Jährliches Archiv für 2013

Es ist ein Skandal und eine Schande für die westliche Zivilisation. Amerikaner und Briten belauschen uns seit Jahren, spähen in der Wirtschaft herum und sind trotzdem nicht in der Lage, bessere Autos zu bauen oder dem deutschen Exportüberschuss nachhaltig das Wasser abzugraben. Da fragt man sich schon: Wofür machen die das eigentlich? Und welcher arme Mensch muss seit 2002 Frau Merkels Gespräche anhören. Ich will jedenfalls nicht tauschen, würde aber durchaus eine Revision bei NSA und GCHQ als Verantwortlicher veranlassen und prüfen, ob die Daten denn wirklich zielführend erhoben werden. Schließlich werden hier Milliarden Pfund und Dollar investiert und die wollen ja auch wieder eingespielt werden. Für die Refinanzierung böte sich wiederum die Werbewirtschaft an, denn der gesammelte Datenschatz könnte Targeting-Modelle auf ein völlig neues Level hieven.

Ganz so traumhaft ist die Aussicht aber nicht, denn die Kehrseite der Medaille ist ein massiver Vertrauensverlust der Konsumenten in digitale Konsum- und Werbemodelle, auch wenn das eine mit dem anderen faktisch überhaupt nichts zu tun hat. So könnten die aktuellen  Vorkommnisse dazu führen, dass Datenschutz EU-weit restriktiver ausgelegt wird und an mancher Stelle mitunter zu restriktiv. Wenn es beispielsweise die Möglichkeit der (anonymen) Profilierung über 3rd-Party Cookies nicht mehr gäbe, würde dies nicht nur der Werbewirtschaft im Allgemeinen schaden, sondern auch beim Konsumenten dazu führen, dass die Relevanz der gezeigten Produkte sinkt. Denn Werbung wird – in einer digitalen Welt ohne Bezahlmodelle – immer angezeigt. Die Frage ist nur, was draufsteht und da ist mir persönlich Bier näher als Sekt und Rasierschaum geläufiger als Apfel-Gingko-Shampoo mit Seidenproteinen und Vitalkomplexen.

Den vollständigen Artikel gibt es hier auf LEAD digital zu lesen.

Hat man neben den Basis Kennzahlen weitere Werte wie Orders, die man in einer Kampagne messen kann, so stehen zusätzliche Bewertungskriterien zur Verfügung, die ich heute näher beleuchten will:

Post Click Conversion (PC-CR): Die PC Conversion gibt in Prozent an, wie viele Klicks in einem Kauf / einer Registrierung oder Teilnahme enden. Hierzu wird die Anzahl der erreichten PC Bestellungen / Registrierungen / Teilnahmen durch die Anzahl der Ad Clicks geteilt. Vergleicht man die Conversion unterschiedlicher Platzierungen einer Kampagne oder die Gesamtconversion mehrerer Kampagnen miteinander, so kann man ablesen, welche die erfolgreichsten sind. In dieser Kennziffer spiegeln sich jedoch keine monetären Werte wieder. Habe ich also eine Platzierung, die viermal so viel kostet, wie eine andere Platzierung und eine doppelt so gute Conversion hat, ist schlussendlich die Platzierung mit der geringeren Conversion effizienter.

Post View Conversion (PV-CR): Die Post View Conversion-Rate oder PV Wandlungsquote gibt an, wie viele Sichtkontakte in einem Kauf enden. Hierzu wird die Anzahl der erreichten PV Bestellungen durch die Anzahl der Ad Impressions geteilt. Da vor einer PV Order kein Click stattgefunden hat, macht es keinen Sinn, die PV Orders mit den Ad Clicks ins Verhältnis zu setzen. Die PV ist zumeist eine Prozentzahl, die erst mit der Einblendung einiger Nachkomma-Stellen bewertbar wird, da es sich um sehr kleine Zahlen handelt.

Cost per Order (CPO): Ähnlich wie bei Clickrate und rechnerischem CPC, so verhält es sich auch hier. Die Conversions lassen Vergleich zwischen unterschiedlichen Platzierungen zu. In den Conversion Werten sind jedoch keine monetären Kennzahlen eingerechnet. Diese spiegeln sich jedoch im CPO wider. Der CPO gibt an, wie viel Budget investiert wurde, um einen Verkauf zu generieren. Der CPO kann je nach Ordermessung als PC-CPO, PV-CPO oder Gesamt CPO angegeben werden. Der CPO ist eine  besonders wichtige Kennzahl für das Performance Marketing, da sie die Effizienz einer Kampagne widerspiegelt.

Viel Spaß im Kennzahlendschungel des Online Marketings :)

Aufmerksamen Zeitgenossen mag es nicht entgangen sein: Das EU-Parlament hat letzte Woche die neue europäische Datenschutzverordnung auf den Weg gebracht.

Noch ist nicht entschieden, ob und wann sie wirklich für alle Mitgliedsländer geltendes Recht werden wird. Wichtig aus der Sicht unserer Branche ist, dass die Gültigkeit des pseudonymen Datenverarbeitungsmodells, das in Deutschland schon lange eingesetzt wird, durch die Verordnung  für ganz Europa bestätigt wird.

„Pseudonymes Datenverarbeitungsmodell“ – was ist das eigentlich? Zugegeben, der Begriff klingt eher bedrohlich als anheimelnd. Dahinter verbirgt sich aber ein Modell der Datenerhebung, das schon vom Konzept her auf die schutzwürdige Privatsphäre des Einzelnen Rücksicht nimmt. „Privacy by Design“ sozusagen. Seriöse Targetinganbieter, wie wir mit unserem System „NE.R.O.“, sammeln alle Daten, die sie zur Aussteuerung von Werbekampagnen nutzen, von vorneherein nur in pseudonymisierter Form. Das bedeutet, die Nutzungsprofile, die zum Beispiel über den Besucher einer Website erhoben werden, sind immer nur hinter einer  Nummer (Cookie-ID) gespeichert, die den Browser des Users wiedererkennbar macht. Löscht der User sein Cookie, so ist auch seine pseudonyme Identität für uns nicht mehr erkennbar. Alle Daten, aus denen sich (praktisch oder auch nur theoretisch) Rückschlüsse auf die persönliche Identität des Users konstruieren ließen, etwa die IP-Adresse seines Internetzugangs oder Registrierungsdaten, die er Portalen angibt, finden niemals den Weg in unser System, um dort gespeichert oder benutzt zu werden.

Wir scheuen diese Daten mit Personenbezug nicht nur aus Respekt vor dem Recht, sondern auch aus ganz praktischen Gründen: Wir wollen mit den erhobenen Daten medial möglichst gut geplante Onlinekampagnen an Zielgruppen ausliefern,  nicht Einzelpersonen ansprechen. Dafür ist es aber für völlig bedeutungslos zu wissen, wie Sie mit Vornamen heißen und ob Ihre Schwiegermutter in derselben Straße wohnt. Wir wollen tatsächlich nicht an Ihre personenbezogenen Daten, was in Zeiten wie diesen ja fast schon eine Auszeichnung wert ist.

 

 

Um eine Display Kampagne bewerten und optimieren zu können, stehen eine Vielzahl an Kennzahlen zur Verfügung. In meinem letzten Glossar Beitrag habe ich die Messwerte, die bei der Durchführung einer Online Kampagne entstehen, genauer erläutert. Dieses Mal geht es um die Kennzahlen, die sich aus den Messwerten berechnen lassen. Wenn Ihnen Kürzel wie CTR, PV CPO und CPC geläufig sind, dann schlage ich vor, die nächsten 10 Minuten bei einem Kaffee zu verbringen und diesen Artikel zu überspringen.

Sie sind noch dabei? Dann geht´s direkt los mit den Kennziffern:

Click-Through-Rate (CTR): Die CTR oder Klickrate gibt an, wie viele Klicks auf einen Werbebanner im Verhältnis zu den Ad Impressions getätigt wurden. Anhand dieser Kennzahl ist die Wirkung des Werbemittels auf den Kunden erkennbar. Je höher die CTR ist, desto häufiger wurde auf das Werbemittel geklickt – ein Zeichen für ein aufmerksamkeitsstarkes Werbemittel. Desto großflächiger eine Werbeform ist, desto höhere Klickraten verursacht sie zumeist. Werbeformen mit Video und Sound erbringen im Normalfall höhere Klickraten, also Werbemittel ohne diese Anreicherung. Das beworbene Produkt spielt jedoch auch eine große Rolle. So kann man evtl. mit einem Standard Werbemittel, das die lang erwartete neue Single von Justin Timberlake anpreist höhere Klickraten erreichen, als mit einem großflächigeren Wallpaper, das für eine Unfallversicherung wirbt.

CTR

Rechnerischer Cost per Ad Click (rechn. CPC): Den rechnerischen CPC zu ermitteln ist nur sinnvoll, wenn der Mediaeinkauf einer Platzierung auf der Abrechnungsbasis TKP (Tausender Kontakt Preis) erfolgt ist. Kauft man Media auf Abrechnungsbasis CPC ein (und zahlt damit nur pro getätigtem Klick), dann weiß man schon vor Kampagnenstart, was der Klick kosten wird (sofern es sich nicht um ein Bidding Verfahren handelt). Habe ich aber für 1.000 Kontakte gezahlt, dann interessiert mich im Nachgang auch, wie viele User geklickt haben und wie viel mich ein Klick gekostet hat – darüber gibt mir der rechnerische CPC Auskunft. Er dient somit als rechnerische Größe zur Bewertung von TKP-Buchungen.

Rechn. CPC

Die beiden bisher erläuterten Kennziffern sind Basis Kennzahlen, die für jede Kampagne analysiert werden sollten, um zu identifizieren, welche Platzierung wie effizient Traffic auf die Website bringt. Dabei muss man in die Überlegungen mit einbeziehen, dass sehr aufmerksamkeitsstarke Werbemittel teurer sind, jedoch zumeist auch eine höhere Clickrate erbringen. Dabei darf man das Kampagnenziel nie aus den Augen verlieren. Soll die Kampagne eine Brandingwirkung erzeugen, leiste ich mir wahrscheinlich auch höherpreisige Platzierungen, die eine hohe Zielgruppenrelevanz haben – auch wenn sie einen erhöhten rechn. CPC aufweisen. Fahre ich eine Abverkaufskampagne, muss ich vermehrt auf den rechn. CPC achten, um möglichst günstig Traffic auf die Landingpage zu bekommen.

Im nächsten Artikel kommen wir zu den erweiterten Tracking Kennzahlen des Cost per Order.

Paradox ist, wenn die Bachforelle Mozart hört. Diesen begrifflichen Erstkontakt habe ich auch nach 20 Jahren nicht verdrängt, aber um nicht abzudriften ein paar aktuelle Paradoxa: Yahoos Gewinne schrumpfen gemeinsam mit den alpinen Gletschern, dennoch schließt sich der Börsenkurs nicht an. US-Politiker nehmen einen Bankrott in Kauf, um nicht zu viel in das Gesundheitssystem zu bezahlen. Und Twitter will an die Börse und  scheint damit auch noch mehr oder minder erfolgreich durchzukommen.

Es ist lange her, dass ich über Twitter sinngemäß schrieb, dass ein Dienst ohne Geschäftsmodell und ohne (für mich nachvollziehbaren) Mehrwert seine Zukunftstauglichkeit kritisch hinterfragen muss. Gut, Werbeeinnahmen gibt es, beim Mehrwert bleibe ich Zweifler. Aber man stelle sich zunächst die Frage, wer überhaupt Twitter nutzt. Immerhin sollen es weltweit ja 230 Millionen sein. Nur so recht weiß ich nicht, wer sich wirklich außer den üblichen Verdächtigen damit beschäftigt, als da wären:

1. Prominente (oder solche, die es sein wollen)
2. Politiker
3. Werbefuzzis
4. Fans von Erstgenannten
5. Namenlose Aufständische in revoltierenden Ländern

Ich habe nunmehr eine Gruppe ausgespart, welche die zentrale Rolle für die kontinuierliche Prominenz spielen: Journalisten!

 

Neugierig geworden? Den vollständigen Artikel finden Sie hier bei LEAD digital.

Laut AGOF wird das Internet überwiegend zuhause genutzt, doch mittlerweile gehen auch schon rund 46% mobil, d. h. von unterwegs, online. In diesem Zusammenhang weist die AGOF rund 26 Mio. Mobile User aus und das bei rund 63 Mio. Handynutzern in Deutschland. Die Mehrheit der mobilen Online User ist männlich und zwischen 20-49 Jahren. Dabei sind die jüngeren Nutzer zwischen 14-29 Jahren überrepräsentiert. Für die Mehrheit der Nutzer ist das mobile Internet noch eine Ergänzung zum stationären Surfen. In Zahlen ausgedrückt nutzen also rund 16 Mio. der oben beschriebenen Grundgesamtheit von 26 Mio. Mobile User das mobile Internet zusätzlich zum stationären Internet. Allerdings ist schon ein Trend in Richtung mobiler Alleinnutzung erkennbar. Bei genauerer Betrachtung der Nutzungszeiten kristallisiert sich heraus, dass Tablets Heimgeräte sind, die vorwiegend abends Verwendung finden. Handys sind Wegbegleiter – es zeigt sich eine nahezu gleichmäßige Nutzung über den Tag hinweg. Eine spannende Entwicklung zeigt sich auch bei den Absatzzahlen von Tablets und Notebooks. 2013 wurden zum ersten Mal mehr Tablets als Notebooks verkauft.

Statista Grafik - Quelle: CEMIX
Statista Grafik – Quelle: CEMIX

Die größten, von der AGOF erfassten, mobilen Websites in Deutschland sind Gutefrage.net, Bild.de, Spiegel-online.de und die Seite der Deutschen Telekom. Die Apps mit der größten Reichweite (Android + iPhone) in Deutschland sind aktuell Wetter.com, TvSpielfilm.de, Web.de und iLiga.de. Die größten Mobile-Vermarkter sind alte Bekannte aus dem Bereich Online: Vorneweg G+J EMS, gefolgt von Interactive Media, Axel Springer Media Impact und TomorrowFocus Media.

Auch bei den Betriebssystemen zeichnet sich ein klarer Trend ab. Hier entwickelt sich Android zum neuen Standard, wobei erwähnt werden muss, dass es nach wie vor mehr iOS Apps gibt.

Statista Grafik - Quelle: Strategy Analytics
Statista Grafik – Quelle: Strategy Analytics
Statista Grafik - Quelle: Apple, Google, Blackberry, Microsoft
Statista Grafik – Quelle: Apple, Google, Blackberry, Microsoft

Nicht zuletzt wohl auch deshalb, da der iPhone-User noch ein wenig mehr für seine Apps als der Android-User bezahlt. So sind immerhin noch 8,6 Prozent der iPhone-User bereit 6 Euro und mehr für eine App auszugeben, während  bei den Android-Usern nur 3,3 Prozent dazu bereit sind. Es ist also erkennbar, dass der iPhone-User, der in der Regel bereit ist mehr Geld für das Apple Equipment hinzulegen, auch zahlungskräftiger ist als der durchschnittliche Android-User.

Statista Grafik - Quelle: Statista App Monitor
Statista Grafik – Quelle: Statista App Monitor

Gerade auf Nachrichtenseiten wird verstärkt mobil zugegriffen. So kommen bereits rund 38,5 Prozent der Visits auf n-tv.de von mobilen Devices. Auch eine bild.de hat bereits 30 Prozent mobile Zugriffe.

Statista Grafik – Quelle: IVW

 

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Zugangswege ins Internet generell mobiler werden. Gerade auf Nachrichtentiteln ist diese Entwicklung sehr deutlich. Als Betriebssystem setzt sich Android mehr und mehr durch.  Die größten Mobilevermarkter gehören auch gleichzeitig zu großen Playern in der Onlinevermarktung.

Es wird häufig die Q-Frage gestellt, wobei sich die Wenigsten Gedanken darüber machen, was Qualität denn eigentlich ausmacht und wo sie eigentlich wichtig ist. In sehr vielen Bereichen unseres täglichen Lebens ist Qualität durchaus etwas Existenzielles: Ich hätte gerne funktionierende Bremsen an meinem Auto, ein Flugzeug, welches langfristig mit min. 2 Flügeln bestückt ist und einen Aufzug, der mich am vertikalen Ende der Reise auch wieder ausspuckt. Hier gibt es klare Kriterien für: Qualität gut oder eben auch nicht, wobei letzteres mit ein bisschen Pech erst post mortem diagnostizierbar ist. Ob ein Messer aus dem bergischen Land aber nun meine Tomate sauber durchtrennt oder ich mich mit dem 5€-Messer vom Wühltisch abkämpfe, das ist bereits ein subjektiver Graubereich. Und beim subjektiven Graubereich ist man auch gleich in der Kommunikation angelangt. Denn es gibt nun mal offenkundige Geschmacksverirrungen („F-Promi Big Brother“, „Bauer sucht wen auch immer“, „Boris twittert über seine verkorksten Beziehungen“), die sehr erfolgreich in Bezug auf Quote, Follower oder „armes Volk, das sich den Themen kaum entziehen kann“ sind. Setze ich nun Qualität gleich mit Erfolg haben wir hier durchaus Qualitäts-Ikonen am Firmament stehen. Setze ich Qualität gleich mit Menschenwürde, guter Geschmack oder intellektuellen Ansprüchen, dann müssen wir vermutlich bis zum Erdkern buddeln oder schwarze Löcher erzeugen.

 

Den vollständigen Artikel gibt es hier auf LEAD digital! Viel Spaß beim Lesen!

Letzte Woche haben wir uns mit Ad Impressions (AI), Unique Users (UU) und Ad Clicks beschäftigt. Heute möchte ich mich auf zweit weitere Stützpunkte im Kampagnen Tracking konzentrieren.

Die gängigste Messgröße des erweiterten Kampagnen Trackings sind die Orders, wobei man zwei Arten von Orders unterscheidet:

PostClick Orders (PC Orders): Hierbei handelt es sich um eine Bestellung, die ein User nach dem Klick auf ein Werbemittel tätigt. Diese Order kann innerhalb der aktuellen Session, also direkt nach dem Klick auf das Werbemittel entstehen. Eine PostClick Order kann jedoch auch bis zu 30 Tagen nach dem Klick auf das Werbemittel erfolgen, wenn der User zu einem späteren Zeitpunkt auf die Landingpage zurückkehrt und dann bestellt.

PostView Orders: oder kurz PV Orders entstehen, wenn ein User einen Sichtkontakt mit dem Werbemittel hat, jedoch nicht auf das Werbemittel klickt. Im weiteren Surfverlauf geht der User pro-aktiv auf die Website des Kunden (durch Direkteingabe in den Browser oder auch durch Eingabe in eine Suchmaschine) und gibt seine Bestellung ab. Dies kann am gleichen Tag, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt geschehen. Mit welchem Nachlauf man so eine Order noch der Kampagne zuordnen möchte, hängt stark vom Produkt ab (Spontankauf vs. Produkte mit langem Kaufentscheidungsprozess). Desto länger die Zeitspanne zwischen dem ersten Sichtkontakt und der Bestellung andauert, desto wahrscheinlicher wird es, dass der User mit anderen Kommunikationsmaßnahmen (TV-Spot, Print-Anzeige, Newsletter etc.) in Berührung gekommen ist und diese den Ausschlag zur Order gegeben haben.

Post Click Orders und Post View Orders stehen hier stellvertretend für alle Arten von Abschlüssen. Hat eine Kampagne die Generierung von Newsletterabonnenten, Gewinnspielteilnehmern oder Probefahrten zum Ziel, kann statt der Bestellung auch die entsprechende Registrierung oder Anmeldung gemessen werden.

Mit Hilfe dieser Messwerte lassen sich Quoten und Werte errechnen, die helfen, eine Kampagne zu bewerten und zu optimieren. Diese Werte werden im nächsten Glossar Beitrag genauer erläutert.

Zur Eröffnung des neuen Flagship-Stores von SportScheck in München am 10. Oktober hat mediascale eine bisher einzigartige Kampagne auf digitalen Außenwerbeflächen (Digital Out-of-Home/DOOH) entwickelt. Unter dem Motto „Filiale Dahoam“ startet die führende Agentur für erfolgs- und vertriebsorientierte Onlinekommunikation in München eine volldynamische DOOH-Kampagne, mit der es erstmals gelingt, die Flexibilität in der Motivaussteuerung von Online-Kommunikation in die digitale Außenwerbung zu übertragen.

So können die Kampagnenmotive durch ein von mediascale und Infoscreen entwickeltes System kurzfristig auf digitalen Flächen in den U- und S-Bahnstationen in München flexibel an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden. Gerade Händler können nun auf nicht vorherzusehende Ereignisse mit einer stetig aktualisierbaren Digital Out-of-Home Kampagne reagieren. Liegt für den jeweiligen Standort eine Schlechtwetterprognose vor, bewirbt SportScheck beispielsweise Regenkleidung. Hat die einheimische Fußballmannschaft am Vorabend gewonnen oder verloren, wird das jeweils passende Sujet gezeigt.

Neben der Aktualität suggeriert die standortspezifische Aussteuerung durch die Wegbeschreibung eine persönliche Ansprache: auf den unterschiedlichen Flächen werden die, auf ihren individuellen Standort abgestimmten Wegführungs-Informationen zum neuen SportScheck Store angezeigt.

Über das von mediascale bereitgestellte Interface kann außerdem das Warenwirtschaftssystem von SportScheck zyklisch abgefragt werden. Sollte der Warenbestand einen definierten Schwellenwert unterschreiten, wird automatisch ein anderes Aktionsprodukt für die Kommunikation ausgewählt. Die sich dynamisch zusammensetzenden Werbemittel werden über das mediascale Backend-System erzeugt und anschließend an das Infoscreen Play-Out-Center übergeben.

Carsten Schürg, Marketingleiter von SportScheck: „Mit dieser Kampagne beweist mediascale erneut, dass die Agentur über den Tellerrand hinaus denkt. Funktionen, die wir schon seit Jahren erfolgreich online einsetzen, wie beispielweise die maximale Flexibilität beim Steuern der Werbemotive, übertragen wir jetzt auf digitale Flächen der Außenwerbung. So können wir auch out of home ab sofort tagesaktuell reagieren, was gerade für den stationären Handel enorm wichtig ist.“

Alexander Fürthner, Geschäftsführer von Infoscreen sagt: „Gemeinsam mit der mediascale konnten wir das Thema Digital Out-of-Home optimal und flexibel mit der Online Kommunikation verknüpfen. Die Agentur hat im Rahmen unserer Zusammenarbeit für den Kunden SportScheck viel Vorarbeit für diese Sonderumsetzung geleistet.“

Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer mediascale, ergänzt: „Die Kampagne für SportScheck ist ein erstes plastisches Beispiel, wie der Handel künftig sehr viel schneller, flexibler und auch standortbezogen auf äußere Einflüsse reagieren kann.  Unser System garantiert größtmögliche Anpassungsfähigkeit und Reaktionsmöglichkeit.“

Die Kampagne für die neu-eröffnete Münchner Filiale von SportScheck läuft noch bis Ende Oktober. Die Kreation stammt von Serviceplan, den klassischen Mediaeinkauf verantwortet Mediaplus.

Über SportScheck: SportScheck ist der führende Multichannel-Sportfachhändler in Deutschland. Das Münchener Unternehmen bietet sein Sortiment im Internet, im Mobile Shop, im Katalog und in 17 Filialen an. SportScheck wurde 1946 gegründet, gehört seit 1991 zur Otto Group und beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2012/13 belief sich der Brutto-Umsatz auf 394 Millionen Euro. Stefan Herzog, Sprecher und Mitglied der Geschäftsführung zur Unternehmensphilosophie: „Wir sind sportlicher Lebensbegleiter und begeistern Menschen für den Sport. Als Sport-Spezialist veranstalten wir mit Leidenschaft Stadtläufe, Outdoor- und Winter-Events und inspirieren unsere Kunden zu neuen Sportarten.“

Über mediascale: mediascale (www.mediascale.de) ist Marktführer unter den Anbietern erfolgs- und vertriebsorientierter Online-Kommunikation und betreibt eines der führenden Targetingsysteme im deutschen Markt. Die Münchner Agentur verwaltet für die von ihr betreuten Kunden Billings in Höhe von mehr als 85 Mio. Euro. Sie ist Teil der Serviceplan-Gruppe, der größten inhabergeführten Agentur Deutschlands. mediascale (gegründet 2002) wird geführt von Wolfgang Bscheid (50) und Julian Simons (40). Die Agentur beschäftigt 36 Mitarbeiter und betreut über 35 Kunden wie z.B. ADAC, Condor, DieDruckerei.de, Gothaer Versicherungen, ING-DiBa, Sony Music, SportScheck, Telefónica Germany, Thomas Cook und Unitymedia KabelBW. mediascale ist außerdem die am häufigsten ausgezeichnete Agentur beim renommierten New Media Award in der Kategorie „Efficient Communication“.

Über Ströer
Die Ströer Media AG ist einer der führenden Anbieter für Außen- und Online-Werbung und bietet den werbungtreibenden Kunden individualisierte und voll integrierte Premium-Kommunikationslösungen an. Ströer setzt damit in Europa auf dem Gebiet der digitalen Medien zukunftsweisende Maßstäbe in Innovation und Qualität und eröffnet Werbungtreibenden neue Möglichkeiten der gezielten Kundenansprache.
Die Ströer Gruppe vermarktet über 280.000 Außenwerbeflächen und mehrere tausend Webseiten. Mit einem Konzernumsatz von 560 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2012 zählt die Ströer Media AG gemessen an den Umsätzen zu den größten Anbietern von Außenwerbung in Europa.
Die Ströer-Gruppe beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter an mehr als 70 Standorten. Mehr Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.stroeer.de

Und da haben wir wieder mal ein Thema in der Online Branche, das gelobtes Land verspricht. Denn mit HTML5 Bannern wird ja alles viiieeel besser werden. Zwischen Wunschdenken und Realität ist jedoch aktuell noch eine große Kluft – eine Betrachtung der wichtigsten Aussagen zu HTML5 aus Mediasicht:

HTML5 ersetzt Flash

Der Großteil der Banner im Netz wird aktuell in Flash umgesetzt. Flash Banner können jedoch auf den mobilen Apple Devices nicht angezeigt werden, da kein Flash unterstütz wird. Gleichzeitig wird Flash für mobile Endgeräte nicht weiterentwickelt, weshalb auch für Android und andere Systeme langfristig eine andere Lösung her muss. HTML5 kann der Standard werden, der Desktop wie Mobile Devices mit einem Werbemittelset abdeckt.

Mit HTML5 muss man nur noch einen Banner für alle Devices bauen.

Das ist nur sehr bedingt richtig. In einem HTML5 Banner definiert ein Kreativer die Position der eingesetzten Elemente für unterschiedliche Größen. So kann z.B. festgelegt werden, dass bei einer querformatigen Darstellung das Logo links eingeblendet wird und bei einer hochformatigen Darstellung des Werbemittels das Logo oben mittig erscheint. Ebenso kann definiert werden, dass bei einer kleinen Formatgröße des Werbemittels einige Elemente gar nicht angezeigt werden. Theoretisch reicht also eine einzige Datei, die sich dann an unterschiedliche Formate anpasst. Will man allerdings, dass der Banner in allen möglichen Formaten auch optimal aussieht, so muss in der Kreation auch jedes Format gesondert definiert werden: Welche Elemente werden verwendet und wie werden sie angeordnet. Der Aufwand in der Kreation bleibt also durchaus vorhanden.

HTML5 kann man bereits für die Online Kampagnen nutzen

Da kann ich ein klares Nein antworten. Es gibt nur sehr wenige Vermarkter, die schon Erfahrung mit dem Einsatz von HTML5 Werbemitteln haben. Die meisten haben noch gar keine Spezifikationen. Insofern verhält es sich wie in den Anfangstagen der Flash Banner. Ich erinnere mich daran, dass man damals von der Kreativ Agentur jedes Werbemittel in Mehrfacher Anfertigung erhalten hat. Besonders die ClickTag Schreib-Variante war damals ein Knackpunkt, für den es anfangs keinen Standard gab. Ein Vermarkter wollte clickTAG, der nächste clickTag oder auch Clicktag, da gab es so einiges. Und so werden wir uns auch bei HTML5 gedulden müssen, bis sich ein Standard etabliert hat. Aktuell eine Kampagne zu fahren, die 10 oder mehr Vermarkter bedient und in HTML5 ausgeliefert werden soll halte ich für ein sehr gewagtes Projekt, das neben viel Vorlauf noch mehr Nerven aller Beteiligten verzehren dürfte. Da viele Vermarkter noch keine Spezifikationen haben, muss auf Gutdünken produziert werden, um die Werbemittel dann in x Änderungsrunden funktionstüchtig zu kriegen.

Fazit: Auch wenn die Situation aktuell noch keine sehr komfortable ist und sicher noch zwei strenge Winter ins Land gehen, bevor HTML5 unser täglich Brot ist, sollte man sich der Thematik schön langsam annähern. Es muss ja nicht gleich die ganze Kampagne sein, aber auf Einzelplatzierungen erste Gehversuche zu wagen kann nicht schaden.

 

1 2 3 9