Klartext!

Um eine Display Kampagne bewerten und optimieren zu können, stehen eine Vielzahl an Kennzahlen zur Verfügung. In meinem letzten Glossar Beitrag habe ich die Messwerte, die bei der Durchführung einer Online Kampagne entstehen, genauer erläutert. Dieses Mal geht es um die Kennzahlen, die sich aus den Messwerten berechnen lassen. Wenn Ihnen Kürzel wie CTR, PV CPO und CPC geläufig sind, dann schlage ich vor, die nächsten 10 Minuten bei einem Kaffee zu verbringen und diesen Artikel zu überspringen.

Sie sind noch dabei? Dann geht´s direkt los mit den Kennziffern:

Click-Through-Rate (CTR): Die CTR oder Klickrate gibt an, wie viele Klicks auf einen Werbebanner im Verhältnis zu den Ad Impressions getätigt wurden. Anhand dieser Kennzahl ist die Wirkung des Werbemittels auf den Kunden erkennbar. Je höher die CTR ist, desto häufiger wurde auf das Werbemittel geklickt – ein Zeichen für ein aufmerksamkeitsstarkes Werbemittel. Desto großflächiger eine Werbeform ist, desto höhere Klickraten verursacht sie zumeist. Werbeformen mit Video und Sound erbringen im Normalfall höhere Klickraten, also Werbemittel ohne diese Anreicherung. Das beworbene Produkt spielt jedoch auch eine große Rolle. So kann man evtl. mit einem Standard Werbemittel, das die lang erwartete neue Single von Justin Timberlake anpreist höhere Klickraten erreichen, als mit einem großflächigeren Wallpaper, das für eine Unfallversicherung wirbt.

CTR

Rechnerischer Cost per Ad Click (rechn. CPC): Den rechnerischen CPC zu ermitteln ist nur sinnvoll, wenn der Mediaeinkauf einer Platzierung auf der Abrechnungsbasis TKP (Tausender Kontakt Preis) erfolgt ist. Kauft man Media auf Abrechnungsbasis CPC ein (und zahlt damit nur pro getätigtem Klick), dann weiß man schon vor Kampagnenstart, was der Klick kosten wird (sofern es sich nicht um ein Bidding Verfahren handelt). Habe ich aber für 1.000 Kontakte gezahlt, dann interessiert mich im Nachgang auch, wie viele User geklickt haben und wie viel mich ein Klick gekostet hat – darüber gibt mir der rechnerische CPC Auskunft. Er dient somit als rechnerische Größe zur Bewertung von TKP-Buchungen.

Rechn. CPC

Die beiden bisher erläuterten Kennziffern sind Basis Kennzahlen, die für jede Kampagne analysiert werden sollten, um zu identifizieren, welche Platzierung wie effizient Traffic auf die Website bringt. Dabei muss man in die Überlegungen mit einbeziehen, dass sehr aufmerksamkeitsstarke Werbemittel teurer sind, jedoch zumeist auch eine höhere Clickrate erbringen. Dabei darf man das Kampagnenziel nie aus den Augen verlieren. Soll die Kampagne eine Brandingwirkung erzeugen, leiste ich mir wahrscheinlich auch höherpreisige Platzierungen, die eine hohe Zielgruppenrelevanz haben – auch wenn sie einen erhöhten rechn. CPC aufweisen. Fahre ich eine Abverkaufskampagne, muss ich vermehrt auf den rechn. CPC achten, um möglichst günstig Traffic auf die Landingpage zu bekommen.

Im nächsten Artikel kommen wir zu den erweiterten Tracking Kennzahlen des Cost per Order.

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