Tag Archiv für "Targeting"

Auch wenn wir mit 2012 in unseren Köpfen schon längst abgeschlossen haben, sind nun unsere Zahlen vom vorigen Jahr endlich offiziell und geben uns einen wirklich guten Grund zur Freude: Wir haben auch im letzten Jahr unseren Wachstumskurs fortgesetzt und sind sehr zufrieden mit unseren Fortschritten in der Online-Werbung.

Verantwortlich für die positive Geschäftsentwicklung sind vor allem unsere modernen und kundenindividuellen Targeting-Lösungen. So wurden 2012 bereits rund 50 Prozent der etwa 1.000 Kampagnen, die von uns geplant wurden, mit Targeting-Elementen ausgeliefert. Mit unserem agentureigenen Targeting System NE.R.O. (“Netto-Reichweite-Online”), werden aktuell mehr als 150 profilbasierte Targeting-Kampagnen parallel ausgesteuert – der Großteil davon mit einer dynamischen Kreation des Online-Werbemittels, das sich automatisch dem jeweiligen User-Profil anpasst. Nicht nur NE.R.O. sorgte für eine positive Bilanz, sondern auch unsere Neukunden, wie Betten-Rid, myToys oder SunnyCars. So verbuchten wir im vergangenen Jahr ein Gross Income von 6,7 Millionen Euro – ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2011 (5,6 Mio. Euro). Das Billingvolumen stieg im gleichen Zeitraum um 18 Prozent (2011: 22 Prozent) von 72 auf 85 Mio. Euro.

Was uns auch besonders freut ist, dass NE.R.O. mit dem Datenschutz-Siegel „Trusted Privacy“ ausgezeichnet worden ist. Das renommierte Gütesiegel der Firma ePrivacyseal, einem international anerkannten Anbieter für Online-Datenschutzlösungen, erhalten nur Produkte, die strenge datenschutzrechtliche Anforderungen „vorbildlich erfüllen“. Die Zertifizierung für mediascale erfolgte gemäß des besonders strengen deutschen Datenschutzrechts.

In diesem Sinne: auf ein spannendes und erfolgreiches 2013.

Hochwasser am Rio Grande! Oh nein, werden Sie sich jetzt an Rhein, Elbe, Spree oder Main sagen, das beeinträchtigt einen ja wirklich. Und dann noch diese furchtbare Hitze im australischen Outback und diese schmerzhaft eisige Kälte am Südpol, die nicht nur das Blut in den Adern sondern sogar die Luft gefrieren lässt, wie anno dazumal im Kartoffelkrieg.

Fühlen Sie sich betroffen? Ich vermute nicht. Und mir geht es genauso. Warum also diese Reihung von Belanglosigkeiten? Weil es zum einen zeigt, dass ohne richtiges Targeting eine Botschaft sinnlos verhallt.  Die antarktische Kälte mag für einen Pinguin von gesteigertem Interesse sein, aber nicht für Sie oder einen Wüstenfuchs. Zum anderen haben Sie mich ja auch gar nicht nach den Informationen gefragt und damit wird es nochmals schwieriger sich Gehör zu verschaffen. Genauso verhält es sich mit (Online-)Werbung. Sie kommt ungebeten zu einem nach Hause (oder wird zum Reisebegleiter in mobilen Gefilden), setzt sich an den Tisch und nimmt sich ein  Stück Kuchen meiner kostbaren Aufmerksamkeit. Wenn ich die Gästeliste aber schon nicht bestimmen kann, will ich wenigstens hoffen, dass die Gesprächsthemen ansprechend sind und mir nicht nur alte Kalauer und Geschichten vom Ponyhof des Schwippschwagers meines übernächsten Nachbarn serviert werden. Exakt darin besteht die Herausforderung moderner Onlinekommunikation und dieser begegnen wir im Idealfall mit vier Maßnahmen:

1. Das richtige Targeting!

2. Ein zutreffendes Umfeld! (ja auch daran kommen wir nicht vorbei und lassen Sie sich bitte nichts anderes erzählen!!!)

3. Das richtige Format!

4. Kreativität und die Fähigkeit, Themen inhaltlich so zu vermitteln, dass sie für den Konsument relevant werden!

Im Kern geht es bei der 4Q-Inititative, die indirekt u.a. auch aus unserem Hause kommt, um nichts anderes. Es handelt sich also durchaus um ehrbare Ziele, die selbstredend nichts mit Altruismus zu tun haben, sondern mit der Intention, das Medium Online zu stärken und zwar sowohl beim Kunden (Werbetreibenden) als auch beim Konsumenten.

Habe ich bis hier was von RTB erzählt? Nein, weil es mit dem bisherigen Inhalt nur mittelbar was zu tun hat. RTB ist in diesem Prozess ja lediglich eine Spielweise, die mit der taktischen Aufstellung einer Fußballmannschaft vergleichbar ist. Ich kann 4-2-3-1 spielen oder auch 4-1-4-1. Beides kann zum Erfolg führen, wenn das System zur Mannschaft passt. RTB ist somit kein ungebetener Besuch, sondern halt nur eine weitere Variante mit der bis dato nicht gespielt wurde. Dass der neue Gast manchmal schlechte Manieren hat und damit nicht nur die Gesellschaft, sondern eben auch die oben formulierten Maßnahmen auf eine Belastungsprobe stellt, ist unbestritten. Mein Kollege hat dies in dieser Woche ja bereits blumig umschrieben. Aber gute Gene helfen nichts, wenn die Erziehung und das Umfeld verdorben sind und dies beschreibt sehr treffend das Kernproblem. Ebendies wissen auch die Anbieter im RTB-Markt und fühlen sich deswegen vermutlich angegriffen. Mobilmachung und Kriegseintritt funktionieren natürlich nur mit einer gut geölten Propaganda und einer Presse, die bereitwillig einsteigt. Bad News are good news! Aber hier kommt die wirklich schlechte Nachricht für den vermeintlich Angegriffenen: Es gibt gar keine Kampfhandlung, keine Kriegserklärung oder kleinere Scharmützel. Somit erübrigen sich auch die don-quichotischen Sprachformeln. Nicht erübrigen wird sich indes die Kernforderung, die Qualitätssicherung ernsthaft und glaubhaft voranzutreiben, denn hier wäre der fehlgeleitete Elan deutlich angebrachter.

Und bevor ich gefragt werde: Es gibt auch keinen Angriff auf Mobile, Big Data, Customer Journey Tracking, Performance Marketing, HTML5, Tablets…

… dann gehts los: Die dmexco öffnet ihre Tore. Unter dem diesjährigen Motto „The Digital Transformation: Shaping Models – Creating Business“ trifft sich in Köln mal wieder die Crème de la Chrome des digitalen Business, wie Helge Schneider sagen würde. Eines der auch im sprachlichen Sinne wirklich großen Themen für 2012 wird „Big Data“ sein. Wie gehen Agenturen, Werbungtreibende und Vermarkter mit der täglich anfallenden Datenfülle um? Wem gehören die Daten? Wie werden sie beispielsweise für die Marketingplanung genutzt? Und was sind die Herausforderungen und Chancen?

In diesem Blog nehmen wir uns ja öfter solcher Themen an, Wolfgang Bscheid wird dies auch auf dem dmexco-Kongress tun. Am Mittwoch, 12. September, diskutiert er in der Debate Hall von 11:15 bis 11:45 Uhr auf dem Panel „AdTrading: A Business Model for the whole Industry?“ gemeinsam mit Sascha Jansen (Managing Director, Annalect Group Germany), Martin Lütgenau (Managing Director, Tomorrow Focus), Philip Missler (Managing Director, InteractiveMedia) und Ronald Paul (CEO, Quisma).

Am zweiten Messetag geht es dann konkret um die nächste Generation des Targetings und um eine Premiere. mediascale wird in der Speakers Corner zum ersten Mal öffentlich das Modell eines „Psychologischen Profiltargetings“ vorstellen – am Beispiel des 1er BMW. Beginn des Vortrags von Wolfgang Bscheid ist um 14 Uhr.

Erste Hinweise, was es mit dem psychologischen Profiltargeting auf sich hat, gibt Ihnen unsere neue Folge von „Bscheid gsagt“:

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

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