Monatliches Archiv für September 2020

Die Krux mit Video-Werbung in schnelllebigen Plattformen.

Social-Media-Kanäle sind traditionell schnelllebige Media-Kanäle, bei denen um die Aufmerksamkeit der User gerungen wird und gerungen werden muss. Mit unterhaltenden und informativen Inhalten versuchen die Werbetreibenden, die oft von Werbung überfrachteten User für die eigene Marke oder Produkte zu begeistern.

Wie in keinem anderen Kanal gilt im Social Media die Empfehlung „Aussage und Marke zuerst“. Ein langer Spannungsbogen und eine dramatische Auflösung einer Video-Ad führen meist dazu, dass ein Großteil der Nutzer die Aussage der Werbung gar nicht erst mitbekommt. Denn in der Regel gilt, Social Ads können übersprungen oder weggescrollt werden und in den meisten Fällen passiert das auch sehr schnell. Selbst mit einer Ausspielungsoptimierung auf möglichst lange Video-Views, sind Durchsichtsraten, auf Kanälen wie Facebook, Instagram oder Snapchat, von über 10% eher die Ausnahme. Die Devise lautet daher: Pass deine Werbung an den Kanal an. 

 

Welche Alternativen gibt es?

Allerdings gibt es inzwischen auch vereinzelte Ansätze der großen Social-Plattformen, nicht-überspringbare Video-Ads anzubieten. Video-Werbung wird dabei als Unterbrecher in längerem Video-Content ausgespielt, die dann teilweise oder gar nicht überspringbar ist.

Facebook hat dafür seit einiger Zeit das Format „Instream“ im Angebot, bei dem die Videos nicht wie gewohnt als Posting in der Timeline auftauchen, sondern als Unterbrechervideo innerhalb fremder Video-Posts. Die Videos dürfen dabei maximal 15 Sekunden lang sein, der User kann dafür allerdings nicht überspringen, wenn er den Content weiter konsumieren möchte.

Snapchat hat ebenfalls eine Lösung dafür im Angebot und zwar ihre Commercial Ads. Wie von Snapchat gewohnt, handelt es sich dabei um 9:16 Fullscreen-Videos. Die Platzierung der Videos erfolgt hier in eigens für Snapchat produziertem Content. Der Content selbst erscheint dabei meist im Serienformat und reicht inhaltlich von Talk- über News- zu Sport-Sendungen. In diesen Shows können die Unterbrecher-Ads zwischen einzelnen Sequenzen positioniert werden. Im Unterschied zu Facebook, ist die Ad hier allerdings nur bis zu sechs Sekunden nicht überspringbar, danach kann der User entscheiden, ob er die Werbung weiter ansehen möchte. Das Prinzip kennt man bereits von Trueview-Ads auf Youtube.

 

Wo liegen die Vor- und Nachteile dieser Werbeformen?

Zuallererst beim Preis. Die Werbeflächen der beiden Werbeformen sind wesentlich knapper, als die der überspringbaren Alternativen. Entsprechend kosten die Ads im Kontakt-Einkauf deutlich mehr, mit einem Aufschlag von 100-300% (TKP) sollte man rechnen.

Auf der Kehrseite bestechen beide Formate allerdings durch einen wesentlich besseren CPCV und deutlich höhere Durchsichtsraten, als die überspringbaren Alternativen. Natürlich nicht zuletzt dadurch, dass die User die Ads nun ansehen müssen, um den ursprünglichen Content konsumieren zu können. Ob der Werbetreibende dem User seine Werbung „aufzwingen“ möchte, bleibt dabei natürlich eine gern diskutierte Grundsatzentscheidung.

Die weiteren Besonderheiten sind eher Plattform-spezifisch. Bei Facebook-Instream als News-Feed-Alternative, sollte auf jeden Fall beachtet werden, dass es sich bei den Instream-Ads nicht um die bekannten Social-Posts mit Likes, Shares und Kommentaren handelt, sondern um ein reines Unterbrecher-Video. Somit sind auch die Möglichkeiten der User-Interaktion sehr limitiert. Wenn ein (mindestens) sekundäres Ziel also Kommentare und Likes sind, ist die Platzierung eher ungeeignet.

Bei Snapchat liegt der Nachteil eher in der Videolänge. Die nicht überspringbaren sechs Sekunden sind nicht wirklich lang und die Erfahrung zeigt, dass die Abbruchrate nach den ersten sechs Sekunden enorm ist. Um den vollen Effekt der Platzierung zu nutzen, sollte die effektive Länge der Videos entsprechend nicht deutlich über sechs Sekunden liegen.

 

Welche Lösung ist besser?

Eine pauschale Empfehlung gibt es wie so oft nicht. Die beste Lösung hängt immer stark vom Ziel der Kampagne ab.

Die reine Betrachtung der CPCVs spricht für den Einsatz der non-skippable Ads. Wenn das alleinige Ziel der Kampagne möglichst günstige Video-Views ist, sind die non-skippable Ads sicherlich der effizientere Ansatz. Wenn allerdings auch sekundäre Ziele bedient werden sollen (Klicks, Interaktionen, Reichweite, etc.), dann sind die klassischen Social-Formate meist im Vorteil. Einen Test sind allerdings beide Varianten auf jeden Fall wert und um den optimalen Ansatz für eine Kampagne zu finden, empfiehlt es sich beiden Varianten eine Chance zu geben.

Wie erreicht man Fernsehzuschauer, die einen Werbespot bisher nicht im linearen Fernsehen gesehen haben, trotzdem via Smart TV? Das Haus der Kommunikation in Köln, mit den TV-Experten der Mediaplus und den Digital-Experten von Mediascale, hat für Warsteiner nun die erste europäische Kampagne auf Samsung TV Plus geplant und gestartet.

München, 16. September 2020 — Wie erreichen Unternehmen und Marken Fernsehzuschauer, die einen Werbespot bisher nicht im linearen Fernsehen gesehen haben, trotzdem via Smart TV? Mediaplus und Mediascale haben für Warsteiner nun die erste europäische Kampagne auf Samsung TV Plus gestartet. Der Smart TV-Videoservice von Samsung bietet Zuschauern einfachen und kostenlosen Zugang zu Unterhaltung, Filmen, Nachrichten, Sport und mehr und ist auf jedem Samsung Smart TV der Baujahre 2016 bis 2020 vorinstalliert.

Warsteiner spricht mit der aktuellen Kampagne dabei ausschließlich Zuschauer an, die die TV-Spots der Biermarke im linearen Fernsehen nicht gesehen haben. Sie bekommen die Werbung innerhalb der Inhalte der Samsung TV Plus-Sender (u.a. Auto Motor Sport, Comedy Central, Focus TV, Spiegel TV) angezeigt. So kann die Netto-Reichweite der Bewegtbild-Kampagne gezielt gesteigert werden. Möglich ist dies, da Samsung die Fernsehnutzung auf seinen Smart TVs mit User Opt In misst. Im Gegensatz zu anderen Targeting-Anbietern werden die Werbemittel nur auf Content innerhalb der Smart TV-Plattform TV Plus ausgespielt. Konzipiert und geschaltet wurde die Kampagne von den TV-Experten der Mediaplus und den Digital-Experten von Mediascale, die im Haus der Kommunikation in Köln zusammenarbeiten.

„Advanced TV- und VoD-Platzierungen sind aus unserer Bewegtbildplanung nicht mehr wegzudenken. So nutzen wir Samsung Ads etwa dafür, um auf Millionen von Smart TVs zu erkennen, in welcher Frequenz und ob unser linearer TV-Spot gesehen wurde. Die linear nicht erreichten Geräte adressieren wir gezielt mittels In-Stream Video Ads in Samsung TV Plus. Damit generieren wir eine äußerst effiziente inkrementelle Nettoreichweitensteigerung auf dem Big Screen“, sagt Ulf Scholta, Head of Media & Digital von Warsteiner.

„Die proprietären und opt in-basierten Nutzungsdaten von Millionen Samsung Smart TVs in Deutschland zeigen, dass Bewegtbild-Inhalte sowohl linear als auch on demand konsumiert werden“, ergänzt Christian Russ, Head of Sales DACH von Samsung Ads. „41 Prozent der ans Internet angeschlossenen Smart TVs von Samsung gehören sogar zu Nicht- bzw. Wenig-Sehern von klassischem TV, die maximal vier Stunden pro Monat linear fernsehen. Mittels unserer Smart 360-Analytics und einer gezielten Ausspielung innerhalb unseres dynamisch wachsenden, kostenfreien Video on Demand-Services Samsung TV Plus helfen wir Werbetreibenden wie Warsteiner dabei, ihre Werbebotschaft auch dieser Audience effizient und mit maximaler Werbewirkung auf dem TV-Gerät übermitteln zu können.“

„Die Leistung rein linear ausgespielter TV Kampagnen ist in den letzten Jahren deutlich erodiert. Die Bedeutung und die Wirkung von Bewegtbild hat sich dabei nur unmerklich verändert. Wer jedoch die veränderten Nutzungsgewohnheiten und die neuen technischen Möglichkeiten berücksichtigt, die Smart TVs bieten, kann sogar ein Wirkungsplus erzielen.“, sagt Matthias Chorherr, Geschäftsführer von Mediascale am Standort Köln.

Die Cookies stehen vor dem Aus und viele werbetreibende Unternehmen und Agenturen vor der Herausforderung, potenzielle Kunden digital weiterhin zielgerichtet anzusprechen. Abhilfe schafft jetzt das neue Targetingsystem NE.R.O. AI von mediascale, über das sich mit Hilfe künstlicher Intelligenz ohne Tracking-Cookies Kampagnen zielgerichtet und DSGVO-konform ausspielen lassen.

München, 10. Sep. 2020  — Wie funktioniert eine digitale Welt, in der das gezielte Werben mit Hilfe von Cookies zunehmend schwieriger wird? mediascale hat jetzt als erste Agentur in Deutschland eine strategische und technische Lösung für Targeting in der Post Cookie-Ära entwickelt und auf den Markt gebracht: NE.R.O. Artificial Intelligence. NE.R.O AI ist dabei wesentlich mehr als eine neue Generation des umfeldbezogenen Targetings. Das System steuert mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Online-Werbung programmatisch auf der Ebene einzelner Artikel aus und ist um viele Potenzen filigraner, treffsicherer und leistungsstärker. In der Praxis hat es sich bereits erfolgreich bewährt.

Seit vielen Jahren verfügt mediascale, ein Unternehmen der Mediaplus Gruppe, mit NE.R.O. (Netto-Reichweiten-Optimierung) über eine der leistungsstärksten Data-Management-Plattformen im deutschen Markt. NE.R.O AI ist ein neues Produkt der NE.R.O-Plattform, das mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz auf artikelkontextuelles Targeting setzt – und dazu weder auf Cookies angewiesen ist noch personenbezoegene Daten erfasst. Das Tool wurde gemeinsam mit den Partnern Cronbach und Virtual Minds entwickelt. Die Grundlagen für das semantische Targetingmodul schaffen die KI-Engine, Programmatic Advertising und ein Webcrawler. In kurzen Abständen analysiert der Crawler täglich über 15.000 neu erscheinende Artikel auf den reichweitenstärksten deutschen Newsseiten, wie z.B. Bild, FAZ, Handelsblatt, Spiegel, Stern, Welt u.v.m. Bewertet werden Schlüsselbegriffe, der semantische Kontext und die Tonalität des Beitrags. Die NE.R.O KI versieht jeden Artikel mit bis zu 50 unterschiedlichen Zielgruppenattributen.

Da die Erfahrung zeigt, dass eine hohe Anzahl an Artikeln bereits wenige Tage nach ihrem Erscheinen massive Lesereinbußen verzeichnen, halten diverse Bereinigungsalgorithmen die Datenbank hinter NE.R.O. AI stets aktuell. Denn die mediale Reichweite eines Artikels ist in vielen Fällen unmittelbar an sein Erscheinungsdatum gekoppelt. Wechselt ein Leser das Thema auf einer Website, wird er auf dem nächsten Artikel nicht mehr von der Kampagne adressiert. Frequency Capping ist damit ebenso möglich wie andere Optimierungsformen.

Via NE.R.O. AI wird der User im Augenblick eines konkreten Bedarfs adressiert. Neben Standardformaten und Ad Specials für Bewegtbild, Display und Mobile können auch interaktive Werbemittel eingesetzt werden. Selbst User, die den Apple-Browser Safari oder den Open Source-Browser Firefox nutzen, sind damit wieder für Werbung erreichbar. Auf dieser technologischen Basis können digitale Kampagnen weiterhin datenbasiert und reichweitenstark programmatisch eingekauft werden.

„Mit NE.RO. AI erzielen viele Kampagnen eine signifikante Verbesserung der Klickrate, Onsite-Performance und Reichweite. Effektives Targeting lässt sich also auch in der Post-Cookie-Ära intelligent umsetzen. Das können wir mit NE.RO. AI belegen, da die Lösung von einigen unserer Kunden bereits seit Monaten erfolgreich genutzt wird“, betont Julian Simons, Geschäftsführer und Partner von mediascale.