Monatliches Archiv für November 2018

Bergführer sind ortskundige Personen, die Wanderer sicher und verantwortlich im Gebirge führen. Dieses Bild lässt sich auch sehr gut auf die Kunde-Agentur-Beziehung anwenden. In diesem Fall definiert der Kunde das Erlebnis, das er haben möchte. Der Bergführer sorgt dann anschließend dafür, dass das Erlebnis den Kundenerwartungen entspricht. Außerdem ist er dafür verantwortlich, dass sich der Kunde auch auf unbekanntem Terrain sicher bewegt. Wolfgang Bscheid spricht in einer neuen Folge von Bscheid Gsagt ausführlich über das Leitbild des Bergführers.

Martina Staudinger, ehemals Mediaplus, ist neue Geschäftsführerin bei mediascale und verstärkt das Führungsteam um Wolfgang Bscheid und Julian Simons.

 München, den 12. November 2018 — mediascale ist ab sofort eigenständiger Teil der Mediaplus Gruppe. Die bisher der Plan.Net Gruppe zugehörige digitale Mediaagentur stellt ihr Leistungsangebot breiter auf und integriert die klassische Mediaplanung aus digitaler Sicht. Künftig zeichnet mediascale für die Gesamtplanung intermedialer Strategien verantwortlich – inklusive der klassischen Medien – und reagiert damit auf den Wunsch vieler Werbetreibenden nach einer medien- und kanalübergreifenden Planung.

Dafür wechselt Martina Staudinger, die sich seit dem Jahr 2000 bei Mediaplus auf die Integration von klassischer und digitaler Mediaplanung spezialisiert hat, als Geschäftsführerin mit ihrem Team zu mediascale. In dieser Position verstärkt sie die Agentur gemeinsam mit den bestehenden Geschäftsführern Wolfgang Bscheid und Julian Simons auf dem Weg zur integrierten, individualisierten Werbung.

Martina Staudinger, 48, kann auf eine lange Karriere innerhalb der Mediaplus Gruppe zurückblicken: Nach rund fünf Jahren bei Springer & Jacoby Media stieg sie 1999 als Mediaplanerin ein. Ein Jahr später übernahm sie die Leitung der ersten Intermedia-Unit bei Mediaplus, die schon damals mit integrierten Ansätzen aus klassischer und digitaler Werbung arbeitete und unter anderem für die integrierte Markteinführung der Telekommunikationsmarke ALICE von HanseNet verantwortlich war. Seit 2011 betreut sie vor allem Lotterie-Kunden aus dem Deutschen Lotto-Toto-Block: Für ODDSET wurden unter ihrer Leitung erstmals zielgruppengenaue dynamische Audio-Spots für 35 Regionen mit aktuellen Quoten in Deutschland im Webradio ausgespielt. Für das Produkt Eurojackpot von WestLotto wählte sie mit ihrem Team die TV-Umfelder nach den Spielmotivationen der definierten Zielgruppentypologien aus und adressierte die Second-Screen-Nutzer mit parallel geschalteten Online-Display-Kampagnen.

Aus dem digitalen Blickwinkel heraus bewertet mediascale die klassischen Medien neu und setzt sie ihren Stärken entsprechend ein. Dabei werden die neuen Technologien, wie z.B. eine dynamische Aussteuerung der Werbemittel und ein programmatischer Einkauf in Bereichen wie DOOH, Webradio etc. genutzt, um die Werbebotschaften zielgruppengenau auszusteuern. Das führt zu einer hohen Budgeteffizienz.

„Dem Ziel, unseren Kunden ein voll integriertes und messbares Kampagnenkonzept anzubieten, sind wir mit der Ernennung von Martina Staudinger als Geschäftsführerin und unser neuen Positionierung einen großen Schritt näher gekommen“, freut sich Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer von mediascale. „Martina ist Vorreiterin auf dem Gebiet der Integration von Klassik und Digital und bringt jahrelange Erfahrung mit. Damit können wir für unsere Kunden zukunftsorientierte Kampagnenstrategien entwickeln, die auch die klassischen Medien berücksichtigen. Die Strategie wird dabei individuell auf die Anforderungen der Kunden ausgerichtet und der Medieneinsatz ganzheitlich betrachtet.“

Ein Blick hinter die Kulissen erfolgreicher Instagram-Feeds

Die perfekt gestylte junge Frau posiert in ihrem perfekten Outfit in einer perfekten Umgebung, die mit den pink- und rosafarbenen Flamingos und Riesenluftballons perfekt mit ihrem Outfit harmoniert. Moment mal, kann so viel Perfektion wirklich real sein? Das Bällebad, das wir eigentlich nur aus dem Ikea-Kinderparadies kennen, wird mittlerweile – wenn auch in erwachsenerer Erscheinungsform – von sogenannten Pop-Up Experiences genutzt, um Influencern (und solchen, die es werden möchten) einen idealen Shooting-Rahmen für ihren Instagram-Feed zu bieten.

Hinter dem Begriff Pop-Up Experiences verbergen sich ,,temporäre, meist rein auf Visualität und die perfekte Oberfläche ausgelegte Ausstellungen, die Inhalte höchstens alibihaft vermitteln, und in allererster Linie als Selfie-Kulissen dienen.‘‘ (Quelle:Lead Digital 2018

Die unvermeidlichen Einhörner oder riesige, zu Sesseln umfunktionierte Eierschalen gehören hier quasi zur Grundausstattung. Nach den Vorreitern aus den USA, wie dem ,,Museum of Icecream‘‘, dem ,,Rosé Mansion‘‘ und dem ,,Egg House‘‘, ist der Trend längst auch nach Deutschland übergeschwappt, wie das ,,Supercandy House‘‘ in Köln farbenfroh beweist:

Nicht mit übertrieben anmutenden Installationen, sondern schlichtweg mit stilvoller Einrichtung, großzügiger Raumaufteilung, sowie einer eigenen Dachterrasse, steht das ständig geöffnete ,,Village Studio‘‘ im angesagten New Yorker Stadtteil SoHo den Influencern als Arbeitsraum zur Verfügung. Von derartigen Wohnverhältnissen, die bspw. Platz für eine Bibliothek lassen, deren Bücher selbstredend nach Look statt nach Inhalt ausgesucht werden, kann man als Normalverdiener auf dem New Yorker Wohnungsmarkt sonst nur träumen.

In diesem Penthouse, dessen monatliche Miete 15.000 US $ beträgt, kommt – verglichen mit den bunten Pop-Up Experiences – vor allem der werbliche Charakter und Zweck des Apartments zum Vorschein. Denn die hier entstandenen Posts zeigen deutlich, dass man als Kunde nur hocherfreut sein kann, wenn das eigene Produkt statt in der beengten Influencer-WG in derart stylischer Umgebung inszeniert wird (Quelle: The New York Times 2018)

Für welche Marketingziele und Zielgruppen eine Zusammenarbeit mit Influencern relevant ist, welche KPIs Kunden dafür ,,neu erlernen‘‘ müssen und welche Stolperfallen es zu beachten gilt, erfahrt Ihr in Kürze im 2. Teil hier auf dem mediascale-Blog.

Mit der kühleren Jahreszeit häufen sich neben den laufenden Nasen auch die Anzahl der OOO (Out-Of-Office) Antworten. Grund genug, sich auf diesem Blog mal mit einem weiteren kryptischen Kürzel zu beschäftigen. In diesem Fall ist die Rede von DOOH, was für Digital Out Of Home, also digital ansteuerbare (Video)-Werbeflächen steht.
Und genau da wird es dem Programmatic Buyer warm ums Herz. Denn wie fast alle Offline-Medien, die in den letzten Jahren digitalisiert wurden, ist auch hier der programmatische Einkauf gleich als direkte Umsetzungsmöglichkeit berücksichtigt worden. Bei den größeren Vermarktern ist das Medium (zumindest schon zum Großteil) programmatisch buchbar.

Doch worum geht es genau? Digital Out Of Home bezeichnet die digitale Außenwerbung über Bildschirme im öffentlichen Raum (siehe auch Digitalwiki), die meist über kurze Videos/Animationen realisiert werden. Dies müssen nicht immer nur die offensichtlichen, großen Videoflächen am Flughafen oder der U-Bahnhaltestelle sein, sondern auch Taxis oder Displays an Autobahnraststätten sind möglich. Durch die hohe Dichte an Werbeflächen und der generellen Arbeitsmobilität können durch DOOH große Teile der Bevölkerung angesprochen werden. Nach einer aktuellen, umfangreichen Studie des DMI beträgt die mögliche Reichweite ganze Dreiviertel der deutschen Bevölkerung in einem Zeitrahmen von drei Wochen.

Damit haben wir mit DOOH also beste Voraussetzungen für die Markenwerbung: Ein reichweitenstarkes Medium, das die Leute häufig in einer Wartesituation zu verschiedenen Tageszeiten erreicht und auch lokal gut eingegrenzt werden kann.  Nur der Ton fehlt leider in der Regel (auch wenn die Gründe offensichtlich sind).
Wie lässt sich dies nun programmatisch nutzen? Auch wenn die ersten Schritte weg vom festen Inventareinkauf hin zu flexiblen Einkaufsmodellen langsam gerade erst anstehen, so lässt sich über den programmatischen Einkauf die jeweilige Mediakampagne bereits jetzt weit besser monitoren, auswerten und vor allem flexibler ausspielen. Außerdem verkürzen sich durch den Einsatz der DSP sowohl die Vorlaufzeiten als auch die Möglichkeiten des kurzfristigen Werbemittelwechsels erheblich. So können mit einer dynamischen Werbemittelzusammensetzung über angeschlossene Quellen (Wetter, Bundesliga, Flugpreise) und über entsprechende Schnittstellen kreative Ideen im öffentlichen Raum ganz neu gedacht werden.

Und das ist erst der Anfang des noch relativ jungen Mediums. Im Laufe der nächsten Jahre wird sich das Volumen der DOOH Werbeflächen weiter erhöhen, die Einkaufsmöglichkeiten werden flexibler und die Messbarkeit durch genauere Erhebungsmöglichkeiten besser – Stichwort: Zielgruppenzählung/-einordnung über Videokameras – auch wenn es hier im Rahmen der DSGVO zu Herausforderungen kommen wird.  Ebenso sollte sich die Verzahnung von Kampagnen mit Werbung auf mobilen Endgeräten durch das Voranschreiten von entsprechenden Lösungen noch weiter verbessern.

Ich freue mich bereits jetzt auf ein Update des Blogartikels in 2019 und was so alles in einem Jahr DOOH geschehen kann.