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… zumindest nicht in den USA. Obwohl ich hätte wetten können, dass die Umstellung der Standardsuchmaschine bei Firefox von Google auf Yahoo keine langfristigen Marktanteile für Yahoo einbringen würde, wurde ich tatsächlich eines Besseren belehrt. Aber seht selbst:

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Quelle: Searchengineland.com

Kurzer Rückblick für diejenigen, die es nicht ganz mitbekommen haben: Yahoo hat im November 2014 eine fünf Jahre lange abgeschlossen. Dabei hatte man sich darauf geeinigt, dass in dieser Zeit auf Firefox Yahoo statt Google als Standardsuchmaschine für Mobile und Desktop eingerichtet wird.

Und wie man auf der Abbildung oben erkennen kann, nahm der Marktanteil von Yahoo seit dem um 3%  zu und der von Google stattdessen ab. So eine große Veränderung der Marktanteile gab es schon sehr lange nicht mehr. Insbesondere nicht in diese Richtung. Seit es Google gibt, gab es nur eine Ausnahme: Und zwar als Yahoo und Bing sich zusammengeschlossen haben. Interessant dabei ist, dass es danach aussieht, als würde der Anteilsgewinn von Yahoo noch weiter ansteigt. Zwar nur sehr langsam, aber er steigt.

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Hier muss dazu gesagt werden, dass Yahoo bis November 2014 noch auf einem gleichbleibenden Wert von ca. 10% stand.

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In dieser Abbildung lässt sich erkennen, dass Yahoo von Dezember auf Januar einen Anstieg um 11% in den Suchanfragen erhalten hat, wohingegen Google um 1% zurückgeht.

Nun, da die Veränderungen ja noch nicht ganz abgeschlossen ist, fällt mein Fazit recht offen aus. Ich kenne die genauen Umsatzzahlen von Google in der US-Suche zwar nicht, aber ich weiß, dass Google insgesamt 60 Mrd. US-Dollar  in 2014 umgesetzt hat. Wenn Google also auch nur 1% abgibt, sprechen wir von 600 Mio. US-Dollar pro Jahr. Das würde natürlich nur für Google weltweit und für alle Einnahmen über alle Produkte entsprechen. Da die Suche ca. 70% ausmacht und die Vereinigten Staaten ca. 45% aller Einnahmen erwirtschaften, komme ich auf ein errechnetes Defizit von ca. 190 Mio. €. Das macht Google zwar natürlich locker wieder durch Anpassungen der Klickpreise wett, aber damit macht man sich auch nicht unbedingt beliebter.

Wir sind also nicht nur gespannt, ob Yahoo seinen Erfolg auch in Europa wiederholt, sondern auch ob Google sich das gefallen lässt. Mich persönlich würde es schon freuen, wenn wir hier in Deutschland von dieser Fast-Monopol-Stellung Googles in eine Wettbewerbssituation kämen. Ich wünsche es Google natürlich nicht, aber dem Geschäft…

…muss man selbst sehen, wie man ab 14. September 2010 seine Marke beim Suchmaschinengiganten Google  schützt. Denn schon im März 2010 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) beschlossen, dass der Technologieanbieter auch in Deutschland zukünftig nicht mehr verantwortlich für Markenrechtsverletzungen bzw Markenschutz ist.

Bis jetzt war es noch möglich und üblich, über einen „Trademark Complaint“ (Markenreklamation) sich als Unternehmen alle patentierten Markennamen über Google schützen zu lassen, so dass ausser dem Unternehmen und den von ihm genannten Ausnahmen keine anderen bezahlten Anzeigen bei den gesuchten Markenbegriffen automatisiert durch das Google-System erschienen.

Jetzt wird alles anders…

Es ist zwar gesetzlich immer noch so eine Sache, ob Marken in Anzeigentexten erscheinen dürfen – wohl eher nicht, jedoch seit 04.08. in US, Canada und Irland praktiziert – aber jeder darf jetzt jeglichen Markenbegriff bewerben und seine Anzeige auf Google und Partner schalten. Natürlich bringt es nicht jedem etwas über alle möglichen Markenbegriffe Traffic auf die eigene Seite zu bringen, mal ganz abgesehen von den Kosten die dadurch aufkommen würden, aber für Vergleichsseiten, Affiliates & Co. eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten.

Was ist also zu erwarten?

  • Die Kosten für die supergünstigen Klicks für Markenbegriffe werden extrem steigen.
  • User werden von Anzeigen verunsichert, die nicht dem Markeninhaber gehören.
  • Markeninhaber, die bisher gute Rankings im nichtbezahlten Bereich hatten, werden zwangsläufig Markenbegriffe einkaufen müssen, damit sie nicht allzu große Trafficverluste hinnehmen werden.
  • Unternehmen werden vermehrt Geld und Zeit in den Markenschutz investieren, um über Tools rauszufinden, ob es zu Markenrechtsverletzungen kommt und dementsprechend rechtliche Schritte einleiten.
  • Google verdient mehr Geld.
  • Anwälte verdienen mehr Geld.
  • Anbieter für Tools zum Markenmonitoring auf Suchmaschinen verdienen mehr Geld.

Was ist zu tun?

Meine Empfehlung ist es, auf keinen Fall Kurzschlussentscheidungen auf Tages-, Stunden- oder Minutenbasis zu treffen und entweder ständig Klickpreise hoch und runter zu schrauben, Kampagnen abzustellen, Keywords von Konkurrenten einzubuchen oder noch schlauere Maßnahmen anzugehen. Bei Google Sturm zu klingeln wird übrigens auch nix bringen. Besser ist es, Ruhe zu bewahren und abzuwarten, ob alle, die auf fremde Marken bieten langfristig dabei bleiben, da ja Klicks über Fremdmarken höchstwahrscheinlich nicht zu Conversions führen und nur Kosten verursachen. Das heisst, nach einiger Zeit werden viele sich wieder nur auf die eigene Marke besinnen und aufhören, fremde Marken einzubuchen. Die Kosten für „Fremdbucher“ werden dank des Quality Scores sowieso immer höher sein.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich mit Vertriebspartnern abzustimmen und somit aktiv dafür zu sorgen aus mehreren Kanälen Traffic für die eigene Marke zu erzielen und zwar ohne besondere Mehrkosten, aber dafür über mehrere Kanäle. Fast wie Double-Serving…

Nach Einführung des Quality Scores und dem Streichen des Best Practise Funding ist dies der nächste Schritt von Google, schnell viel Geld zu verdienen und einige Leute zu verärgern.


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