Klartext!

Liebe Freunde der gepflegten digitalen Contentkonsumation,

ich mach’s kurz: Ich bin froh, dass bald Weihnachten ist. Das bin ich zwar eigentlich jedes Jahr, aber dieses Jahr war ein stürmisches Digitaljahr und ich könnte mir vorstellen, dass es nur ein Vorbote weiterer ebenso belebter Jahre sein wird.

Warum?

Ich kann mich nicht erinnern, dass in einer sowieso schon schnelllebigen Kommunikationsdisziplin wie Digital noch ein weiterer Gang vorhanden ist, den man hochschalten kann und der auch hochgeschalten wurde.

Sprachen wir Anfang des Jahres noch von verstärktem Fokus auf Bewegtbild und Mobile, von etwas mehr Programmatic in unserer Kampagnen, so wurden wir bis zum Ende des Jahres eines Besseren belehrt:

Gerade Programmatic wälzt die Agentur- und Kundenlandschaft inzwischen gehörig durcheinander: doch da geht es weniger um technisch Machbares und finanziell Sinnvolles. Die Fragestellungen sind grundsätzlich und in aller Regel nicht kampagnenbezogen, sondern meist organisatorischer Natur:

  • Brauchen wir denn überhaupt noch Agenturen oder brauchen wir die mehr denn je?
  • Was tun die Agenturen in Zukunft und was mache ich selber?
  • Wird das alles günstiger oder teurer?
  • Leidet darunter die Qualität meiner Kampagne oder steigt sie?
  • Was kaufen wir in Zukunft noch klassisch ein und was programmatisch?
  • Steuern Digitalagenturen in den nächsten Jahren auch bisher klassisch geplante und gebuchte Kampagnen in OoH, Radio oder TV?

Klar, viele dieser Fragen werden wir erst in den nächsten Jahren wirklich beantworten können, doch wir sind auf gutem, wenn auch anstrengendem Weg:

  • Wir haben in der Fokusgruppe Programmatic den sogenannten Code of Conduct für Programmatic Advertising nach über zwei Jahren Vorarbeit veröffentlichen können, um damit die Qualität der programmatisch ausgesteuerten Kampagnen signifikant zu erhöhen. Bereits heute haben über 40 Marktpartner den Code of Conduct unterzeichnet – ein Meilenstein und zentrale Anforderung unserer Kunden an das „Ecosystem Programmatic“.
  • Wir haben mit PREX Programmatic Exchange GmbH & Co KG eine neue Firma gegründet, die sich ausschließlich um das Handling programmatischer Kampagnen in allen Kanälen kümmert, egal ob in Online, DooH, Radio oder TV – getragen durch Plan.Net und Mediaplus.
  • Wir launchen im Januar eine eigene SSP, mit der wir Kunden die Möglichkeit geben, ihre programmatischen Kampagnen selbst zu handeln und trotzdem auf die Konditionen einer Agenturgruppe zugreifen zu können.

War’s das? – Sicher nicht, wir erfinden uns alle gerade in vielen Teilen neu!

Wir sind nicht mehr nur Digitalagentur, sondern planen übergreifend. Wir sind nicht mehr nur Planer, wir werden mehr und mehr auch zu Consultants, deren Leistungserbringung abgekoppelt vom reinen Mediaeinsatz erbracht wird, um nur ein paar Teile des Wandels zu beschreiben.

Und jeder kann sich vorstellen, dass solch grundlegende Umwälzungen auch für eine Agentur nicht ganz nebenbei ablaufen. Deswegen kann ich hier nur umso lauter DANKE in die Runde der Kolleginnen und Kollegen rufen, die gemeinsam diesen Wandel nicht nur mitmachen, sondern auch vorantreiben, ohne dass der Spaß am Job verloren geht oder unsere Kunden das Gefühl haben, nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen.

Aber es geht an keinem spurlos vorbei, das merkt man, wenn man durch die Büros geht – wir alle freuen uns auf eine paar ruhige Tage zwischen den Jahren, um den Akku wieder aufzuladen! Zeit wird’s, im Januar geht’s weiter, wir freuen uns drauf!

Frohe „digital-detox“ Weihnachten, einen entspannten Rutsch ins neue Jahr und ein gesundes 2017.

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Verfasst von:

Julian Simons fungiert bei mediascale als Geschäftsführer. In dieser Position verantwortet er im Unternehmen neben dem Personal und den Finanzen die strategische Kundenentwicklung. Als Experte kann er mit spannenden, neuen Inhalten aufwarten. In seinen klartext!-Artikeln fesselt er mit Esprit und vielen Beispielen aus der Praxis – vor allem zu Themen rund um die Markteinschätzung, Trends und Entwicklungen im Online Bereich, Performance Onlinemarketing und Dialogmarketing.

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