Tag Archiv für "Social Media"

5…4…3…2…1… und schon ist das Bild verschwunden. Es gibt noch einen Joker. Du kannst Dir das Ganze noch einmal ansehen, danach ist es dann aber wirklich weg. Und wer so schlau ist und denkt, mit einem Screenshot hat er das Bild gesichert – Todsünde! Zumindest ein ungeschriebenes Gesetz unter den Usern der App. Screenshots werden nicht gemacht, und wenn doch, wird der Absender direkt darüber informiert.

Bei wem es immer noch nicht klick gemacht hat, dem helfe ich gerne auf die Sprünge – es geht um Snapchat! Eine App, die seit 2011 sämtliche Smartphones und das Leben ihrer Besitzer revolutioniert. Die Idee dahinter: Snapchat ermöglicht es seinen Nutzern, Fotos, die für maximal 10 Sekunden sichtbar sind, an Freunde zu versenden. Um das Ganze noch interessanter zu machen, stellt Snapchat seinen Nutzern jeden Tag neue lustige Filter zur Verfügung, mit denen die Fotos kreativ aufgehübscht werden können. Zudem ist es möglich, kurze Videos zu verschicken, die nach einmaligem Ansehen ebenfalls wieder verschwinden. Simpel, aber erfolgreich: Snapchat verzeichnete im Dezember 2016 stolze 158 Millionen Nutzer und setzte dem Erfolg im März 2017 mit dem Börsengang die Krone auf.

Ein solcher Hype um eine App bleibt Werbetreibenden natürlich nicht verborgen, sodass der Schrei nach Werbemöglichkeiten und Productplacement auf Snapchat immer größer wurde – erfolgreich. Bis letztes Jahr war eine Buchung von Snapchat in Deutschland nur in Kombination mit UK möglich. Vor kurzem hat Snapchat final die Tore für Werbetreibende in Deutschland geöffnet, sodass es ab sofort möglich ist, allein Snapchat Deutschland zu belegen und zu buchen. Grund genug für uns, die Marketing Optionen in der App vorzustellen.

Sponsored Geofilters

Da sich bei Snapchat alles rund um Bilder und Filter dreht, ist eine der beliebten Werbemöglichkeiten der Sponsored Geofilter. Damit besteht die Möglichkeit, ein Bild mit einem Filter seiner Marke zu branden. Der Filter kann mit diversen Targetingkriterien gebucht werden, sodass beispielsweise mit Geotargeting und Datumangabe die Neueröffnung eines Stores beworben werden kann. Das Selfie wird gemacht, an sämtliche Freunde geschickt und schon verbreitet sich die spielerische Werbung wie ein Lauffeuer.

Snapchat Werbefilter von Starbucks und Michael Kors

 

Snap Ads

Da Fotos und Videos, die nur für wenige Sekunden sichtbar sind, auf Dauer langweilig werden, hat sich Snapchat im Laufe der Zeit etwas Neues einfallen lassen und sogenannte „Stories“ eingeführt. Diese sind dann für ganze 24h sichtbar. Angezeigt werden dem Nutzer die Stories in einem extra Newsfeed in der App. Der Snapchat Nutzer hat hier eine Übersicht aller Stories seiner Freunde und die Möglichkeit, diese innerhalb von 24 Stunden so oft er möchte anzusehen. Der User sieht sich dementsprechend mehrere Stories hintereinander an. Und natürlich besteht auch hier die Möglichkeit, geschickt Werbung zu platzieren. Vorstellen kann man sich das wie ein MidRoll: Man sieht sich nach und nach die Stories seiner Freunde an und zwischendurch kommt ein Werbevideo. Optimal ist es natürlich, wenn das Video so gut gemacht ist und so gut in den Content passt, dass dem Snapchat Nutzer gar nicht auffällt, dass es sich dabei um eine Werbeanzeige handelt. Das Video sollte daher kein klassisches Werbevideo sein, sondern im Snapchat Style, also kurz, selfmade und mit Filtern gestaltet werden. Für den Werbetreibenden besteht neben einem klassischen Video auch die Möglichkeit, eine Canvas Ad aus Fotos, Videos und Artikeln zu bauen. Diese kann der Nutzer dann durch Swipes nach unten nacheinander angezeigt bekommen. Zudem können Videos zum direkten Download einer App auffordern oder nach extern verlinken. Definitiv eine spannende Platzierungsmöglichkeit für eine Marke!

Bei Snapchat gilt: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Auffällige Filter bringen den Usern Spaß und überzeugen sie, den Content mit Freunden zu teilen. So bietet Snapchat eine spannende neue Werbeplattform, bei der Werbetreibende die Möglichkeit haben, die Marke spielerisch und gekonnt vor allem bei jüngeren Zielgruppen zu platzieren. Und da das noch lange nicht alles war, was bei Snapchat möglich ist, könnt Ihr Euch bereits auf Teil 2 freuen.

Werden wir nach Social Media Plattformen gefragt, so fangen wir meist recht schnell an aufzuführen: Facebook (aber auf jeden Fall), Instagram (sehr wichtig, für Fotos und so), auch gern Twitter (nicht so arg genutzt in Deutschland und doch oft zitiert) und dann irgendwann, da fällt uns auch Tumblr wieder ein. Dieses arme, vernachlässigte Stiefkind, das gern mal hinten herunterfällt und auch in der Werbeszene keine große Rolle spielt. Aber hat es diese Blogger-Plattform nicht verdient, auch einmal unter die Lupe genommen zu werden?

Soziale Spielwiese für Individualisten

Tumblr stellt sich als interessanter Hybrid aus Blogging-Tool und sozialem Netzwerk dar. Die Plattform versteht sich dabei als sogenannter Microblogging-Dienst, mit dem auch der Laie die Möglichkeit bekommt, sein erdachtes Gedankengut in die Welt zu tragen. Auch dem Individualisten bietet Tumblr eine deutlich größere kreative Spielwiese als Twitter. Ein Tumblr-Blog ist deshalb mit einem erstellten WordPress-Blog zu vergleichen, der durch die starke Vernetzung innerhalb der Tumblr-Community einen einfachen Start ermöglicht.

Ein wichtiges Feature von Tumblr ist die Re-Blogging-Funktion. Darüber können die User auch die Blogbeiträge von anderen Autoren in den eigenen Blog aufnehmen. Hierdurch wird auch die virale Verbreitung möglich, ähnlich wie bei Twitter und Facebook. Durch die Struktur des Mediums und dessen Fokus auf kurzweilige Inhalte, steht bei Tumblr die Präsentation kurzer Texte und visueller Inhalte im Vordergrund.

Big Player oder Nischennetz?

In Deutschland konnte Tumblr nicht richtig Fuß fassen und geht neben den großen Playern eher unter. Kaum jemand nutzt die Plattform als Informationsquelle, noch um eigene Inhalte zu veröffentlichen. International gesehen ist Tumblr aber durchaus eine Größe. Rund 306 Millionen Blogs gibt es auf Tumblr. Qualitativ mehr oder weniger wertvoll.

Die Übernahme von Yahoo im Jahr 2013 für rund 1,1 Milliarden US-Dollar stellt sich immer mehr als Flop heraus. Tumblr brachte nicht den erhofften Aufschwung für das Unternehmen. Die Plattform stieg nicht wie Phönix aus der Asche, sondern verschwand mehr und mehr in der Versenkung und so blieben auch die erhofften Werbeeinnahmen aus. In der Bilanz für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2016 musste Yahoo ein Nettoverlust von 440 Million US-Dollar verzeichnen.

Mit Werbung zum Wachstum

Das im Juli eingeführte neue Werbekonzept soll nun den Umschwung bringen. Dass bislang keine großen Werbeeinnahmen verzeichnet werden konnten, liegt in erster Linie am CEO David Karp. Als Gegner von klassischer Online-Werbung soll er die Vermarktung gebremst haben. Nun hat sich Tumblr entschieden, die Werbeeinnahmen mit den Bloggern zu teilen. Den Bloggern soll die Möglichkeit gegeben werden, selbst zu entscheiden, ob und welche Werbung im eigenen Blog erscheint. Die Anzeigen erscheinen sowohl in der Web-Version als auch mobil. Klickt ein Leser darauf, gibt’s Kohle. Eine Initiative, die dem Blog-Tool dringend nötige Einnahmen bescheren soll.

Wer sich für die neuen Einnahmemöglichkeiten interessiert, muss sich jedenfalls aktiv beim Programm registrieren, damit von da an der Rubel rollt. Es ist also nicht so, dass automatisch über die 300 Millionen Blogger ein Füllhorn ausgeschüttet wird. Für viele dürfte das auch nicht relevant sein – für einige aber schon, und das sind die wichtigen Blogger für Tumblr.

Für uns, die nun Werbung schalten wollen, mag diese neue Ausrichtung vermutlich keinen neuen Aufschwung in Deutschland bringen. Wir werden wohl den Trauermarsch anklingen lassen und Tumblr beerdigen müssen. Denn sehr sozial denkt Tumblr an seine Blogger und deren Einnahmen, aber nicht an die Eigenvermarktung und Bekanntheit. So steht auch weiterhin die Frage im Raum: Tumblr, wer? Und wer möchte schon Werbung da schalten, wo sie nicht gesehen wird?

 

Wenn man „Social Media“ heutzutage hört, denkt man sofort an Facebook, nicht wahr?! Doch die Welt des Social Media ist so viel größer.

Aber was ist „Social Media“ überhaupt?

Social Media ist eine Großzahl digitaler Medien, Anwendungen und Technologien im Web. Es grenzt sich klar von traditionellen Massenmedien, wie z.B. Print, Funk und Fernsehen, ab. Das Besondere: Der User kann selber aktiv an der Gestaltung und Verbreitung von Nachrichten und Inhalten teilnehmen. Er hat die Möglichkeit, Fotos Videos aber auch Erfahrungsberichte oder Meinungen zu publizieren.

Im Web 1.0, den Anfängen des Internets, ging es lediglich darum, dem User möglichst viele Informationen möglichst schnell zur Verfügung zu stellen. Das Internet wurde in dieser Zeit wie eine Art Einbahnstraße genutzt. Doch Mitte der 1990er Jahre kam der Umbruch zum Web 2.0, in dem es auch um einen interaktiven Austausch der User und somit plötzlich um Dialoge und nicht mehr um Monologe ging.

Innerhalb weniger Jahre tauchen immer mehr Social Media Kanäle auf. Angefangen vom Messenger ICQ über Blogs bis hin zu Social Networks und Sharing-Plattformen wie z.B. Twitter und Snapchat.

Im Jahr 2014 nutzten ca. 68% aller Internetnutzer auch soziale Medien. Dabei wird nicht ausschließlich ein Social Media Kanal genutzt. Immer mehr User nutzen zwei oder mehr Kanäle.

Die größten Social Media Kanäle in Deutschland stellen Facebook mit ca. 28 Millionen, Instagram mit 4,2 Millionen und YouTube mit knapp 4 Millionen Usern in Deutschland dar. Die verschiedenen Kanäle haben sich inzwischen so weit entwickelt, dass sie Stars, Unternehmer und Meinungsbildner, sogenannte Influencer, hervorbringen.

Aufgrund der höheren Markttransparenz durch das Internet und dem bestehenden Käufermarkt war die Entwicklung hin zum Web 2.0  für Unternehmen sehr wichtig. So kann sich deren Kommunikation an den jeweiligen User oder die Zielgruppe individuell anpassen und es wird mit dem Konsumenten direkt kommuniziert bzw. interagiert. Dies führt zu einer authentischen Wahrnehmung der Kommunikation und im Idealfall zu einer höheren Credibility der Marken.

Social Media wird heute ganz selbstverständlich zu Marketingzwecken und zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Dabei steht eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung: Von einer Facebookseite des Unternehmens oder eines einzelnen Produktes, bis hin zu einem „Channel“ der Unternehmen auf YouTube ist mittlerweile alles möglich.  Auf immer mehr Social Media Kanälen lässt sich Marketing betreiben – neu hinzugekommen sind z.B. Instagram und Snapchat.

Die Nutzung von Social Media zu Werbezwecken ist günstiger, spitze Zielgruppen können leichter erreicht und es kann schneller auf aktuelle Ereignisse reagiert werden als bei anderen Massenmedien wie TV und Print. Diese Faktoren machen Social Media zu einem attraktiven und beliebten Element des Online Marketings.

Ein gutes Beispiel hierfür stellt die Autovermietung Sixt dar: Über ihren Facebook-Account reagiert das Unternehmen blitzschnell auf tagesaktuelle Nachrichten, wie hier auf den Rücktritt des Sängers Andreas Kümmert vom Eurovision Song Contest 2015.

Quelle: facebook.com/sixt.autovermietung
Quelle: facebook.com/sixt.autovermietung

Um der Parallelnutzung der User mehrerer Social Media Kanäle gerecht zu werden, verfolgt Sixt über den eigenen Twitter Kanal eine ähnliche Strategie. Über Tweets werden Angebote passend auf aktuelle Nachrichten verbreitet. Dabei werden die unterschiedlichen Kanäle über ähnliche Sprache und Bilder optimal miteinander verknüpft.

Nicht vergessen sollte man aber, dass sich die User neben Informationen auch einen Unterhaltungswert im Social Web erwarten. Nur ein Twitter, Facebook oder Instagram Account zu haben, verspricht keine erfolgreiche Präsenz in den sozialen Medien. Postet ein Unternehmen nur unregelmäßig, wird dem User schnell langweilig. Wenn Posts nur mit langen Abständen erfolgen und keine Form von Insides oder Witz enthalten, dann ebenfalls. Die Anforderungen, die User an eine Marke stellen, sind unter Umständen sehr hoch. Entsprechend der Aufwand in der Umsetzung auf Seiten eines Unternehmens.

Neben den Ansprüchen der User bringt der Einsatz von Social Media auch Nachteile mit sich, insbesondere die Kontrollierbarkeit der Reaktionen auf Inhalte. Diesem Nachteil kann ein Vorteil überwiegen: User können selbst entschieden, ob Sie sich mit gebotenen Inhalten intensiver auseinander setzen. Zu Reaktanzen kommt es damit weitaus weniger und die Werbewirkung steigt.

Keine Frage: das neue Social Media, als Dialog Marketing verstanden, sollte für jedes Unternehmen eine wichtige Rolle in ihrer Kommunikation spielen. Vor der Entscheidung einen Social Media Kanal zur Kommunikation einzusetzen, sollte jedoch immer eine kritische Prüfung stehen: Kann dem User durch den Auftritt ein Mehrwert geschaffen werden? Sind die Kapazitäten im Unternehmen für eine konstante Pflege ausreichend?

Kann man solch wichtige Fragen mit „ja“ beantworten, steht einem erfolgreichen Dialog mit (potentiellen) Kunden nichts im Weg.

 

Influencer Marketing ist in Zeiten sozialer Medien ein wichtiger Bestandteil des digitalen Marketings geworden. Hierunter versteht man eine Form des Marketings, bei dem Schlüsselpersonen im Markt identifiziert werden, die Einfluss auf potenzielle Käufer haben, und zielgerichtete Marketingaktivitäten rund um diese Meinungsmacher eingesetzt werden.

Kurzgefasst bedeutet dies, dass Firmen relevante und für sie wichtige Personen im Markt mit einer hohen Onlinepräsenz ausfindig machen und diese dann gezielt als Werbeträger einsetzen. Wichtig dabei ist, dass diese Personen Einflussnehmer auf die gewünschte Zielgruppe sind.

Neben den traditionellen etablierten Medien sind Blogs nicht mehr wegzudenken. Professionelle Blogger sind extrem gut vernetzt, strahlen Glaub- und Vertrauenswürdigkeit aus und konnten in ihrer Zielgruppe über die Jahre eine sehr hohe Reichweite erzielen. Viele Follower lassen sich nicht mehr über konventionelle Marketingmaßnahmen erreichen, daher können Influencer einen sehr wichtigen Bestandteil in der Kommunikationsstrategie ausmachen.

Zusätzlich haben Plattformen wie Instagram und YouTube den Aufstieg von Influencern verstärkt. Durch das Wachstum von sozialen Netzwerken werden Fangemeinden in Bereichen wie Fashion, Beauty und Food immer größer. Ein Beispiel hierfür ist Michelle Phan. Angefangen mit simplen Make-Up Vorführungen und Tutorials auf YouTube, konnte sie mittlerweile schon nahezu 8 Millionen Follower generieren. Noch viel wichtiger ist aber die Marke, die sie um ihre Person aufbaute: Marken wie Lancôme und L’Oreal gehören zu den Unternehmen, die auf die geborene Amerikanerin mit vietnamesischen Wurzeln aufmerksam geworden sind. 2013 führte L’Oreal sogar eine neue Kosmetik Linie „em“ von Michelle Phan auf dem Markt ein.

Unten stehende Grafik gibt einen Überblick über ein Paar der Top Influencer in den USA und UK:

Prototypical Influencers:

Quelle: forbes.com
Quelle: forbes.com

Influencer Marketing dient Firmen nicht nur dazu, Reichweite zu generieren, sondern auch spezielle Zielgruppen zu erreichen. Gerade bei Nischenprodukten kann es sich lohnen, in diesen Nischen nach passenden Influencern zu suchen. Ein Beispiel hierfür ist die Techniker Krankenkasse, die unter dem Hashtag #wireinander gezielt YouTuber mit persönlichen Krankheitsgeschichten auswählte, die in Kurzfilmen darüber berichteten.

In einer Welt, in der Inhalte für die Masse produziert werden, wird es für Marken immer schwieriger aus der Menge hervorzustechen, um die erhoffte Aufmerksamkeit innerhalb ihrer Zielgruppe zu erlangen. Deshalb wird es immer wichtiger, Influencer für sich zu gewinnen. Denn wenn Marken ihre Marketingaktivitäten gezielt um Influencer orientieren, können Kunden langfristig für sich gewonnen und gehalten werden.

Über die Umsetzung von Influencer Marketing in Unternehmen und Dinge, die dabei beachtet werden sollten, wird in einem späteren Artikel berichtet.

So oder ähnlich äußerte ich mich vor einigen Monaten in einem unbedachten Moment in unserem  wöchentlichen Agenturmeeting und erlebte Sekunden später einen Real-Life Shitstorm. Die Belegschaft (vornehmlich die Damenwelt) widersprach energisch und lieferte dann auch schnell Aufklärungsunterricht, warum sie die Plattform nutzen („ist so ein Bilderbuch für Erwachsene“), warum sie es bevorzugt mobil nutzen („gibt es da auch eine Desktop-Version von???“) und was der Unterschied zu Pinterest (Pinterest = Inspiration zu Rezepten sowie Accessoire- und Deko-Tipps eher auf stationären Rechnern) ist. Ich konnte den Reiz aus Usersicht dann zwar immer noch nicht verstehen, aber Köder müssen ja auch nicht dem Angler schmecken. Relevanz scheint jedenfalls vorhanden zu sein.

Nun war die Stichprobe selbstredend statistisch verzerrt, da die befragten Kollegen überproportional weiblich, gebildet und anmutig sind, aber irgendwo müssen ja Entwicklungen beginnen und als Zielgruppe sind die Damen für viele Werbekunden allemal sehr interessant. Laut einigen Zahlen, die herumgeistern, sollen sich eigentlich auch etwas mehr Männer als Frauen auf Instagram tummeln (im deutlichen Gegensatz zu Pinterest).

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier bei LEAD digital.

 

Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, E-Mail, Telefonnummer…haben wir etwas vergessen? Dies sind zumindest die Standard-Daten, die man inzwischen überall bei einer Anmeldung angibt, die das Internet nutzt – egal ob bei Facebook, WhatsApp, Xing, Online Shopping, Bejeweled (extra mega pro), etc.

In den letzten Monaten sind immer mehr Berichte aufgetaucht, wie bestimmte Online Portale mit unseren Daten umgehen, was alles um irgendwelche Ecken eigentlich ganz öffentlich zugänglich ist und wie man sich doch bei der Datenvermittlung am besten schützen kann.

Interessant ist die Interpretation der Gesellschaft von politischen Daten und Werbedaten. Wenn der Staat unsere Daten nutzt um ungefragt auf persönliche Computer zuzugreifen, ist der nationale Aufschrei noch relativ harmlos. Werden persönliche Daten (anonym) zur Planung von intelligenterer Werbung genutzt, gehen die Online-User auf die Barrikaden.

In der heutigen Folge von Bscheid gsagt diskutiert mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid datengestützte Medienplanung und was genau die Datenvermittlung für die Kommunikation in der Werbungtreibenen Industrie bedeutet.

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

Facebook ist derzeit wieder in aller Munde: Die Übernahme von WhatsApp und der damit verbundene Hype um alternative Messenger-Dienste geht momentan groß durch die Medien.

Es wird einem also mal wieder bewusst, welch tragende Rolle Facebook in unserem Nutzerverhalten im WWW eingenommen hat, zumal das Thema Datenschutz immer wieder aufkommt und für kontroverse Diskussionen sorgt. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass einem zunächst Facebook in den Sinn kommt, wenn man über Social Media spricht.

Social Media ist aber weit mehr als Facebook: Hierunter versteht man sämtliche digitale Medien, über die sich Nutzer interaktiv vernetzen und austauschen können. Neben der Kommunikation in sozialen Netzwerken spielt dabei auch der User Generated Content (UGC) eine tragende Rolle: Website-Inhalte werden im Web 2.0 nicht mehr nur durch Sitebetreiber bereitgestellt, sondern auch durch die User selbst generiert. Dies kann in Form von (Blog)-Beiträgen geschehen, aber auch Foto- und Video-Uploads, Produkt-Rezensionen etc. gehören dazu.

Glossar_Social_Media
Quelle: mediascale

Allgemein kann Social Media in unterschiedliche Kategorien unterteilt werden, wobei eine klare Abgrenzung nicht möglich ist, da die Übergänge meist fließend sind:

Soziale Netzwerke

Ein soziales Netzwerk zeichnet sich dadurch aus, dass jedes Mitglied über ein persönliches Profil verfügt und sich mit anderen Usern vernetzen kann und damit eine Gemeinschaft bildet. Meist steht eine Chat- oder Nachrichtenfunktion zur Verfügung, zudem besteht die Möglichkeit, über das eigene Profil eine Vielzahl an Informationen mit anderen Usern zu teilen.

Das größte soziale Netzwerk ist ohne Zweifel Facebook, aber auch StayFriends, Google+, Wer-kennt-wen, XING oder Twitter erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit, auch wenn sie im Vergleich zu Facebook deutlich weniger genutzt werden.

Blogs, Mikroblogs und Foren

Wie bereits letzte Woche in unserem Blog zu lesen war, handelt es sich bei einem Blog um eine Art Tagebuch, welches auf einer Website veröffentlicht und ständig aktualisiert wird. Mikroblogs hingegen zeichnen sich durch das Posten sehr kurzer und meist brandaktueller Nachrichten aus, wie etwa bei Twitter. Aber auch in anderen sozialen Netzwerken können Mikroblogs in Form von Statusmeldungen veröffentlicht werden, z.B. bei Facebook oder XING. In Foren werden die Beiträge meist thematisch gegliedert, sodass ältere Beiträge aufgrund der besseren Struktur leicht gefunden werden können.

Content Communities

Content Communities sind ähnlich aufgebaut wie soziale Netzwerke, allerdings stehen die geteilten Inhalte im Vordergrund: In Videoportalen wie YouTube oder MyVideo können Videos nicht nur angeschaut, sondern auch selbst hochgeladen werden. Bilder werden auf Plattformen wie Pinterest oder Flickr geteilt, für Audiodateien eignen sich Webseiten wie Soundcloud.

Kollektivprojekte

Bei Kollektivprojekten werden unterschiedlichste Inhalte von mehreren Personen gemeinschaftlich erarbeitet und ständig aktualisiert bzw. ergänzt. Dabei kann es sich entweder um registrierte Nutzer, aber auch um anonyme Teilnehmer handeln. Das beste Beispiel ist hier wohl Wikipedia, aber auch jegliche Open Source Projekte gehören dazu.

Verbraucherportale

Das Web 2.0 bietet Verbrauchern die Möglichkeit, erworbene Produkte oder Dienstleistungen in unterschiedlichen Portalen zu bewerten und Rezensionen zu schreiben, wie etwa bei Yelp oder Plazaa. Für Unternehmen bringt dies Vor- und Nachteile mit sich: Einerseits können diese besser auf Kundenwünsche eingehen, andererseits birgt negatives Feedback die Gefahr, potenzielle Kunden zu verlieren.

Für Unternehmen ist Social Media also ein zunehmend wichtiger Bestandteil im Marketing-Mix. Unternehmensprofile können auf Facebook, XING und Co. zwar ohne allzu großen Aufwand eingerichtet werden, allerdings ist es damit nicht getan: Profile sollten regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden, um die User bei Laune zu halten und die Kundenbindung zu stärken. Auch dürfen virale Effekte nicht vernachlässigt werden, die nicht immer positiv verlaufen, sondern insbesondere bei missglückten Werbebotschaften oder sonstigen kontroversen Themen zu Lasten der Reputation eines Unternehmens gehen und schlimmstenfalls in einem Shitstorm enden. In solch einem Fall ist es essentiell, ein funktionierendes Krisenmanagement zur Hand zu haben.

Schon im Juli und September meldete der Budesververband Digitale Wirtschaft (BVDW), dass Unternehmen in der digitalen Welt händeringend nach Fachpersonal und Berufseinsteigern suchen. Der exponentiell wachsende online Arbeitsmarkt bietet Studenten sowie Berufserfahrenen eine riesige Spielwiese zum austoben. Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer von mediascale, erklärt die berufliche Expertenschleife die sich seit 20 Jahren immer wieder neu bewährt. Von Generalisten in der Internetbrachne zu Spezialisten in den Teildisziplinen wie Social Media und Mobile Communication, bis hin zum professionellen Angelrutenhalter ist für Jobsuchende im Cyberspace heutzutage alles dabei. Hier ein paar Tipps wie man zielstrebig und erfolgreich in dem digitalen Arbeitsmakt aufsteigen kann:

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

Social Media hat Einzug gehalten in den Marketing-Mix vieler Unternehmen. Damit verbunden sind nicht nur steigende Budget-Investments, sondern auch die Forderung nach Kennzahlen und messbaren Leistungsversprechen an den neuen Kanal. So finden sich nun verstärkt konkrete Zielvorgaben in der Werbewirkungskontrolle, den Marketing-Benchmarks und Balanced Scorecards der Werbetreibenden. Harte Abverkaufszahlen (ROI) können und werden sowohl heute wie auch in naher Zukunft keine Zielgröße sein, denn die Wirkung von Social Media auf den direkten Abverkauf ist für die meisten Branchen marginal. Das zumindest zeigen bisherige Werbewirkungsstudien sowie eigene Erfahrungen aus Customer Journey-Projekten.

Häufig geht es aber auch nur darum, schlichtweg mehr Fans als der Wettbewerber zu haben. Über 60 Prozent der Werbetreibenden bemessen den Erfolg von Social Media primär auf quantitativer Basis (Fans, Likes, …). Ketzerisch ausgedrückt heißt das: „Wenn ich schon nicht mehr Marktanteile als der Wettbewerber habe, dann will ich wenigstens vom Markt mehr geliebt werden.“ Das nennt sich die „Sieger der Herzen“ Strategie – man kennt das vom Fußball. Für mich als Bayern-Fan ist das natürlich in keiner Weise nachvollziehbar. Qualitative Ziele und Erfolgsfaktoren wie Interaktionsraten werden dem untergeordnet oder bleiben oftmals gänzlich auf der Strecke. Dies ist ein fataler Fehler, da auch Facebook u.a. mit dem EdgeRank einen eigenen Qualitätsfaktor pflegt, welcher massiven Einfluss auf die Sichtbarkeit meiner Posts hat.

Der häufigste Fehler: Die Ziele zu kurzfristig zu hoch stecken

Marketingverantwortliche stehen im Alltag aber vor der Herausforderung, kurzfristig extrem hochgesteckte Ziele zu erfüllen: „Wir benötigen bis Ende des Jahres mindestens 40.000 Fans“ oder „Unser Werbespot auf YouTube benötigt mindestens 100.000 Hits“ uvm.. Abgesehen von einigen wenigen Werbetreibenden mit einer ausreichend hohen Strahlkraft der Marke, überquellenden Kriegskassen und groß angelegten Kampagnen, die über den Einsatz von Massenmedien Fanzuwächse erzielen, bleiben der Mehrzahl der Markteilnehmer nur wenige Möglichkeiten, um die oft zu hoch gesteckten Ziele zu erreichen. Dem User einen wirklichen Mehrwert inklusive Marken- oder Produktbezug zu bieten, scheint für viele Beteiligte offenkundig zu mühsam zu sein. Und so wird das Gros der Zuwächse von Fans, Likes oder Followern über relativ einfallslose Gewinnspiel-Kampagnen generiert. Die Anzahl der Gewinnspiele auf den Plattformen steigt dabei stetig, und die darüber generierten Zuwächse sind tendenziell eher rückläufig.

Um die eigenen Kosten zu deckeln, wird der Druck der Zielerreichung outgesourct und Social Media-Dienstleister nun immer öfter mit Provisionskomponenten für erreichte Fanzahlen oder Follower vergütet.  Dies wiederum macht Manipulation, krumme Zahlenspiele und sogar Betrug nicht nur interessant, sondern sogar zu einem Geschäftskonzept. Während solche Mätzchen bei der Suchmaschinen- und Display-Werbung weitestgehend ausgemerzt wurden, tauchen alte, vergessen geglaubte Muster hier wieder auf. Vor allem auf Videoportalen ist der technische Betrug zur Methode geworden.

Videoportale: Wie der technische Betrug zur Methode wird

Über kleine Programme in Form von Browser-Add-ons wird mit gefakten Facebook-/YouTube/Twitter-Profilen automatisiert geliked, Videos abgerufen, gefollowed etc. Hierfür bekommt der Account Credits gutgeschrieben, die wiederum gegen Fans, Views und Follower auf einem Profil frei nach Gusto getauscht werden können.

In dunkleren Ecken des Webs finden sich dutzende kostenlose Tools wie „Hitfaker“. Gegen Cash erhält man hier sogar Fullservice mit regelmäßigen Updates der Proxylisten und des Programms selbst, welches das Verhalten von Usern möglichst natürlich emuliert, so dass die Videoportale nicht in der Lage sind, die Manipulation zu erkennen.

Diverse Angebote finden sich überall im Netz, natürlich auch auf Ebay. Hier werden zurzeit z.B. 1000 deutsche Facebook-Likes mit 65,50 € gehandelt.

Dass es sich dabei lediglich um die Spitze des Eisberges handelt, kann sich wohl jeder denken. Im Deepweb werden Fans, Likes, Follower und Videoaufrufe noch in ganz anderen Größenordnungen gehandelt. Gegen Aufpreis können auch Interaktionen zugebucht werden. Die Anbieter benötigen hierfür lediglich eine Liste mit gewünschten Kommentaren oder Aktionen.

Fazit: Vielen Werbetreibenden mangelt es noch immer an einer strategischen Ausrichtung des Kanals, und so führen rein quantitative Zielgrößen mitunter zu fehlgeleitetem Aktionismus. Die auf diese Weise neugewonnenen Fans und vermeintlichen Zugewinne sind oftmals gänzlich wertlos oder um es mit den Worten von Josephine Baker zu formulieren: „Mit Geld kann man sich viele Freunde kaufen, aber selten ist einer seinen Preis wert.“

 

 

„Social Advertising ist auf Facebook viel effizienter als Social Media.“ Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer von mediascale, sieht das größte soziale Netzwerk der Welt in seinem Videoblog durchaus kritisch. Viele Marken böten auf Facebook ein „trostloses Bild verwaister Ruinen“, mit Interaktionsquoten „unter 0,0-irgendwas Prozent“ und ernüchternden Erfahrungen mit Social Commerce. Auf der anderen Seite sei Facebook ein Paradebeispiel dafür, wie punktgenau man Kampagnen mit intelligentem Targeting steuern kann. Social Advertising funktioniert. Und das dürfte für den bevorstehenden Börsengang das wichtigste Argument sein.

Alle bisherigen Folgen gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

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