reichweite der eigenen TV-Kampagne zu steigern. Und das nicht auf einem mobile Device oder dem Desktop, sondern dem großen TV-Screen der Samsung Smart TVs! Aber auch für die Aussteuerung auf mobilen Endgeräten und Desktop haben wir mittlerweile über unsere Programmtic Unit „PREX“ die übergreifende Lösung „TV Content Recognition“ für alle TV-Werbetreibenden parat. So können wir z. B. auch Zuschauer bestimmter Genres und Sender oder anhand ihrer genutzten TV-Geräte inkl. angeschlossenem Konsolentyp gezielt ansprechen. Sehr spannend! Selbstverständlich ist noch zu erwähnen, dass natürlich alle Daten über Opt-In erhoben werden, das heißt deren Verwendung geschieht nur über die ausdrückliche Zustimmung der Zuschauer.

Soweit haben wir das verstanden – aber wie steigert man die inkrementelle Reichweite einer TV-Kampagne? Nicht geschätzt oder hochgerechnet, sondern real nachweisbar. Wie habt ihr das umgesetzt?

Lin: Hier setzt Warsteiner mit dem Targeting auf Nicht-Seher des TV-Spots an. Als europäischer First Mover gemeinsam mit Samsung Ads: Mittels automatischer Bilderkennung analysiert Samsung ob ein TV-Spot gesehen wurde oder nicht und strahlt entsprechend Spots im Smart TV-Content aus. Ergebnis: Eine Steigerung der inkrementellen Reichweite auf den Samsung Smart TVs um 21%.

Wow, das kann man wohl überzeugende Ergebnisse nennen! Neben dem tollen Erfolg der Kampagne habt ihr es jetzt noch auf die Shortlist des deutschen Mediapreises geschafft – was bedeutet das für alle Beteiligten?

Lin: Wir freuen uns als großes Mediaplus-Team sowie mit Warsteiner, Samsung und den weiteren beteiligten Unternehmen riesig über die Nominierung! Sie zeigt, dass die Idee und deren finale Umsetzung offenbar eine wichtige Fragestellung beantwortet. Von der ersten Besprechung der Innovation bis zur finalen Umsetzung des Case-Films war es eine Menge Arbeit. Umso mehr freuen wir uns über Kunden wie Warsteiner, die den Mut haben, mit uns neue Wege zu gehen.

Dann bleibt abschließend nur noch die Frage, wie ihr den deutschen Mediapreis 2021 am 29. Juni verfolgen werdet?

Lin: Auf jeden Fall live vor dem Screen. Ob dann in großer Runde im Konfi oder remote zu Hause müssen wir dann schauen. Aber sicher mit einem leckeren Warsteiner in der Hand!

Mit diesen Worten gratulieren wir den Kölner Kollegen und Kolleginnen der Mediaplus, der Mediascale und der PREX zusammen mit Samsung Ads und natürlich Warsteiner nochmal herzlichst zur Nominierung und drücken die Daumen für den 29. Juni 2021. Zum Abschluss sagen wir noch vielen Dank an Lin Christian Neumann, dass du uns diesen Einblick ermöglicht hat.

Vor gut einem Jahr wurde in Deutschland der erste Lockdown angekündigt. Wir alle erinnern uns sicherlich noch an die Unsicherheit, die leeren Regale dank Hamsterkäufen, aber auch an Bananenbrot, Dalgona Coffee und TikTok Trends.

Von heute auf morgen ist die gesamte Mediascale ins Homeoffice gewechselt und teilweise bis heute dort geblieben. Der Alltag im Homeoffice ist für manch einen zur Normalität geworden, andere freuen sich, wenn sie regelmäßig ins Büro kommen können.
Wir haben drei unserer Mitarbeiter:innen Nadine, Caro und Patrick gefragt, wie es ihnen mit der aktuellen Situation geht, welche Vor- und Nachteile sie aus dem Homeoffice ziehen und wie – oder besser gesagt wo – sie sich ihren zukünftigen Arbeitsalltag vorstellen.

Wie geht es dir heute ca. 1 Jahr nach dem Beginn des ersten Lockdowns?

Nadine Schollmeier: Dank der vielen Spaziergänge bin ich fitter geworden, ich koche wieder viel mehr selbst und bin weiterhin grundsätzlich gut gelaunt. Und gleiches gilt übrigens auch für meine tierische Mitbewohnerin Fay 😊. Ich möchte die Situation nicht verharmlosen, aber für mich hat sich eben auch einiges zum Positiven verändert und darauf versuche ich mich zu konzentrieren.

Caroline Franke: Der Wunsch nach Normalität wird immer größer – statt Zuhause exotische Rezepte auzuprobieren, möchte ich so gerne mal wieder in mein Lieblingsrestaurant gehen. Auch kann ich es kaum abwarten, die Pamela Reif Workouts durch das Fitnessstudio und die Zalando-Bestellungen durch eine ausgiebige Shoppingtour auszutauschen.

Patrick Neumann: Klar macht sich der Corona-Koller auch bei mir bemerkbar, aber ich gebe mir auch nach einem Jahr Lockdown viel Mühe optimistisch zu bleiben.

Nadines Hund
Tierische Mitbewohnerin Fay im Homeoffice

Wie hat die Mediascale dich im Homeoffice unterstützt?

Nadine Schollmeier: Wir hatten glücklicherweise auch vor Corona bereits die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten, was ich auch damals schon gerne hin und wieder in Anspruch genommen habe. Als dann klar war, dass wir nicht mehr von einzelnen Tagen sprechen, sondern doch eher einem Dauerzustand, durften wir unser Office, also Bildschirme etc. mit nach Hause nehmen.

Caroline Franke: Wir halten uns durch virtuelle Kaffee-Calls, Cocktailkurse und Weihnachtsfeiern bei Laune.

Patrick Neumann: Für mich war von vornherein klar, dass ich so wenig Zeit wie möglich im Homeoffice verbringen möchte. Der persönliche Kontakt zu meinen Kolleg:innen ist mir sehr wichtig und daheim fällt mir schnell die Decke auf den Kopf. Daher war ich auch sehr froh darüber, dass wir neben der Option Homeoffice auch weiterhin die Möglichkeit hatten, unter Einhaltung der Hygieneregeln ins Büro zu gehen.

remote Cocktail Abend
Remote Cocktail Abend bei der Mediascale

Welche Vorteile bietet dir das Arbeiten im Homeoffice?

Nadine Schollmeier: Ich wohne eigentlich nur ca. 8 km vom Office entfernt. Pro Tag macht aber alleine die „Reisezeit“ ca. 1,5h aus, die ich auch anders nutzen kann. Ich habe für mich das Gefühl einer verbesserten Work-Life Balance.

Caroline Franke: Das Arbeiten im Homeoffice bietet sicherlich mehr Flexibilität in der Freizeitgestaltung. Mittags mal eine Runde an der Isar in der Sonne joggen ist ein guter Ausgleich und bietet auch die nötige Abwechslung von den eigenen vier Wänden.

Patrick Neumann: Mag sein, dass unter gewissen Umständen oder in bestimmten Lebenssituationen Homeoffice für viele eine willkommene Alternative darstellt – Stichwort Flexibilität. Für mich persönlich überwiegen jedoch eher die Nachteile.

Was nervt dich am Home Office am meisten?

Nadine Schollmeier: Richtig nerven tatsächlich nichts, sofern die Nachbarn nicht gerade umbauen. Viele Änderungen in der Technik oder Kommunikation, die anfänglich etwas anstrengend waren, haben sich ja zum Glück normalisiert. Außerdem sind wir sicherer im Umgang mit sämtlichen Kommunikationsplattformen und ihren Eigenheiten geworden. Ich freu mich über jedes: „Du bist STUMM!“

Caroline Franke: Auch wenn wir virtuelle Teammeetings haben, ist es nicht das Gleiche wie der persönliche Austausch. Ein kurzer Plausch auf dem Gang, ein gemeinsames Feierabendbier oder die Mittagspause mit den Kollegen am Königsplatz – das fehlt mir im Home Office sehr.

Patrick Neumann: Am meisten vermisse ich den persönliche Kontakt zu meinen Kolleg:innen, den ich auch mit 1,5m Abstand und Maske jedem virtuellen Treffen vorziehen würde.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Stellen wir uns vor, die Pandemie ist vorüber – inwiefern hat das letzte Jahr deine Vorstellung von Arbeiten in der Zukunft verändert? Möchtest du auch nach Corona häufiger Home Office machen?

Nadine Schollmeier: Ich finde, dass sich viele der ursprünglichen Befürchtungen, die auch ich selbst hatte, zerschlagen haben. Dass man nicht so effektiv arbeiten kann, sich leichter ablenken lässt etc. Ich werde sicher auch zukünftig eine der Mitarbeiter:innen mit dem höchsten Homeoffice-Anteil sein.

Caroline Franke: Der Arbeitsalltag hat sich auf jeden Fall stark verändert und Corona hat gezeigt, dass Arbeiten auch im Home Office gut funktioniert. Ich werde auch zukünftig sicherlich häufiger im Home Office arbeiten als noch vor der Pandemie. Aktuell freue ich mich aber als Erstes darauf, mit den Lieblingskolleg:innen im Büro zu sitzen und am Ende den anstrengenden Tag im Buffet bei einem Feierabendbier ausklinken zu lassen. 😊

Patrick Neumann: Auf die letzte Frage kann ich aktuell mit einem klaren „Nein“ antworten. Es hängt aber auch vieles vom Umfeld und der Lebenssituation ab, in der man sich befindet. Ich denke Corona hat uns gezeigt, dass vieles auch von zu Hause aus funktioniert, jedoch eben nicht alles.

Wie geht es nun also weiter? Hier gibt es keine „one size fits all“-Antwort. Für den einen haben sich durch das Homeoffice neue Möglichkeiten ergeben, der andere nimmt Abstand und Masken in Kauf, um trotzdem ins Büro zu gehen.

Trotzdem geben sich die Mitarbeiter:innen durch virtuelle Kaffeepausen, Cocktailkurse und EXIT-Rooms Mühe, die gute Stimmung hochzuhalten und den Zusammenhalt auch in diesen besonderen Zeiten beizubehalten.

Kurz vor Weihnachten 2020 ist das Mentoring-Programm PLUS bei Serviceplan mit der Bekanntgabe der Tandem-Partner gestartet. Die MentorInnen und Mentees der Serviceplan-Gruppe haben erfahren, mit wem sie nun neun Monate in eine Mentoring-Beziehung starten. Bei mir und meiner Mentee hat die Chemie von Anfang an gestimmt – MATCH. Das hat mich sehr gefreut und motiviert. Es macht Spaß, meine Mentee in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung mit meinem Wissen, meinen Erfahrungen und meinem Netzwerk zu unterstützen.

Sich jemanden anzuvertrauen, den man vorher überhaupt noch nicht kannte, setzt voraus, dass die Tandem-Partner einander absolut vertrauen können. Hier ist die persönliche Beziehung extrem wichtig. Mentee und MentorIn müssen menschlich zueinander passen. Unsere HR-Kollegen, die das Mentoring-Programm bei Serviceplan organisiert haben und inhaltlich betreuen, haben hier einen hervorragenden Job gemacht!

Offenheit und Respekt als Basis für die Mentoring-Beziehung

Ein ehrlicher Austausch ist für mich nur möglich, wenn man dem Partner mit Offenheit und Respekt begegnet. Vertrauen wird nur möglich, wenn sichergestellt ist, dass alles, was untereinander besprochen wird, unter vier Augen bleibt. Das ist eine Abmachung. Eine gegenseitige Vertraulichkeitsvereinbarung, die zu Beginn des Mentorings einmal offen ausgesprochen oder sogar schriftlich fixiert werden sollte. Dann ist die Basis für das Gelingen der Beziehung gegeben. Im Mentoring-Prozess findet dann ein regelmäßiger Austausch statt, der inhaltlich von den Bedürfnissen der Mentee bestimmt wird.  Hier ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen: für intensive Gespräche, Feedback zu geben und gegenseitig Nähe zuzulassen.

Wie fühlt es sich an, wenn Dir jemand sagt: „Ich glaube an Dich. Das schaffst Du ganz sicher!“ – Richtig: Es beflügelt Dein Selbstvertrauen und motiviert Dich, Deine Ziele zu verfolgen und zu erreichen.

So verstehe ich meine Aufgabe als Mentorin:

Martina Staudinger arbeitet seit über 20 Jahren in der Mediaplus-Gruppe. Als Unit-Direktorin, Group Head und seit drei Jahren als Geschäftsführerin von Mediascale

 

Ich selbst hatte das große Glück im Laufe meiner Karriere zwei Mentoren zur Seite zu  haben, die an mich geglaubt haben. Sie haben mich bei meinen Plänen unterstützt und mich vor allem auch persönlich sehr geprägt. Für diese Erfahrungen bin ich sehr dankbar.

Seit zwei Jahren engagiere ich mich nun selbst als Mentorin und habe inzwischen großartige Frauen kennengelernt, die ich auf ihrem persönlichen Lebensweg ein Stück begleiten durfte und noch darf.

Wenn man schon die ersten Schritte in Richtung Führungsposition gemacht hat, kommt man vielleicht irgendwann an den Punkt, an dem man sich eine Vertrauensperson an die Seite wünscht, die ehrliches Interesse an einem hat und der man ohne Vorbehalte alle Fragen stellen kann. Spätestens dann ist es an der Zeit, sich einen Mentor oder eine Mentorin zu suchen.

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich bewirken? Herauszufinden, wer man selbst ist und was einem wirklich wichtig ist, bedeutet eine große Herausforderung. Es ist anstrengend, sich diesen Fragen zu stellen und darüber nachzudenken, welche Werte einem wichtig sind und was man wirklich will. Um andere Menschen führen zu können, ist es meiner Ansicht nach wichtig, dass man diese Fragen für sich selbst beantwortet hat. Als Mentorin möchte ich meine Mentees dabei unterstützen, herauszufinden, was sie antreibt und vorwärtsbringt.

Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Fähigkeiten? Was kannst Du besser als alle anderen? Aber auch mal unbequeme Fragen zu stellen, sehe ich als meine Aufgabe im Rahmen einer Mentoring-Beziehung. Ich versuche als Mentorin meinen Mentees eine neue Perspektive auf Situationen und Herausforderungen zu geben, die sie bisher noch nicht gesehen haben.

Dabei möchte ich keine klugen Ratschläge geben oder eine detaillierte Anleitung, wie sie am besten vorgehen sollten. Mir ist es wichtig, dass meine Mentee selbst kreativ wird, an Lösungen arbeitet und die Initiative ergreift, um ihre Ziele in Angriff zu nehmen. Meine Aufgabe sehe ich darin, meine Mentee aus der Komfortzone herauszulocken und sich selbst zu reflektieren, um die eigene Wahrnehmung zu schärfen.

Es sind die menschlichen Fähigkeiten wie Kreativität, Empathie und Intuition, die in einer Führungsrolle in Zukunft noch wesentlich stärker an Bedeutung gewinnen werden. Hier kann keine von künstlicher Intelligenz gesteuerte Technologie übernehmen. Um erfolgreich eine Führungsrolle einzunehmen, ist es entscheidend, für feinsinnige Wahrnehmungen sensibel zu sein und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Perspektivwechsel: Das sagt meine Mentee

Wenn meine Mentee mir dann als Feedback gibt: Das Gespräch, der Austausch mit Dir hat mir gutgetan. Jetzt habe ich eine konkrete Vorstellung, wie ich mein Ziel, meine Aufgabe angehe, dann macht mich das sehr glücklich. Wenn ich sehe, wie meine Mentee besprochene Projekte umsetzt und damit erfolgreich ist, bin ich stolz auf sie. Denn letztendlich zählt:

Für das Können gibt es nur einen Beweis: Das Tun“. Marie von Ebner-Eschenbach

Fußballfans hatten es schwer im letzten Jahr. Erst gab es dank Corona keine Möglichkeit, die eigene Mannschaft im Stadion zu unterstützen und zuletzt musste man den Kopf über obskure Super League-Pläne schütteln. Letzteres hat sich zum Glück vorerst schnell erledigt. In Blocks oder Kurven wieder Schals in die Höhe recken und Schlachtrufe schmettern, das wünschen sich alle Fans für den Start der Saison 2021/2022. Und es sieht gut aus: Die Hoffnung auf volle Stadien scheint sich schon bald zu erfüllen. Höchste Zeit, einen neuen Ansatz für Werbung vorzustellen: Das Konzept „Screens 4 Fans“.

Screens 4 Fans: Die digitale Bande als Herzstück

Herzstück ist die digitale Bande im Stadion. Seit letzter Saison ist diese Werbefläche nicht mehr nur festen Sponsoren vorenthalten. Das bietet uns die Möglichkeit, ein stringentes Konzept zu entwickeln, mit dem ein Werbeprodukt über mehrere Kanäle, den „Screens 4 Fans“, ausgesteuert werden kann (Anmerkung: feste Sponsoren aus einer Branche haben ein Veto-Recht, z.B. ist keine andere (Kranken-)Versicherung in Leverkusen möglich, außer des Trikotsponsors Barmenia).

„Screens 4 Fans“ umfasst die Kanäle „Digital Sport Screen“ (Bande im Stadion), Digital Out of Home (Station Video und Infoscreen) und Desktop/Mobile. Die Laufzeit beträgt 5 Tage:

Screens 4 Fans | PREX
Screens 4 Fans | PREX

 

Welche Kanäle sind integriert?

Zum Auftakt wird im Umfeld der Fußballberichterstattung geworben. In der Grundaufstellung sind Seiten wie Kicker, Sport BILD, spox, transfermakt etc.

Ergänzt wird über die Digitalen Out of Home Flächen „Station Video“ und „Infoscreen“ im GEO-Umfeld der Spielpaarung. Möglich ist selbstverständlich die Ausweitung auf ein ganzes Bundesland oder eine deutschlandweite Austeuerung.

Am Spieltag selbst starten in den entscheidenden 90 Minuten die Digitalen Sport Screens und sind sowohl im Stadion als auch auf den Fernsehbildschirmen der Nation sichtbar. Mit etwas Glück auch in der Nachberichterstattung auf den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern sowie digitalen Plattformen.

Die Phase der Nachberichterstattung, das „Cool Down“, wird wieder begleitet mit den Kanälen aus der Vorberichterstattung: Desktop/Mobile und DOOH.

Zusammenfassend bedeutet Screens 4 Fans: Fünf Tage lang generieren wir eine runde Kommunikation im hoch-emotionalen Bereich der Bundesliga.

Konnten wir euer Interesse wecken?

Sprecht uns an. Wir können zusammen mit Euch beraten, welche Spieltage oder welche Stadien für Eure Marken möglich sind, und erstellen ein Gesamtkonzept.

pa@programmatic-exchange.com oder pa-hh@programmatic-exchange.com

PS: Es sind mittlerweile mehr Sportarten erschlossen, z.B. einige Stadien in der Handball- und Basketball-Bundesliga. Und es werden immer mehr „Screens 4 Fans“…

Seit ziemlich genau einem Jahr hat uns Corona alle fest im Griff und stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Als ich mich letzten Herbst auf Jobsuche begeben habe und letztendlich bei der Mediascale gelandet bin, waren die Auswirkungen der Pandemie auch bezüglich des Berufeinstiegs deutlich spürbar.

Zu Beginn war eine Veränderung bei den Bewerbungsprozessen noch nicht sofort feststellbar. Doch das änderte sich recht bald, als die ersten Einladungen zu Online-Bewerbungsgesprächen eintrafen. Ich muss zugeben: Die ersten virtuellen Gespräche waren etwas gewöhnungsbedürftig. Sie verliefen zwar allesamt gut, allerdings fehlte ein bisschen die persönliche Ebene, die face-to-face deutlich einfacher entsteht. Zudem war man natürlich auf die Technik und eine stabile Internetverbindung angewiesen. Bei einem Vorstellungsgespräch ist man ja per se schon etwas aufgeregt, aber bei dem Gedanken daran, dass mitten im Gespräch die Verbindung abbrechen könnte, bietet definitiv noch einen zusätzlichen Stressfaktor. Mir blieb dieses Malheur zum Glück erspart.

Arbeitgeber Mediascale – in Corona-Zeiten auf Jobsuche

Umso mehr freute es mich, als ich eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch vor Ort bekam, nachdem ich mich bei der Mediascale auf eine ausgeschriebene Traineestelle als Media Planner und Consultant beworben hatte. Dies konnte ganz Corona-konform mit viel Abstand, in einem großen Besprechungsraum stattfinden. Zum Zeitpunkt des Gesprächs war auch ein Großteil der Mitarbeiter im Homeoffice und die Agentur sehr leer. So war es sogar möglich, zumindest ein paar Büros im Haus der Kommunikation anzuschauen und ich bekam einen ersten Eindruck von meinem potentiellen zukünftigen Arbeitsplatz.

Nur fünf Wochen nach meinem Gespräch fing ich also als Trainee bei der Mediascale an. An meinem ersten Arbeitstag kam ich morgens mit den beiden anderen neuen Trainees am Haus der Kommunikation an, wo wir von unseren Teamleiterinnen zu einem ersten Kennenlernen-Kaffee erwartet wurden. In der großen Cafeteria war es leicht möglich, sich bei einem Kaffee gemütlich hinzusetzen und trotzdem den nötigen Abstand zu wahren.

Danach ging es auch schon direkt zur IT, wo wir unser IT-Starterpaket mit Laptop, Handy und Zugangskarte bekamen. Im direkten Anschluss gab es ein Onboarding, wie wir unsere wichtigsten Zugänge einrichten konnten, und so waren wir eigentlich schon vor dem Mittagessen arbeitsfähig. Hierzu muss ich sagen: so einen strukturierten ersten Vormittag hatte ich bis dahin im Berufsleben noch nie erlebt. Nach dem Mittagessen mit meiner Teamleiterin gab es dann auch meinen ersten richtigen Call über Microsoft-Teams, wo ich das ganze restliche Team kennenlernen konnte. Zu dem Zeitpunkt war es noch etwas ungewohnt, so viele neue Gesichter nur über Video Calls kennenzulernen. Das sollte aber in den nächsten Wochen zum New Normal werden.

Das Einrichten des Home Office-Arbeitsplatzes gehört zu Corona-Zeiten bei der Mediascale dazu.
Das Einrichten des Home Office-Arbeitsplatzes gehört zu Corona-Zeiten bei der Mediascale dazu.

Hilfestellung beim Sprung ins kalte Wasser: Die Onboarding-Phase

Schon am zweiten Tag fing das richtige Onboarding an. Dieses fand in Etappen sowohl Online als auch persönlich statt. Mir wurde von Anfang an freigestellt, ob ich ins Büro komme oder direkt aus dem Homeoffice arbeiten möchte. Für die erste Zeit entschied ich mich erstmal ins Büro zu gehen. Zum einen fühlte ich mich trotz Corona zu keiner Zeit unwohl im Büroalltag, und zum anderen war es natürlich schön, soziale Kontakte knüpfen und bei Fragen einfach kurz über den Laptop schauen zu können und direkt zu fragen. So konnte ich auch innerhalb der ersten 4 Wochen zumindest die Hälfte von meinem Team auch in Real Life im Büro kennen lernen.

Ab der dritten Woche befand ich mich in einem Schulungslauf, in dem ich alle Facetten meines zukünftigen Jobs kennen lernen durfte. Insgesamt ging diese Schulung 11 ½ Wochen. In diesem Zeitraum lernte ich vormittags alles von Printplanung bis zur Digital Planung, und am Nachmittag unterstützte ich mein Team beim Tagesgeschäft. Abgeschlossen wurde diese Schulung mit der Erarbeitung eines Cases, den wir am Ende präsentieren durften.

Digitale Events als Chance die Kollegen besser kennenzulernen

Mittlerweile bin ich etwas mehr als 4 Monate ein Teil der Mediascale und bin immer noch super happy! Aktuell wechsle ich zwischen Homeoffice und Büro hin und her, auch je nachdem, ob noch jemand aus meinem Team im Büro ist. Denn seien wir mal ehrlich, in der aktuellen Zeit freut man sich doch sehr, wenn man hin und wieder seine Kollegen sehen kann. Auch wenn momentan das meiste digital stattfindet, hatte ich nie das Gefühl, das Team nicht kennenlernen zu können oder keinen Anschluss zu finden. Das obligatorische Ratschen mit Kollegen an der Kaffeemaschine wird durch verschiedene wöchentliche Team Calls gut ausgeglichen. So hat man trotz allem die Möglichkeit sich auch mal etwas privater zu unterhalten und sich weiter kennenzulernen. Daher kann ich behaupten: Ich bin gut im Team angekommen und fühle mich sehr wohl.

Ich freue mich auf mein restliches Traineeship und die darauffolgende Zeit in meinem Team. Ich bin sehr dankbar, in dieser besonderen Zeit einen so tollen Einstieg in die Berufswelt gefunden zu haben. Auch wenn das klassische Agenturleben, von dem alle immer schwärmen, vermutlich noch eine Weile nicht möglich sein wird, so machen wir sowohl als Team als auch Mediascale als Agentur das Beste aus der aktuellen Situation, um für Abwechslung zu sorgen und das Team-Gefühl zu stärken.

Bist du ebenfalls auf Jobsuche?

Falls du an Mediaplanung interessiert bist und dir dieser Blick durchs Schlüsselloch der Mediascale gefallen hat, schau dir gerne unsere ausgeschrieben Stellen an: Wir suchen einen Trainee Mediaplanning und Consulting (m/w/x) sowie einen Campaign Manager Online Media (m/w/x). Viel Erfolg bei deiner Bewerbung!

 

… oder wie ich verstanden habe, was ich hier eigentlich tue.

„Da müssen wir die Clickrate im Flippoint raisen und damit den Tabletopper sweepen. Also die User im Funnel noch vor den Flightfield fumbel. Das wäre glaub ich ein guter Einstieg für dich Vanessa, oder?“

Ich hatte viele Fragen an diesem Tag: Warum  bin ich eigentlich nicht Tierärztin oder Raketenwissenschaftlerin geworden? Rakete geht hoch – Rakete geht runter. Das verstehe ich, das ist gut. Zumindest hätte ich die verwendete Sprache verstanden. In der Situation hätte man mir erzählen können, dass Cybermonkeys gerne Berliner mit Marmeladenfüllung mögen und es wäre weniger verwirrend gewesen. Die meisten der Begriffe sind natürlich Quatsch, oder zumindest eine sehr freie Interpretation solcher Gespräche der ersten Tage meines Traineeships. Wenn du hier Reales von künstlerischer Freiheit unterscheiden kannst, bist du bereits auf dem besten Weg, Planer:in und Berater:in zu werden. Media ist eine eigene Welt, eine eigene Sprache und ich würde dir gerne die Top Five Grundbegriffe der digitalen Mediaplanung mitgeben, die dir dabei helfen, deinen neuen Job zu genießen, statt darüber nachzudenken, ob es zu spät für ein Tiermedizin Studium ist.

Digital Media für Dummies
Digital Media für Dummies

 

Zunächst einmal: Was ist Digital Media Planung und Beratung eigentlich?

Planer:innen entscheiden, wer, wann und wo mit einer Werbung während des Surfens in Kontakt kommt. Dafür beraten sie die Kund:innen zu den Umfeldern, Formaten und Platzierungen, die für die gewollte Zielerreichung sinnvoll sind. Ein Beispiel: Das fiktive Unternehmen Sparkle bringt eine neue Geschmacksrichtung ihrer Limonade auf den Markt. Zum Produktlaunch soll eine große Aufmerksamkeit für die Marke und das Produkt geschaffen werden. Käufer der bisherigen Geschmacksrichtungen waren im Kern 20-30 Jahre alt, urban und hatten zumeist einen hohen Bildungsstand. In solchen Fällen macht es, grob vereinfacht, keinen Sinn diese Werbung auf der Startseite des Apothekenblättchens zu platzieren, sondern eher in den Sozialen Medien oder auf der Website eines hippen, jungen Magazins, wo die Zielgruppe eher der gewollten Demographie entspricht. Das wäre eine sogenannte Umfeldplanung.

Zudem gibt es auch die Möglichkeit, über eine Targetingplanung Nutzer in jedem möglichen Umfeld zu erreichen, die dieser Demographie entsprechen, auch auf der Website des Apothekenblättchens. Wenn jemand also jene Website besucht und durch sein Surfverhalten statistisch als ca. 25-jährige, urbane, gute gebildete Person eingeordnet wird, kann in dem Moment die Werbung von Sparkle dort platziert werden und unsere Zielgruppe wird erreicht, auch wenn die Leser dieser Website nicht dem Kern der Limo-Zielgruppe entsprechen.

1. Vermarkter

Dir werden eine Menge Vermarkternamen zu Beginn um die Ohren fliegen, die nicht Google oder Facebook heißen. Ein Vermarkter hat ein, mal mehr mal weniger umfangreiches, Portfolio bestehend aus Websites, Apps, YouTube Kanälen etc., dessen Werbeflächen er verwaltet. Diese Werbeflächen werden dann durch die Mediaplaner:innen gebucht. Beispiel: Wir haben das hippe Onlinemagazin beim Vermarkter Hippe-Magazine Alliance gebucht.

2. Werbemittel und Format

Von Dynamic Sitebar, AdBundle über Mobile Medium Rectangle zu Story Ad gibt es unzählige verschiedene Formate, in denen Werbemittel ausgespielt werden können. Diese Formate haben unterschiedliche Vor- und Nachteile und machen je nach Kampagnenziel mehr oder weniger Sinn. Bei jedem Anbieter haben diese Formate verschiedene Namen, mal mehr mal weniger fancy – Cyber Monkeys wäre aber noch zu haben. Nur so eine Idee… Beispiel: Wir haben für Sparkle eine Dynamic Sitebar im hippen Onlinemagazin gebucht.

3. Ad Impressions

Ad Impression werden auch mit Ais abgekürzt. Es bezeichnet einzelne Aufrufe eines Werbemittels bzw. wie oft eine Anzeige technisch ausgespielt wird. Sie sagen nichts darüber aus, wem die Werbung ausgespielt wird. Beispiel: Es wurden gestern 2 Mio. Ais im hippen Onlinemagazin ausgespielt.

4. TKP

Ist keine Abkürzung für die Tiefkühlpizza sondern steht für den „Tausend-Kontakt Preis“ und gibt den Preis für 1.000 Personen, die mit dem Werbemittel in Sichtkontakt kommen, an. Eine Ad Impression macht einen Kontakt, 1.000 Ad Impressions kosten dann den entsprechenden TKP. Gut mit Geld hauszuhalten ist in der Media entscheidend. Das Gefühl dafür wie groß solche Geldsummen in Realität sind, verliert man jedoch über die Zeit. Denn Media ist teuer und hier schmeißt man, so nennt man es in Fachkreisen, „die Fuffis durch den Klub“. Nur dass das Budget nicht auf dem Klubboden landet und verschwendet wird, sondern stattdessen viel bewirkt, um das Kampagnenziel zu erreichen. Beispiel: Der TKP für die Dynamic Sitebar im hippen Onlinemagazin liegt bei 60€. Heißt für 60€ erreicht man hier 1.000 Kontakte.

5. Klick und Klickrate

Ein Klick wird durch einen Mausklick oder Touch auf dem Bildschirm auf dem Werbebanner ausgelöst. Dieser Klick führt dann bspw. zu der Kundenwebsite. Die Klickrate gibt dann das Verhältnis zwischen Ad Impressions und Klicks in Prozent an. Beispiel: Die Platzierung gestern im hippen Onlinemagazin hatte bei 2.000 Klicks eine Klickrate von 1,10%. Das klingt nach wenig, ist aber durchaus ein großer Grund zum Feiern, denn anders als beim Französisch Vokabeltest sind Raten von über einem Prozent bei der Klickrate supergut und ein Anlass mit einer Sparkle Limo anzustoßen.

Ich hoffe, euch damit in eurer Anfangszeit ein paar Fragezeichen im Gesicht zu ersparen. Trotzdem werdet ihr als angehende Medienplaner:innen eure Cyber-Monkey-Momente haben. Meine anfängliche Überforderung hat sich dank vieler toller Kolleg:innen schnell in Luft aufgelöst.

Allerdings sagt man auch: In der Media lernt man nie aus.

Welches Potential hat die App und lohnt es sich den Hype mitzumachen?

Wie es sich für einen neuen coolen Club gehört, kommt man nur mit Einladung rein. Die neue App Clubhouse setzt auf Exklusivität. Somit ist die FOMO (fear of missing out), die Angst etwas zu verpassen vorprogrammiert.

Anfang des Jahres schwappte die FOMO durch alle deutschen Social Media Kanäle. Alle bekannten Influencer und die, die es noch werden wollen, twitterten und posteten über die neue App namens Clubhouse.

Aber was ist Clubhouse überhaupt genau?

Bei Clubhouse geht es primär um Audioinhalte. Es gibt sogenannte rooms, in denen so etwas wie digitale Diskussionen stattfinden, eine Bühne mit Speakern und ein Publikum. Die Personen im Publikum können aber auch selber ihr Mikro einschalten und von den Moderatoren auf die Bühne eingeladen werden.

Sobald man einem Profil folgt, sieht man, ob sich der oder diejenige in einem Raum befindet. Auf diese Weise werden sehr schnell sehr hohe Reichweiten (1.000 Zuhörer sind keine Seltenheit) erzielt.

Was ist das Besondere an Clubhouse?

Clubhouse verspricht Zuhörern das „Twitch“-Gefühl (jeder kann zum Sender werden), kombiniert es mit der persönlichen Ansprache in Podcasts und einer gewissen Themenoffenheit. Somit erinnert die App an einen digitalen Speakers‘ Corner, einen öffentlichen Platz, der dem Meinungsaustausch dient.

Bisher dominieren Talks zu Start-ups, aktuellen Branchenthemen und Trendbewegungen. Dabei sind besonders die Speaker interessant, denen man lauschen kann. Von dem Mitbegründer des Online Handels Tarek Müller (About You) zum Thema E-Commerce, FDP-Chef Christian Lindner, Star Rapper Drake bis hin zur Fridays-for-future-Aktivistin Luisa Neubauer.

Clubhouse
Quelle: https://www.hna.de/verbraucher/clubhouse-social-media-app-experten-warnung-datenschutz-promis-kassel-hna-zr-90173881.html

 

Wer steckt hinter Clubhouse?

Alpha Exploration heißt die Firma, die die App entwickelt hat, Paul Davison und Rohan Seth (ein ehemaliger Google-Mitarbeiter) sind die beiden Gründer. Die App kam im Frühjahr 2020 auf den Markt und gewann sofort ein Investment von mehr als 10 Millionen Dollar. Zu diesem Zeitpunkt wurde die App trotz nur weniger Tausend Nutzer bereits auf etwa 100 Millionen Dollar geschätzt. Dass bislang nur iPhone-Besitzer und Eingeladene Zugang zu der App bekommen, die weltweit inzwischen rund zwei Millionen Nutzer hat, ist verkaufspsychologisch natürlich ein intelligenter Schachzug.

Jetzt mitmachen – oder ist der Hype bald vorbei?

Spannend ist der Ansatz von Clubhouse auf jeden Fall. Selten war es so einfach, so vielen interessanten Gesprächen zuhören zu können, ohne dafür ein Messeticket zu kaufen oder eine Podiumsdiskussion besuchen zu müssen.

Allerdings gibt es viele Beispiele für Apps, die als das nächste große Ding gehandelt wurden. Tik Tok ist vom Hype zu einer inzwischen etablierten Social-Media-Plattform geworden. Konkurrent Snapchat hat immer wieder Probleme, versucht aber nun durch die Zusammenarbeit mit Influencern die Plattform zu sichern.

Ein „lean-back“ Scrollen und Stories schauen gibt es bei Clubhouse allerdings nicht, stattdessen muss man die ganze Zeit aktiv zuhören. Die Talks finden live statt und werden nicht gespeichert. Die Termine sind also gesetzt und wer Besseres zu tun hat, verpasst die Gespräche. Ob die Menschen ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt Lust dazu haben, wenn sie ohnehin langen Digitalkonferenzen aus dem Homeoffice zuhören müssen, ist die Frage. Anders als in Zoom-Meetings müssen sich die User zumindest nicht überlegen, wie sie aussehen und ob der Bildhintergrund aufgeräumt ist.

Bisher ist über die Datenverarbeitung der App noch nicht viel bekannt – außer, dass Clubhouse mit den hochgeladenen Telefonbüchern der Nutzerinnen und Nutzer Schattenprofile auf dem eigenen Netzwerk anlegt. Damit befindet sich Clubhouse in der rechtlichen Grauzone.

Ist Clubhouse also eine Plattform für High-Involvement-Themen, dafür aber mit begrenzter Reichweite?

Die Mediascale hat schon lange erkannt, dass das digitale native Audio eine Schlüsseltechnologie unserer jetzigen Zeit ist und dass sich der Medien- und Werbemarkt durch interaktive Audiomedien in den kommenden Jahren stark wandeln wird. Die Zukunftsfähigkeit von Clubhouse wird davon abhängen, ob die App Geld verdienen kann und ob sie auch für Werbetreibende interessant wird. Im Kundenservice, im Recruiting oder PR-Bereich kann man sich schon jetzt sinnvolle Ansätze vorstellen. Wie das Geschäftsmodell aussieht, mit dem die App langfristig Geld verdienen will, ist noch unklar. Audiowerbung, die den Talks vorgeschaltet wird? Oder werden die Daten der Nutzerinnen zum Kapital des Unternehmens? Das wird eng mit dem Datenschutz der App einhergehen.

Unser Geschäftsführer Wolfgang Bscheid ist bereits auf Clubhouse sehr aktiv, im nächsten Termin diskutiert er mit Ingo Rentz (Horizont), Katrin Ansorge (Horizont), Markus König (Evonik), Barbara Wandrei (Media4Planet) und Jana Bernhard (S20) über Green Media: Wie nachhaltig muss Marketing heute sein?

 

Seit mittlerweile 3 Jahren arbeite ich als Werkstudentin bei der Mediascale in München, derzeit schreibe ich meine Masterarbeit über das Thema „Frauen in Führungspositionen“. Die weibliche Position in der Arbeitswelt ist schon seit einiger Zeit ein vieldiskutiertes Thema, besonders in Hinblick auf die Führungsebene. Gerade in Deutschland lässt der aktuelle Status Quo hier einiges zu wünschen übrig: Der Anteil an Frauen in Führungspositionen liegt deutlich unter dem EU Durchschnitt. Hier ist also noch viel Luft nach oben.

Mit diesen Werten im Hinterkopf haben sich mir folgende Fragen gestellt:

„Wieso werden Frauen überhaupt anders behandelt?“

„Was wird unternommen, um dieser Ungleichheit entgegenzuwirken?“

Auch wenn die Zahlen eine eindeutige Sprache sprechen, gehen die Meinungen bei der Beantwortung oben genannter Fragen bekanntlich häufig auseinander.

Ein Blick auf die Ursachen hilft zur Beantwortung: Geht es um die Gründe für Geschlechterungleichheit, werden meist eine negative Arbeitsatmosphäre, Sexismus und die Familie genannt.

Um es etwas konkreter zu machen: Frauen werden häufig von ihren männlichen Kollegen ausgeschlossen, da Männer sich typischerweise unter männlichen Kollegen deutlich wohler fühlen. Dadurch werden jedoch weibliche Kolleginnen abgesondert, was oft in einem Gefühl der Scham und Zurückhaltung endet und Frauen in ihrer Karriere bremsen kann.

Oft sind Frauen in der Arbeitswelt auch von sexistischen Stereotypen betroffen. Frauen werden typischerweise als weniger talentiert oder weniger produktiv eingeschätzt und deshalb als inkompetent für bestimmte Aufgaben befunden. Eine andere Form von sexistischen Stereotypen sieht Frauen als schwächer und schutzbedürftig an, was sie ebenfalls als unqualifiziert einstuft. Als Resultat fühlen sich Frauen oftmals eingeschüchtert, sodass sie nicht mehr an ihre eigenen Fähigkeiten glauben. Was hier am meisten überrascht: Nicht nur Männer, sondern  auch viele Frauen haben solche Stereotypen bewusst wie unbewusst inne.

Der letzte große Faktor im Zusammenhang mit Geschlechterungleichheit ist die Rolle der Frau in der Familie. Hier wird oftmals angenommen, dass Mütter im Vergleich zu Frauen ohne Kinder weniger karriereorientiert seien, weshalb seltener Aufstiegsmöglichkeiten geboten werden. Zudem erschweren unflexible Arbeitszeiten und fehlende Möglichkeiten zur Kinderbetreuung die Situation.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es immer noch Hindernisse für Frauen in der Arbeitswelt und somit noch einiges zu tun gibt. Da stellt sich mir als Frau am Anfang meiner Karriere die Frage:

Wie sieht es mit Gleichberechtigung denn eigentlich bei der Mediascale aus?

Tatsächlich wird bereits einiges angeboten. Neben diversen Infoveranstaltung und Weiterbildungsmöglichkeiten, gibt es ein Elternprogramm in Zusammenarbeit mit dem pme Familienservice. Das Programm bietet eine Austauschplattform zur Vernetzung beim Elternstammtisch, zur Kinderbetreuung in den Ferien, für Familienevents sowie zur Hilfe bei der Betreuungssuche während der Arbeitszeiten. Flexible Arbeitszeiten zur Vereinbarkeit von Job & Familie sind bei uns ebenfalls an der Tagesordnung. Davon profitieren allein bei der Mediascale aktuell drei Kolleginnen, eine davon hat eine Teamleiterposition inne. Zusätzlich bietet das Fe&Male Projekt in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen zur Vernetzung, zum Austausch und zur Diskussion. Hier werden sowohl Impulsvorträge als auch Workshops angeboten.

Neu seit diesem Jahr gibt es das Plus Mentoring Programm. Hier bekommen einige weibliche Kolleginnen die Möglichkeit, sich von starken Persönlichkeiten aus der Gruppe als MentorInnen Unterstützung zu holen und Neues zu lernen. Unsere Geschäftsführerin Martina Staudinger ist hier als Mentorin mit im Programm dabei und freut sich, ihr Wissen und ihre Kompetenz weitergeben zu können. So sagt sie: „Als zweifache Mutter ist es mir persönlich sehr wichtig, Frauen bei der Mediascale die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen und sie bei ihren Karriereambitionen zu unterstützen. Ich wurde auf meinem Weg zur Geschäftsführerin immer wieder von MentorInnen bestärkt und möchte im Rahmen des Mentoring + Programmes jetzt gerne meine Erfahrungen weitergeben.“

Wir sind bereits auf einem guten Weg, den es weiterhin für uns Frauen zu ebnen gilt. Für mich persönlich habe ich mitgenommen: Als Frau hat man es in der beruflichen Laufbahn nicht immer einfach. Selbstbewusstes Auftreten und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sind wichtig, jedoch gibt es auch einige Bereiche, in denen man als Frau auf die Hilfe seiner KollegInnen angewiesen ist. Deshalb freut es mich umso mehr, dass die Mediascale hier bereits großen Einsatz zeigt. Für meinen künftigen Karriereweg bedeutet das also: optimale Voraussetzungen für einen guten Start!

Runde 3 des Mittwochmittag Clubhouse Talks am 10. März: „Let’s talk about Audio! – Warum man bei Podcasts mit der klassischen Radio-Denke nicht weit kommt.“ Diesmal als Gast mit dabei: Audio-Expertin Ina Tenz, Geschäftsleiterin bei Anda Business Communication, erfahrene Radiomacherin und Produzentin der Podcasts „Der fünfte Satz“ mit Boris Becker und „Die Agenda“ mit Gerhard Schröder.

Eine wichtige Erkenntnis des Clubhouse-Talks vornweg: Audio ist nicht gleich Audio. Radio läuft oft im Hintergrund, als Klangteppich, der einen durch den Tag begleitet. Mal ist die Aufmerksamkeit der HörerInnen höher, manchmal gar nicht da. Für Radio spricht: Die hohe Reichweite, die Mischung aus charterprobten Musiktiteln, gute Wortbeiträge und der Schlagabtausch der ModeratorInnen. Sie können das Radio zu einem kurzweiligen Vergnügen machen.

Podcasts hingegen sind das Gegenteil: Über längere Zeit und in Ruhe einem interessanten Thema lauschen – damit bedient das Langformat ganz neue Ansprüche und Nutzungssituationen. Ina Tenz: „Es handelt sich dabei um ein bewusstes Zuhören und selektives Einschalten. Ich entscheide, was ich jetzt in diesem Moment hören will. Und auch für den Host oder Gast ist es eine Art Deutungshoheit der eigenen Geschichte: einmal seine Sicht der Dinge erzählen, Zeit haben, die Gedanken schweifen zu lassen – natürlich ohne den Anspruch auf die absolute Wahrheit.“

Neue Audioformate im Wettbewerb mit Radio

Fakt ist: Die Mediennutzungszeit steigt parallel mit der Auswahl an Audiomedien. Die Vielfalt an Podcasts und Clubhouse setzen das klassische Radio unter Druck, auch weil mit Smartphones und Smart Speakern omnipräsente Abspielgeräte immer dabei sind. Die mit Formatradios groß gewordenen Konsumenten entdecken ganz neue Facetten von Audio. Geschichten, die Zeit brauchen und sich auch entwickeln können. Ina Tenz spricht hier sogar von einer „Konditionierung“: Die Hörer gewöhnen sich daran, dass sie noch mehr, noch tiefere Inhalte bekommen, und ändern entsprechend ihre Erwartungen an Audio.

„Podcasts sind einfach etwas völlig Neues, kein anderes Format bekommt eine so individuelle Aufmerksamkeit und das ist es auch, was Marken sich zunutze machen sollten. Klar muss aber sein: Werbung im Podcast bzw. Kommunikation via Podcasts unterliegt anderen Gesetzmäßigkeiten als Radiowerbung“, ergänzte Wolfgang Bscheid. In Podcasts, so Bscheid, können Marken wirklich Persönlichkeit zeigen. Dabei gilt es, transparent und authentisch zu sein, offen und kreativ mit Markenbotschaften und den Markenwelten umzugehen. Kaufmich-Spots, wie wir sie aus Radio und TV kennen, stören im Podcast hingegen den Flow.

Audio holt Bewegtbild ein

Der Audio-Boom, so eine Erkenntnis, hat scheinbare Wahrheiten nicht nur in Frage gestellt, sondern gleich widerlegt. Immer kürzer, immer schneller, immer provokanter? Es geht auch anders, wie die Erfolge der Langformat-Podcasts zeigen. Die Vormachtstellung des Bewegtbildes? Sie führt dazu, dass die Sehnsucht nach einem Medium wächst, dass nur den Hörsinn bedient und die Augen entspannt. Und die Emotion? Sie ist mindestens genauso stark wie im TV, weil Audio und die Kraft der Stimmen den Film im Kopf auslösen kann.

Fazit des Talks: Audio boomt, aber jedes Medium hat seine eigenen Stärken. Die Stärke der Podcasts liegt darin, endlich wieder ein Medium zu haben, dass ZuhörerInnen in einer meist exklusiven Nutzungssituation über einen längeren Zeitraum erreicht. Ein Buch für die Ohren, dass Werbetreibenden die Chance gibt, Menschen wieder in einer entspannteren Situation und länger als 30 Sekunden zu erreichen.

Clubhouse Talk „Media & Nachhaltigkeit“ mit Udo Schendel, CEO von Weischer.JvB, und Florian Weischer, Co-Chairman von Weischer

Ob ökologisch, wirtschaftlich oder sozial – Nachhaltigkeit ist das Thema der Stunde. Am 3. März startete Gastgeber Wolfgang Bscheid die zweite Runde des Mittwochmittag Mediatalks auf Clubhouse. Dieses Mal mit an Bord: Florian Weischer, Inhaber der gleichnamigen Mediengruppe, und Udo Schendel, CEO von Weischer.JvB. Auf das Thema Umweltschutz sind die beiden auf ganz verschiedene Weise gestoßen: Während der stetig steigende Flutpegel der Elbe ein Umdenken beim in Hamburg beheimateten Florian Weischer bewirkte, gab Udo Schendel zu, ein Late Adopter gewesen zu sein, für den häufige Flugreisen lange nicht in Frage standen. In Berührung mit den Nachhaltigkeitszielen der UN gekommen, setzte bei Udo Schendel dann der Aha-Moment ein. Und genau darum ging es auch bei der Diskussion: Es ist okay, nicht zu den Early Adoptern zu gehören, am Ende zählt die Initiative. Da lohnt es sich, auch mal ins kalte Wasser zu springen: Mit Weischer.Green bietet die Agentur für Außenwerbung ihren Kunden erstmals klimaneutrale OOH-Kampagnen an. Das Besondere an dem Projekt: Die Idee für nachhaltige Außenwerbung entwickelte sich aus der Motivation und den Ideen der Mitarbeiter heraus. Ähnlich auch bei Mediascale. Wolfgang Bscheid: „Als wir vergangenes Jahr bei Mediascale das Projekt Nachhaltige Media gestartet haben, war die Begeisterung sofort groß. Das war eines der populärsten internen Projekte, die wir je gemacht haben. Im digitalen Business ist ja das Meiste kennzahlengetrieben und selten haptisch anfassbar. Deshalb ist es für die Mitarbeitermotivation und die Unternehmenskultur unglaublich wertvoll, nach konkreten Ideen für Verbesserungen zu forschen. Beim Thema nachhaltige Mediaplanung hat das super funktioniert!“

Clubhouse Talk „Media & Nachhaltigkeit“

 

Einigkeit bestand darüber, dass nachhaltige Ziele durch die gesamten Ebenen eines Unternehmens hindurch kommuniziert und skalierbar gemacht werden müssen. „Vor allem die Vorstände oder Gesellschafter müssen den Managern klar machen, dass sie offen für eine systematische Umstrukturierung in Richtung nachhaltige Mediaplanung sind“, weiß Florian Weischer. Bevor eine nachhaltige Kampagne messbar werden kann, muss allerdings eine gründliche Analyse her: „Die Einflussfaktoren auf den CO2-Abdruck einer OOH-Kampagne müssen definiert werden. Wie groß sind unsere Spuren beispielsweise in der Logistik, Produktion, Technologie, bei der Aussteuerung bzw. beim Stromverbrauch der Screens? Mit den Daten dazu konnten wir unsere Systematik entsprechend anpassen“, erklärt Udo Schendel. Es gibt bei Weischer jetzt sogar einen eigens definierten KPI: Der Tausender-Kontakt-Emissionswert (TKE) ermittelt den CO2-Ausstoß einer Kampagne im Verhältnis zur Reichweite. Wird Weischer.JvB diesen USP dem Markt zur Verfügung stellen? „Natürlich ist das auf den ersten Blick ein Wettbewerbsvorteil, aber wir teilen unser Know-How und die Mechanik gerne mit dem Markt. Umso mehr Leute im Nachhaltigkeitsboot sitzen, desto besser. Wir wollen nicht nur im OOH-Bereich, sondern auch branchenübergreifend diesen Standard setzen“, ergänzt Florian Weischer.

Beim Fazit herrschte bei allen Beteiligten Konsens: Werbetreibende, Agenturen und Medien müssen die Marketingprozesse auf links drehen, in die Diskussion gehen und auch Fragen aufwerfen, auf die es derzeit noch keine Antworten gibt. Das Ziel einer nachhaltigeren Mediaplanung ist es wert.

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