Jährliches Archiv für 2012

Mit so vielen neuen Erfindungen und Entwicklungen heutzutage, versuchen wir immer ein paar Schritte nach vorne zu machen. Was uns 2022 in der Online-Welt erwartet ist eine berechtigte Frage und unsere Experten haben die Zukunft sehr unterschiedlich im Visier. Von Big Brother bis zur emotionalen Intelligenz war heute alles mit dabei.

 

Aber lesen Sie doch selbst. Viel Spaß!

Thomas Port

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Leider nein, eher Big Brother is watching you.  Der gläserne Mensch wird Realität sein.“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Das Internet macht unsere Welt transparenter: Das gilt für Produkte und Unternehmen, auch für die Politik. Vertrauen muss man sich in diesem Umfeld hart erarbeiten, und die Glaubwürdigkeit spielt eine große Rolle. Das macht unsere Welt besser. Aber: Lebenserfahrung muss im Privaten und auch im Job noch eine Rolle spielen und darf nicht von Maschinen abgelöst werden. Obwohl wir, und das ist kein Widerspruch, immer mehr unserer Entscheidungen mit Daten aus dem Netz untermauern (Big Data!).“

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Eine??? Die meisten Entwicklungen machen meine Welt schon heute besser. Im Ernst, die Möglichkeit der individuellen, aber kollektiv wahrnehmbaren und multiplikativ verbreitbaren Meinungsäußerung durch Web 2.0, begrenzt die Macht von Publikationsmonopolen und trägt heute schon täglich zur Aufklärung und Demokratisierung bei – siehe Arabischer Frühling.“

Ruth Schöllhammer

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Alle Online-Entwicklungen, die das Leben der Nutzer vereinfachen und dessen Bequemlichkeit unterstützen, werden erfolgreich sein. Wenn sich dadurch die Welt verbessert – tant mieux.“

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Mehr Information, mehr Bildung, mehr Demokratie für alle.“

 

Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „Mobiles Internet.“

Harald Kratel

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Ja, das Leben ohne Bildschirm und Tastatur! Google Glasses wird kommen! wir werden unsere Texte sprechen können und nicht mehr tippen müssen! Außerdem wird es automatische Übersetzungsprogramme geben!“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): Die Konvergenz aller derzeitigen Geräte (Radio, Telefon, TV, PCs, Tablets) in eine vernünftig handlebare Gerätegruppe.“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „… die Intelligenz des Herzens. Hoffentlich.“

 

In der Nächsten Folge lesen Sie: Wird es in den nächsten zehn Jahren einen Gegentrend zum Digital Native, den „Online-Aussteiger“, geben? Wären Sie dabei?

Wenn das Jahr sich langsam dem Ende neigt, gibt es eigentlich immer zwei instinktive Handlungen. Zuerst reflektiert man, was dieses Jahr positiv gelaufen ist. Anschließend schaut man ins nächste Jahr, um sicher zu gehen, dass man mit dem Rest der Welt auf gleicher Wellenlänge ist (oder im Idealfall schon ein bisschen weiter). Seit der dmexco im September haben wir konkret verfolgt, dass sich drei Trendthemen für den Markt 2013 besonders herauskristallisiert haben:

1. Die Automatisierung der Mediaplanung nimmt stetig zu

2. Klassische Umfeldplanung entwickelt sich zu einer datengestützten Planung

3. Der Werbungtreibende legt künftig den Wert eines Kontaktes fest, nicht der Vermarkter

Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer von mediascale, gibt uns einen kleinen Vorgeschmack, was uns in 2013 in der Online-Mediawelt erwartet und welche Themen einen großen Einfluss auf Reichweite, Medienplanung und Werbemittel haben. In den kommenden Folgen von Bscheid gsagt wird jedes dieser Themen nochmal ausführlich diskutiert. Viel Spaß bei der Vorschau.

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

LAUT. LAUT in München. Ganz LAUT in München zum 5ten mal.

Gestern Abend nutzte unser Kunde Sony Music die Gelegenheit, Medien- und Vertriebspartnern neue wie bekannte Künstler zu präsentieren. Dabei ist es wieder mal ganz schön LAUT geworden. Die Eröffnung machte am Nachmittag das Trio um Marteria, Yasha & Miss Platnum mit dem Song „Lila Wolken“ und so sollte das Lied Programm werden, denn die letzten Gäste blieben „wach, bis die Wolken wieder lila sind“.

Im Lauf des Nachmittags stellte jede Divison von Sony Music die größten Erfolge des vergangenen Jahres vor, sowie die Künstler und Bands von denen man sich nächstes Jahr viel erhoffen darf. Das Programm lockerten viele Live-Acts auf, wie Olly Murs, Max Mutzke, Rita Ora, Anna Depenbusch, Ola, Stereolove, Joachim Witt und Linda Hesse.

Neben vielen anderen Themen wurde auch die Zielgruppensegmentierung von Sony Music vorgestellt. Dafür hat Sony Music die größte Studie des Musikmarktes durchgeführt und die Zielgruppe in unterschiedliche Segmente gestaffelt und nach Alter und Musik-Affinität eingeteilt. Mit Hilfe dieser „Bibel“, wie das Ergebnisbuch der Studie heißt, planen auch wir bei der mediascale die Sony Music Kampagnen. Für jede der Zielgruppen finden sich soziodemographische Daten, Hobbies, Musikvorlieben, Mediennutzung, aber auch die wichtigsten Marken, Fernsehsendungen und Websites der jeweiligen Lebenswelt. Für uns als Mediaagetur ist so eine Zielgruppenanalyse des Kunden eine sehr gute Hilfestellung, ergänzend zu den gängigen Planungstools wie der AGOF.

Als Highlight des Nachmittags kann man sicherlich Alicia Keys anführen, die 4 Songs zum Besten gab. Wenn sie am großen Flügel in die Tasten greift und mit ihrer beeindruckenden Stimme loslegt, dann kann man sich einer leichten Gänsehaut nicht erwehren. Nach dem Abendessen mit geselligem Beisammensein folgte Abends noch ein Schmankerl der besonderen Art. Die Band, die aktuell das No. 1 Album der Charts stellt, war der Main-Act des Abends: Die Fantastischen 4 Unplugged II. Und so waren neben den vier Bandmitgliedern Trommler, Geiger, Gitarristen, Percussionisten und und und auf der Bühne. Die Fantastischen Vier sangen, rappten und witzelten großartige Songs des aktuellen Albums und begeisterten das geladene Publikum. Ein Erlebnis!

Liebes Sony-Team – da habt ihr euch dieses Jahr selbst übertroffen. Vielen Dank für die Einladung vom gesamten mediascale Team! Wir hatten einen hervorragenden Abend (übrigens genau wie Mario Gomez und Holger Badstuber, die sich unter die illustren Gäste mischten).

Outtakes: Auch die ein oder andere Panne darf bei so einem Spektakel nicht fehlen. Hier wären zu erwähnen: eine geplatzte Naht am Kostüm von Rita Ora an nicht-idealer Stelle, ein verspäteter Auftritt von Alicia Keys, die sich zweimal bitten ließ und der Drummer der Fantastischen Vier, der mit dem falschen Song das Konzert eröffnete, jedoch schnell wieder eingebremst wurde.

Online Marketing eröffnet technisch allerlei Spielereien und vor lauter Zahlen-Euphorie werden viel zu oft den Grundlagen und Wirkungsweisen des Marketings mit zum Teil sträflicher Ignoranz begegnet. Insbesondere verhält es sich häufig so beim Thema Kontaktdosis und Kontaktklassen.

Mittels Re-Targeting, um mal ein Extrembeispiel zu nennen, werden vermeintliche Konsumenten oftmals mit Kontaktdosen jenseits der 20+ (je Woche) versehen. Das mag nach der angewandten Metrik (CPO) sogar effizient sein. In einer übergreifenden Betrachtung kommen jedoch kritische Fragen auf. Ich persönlich bemerke bei mir viel mehr aufkommende Aversionen, wenn ich die bereits vor zwei Monaten gebuchte Reise nun zum 99. Mal angeboten bekomme. Kurz und knapp: Es nervt! (und ja, ich weiß, dass ich meine Cookies löschen könnte, aber das kann ja nicht die Lösung sein!)

Mein früherer Marketingprofessor hatte für diesen abnehmenden Grenznutzen immer das Beispiel Biertrinken parat. Während die Stimmung ab dem vierten Bier unglaublich Fahrt aufnimmt, tritt nach dem zehnten bis zwölften Bier ein gewisser Sättigungseffekt ein, was zuweilen unschön auf Magen und Stimmung schlägt. Der Krug geht halt so lange zum Mund bis man … An alle Re-Targeting-Enthusiasten: Eine Reduktion der Dosis auf ein sinnvolles Maß (Frequency Capping) wird Euch vielleicht vor der einen oder anderen Alkoholleiche bewahren. Aber auch das Gegenteil einer Übersättigung kann fatal sein. Um beim Beispiel des Biertrinkens zu bleiben: Wenn sie das Bedürfnis verspüren, Ihre Festplatte gepflegt zu formatieren, wird ihnen ein Bier kaum weiterhelfen. Sie wären ja sogar noch fahrtüchtig und es wird ihnen kaum gelingen, eine Après-Ski Party mit Enthusiasmus und Tanzeinlage auf der Bierbank abzurunden, es sei denn sie gehören zu der Gruppe der genetisch schmerzbefreiten Personen. Die gibt es, es bleibt aber die Minderheit (genau wie die, die mehr als 15 Bier brauchen um auf Betriebstemperatur zu kommen).

Die Grundthese lautet: Eine optimale Werbewirkung tritt nur in einem optimalen Kontaktkorridor ein. Der optimale Kontaktkorridor variiert je nach Kampagnenzielsetzung und Ausgangssituation. Nur im entsprechenden Korridor herrscht maximale Mediaeffizienz, während unterhalb mit Werbewirkungs- und oberhalb mit Sättigungsschwellen zu rechnen ist.

Man spricht hier im Allgemeinen von wirksamer Kampagnenreichweite. In klassischen Medien wird im Übrigen häufig auch in Brutto- und Nettoreichweite gerechnet, anstatt in wirksamer Reichweite. Der Cost per GRP drückt die vermeintliche Effizienz einer Planung aus.

Online Marketing eröffnet im Gegensatz zu klassischen Medien Möglichkeiten, die kaum ein anderer Kanal bietet. Kontaktstrecken und Dosen lassen sich auf Userebene nahezu exakt nachverfolgen.

Vermarkterübergreifende Targetingsysteme nutzen diese Informationen um entweder Kontakte zuzusteuern (Frequency Boosting) oder eben mittels Frequency Capping weitere Kontakte zu unterbinden.

Die wirksame Reichweite einer Kampagne wird durch diese Maßnahme erheblich gesteigert.

Vor allem Markenkampagnen profitieren in hohem Maß von der gesteigerten Mediaeffizienz. Für den Kunden SportScheck konnte zum Beispiel die wirksame Kampagnenreichweite um mehr als 20 % gesteigert werden. Weitere Effizienzgewinne werden durch einen intelligenten Formateinsatz erzielt. In der Kontaktklasse 1-2 kommen vornehmlich Pre-Rolls zum Einsatz, während höhere Kontaktklassen mit günstigeren Brandingformaten (z.B. Wallpaper und ContentAds) aufgefüllt werden. Es gibt also intelligente Ansätze, die den Konsumenten in die richtige Stimmung bringen. Man muss sie nur zu nutzen wissen und auch in der Praxis anwenden.

Bevor Sie in den Teil 2 des „Facebook Advertising“ Beitrags einsteigen, können Sie gerne hier nochmal Teil 1 zum aufwärmen lesen.

 

Welcher Ad Typ ist aber nun der richtige für die Kampagne?

Die Antwort auf diese Frage hängt eng mit der Zielsetzung der Kampagne zusammen. In unserem Social Advertising-Alltag haben wir es meist mit drei grundlegenden Aufgaben zu tun:

1. Image steigern: Mit der „Logout Ad“ hat Facebook eine erste Werbeform geschaffen, die sich eignet, um Imagewerbung für eine Marke zu betreiben. Der Nachteil: Die Werbeform ist von Facebook wirklich als ImageAd positioniert. Das bedeutet, dass eine Produktpromotion mit Preis oder einem prozentualen Rabatt daher ebenso verboten ist wie einen Call-to-Action zu integrieren. Und: Das Mindestbuchungsvolumen für diese Werbeform liegt bei 30.000 Euro – für weniger Geld gibt es keine Imagekampagne bei Facebook.

2. Verkaufen: Bild-Text Kombinationen haben sich schon immer als verkaufsstarke Werbeform erwiesen und so können auch die unterschiedlichen Bild-Text-Kombinationen bei Facebook hervorragend dazu beitragen, die Verkäufe zu steigern. Aber, welche ist die Richtige aus der Vielzahl der Möglichkeiten? Findet die Produktpromotion auf einer externen Website und nicht innerhalb der Facebook-Welt statt, dann bleibt nur eine „Standard Ad“, die nach extern verlinken kann. Hat man eine eigene App im Facebook-Profil, über die man das Produkt verkaufen kann, dann kommt auch eine „Sponsored Result Ad“ in Frage.

3. Fans generieren: Um Fans zu gewinnen, bietet sich die „Like-Ad“ an. Jedoch sind die User im Lauf der Zeit immer wählerischer und die werbenden Unternehmen immer zahlreicher geworden. Daher ist der durchschnittliche Cost per Fan in den letzten anderthalb Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine gute Alternative sind „PagePost Ads“ – da neben dem Namen des Profils durch das Aufgreifen des Posts auch eine Botschaft übermittelt werden kann.

Bevor sich Werbetreibende daran machen, Fans zu gewinnen, sollten sie sich noch eine zentrale Frage stellen: Gibt es einen Plan für die Folgekommunikation mit den Fans? Wenn nicht, ist jede Werbeform unnötig ausgegebenes Geld. Denn ein gewonnener Fan, der nicht regelmäßig mit interessanten Informationen angesprochen wird, hat die Fanpage des Unternehmens schnell wieder vergessen.

Hat man sich für die passende Anzeige zum jeweiligen Kampagnenziel entschieden, gilt es als nächstes über die richtige Zielgruppe nachzudenken. Die Targeting-Möglichkeiten bei Facebook sind einzigartig gut. Neben den soziodemographischen Daten, die viele User beim Erstellen des Accounts angeben (Alter, Geschlecht, Familienstand etc.) können Interessen der User verwendet werden, um die gewünschten Personen zu erreichen. So kann man beispielsweise für eine Newcomer-Band die Anzeigen an User adressieren, die Musik und Bands des gleichen Genres mögen. Beim Eingrenzen der Zielgruppe sollte man aber im Auge behalten, dass das Potential durch die getroffenen Einschränkungen nicht zu klein wird. Sonst werden die Ads innerhalb der definierten Zielgruppe den Usern immer und immer wieder eingeblendet und die Kampagne bekommt eine Kontaktdosis, die den Nutzer schnell nervt. Wie in der klassischen Mediaplanung gilt es also auch auf Facebook, Zielgruppenpotential und Budget in Einklang zu bringen.

Facebook Advertising: Alternativen testen und immer wieder optimieren

Ist die Anzeige final erstellt und online, ist die Arbeit noch nicht getan. Eine Facebook Kampagne lebt – wie jede andere Online Kampagne – von der Optimierung. Der Test unterschiedlicher Bildmotive, verschiedener Textbausteine und Zielgruppeneinstellungen führt zum Teil zu stark unterschiedlichen Klickraten (die wiederum den CPC im Bidding- System beeinflussen) sowie Conversionrates. Unser Tipp: Für jede Kombination aus Bild, Text und ausgewählter Zielgruppe sollten mindestens 750 Euro Budget eingeplant werden – sonst werden die Fallzahlen zu klein, um eine sinnvolle Aussage zu treffen.
Und was ist jetzt bitte eine „Page Post Like Sponsored Story“?
Die Antwort auf die Eingangsfrage: Ein Freund des Nutzers fungiert als Absender für eine „Sponsored Story“, weil er zuvor einen Post des Unternehmens- oder Markenprofils geliked hat. Wer jahrelang Display-Banner oder SEA-Kampagnen aller Arten geplant hat, muss sich erst an die Facebook eigene Terminologie gewöhnen. Wer es tut, dem eröffnet sich eine neue Netzwelt, mit faszinierenden Targeting-Möglichkeiten.

 

 

Facebook macht es einem wahrlich nicht einfach. Wirft man einen Blick in den aktuellen Produktkatalog des größten sozialen Netzwerks, findet man darin derzeit sage und schreibe 38 unterschiedliche Werbeformen.  Da kann man leicht den Überblick verlieren. Oder was war noch gleich eine „Page Post Like Sponsored Story“? Hier ein kleiner Wegweiser durch den Dschungel der Facebook-Ads:

Am einfachsten unterscheidet man zwischen Premium- und Marketplace-Ads. Dadurch hat man die Anzahl der verschiedenen Werbemöglichkeiten schon mal halbiert, denn eigentlich gibt es nur 17 unterschiedliche Ads. Diese kann man dann eben als Premium Ad oder als Market Place Ad buchen. Der offensichtlichste Unterschied zwischen beiden ist die Abrechnungsart: Marketplace Ads bucht man auf CPC-Basis (Cost-per-Click) – man kann sie aber auch auf TKP buchen wenn man das will, während Premium Ads immer nach Tausendkontaktpreisen (TKP) abgerechnet werden.

CPC oder TKP: eine individuelle Grundsatzentscheidung
Die berechtigte Frage: Warum eine Werbeform auf TKP-Basis buchen, wenn man parallel auch nur für den Klick zahlen kann? Die Lösung: Als Premium Ad eingebuchte Anzeigen werden hochwertiger platziert – sie kommen nur auf der Homepage und im Newsfeed zum Einsatz, während die Marketplace Ads zusätzlich auch auf allen Unterseiten laufen. Darüber hinaus sind die Bilder bei einer Premium Ad etwas größer. Der größte Unterschied aber lässt sich beim Preis ablesen. Die Premium Ads fangen bei einem TKP von 4,50 Euro an – will man zusätzlich Targeting betreiben, wird es noch teurer. Wer auf ein paar Bildpixel und die prominentere Platzierung verzichten kann und sich für die CPC-Abrechnung entscheidet, landet in den meisten Fällen bei einem Preis pro Click von deutlich unter 1 Euro.

Bei den derzeit verbleibenden 17 Werbeformen auf Facebook reicht es völlig, die wichtigsten vier zu kennen – zumal die anderen jeweils nur Varianten davon sind:

Standard Ads: Die Mutter aller Ads – die klassische Bild-Text-Kombination, bei der der Werbetreibende das Bild, die Überschrift, den Text und auch die Verlinkung frei wählen kann. Die Verlinkung kann somit auch auf eine externe Landingpage erfolgen.

Like Ads: Mit Hilfe einer LikeAd generiert man Fans für ein bestehendes Facebook Profil. Der User kann durch einen Klick in der Anzeige sofort Fan werden.

Page Post Ads: Hier postet der Werbetreibende zuerst auf seiner Facebook Seite etwas. Der Inhalt des Posts kann dann in eine Anzeige überführt werden, um den Post möglichst vielen Usern zugänglich zu machen. Absender der Ad ist somit immer das Profil der Seite. Textinhalt ist der genaue Wortlaut des Posts.

Sponsored Stories: Über das Buchen einer Sponsored Story kann man den viralen Effekt von Facebook ausnutzen. Der User sieht eine Sponsored Story immer mit einem bekannten Absender, nämlich jemand aus dem eigenen Kreis seiner Facebook-Freunde.

Abschließend sollen noch zwei Formate Erwähnung finden, die etwas aus der Reihe tanzen: Die LogoutAd ist das einzig richtig grafische Werbemittel bei Facebook, in dem sich eine Marke großflächig präsentiert kann. Die Sponsored Results hat sich Facebook bei Google abgeschaut. Seit etwa zwei Monaten kann man auch in der Suche von Facebook Anzeigen platzieren. Sie erscheinen (genau wie bei Google) ganz oben, sind mit „Sponsored“ gekennzeichnet und farbig hinterlegt.

 

Schauen Sie am Freitag, den 02.11.2012 wieder bei uns vorbei für Teil 2.

Zugegeben, die heutige Folge unserer kleinen Expertenbefragung stellte bei einigen Probanden erst mal die Sinnfrage: Meinen die das ernst? Ja meinten wir, wo doch Facebook gerade mehr als eine Milliarde Nutzer meldet und sich fast schon als eigener Staat zwischen Staaten versteht. Da muss es doch mal erlaubt sein, zu fragen:

Zwischen „Unsinn“ und „Niemals“ finden sich auch noch ein paar differenzierende, spannende und lesenswerte Gedanken und unser Zitat der Tages: „Haben Sie schon mal ein Auto mit einer Twitter-Flagge gesehen?“

Alexander Erlmeier

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ) : „Im Gegenteil, virtuelle Communities werden auf lange Sicht den Wunsch nach real erlebbarer Identität und Heimat verstärken. Ich könnte insofern zustimmen, als Heimat stark regional und lokal geprägt ist und die online getriebene Globalisierung das insbesondere in Deutschland verkrampfte Verhältnis zum Übergebäude der Nation weiter schwächt.“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation) : „Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, der soziale Klebstoff ist digital nicht stark genug. Oder haben Sie schon mal ein Auto mit einer Twitter-Fahne gesehen?“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Vermutlich nicht die Nationalität – das Zugehörigkeitsgefühl allerdings mit ziemlicher Sicherheit.“

Doris Eichmeier

Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Eine steile These – verdrängen vielleicht nicht, aber inspirieren bestimmt. Zu Ende gedacht, bräuchte man dann ein Community-Parlament und eine Community-Kanzlerin. Community-Manager wären dann Fraktionsvorsitzende oder ähnliches… eher ein beklemmender Gedanke.“

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „User sind multinational: ihrer näheren Umgebung verbunden, ihrer Nationalität, ihrer Peer-Group und Online-Communities – abhängig von der Lebenssituation und Tagesform.“

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Nein. Unsinn.“

Ulrich Schmidt

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Niemals. My home is my castle.“

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Nie, sie werden aber eine Zusatz-Ausprägung werden. Menschen werden sich Communities zuordnen wie heute Fußballvereinen.“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Nein, nicht wirklich. Aber sie werden kulturelle Grenzen aufweichen.“

Haben Sie auch eine Prognose, Meinung oder einen klaren Blick in die Zukunft? Oder wollen Sie bei der nächsten Frage der Woche dabei sein? Dann einfach Kommentar hinterlassen oder eine formlose Mail an presseanfragen@mediascale.de schicken.

In Folge 4 fragten wir übrigens: Wer oder was bedroht die Onlinewerbung?

Und in der nächsten Folge lesen Sie: Wird es eine (Online-) Entwicklung geben, die unsere Welt besser macht? Wenn JA, welche und warum?

Mein Name? Data! Big Data! Die Etymologie meines Namens im neudeutschen Sprachgebrauch geht auf das Jahr 2012 zurück. Gerüchte besagen, dass das Wort nach einer durchzechten Nacht Eingang in eine dmexco-Präsi fand. In Wirklichkeit gibt es mich ja schon viel länger und nicht erst die Bäckerin in der IBM-Werbung hat mich auch der großen Konsumentenmasse vorgestellt.

Was ich kann? Ich kann die Welt an anderen Tagen retten, das Raum-/Zeitkontinuum verbiegen und Liebesgrüße nicht nur nach Moskau, sondern auch personalisiert an jedweden User in aller Welt schicken. Vorausgesetzt, ich weiß wie es geht. Und hier kommt die Krux, welche die schöne neue Welt so mit sich bringt. Die Daten sind schon lange da. Sie sind häufig sogar kompatibel, aber Herrgott, es sind so viele und wie bringe ich nicht nur Ordnung in die Kiste, sondern verbleibe auch in rechtssicheren Raum, ohne dass mir radikalisierte Datenschützer feierlich die Datenbank in Brand stecken. Mit einer Doppel-0-Lizenz, welche mir Kraft meiner Position verliehen wurde, ist das alles kein Problem. Solange ich nur als Papiertiger durch die diversen Digitalkonferenzen geistere, ist somit alles in bester Ordnung. Die Realität bleibt jedoch der hartnäckigste (End-)Gegner und lässt sich leider nicht so leicht aus der Welt schaffen.

Es ist im Grunde nichts Neues an mir und da geht es meinem guten Schulfreund Customer Journey nicht anders. Wir sind da, wir sind vorhanden und wir sind wichtig. Allein, wir sind kein Hype, kein Analyse Perpetuum Mobile und auch keine Wunderwaffe. Wir sind von Fall zu Fall verschieden und bedürfen einer sehr langwierigen und häufig manuellen Betrachtung, bevor wir in irgendeiner Form automatisiert werden können.

Die Möglichkeiten, die ich biete, werden mit Sicherheit sukzessive genutzt werden und wurden dies auch bereits bevor ich einen schmissigen Namen bekam – den es aber in Zeiten von zunehmender Reglementierung so besser nicht geben sollte. Diese Erkenntnis hatte erstaunlicherweise sogar ein angloamerikanischer Diskussionsteilnehmer (dessen Name mir leider entfallen ist) auf der dmexco, der die Nähe von „Big Data“ und „Big Brother“ bereits ausgemacht hatte und es als wenig zielführend empfand, dem Konsumenten orwellsche Zustände zu suggerieren. In Deutschland kommt so was erfahrungsgemäß noch schlechter an. Somit bin ich gespannt, wann ich das nächste Mal auf das Standesamt geschleppt werde und einen neuen Namen bekomme. Vielleicht darf ich dann ja auch selber einen Vorschlag machen. Bis dahin sollten Sie mich nutzen, so oft und gut es eben geht. Aber erwarten Sie keine Wunder von mir und auch die Rettung der Welt überlasse ich gerne ihrer Majestät bestem Diener.

Schon im Juli und September meldete der Budesververband Digitale Wirtschaft (BVDW), dass Unternehmen in der digitalen Welt händeringend nach Fachpersonal und Berufseinsteigern suchen. Der exponentiell wachsende online Arbeitsmarkt bietet Studenten sowie Berufserfahrenen eine riesige Spielwiese zum austoben. Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer von mediascale, erklärt die berufliche Expertenschleife die sich seit 20 Jahren immer wieder neu bewährt. Von Generalisten in der Internetbrachne zu Spezialisten in den Teildisziplinen wie Social Media und Mobile Communication, bis hin zum professionellen Angelrutenhalter ist für Jobsuchende im Cyberspace heutzutage alles dabei. Hier ein paar Tipps wie man zielstrebig und erfolgreich in dem digitalen Arbeitsmakt aufsteigen kann:

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

Gerade vermelden die Marktzahlensammler von Nielsen Media Research für den September 2012 neue Rekordwerte: „Der Deutsche Online-Werbemarkt wächst wie nie“ titelt wuv.de.Das aktuelle Hoch ist doch mal ein guter Anlass, unsere Experten zu befragen, wer oder was die Onlinewerbung bis 2022 bedrohen kann. Ist es der „übertriebene“ Datenschutz in Deutschland? Sind es störrische Nutzer, die sich mit Camouflage Software gegen Tracking wehren? Oder monopolistische Tendenzen?

Allzu viele Argumente für eine Bedrohung sehen unsere Experten nicht, aber lesen Sie selbst.

 

Alexander Erlmeier

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Externe Bedrohung: die extreme Zunahme und substituierende Nutzung des Second Screen sowie dessen unzureichenden und unkreativen Vermarktungsansätze.Hausgemachte Bedrohung: Unprofessionalität im Bereich klassische Display Werbung. Die Preisfindung und Mediaplanung muss sich dem Diktat der messbaren Performance unterstellen. Die Performance muss nicht notwendigerweise unmittelbar messbar sein. Sie darf und soll sogar mittelbar auf die Währung Branding einzahlen; eben aber zielgruppengenauer, messbar und preisgerecht.“

Doris Eichmeier

Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Die Nutzer, weil sie Werbung leid sind. Sie fordern vor allem nützliche Inhalte, Orientierung und Storytelling rundum Marken und Produkte – am besten in Echtzeit. Marketer müssen ,Werbung‘ neu definieren.“

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Die Werbung an sich verliert an Bedeutung. Erfolgreiche Unternehmen unterhalten und informieren ihre Besucher und sprechen mit ihren Kunden und lassen Fans mitreden.“

 

Thomas Port

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Alles ist trackbar. Die Datenschutz-Insel Deutschland wird sich nicht halten lassen.“

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Nur sie selbst, die Werbeformen müssen sich ständig neu erfinden.“

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Die Konsolidierung und Monopolisierung von Auslieferungs- und Buchungskanälen. Das geht auf Kosten der Innovation, Vielfalt und Marge.“

Harald Kratel

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Der Umgang mit Daten. Wir werden Fälle erleben, wo Leute ausspioniert wurden und Skandale ans Licht der Welt gebracht wurden, die dazu führen werden, dass User sich eine ,Camouflage-Software‘ zulegen werden, und dann ist alles Targeting nutzlos!“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Neue „intelligente“ Technologien, die die Menschen anderweitig steuern werden.“

 

Torsten Ahlers

Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „Übertriebener Datenschutz.“

Klaus Täubrich (Geschäftsführer, TVzweinull): „Nur dass unser Vertrieb schwächelt und dass Europa auseinanderbricht.“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Eine Bedrohung sehe ich nicht. Wenn es Verdrängung gibt, dann durch neue Werbeformate, die wir heute noch gar nicht kennen – vorzugsweise aus dem Bereich Mobile.“

Die Frage, wie hoch der Budgetanteil von Digital/Online in zehn Jahren sein wird, hatten unsere Experten in der vorigen Folge beantwortet.

Haben Sie auch eine Prognose, Meinung oder einen klaren Blick in die Zukunft? Oder wollen Sie bei der nächsten Frage der Woche dabei sein? Dann einfach Kommentar hinterlassen oder eine formlose Mail an presseanfragen@mediascale.de schicken.

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