Klartext!

Ade 2012, hallo 2013 – noch ein letztes Wort vor dem Ende des Maya-Kalenders!

Da dieser Artikel schon ein paar Tage vor dem 21.12. veröffentlicht wird, hoffe ich ja nun, dass der eine oder andere meine Weihnachtsansprache noch lesen kann und die Mayas vielleicht doch im Unrecht sind. 2012 war ein anstrengendes Jahr für die „Online-schaffende Zunft“ – wir steckten in einem klassischen Sandwich zwischen Erwartungshaltung an den Kanal und Leistbarkeit durch die teilnehmenden Parteien:

Auf der einen Seite startete Online aus einem unglaublichen 2011 eher verhalten ins Jahr 2012, doch die Erwartungshaltung, was der Kanal leisten kann und muss, stieg stetig. Egal ob es um Visibility, Markenwirkung, Customer Journey oder Mediatransparenz ging – Online stand und steht im Fokus und muss Antworten liefern, die sich meist nicht wie einfache Wahrheit, sondern eher wie ein komplexes Gebilde darstellen lassen, was oft zu mehr Verunsicherung als Klarheit führt.

Auf der anderen Seite tut sich online noch immer schwer, in den Augen der werbungtreibenden Industrie erwachsen, begreifbar und v.a. in einem Gesamtmediamix handhabbar zu werden bzw. zu bleiben. Eine immer stärkere Fragmentierung in Online-Spezialdisziplinen  (Tracking, Adserving, Planning, Social, Targeting, Re-Targeting, Datamangement, RTB Consulting, SEA, SEO, usw.) führt für unsere Kunden zu einem Dilemma, denn der Effizienzgewinn der Spezialisierung wird durch den Mehraufwand beim Handling der Dienstleister oft komplett zu Nichte gemacht.
Die Herausforderung für uns Agenturen besteht in der Kombination und Integration aus Spezial-know-how in allen Bereichen und gleichzeitig universalem Verständnis für die Kommunikationsleistung des Kanals, um für unsere Kunden übergreifende Onlinekonzepte anfassbar und umsetzbar zu gestalten – hieran werden wir in 2013 mehr denn je gemessen.

2012 hat auf der anderen Seite aber auch wichtige Weichen in puncto Transparenz gestellt, die uns im nächsten Jahr helfen werden, unsere Kunden noch besser zu betreuen:

1. Datenschutz:

Mit der Selbstregulierungsinitiative für OBA (Online Behavioral Advertising) haben wir nach über 2 Jahren Arbeit eine Plattform geschaffen, die für User Transparenz und für Marktteilnehmer Klarheit schafft. Man kann nur hoffen, dass hiermit das europäische Damoklesschwert „Prior Consent“ der Vergangenheit angehört.

2. Werbewirkung:

Online schafft es mehr und mehr, der steten Forderung der werbungtreibenden Industrie nach belastbaren Vergleichszahlen, die einen Effizienznachweis von Online auch im Verhältnis zu anderen Kanälen v.a. in puncto Markenbildung zu liefern, nachzukommen.

3. Mediale Steuerung:

Nachdem in 2011 das Thema RTB noch vollkommen unreif in Deutschland genutzt und besprochen wurde, so stand 2012 ganz im Zeichen der inhaltlichen Konsolidierung und operativen Umsetzung: wir haben gelernt, wie das Thema einsetzbar ist, was RTB leistet und was nicht, und konnten auch in der direkten Zusammenarbeit mit dem Publisher Modelle finden, die eine modernere Kampagnenplanung, in der RTB ein wichtigen, jedoch sicher nicht zentralen Part findet, möglich macht.

Alles in allem geht für uns bei mediascale ein gutes Jahr zu Ende, in dem wir viele technologische, inhaltliche und strukturelle Pflänzchen gesät haben, von denen wir hoffen, dass sie im neuen Jahr zu einem schönen Strauß gewachsen sind.

Darauf freuen wir uns und wünschen Ihnen allen bis dahin erholsame Weihnachten und einen guten und gesunden Rutsch ins Jahr 2013.

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Verfasst von:

Julian Simons fungiert bei mediascale als Geschäftsführer. In dieser Position verantwortet er im Unternehmen neben dem Personal und den Finanzen die strategische Kundenentwicklung. Als Experte kann er mit spannenden, neuen Inhalten aufwarten. In seinen klartext!-Artikeln fesselt er mit Esprit und vielen Beispielen aus der Praxis – vor allem zu Themen rund um die Markteinschätzung, Trends und Entwicklungen im Online Bereich, Performance Online-Marketing und Programmatic Advertising.

Telefon: +49 89 2050 4760 | E-Mail: j.simons@mediascale.de