Tag Archiv für "Facebook Ad"

Täglich grüßt bekanntlich das Murmeltier, aber Facebook macht ihm hier sicher Konkurrenz. Sowohl für die rund 31 Mio. Nutzer aller Altersklassen in Deutschland als auch für die Werbetreibenden lässt sich das soziale Netzwerk gefühlt täglich etwas Neues einfallen.

Und das scheint sich zu lohnen: Ungefähr 20 Minuten täglich verbringen die User damit den Newsfeed auf und ab zu scrollen. Damit das nicht langweilig wird, gibt es immer wieder spannende Updates.

Um im Formatdschungel auf Facebook nicht den Durchblick zu verlieren, habe ich einen kleinen Überblick über die Neuerungen der letzten Monate zusammengestellt. Alle vorgestellten, neuen Formate sind auch für Deutschland buchbar.

Facebook Stories in der Desktop-Version

Seit Sommer 2016 gibt es die beliebten Instagram Stories, die seit März 2017 mit einem „Sponsored Story Ad“ werblich belegbar sind. Facebook Stories gibt es ebenfalls seit Anfang 2017. Seit August 2017 laufen die Stories nun auch in der Desktop Version auf Facebook.

Collection Ads

Bei diesem Format sollten seit dem Sommer 2017 vor allem Kunden im Bereich E-Commerce hellhörig werden, die den Trend des mobilen Online-Shoppings nutzen wollen. Die Facebook Collection Ads geben dem User die Möglichkeit, auf mobilen Endgeräten, nach dem Klick auf das Werbemittel, die gesamte Produktpalette eines Kunden zu durchstöbern und direkt zu kaufen. Hierbei genießt der User den großen Vorteil, dass er keine langen Ladezeiten mehr aussitzen muss, weil der vom Kunden angelegte Produktkatalog in Form einer Microsite direkt bei Facebook gehostet wird.

Die Ad im Newsfeed zeigt ein großes Bild oder Video und bereits vier Produkte aus dem Sortiment. Klickt der Nutzer sich in die Collection Ad, so werden ihm weitere Produkte und Informationen angezeigt, ohne dass er die Facebook App verlässt.

https://www.adsventure.de/facebook-collection-ads/

 

 

Sponsored Messages

Die Möglichkeit, den Facebook Messenger als Verlinkungsziel für seine Anzeigen zu nutzen, gibt es schon etwas länger. Mit 1,2 Milliarden Usern weltweit bietet sich hier eine nennenswerte Reichweite für den Werbetreibenden. Im November 2017 wurde der Facebook Messenger noch weiter für Werbung geöffnet. Durch „Sponsored Messages“ können Unternehmen den Nutzern Direktnachrichten im Posteingang zustellen. Anfangs konnte eine solche Nachricht aber nur einmal pro Tag und nur, wenn der User schon einmal mit dem Unternehmen über den Messenger in Kontakt war, verschickt werden. Mittlerweile kann Facebook die Ad auch auf eine Costum Audience der Nutzer ausspielen, die mit der jeweiligen Seite interagiert haben.

Aber warum sollen Werbetreibende jetzt auch noch Werbung im Messenger schalten? Dazu ein paar Fakten, die für sich sprechen:

  • 2 Milliarden Nachrichten pro Monat werden zwischen Menschen und Unternehmen verschickt
  • 53% kaufen lieber bei Unternehmen, mit denen sie direkt Nachrichten austauschen können
  • 56% der Menschen möchten lieber mit einem Kundenservice schreiben anstatt zu telefonieren
http://www.thomashutter.com/index.php/2017/11/facebook-erweitertes-sponsored-messages-rollout/

Der ständige Ausbau der Werbeplätze auf Facebook wird wohl nie ein Ende haben und das ist auch gut so. So bleibt das Social Media-Umfeld für die Werbetreibenden und auch für die User weiterhin spannend.

Fast genau ein Jahr ist es nun her, dass ich meinen ersten Beitrag über Facebook in unserem mediascale-Blog zum Besten geben konnte. Fast genau vor einem Jahr feierte Facebook auch seinen 10. Geburtstag. Und wenn man nun im Kopf einmal überschlägt – tadaa! – feiert Facebook nun schon seinen 11. Geburtstag! Wir möchten an dieser Stelle einmal herzlich gratulieren – zu 11 Jahren erfolgreichem Social Media, über 1,3 Milliarden Nutzern weltweit und 25 Millionen aktiven Usern in Deutschland. Tendenz weiterhin steigend.

Facebook stellte diesen Geburtstag ganz unter das Zeichen von Freundschaften und postete dazu auch ein Video auf seiner – na, raten Sie mal! Ja genau – offiziellen Facebook-Seite:

Facebook „For All That Friends Do“ from Antfood on Vimeo.

Aber nicht nur die Freundschaften, auch das Werbegeschäft soll und wird bei Facebook munter weiterrollen, weshalb die nächsten Infos für Werbetreibende und solche, die es noch werden wollen, sicherlich interessant sein können.

1. Multiproduct Ads

Dieses Anzeigenformat konnte bereits seit Mitte letzten Jahres über Drittanbieter gebucht werden. Nun ist es Werbetreibenden ab sofort möglich, diese Ads nach einer Freischaltung des jeweiligen Kontos über die Facebook Anzeigen-Tools selbst einzustellen.

Bislang waren die Anzeigen mit drei verschiedenen Produkten, de facto drei unterschiedlichen Bildern, bespielbar. Zum Ende des letzten Jahres gab es aber schon das erste Update: Insgesamt können nun bis zu fünf Produkte gleichzeitig beworben werden. Die verschiedenen Bilder werden direkt nebeneinander platziert, bei einer mobilen Aussteuerung sind diese als Slider dargestellt. Auf diese Weise haben Unternehmen die Möglichkeit, fünf unterschiedliche Produkte gleichzeitig in einer Ad zu bewerben, wobei jedes Bild eine eigene Beschreibung und einen eigenen Link erhalten kann.

Quelle: www.adweek.com
Quelle: www.adweek.com

2. Video Ads

Es gibt kein Entkommen mehr: Das Video Ad ist und bleibt derzeit Facebooks populärstes Anzeigenformat. Ein Dauerbrenner, der sich mit Präsenz und Performance schlägt. Ein Blick in den persönlichen Newsfeed zeigt: Videos, Videos und noch mehr Videos.

Und wer noch nicht genug davon hat, kann sich hier noch ein paar Tipps und Infos abholen:

  • Ca. 60% der User verwenden die Autoplay-Funktion (über WiFi- oder Breitbandinternetverbindung verfügbar). Das bedeutet: Beim Scrollen durch den Newsfeed läuft das Video automatisch los, der Ton bleibt dabei aber aus. Klickt der User auf das Video, springt auch der Sound an. Das hat zur Folge, dass die ersten Sekunden eines Videos für die Aufmerksamkeit beim Nutzer entscheidend sind. Deshalb: keine Standbilder, kein Vorspann, ggf. Untertitel, da Ton nur userinitiiert startet und Videos nach Möglichkeit relativ kurz halten, um User beim Thema zu halten. Dies sind zusammengefasst die wichtigsten Tipps, die man in verschiedenen Foren von und über Facebook zum Thema Video Ads immer wieder lesen kann.
  • Was überhaupt ist aber ein View? Auch das sollte einmal geklärt werden.
    Ein View wird bei Facebook ab der dritten Sekunde gezählt. Alles vor drei Sekunden wird nur als Impression angezeigt. Bei Autoplay-Funktion wird der View ebenfalls erst ab der dritten Sekunde gerechnet, aber auch nur dann, wenn das Video zu 50% und mehr im sichtbaren Bereich des Screens liegt.
    Das lässt uns wieder auf den ersten Punkt zurückkommen: Die ersten Sekunden eines Videos sind entscheidend, ob der User dabei bleibt, oder nicht.
  • Und zu guter Letzt: Wie schon erwähnt, ist die Länge eines Videos ein wichtiges Kriterium. Spannende Inhalte können natürlich in ein längeres Video gepackt werden, viele Tests haben aber gezeigt, dass eine Länge bis zu 30 Sekunden eine gute Richtlinie für eine erfolgreiche Videokampagne ist.

3. Ad Relevance Score

Seit ein paar Tagen ist noch eine Neuerung auf Facebook verfügbar, die bislang aber nicht auf allen Konten freigeschaltet ist: der Ad Relevance Score. Dieser misst, wie der Name schon verrät, die Relevanz einer Anzeige und kann damit Werbetreibenden helfen, Ads besser einzuschätzen. Der Ad Relevance Score wird auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (perfekt) dargestellt.

Sobald eine Anzeige 500 Mal ausgeliefert wurde, wird die Messung angeworfen und liefert relevante Ergebnisse für die Bewertung der Anzeigenschaltungen.

Danke Facebook für diese hilfreiche Neueinführung! :)

4. Facebook Atlas

Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass Facebook ein neues Werbe-Netzwerk namens Atlas von Microsoft übernommen hat.

Dieser Ad-Server ermöglicht es, User auch außerhalb von Facebook weiter zu verfolgen, selbst wenn sie nicht mehr auf Facebook unterwegs sind. Der immense Datensatz, den Facebook über alle registrierten Nutzer abspeichert, macht das Ganze natürlich erst möglich: Unternehmen können somit klar definierte Zielgruppen über Facebook filtern und mit zielgerichteter Werbung ansprechen – ob auf Facebook selbst oder auf Seiten und Apps Dritter. Während beispielsweise Google eine solche zielgruppengerichtete Werbung bislang nur über Cookies lösen kann, nutzt Facebook dazu die Account-Daten der User, die auch die Identifikation über alle Devices hinweg möglich macht. Neben dem Login-Feature gibt es im mobilen Bereich noch eine weitere Möglichkeit, Nutzer zu erkennen:

Zusätzlich soll der Dienst aber auch in der Lage sein, Personen anhand der Facebook-SDK für Apps und über Mobile-Indentifiers wie Apples Identifier for Advertising (IDFA) und der Advertising-ID von Android zu erkennen. Daher kann Atlas auch zielgerichtete Werbung in Apps schalten, die nicht über einen Facebook-Login verfügenZitat: t3n

Dieses neue Facebook Werbe-Tool ist natürlich für viele Marketer spannend. Bleibt die Frage: Wie kann ich Facebook Atlas für mein Unternehmen nutzen und mir Zugriff verschaffen?

Eine Antwort liefert allfacebook.de in einem Interview mit Thomas Thaler (Informatiker, Unternehmensberater und Bilanzexperte):

Du fragst nicht, wie man in den Fight Club kommt. Du wirst gefragt, ob du in den Fight Club kommst. *haha* Im Fachchinesisch klingt das dann so: ‘Atlas is currently accepting new customers on an invitation-only basis’Zitat: allfacebook.de 

Die kürzlich eingeführten, veränderten Nutzungsbedingungen auf Facebook sind noch ein weiterer, spannender Themenpunkt, dem sich aktuell Politik und Recht in hitzigen Diskussionen widmen. Facebook versucht damit in erster Linie, die Zielgenauigkeit seiner Werbung zu erhöhen – und damit auch vermutlich die Preise für Anzeigen. Zudem sollen Nutzer aber die Chance haben, über die Sichtbarkeit ihrer Inhalte und die angezeigte Werbung selbst besser entscheiden zu können. Die Standortdaten erhalten in diesem Zusammenhang ebenfalls ein Update: Beim Teilen des Aufenthaltspunktes können User künftig Informationen über Restaurants oder Bars in der Nähe oder von Freunden in der nächsten Umgebung bekommen.

Es bleibt also wie immer auf allen Linien abwechslungsreich – auch mit einer neuen Führung an der Unternehmensspitze von Facebook Deutschland: Marianne Dölz löst F. Scott Woods ab, der seit 2009 Chef des blauen Social-Media Riesen war.

Wir dürfen also gespannt sein, wie Facebook seine Fäden in den kommenden Monaten des Jahres weiterstrickt.

Sicher bleibt aber, dass die Neuerungen sowohl der Facebook-Nutzung, als auch der steigenden User-Zahl keinen Abbruch tun werden…

Letzte Woche meldete Facebook eine Million Werbekunden – und verkündete zugleich eine drastische Reduktion der Anzeigenformate. Für mich ein Anlass, ein kurzes Update über die geplanten Neuerungen zu geben.

Wir kennen es vermutlich alle – der Anzeigen-Dschungel von Facebook ist kaum mehr überschaubar: Ständig kommen neue Werbeformen hinzu, während andere verschwinden oder in mehr oder wenig regelmäßigen Abständen umbenannt werden.

Nun verspricht Facebook, dass alles einfacher wird: Die Anzahl der Anzeigenformate soll innerhalb der nächsten Monate deutlich reduziert werden. Derzeit gibt es 27 unterschiedliche Werbeformen, bis Ende des Jahres sollen es nur noch etwa halb so viele sein.

Mit dieser Maßnahme möchte Facebook Werbetreibenden einen besseren Überblick über die einzelnen Anzeigenformate geben und Werbung übersichtlicher gestalten. Mittlerweile hat also auch Facebook erkannt, dass so manche Formate die gleichen Ziele verfolgen und eher Verwirrung stiften, als eine klare Struktur vorzugeben.

Womit können wir dieses Jahr also noch rechnen?

1. Abschaffung von Facebook Questions und Facebook Offers

Zunächst werden im Juli Facebook Questions sowie Offers abgeschafft. Die Begründung liegt darin, dass Werbetreibende ihre Fragen alternativ auch als Post auf der Facebook Seite stellen können und über die Kommentar-Funktion Antworten erhalten.

Ähnlich verhält es sich mit Angeboten: Diese können zukünftig z.B. über Page Post Link Ads beworben werden.

2. Das Ende der Sponsored Results

Auch die Sponsored Results wird es ab Juli nicht mehr geben. Laut Facebook werden hier hauptsächlich Games und Apps beworben, was alternativ auch über Mobile App Install Ads oder Page Post Link Ads möglich ist. Damit war die Lebensdauer der Sponsored Results mit weniger als einem Jahr leider sehr kurz.

3. Einbindung von sozialem Kontext in allen Anzeigen

Ab Herbst sollen alle Anzeigen mit sozialem Kontext ausgesteuert werden, was den Einsatz von Sponsored Stories überflüssig machen könnte.

An unten stehendem Beispiel zeigt Facebook, wie die Einbindung von sozialem Kontext diverse Werbeformen in einer Anzeige vereint:

Während in manchen Foren bereits das Ende der Sponsored Stories prophezeit wird, hält sich Facebook mit Informationen hierzu noch bedeckt.

Es wird sich also zeigen, ob es die uns derzeit bekannten Variationen der Sponsored Stories in naher Zukunft tatsächlich nicht mehr geben wird. Zudem bleibt abzuwarten, inwiefern sich die Kombination von Likes, Comments & Shares in nur einer Anzeige positiv auf das Engagement auswirken wird.

4. Änderungen im Bereich der Domain (Standard) Anzeigen

Im Bereich Domain Ads (auch bekannt als Standard Ads) gibt es zur Abwechslung eine Erweiterung: In einigen Business Accounts ist es bereits möglich, eine Domain Ad in eine Page Post Link Ad umzuwandeln. Benötigt wird hierzu eine andere Grafik (quadratisch, mind. 154×154 Pixel), die im Anzeigenmanager hochgeladen wird. Im Hintergrund wird damit ein nicht auf der Facebook-Seite veröffentlichter Page Post erzeugt, mit dem es möglich ist, auf eine externe Seite zu verlinken.

Der Vorteil dieser Werbeform ist, dass extern verlinkende Anzeigen nun auch im Newsfeed und auf mobilen Endgeräten ausgesteuert werden können. Darüber hinaus kann die Aussteuerung in der rechten Spalte auf Desktop-Geräten abgestellt werden, sodass die Anzeige ausschließlich im Newsfeed bzw. mobil zu sehen ist.

Facebook verspricht sich dadurch eine bessere Performance und möchte Marketer dazu bringen, vermehrt über Page Post Link Ads zu werben. Selbstverständlich können auch weiterhin die gewohnten Domain Ads eingestellt werden.

5. Vereinheitlichung der visuellen Darstellung von Anzeigen

Um eine bessere Vergleichbarkeit zu erzielen, wird zudem die visuelle Darstellung unterschiedlicher Anzeigenformen vereinheitlicht. Damit soll es für Werbetreibende möglich sein, Kampagnen besser zu vergleichen und zu optimieren.

Dies könnte dann z.B. folgendermaßen aussehen:

Wen das alles nun etwas verwirren mag, dem sei folgender Link ans Herz gelegt: https://www.facebook.com/help/ads/products

Hier werden alle aktuellen Anzeigenformen beispielhaft erläutert und bringen hoffentlich etwas mehr Licht ins Dunkel.

Bevor Sie in den Teil 2 des „Facebook Advertising“ Beitrags einsteigen, können Sie gerne hier nochmal Teil 1 zum aufwärmen lesen.

 

Welcher Ad Typ ist aber nun der richtige für die Kampagne?

Die Antwort auf diese Frage hängt eng mit der Zielsetzung der Kampagne zusammen. In unserem Social Advertising-Alltag haben wir es meist mit drei grundlegenden Aufgaben zu tun:

1. Image steigern: Mit der „Logout Ad“ hat Facebook eine erste Werbeform geschaffen, die sich eignet, um Imagewerbung für eine Marke zu betreiben. Der Nachteil: Die Werbeform ist von Facebook wirklich als ImageAd positioniert. Das bedeutet, dass eine Produktpromotion mit Preis oder einem prozentualen Rabatt daher ebenso verboten ist wie einen Call-to-Action zu integrieren. Und: Das Mindestbuchungsvolumen für diese Werbeform liegt bei 30.000 Euro – für weniger Geld gibt es keine Imagekampagne bei Facebook.

2. Verkaufen: Bild-Text Kombinationen haben sich schon immer als verkaufsstarke Werbeform erwiesen und so können auch die unterschiedlichen Bild-Text-Kombinationen bei Facebook hervorragend dazu beitragen, die Verkäufe zu steigern. Aber, welche ist die Richtige aus der Vielzahl der Möglichkeiten? Findet die Produktpromotion auf einer externen Website und nicht innerhalb der Facebook-Welt statt, dann bleibt nur eine „Standard Ad“, die nach extern verlinken kann. Hat man eine eigene App im Facebook-Profil, über die man das Produkt verkaufen kann, dann kommt auch eine „Sponsored Result Ad“ in Frage.

3. Fans generieren: Um Fans zu gewinnen, bietet sich die „Like-Ad“ an. Jedoch sind die User im Lauf der Zeit immer wählerischer und die werbenden Unternehmen immer zahlreicher geworden. Daher ist der durchschnittliche Cost per Fan in den letzten anderthalb Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine gute Alternative sind „PagePost Ads“ – da neben dem Namen des Profils durch das Aufgreifen des Posts auch eine Botschaft übermittelt werden kann.

Bevor sich Werbetreibende daran machen, Fans zu gewinnen, sollten sie sich noch eine zentrale Frage stellen: Gibt es einen Plan für die Folgekommunikation mit den Fans? Wenn nicht, ist jede Werbeform unnötig ausgegebenes Geld. Denn ein gewonnener Fan, der nicht regelmäßig mit interessanten Informationen angesprochen wird, hat die Fanpage des Unternehmens schnell wieder vergessen.

Hat man sich für die passende Anzeige zum jeweiligen Kampagnenziel entschieden, gilt es als nächstes über die richtige Zielgruppe nachzudenken. Die Targeting-Möglichkeiten bei Facebook sind einzigartig gut. Neben den soziodemographischen Daten, die viele User beim Erstellen des Accounts angeben (Alter, Geschlecht, Familienstand etc.) können Interessen der User verwendet werden, um die gewünschten Personen zu erreichen. So kann man beispielsweise für eine Newcomer-Band die Anzeigen an User adressieren, die Musik und Bands des gleichen Genres mögen. Beim Eingrenzen der Zielgruppe sollte man aber im Auge behalten, dass das Potential durch die getroffenen Einschränkungen nicht zu klein wird. Sonst werden die Ads innerhalb der definierten Zielgruppe den Usern immer und immer wieder eingeblendet und die Kampagne bekommt eine Kontaktdosis, die den Nutzer schnell nervt. Wie in der klassischen Mediaplanung gilt es also auch auf Facebook, Zielgruppenpotential und Budget in Einklang zu bringen.

Facebook Advertising: Alternativen testen und immer wieder optimieren

Ist die Anzeige final erstellt und online, ist die Arbeit noch nicht getan. Eine Facebook Kampagne lebt – wie jede andere Online Kampagne – von der Optimierung. Der Test unterschiedlicher Bildmotive, verschiedener Textbausteine und Zielgruppeneinstellungen führt zum Teil zu stark unterschiedlichen Klickraten (die wiederum den CPC im Bidding- System beeinflussen) sowie Conversionrates. Unser Tipp: Für jede Kombination aus Bild, Text und ausgewählter Zielgruppe sollten mindestens 750 Euro Budget eingeplant werden – sonst werden die Fallzahlen zu klein, um eine sinnvolle Aussage zu treffen.
Und was ist jetzt bitte eine „Page Post Like Sponsored Story“?
Die Antwort auf die Eingangsfrage: Ein Freund des Nutzers fungiert als Absender für eine „Sponsored Story“, weil er zuvor einen Post des Unternehmens- oder Markenprofils geliked hat. Wer jahrelang Display-Banner oder SEA-Kampagnen aller Arten geplant hat, muss sich erst an die Facebook eigene Terminologie gewöhnen. Wer es tut, dem eröffnet sich eine neue Netzwelt, mit faszinierenden Targeting-Möglichkeiten.

 

 

Facebook macht es einem wahrlich nicht einfach. Wirft man einen Blick in den aktuellen Produktkatalog des größten sozialen Netzwerks, findet man darin derzeit sage und schreibe 38 unterschiedliche Werbeformen.  Da kann man leicht den Überblick verlieren. Oder was war noch gleich eine „Page Post Like Sponsored Story“? Hier ein kleiner Wegweiser durch den Dschungel der Facebook-Ads:

Am einfachsten unterscheidet man zwischen Premium- und Marketplace-Ads. Dadurch hat man die Anzahl der verschiedenen Werbemöglichkeiten schon mal halbiert, denn eigentlich gibt es nur 17 unterschiedliche Ads. Diese kann man dann eben als Premium Ad oder als Market Place Ad buchen. Der offensichtlichste Unterschied zwischen beiden ist die Abrechnungsart: Marketplace Ads bucht man auf CPC-Basis (Cost-per-Click) – man kann sie aber auch auf TKP buchen wenn man das will, während Premium Ads immer nach Tausendkontaktpreisen (TKP) abgerechnet werden.

CPC oder TKP: eine individuelle Grundsatzentscheidung
Die berechtigte Frage: Warum eine Werbeform auf TKP-Basis buchen, wenn man parallel auch nur für den Klick zahlen kann? Die Lösung: Als Premium Ad eingebuchte Anzeigen werden hochwertiger platziert – sie kommen nur auf der Homepage und im Newsfeed zum Einsatz, während die Marketplace Ads zusätzlich auch auf allen Unterseiten laufen. Darüber hinaus sind die Bilder bei einer Premium Ad etwas größer. Der größte Unterschied aber lässt sich beim Preis ablesen. Die Premium Ads fangen bei einem TKP von 4,50 Euro an – will man zusätzlich Targeting betreiben, wird es noch teurer. Wer auf ein paar Bildpixel und die prominentere Platzierung verzichten kann und sich für die CPC-Abrechnung entscheidet, landet in den meisten Fällen bei einem Preis pro Click von deutlich unter 1 Euro.

Bei den derzeit verbleibenden 17 Werbeformen auf Facebook reicht es völlig, die wichtigsten vier zu kennen – zumal die anderen jeweils nur Varianten davon sind:

Standard Ads: Die Mutter aller Ads – die klassische Bild-Text-Kombination, bei der der Werbetreibende das Bild, die Überschrift, den Text und auch die Verlinkung frei wählen kann. Die Verlinkung kann somit auch auf eine externe Landingpage erfolgen.

Like Ads: Mit Hilfe einer LikeAd generiert man Fans für ein bestehendes Facebook Profil. Der User kann durch einen Klick in der Anzeige sofort Fan werden.

Page Post Ads: Hier postet der Werbetreibende zuerst auf seiner Facebook Seite etwas. Der Inhalt des Posts kann dann in eine Anzeige überführt werden, um den Post möglichst vielen Usern zugänglich zu machen. Absender der Ad ist somit immer das Profil der Seite. Textinhalt ist der genaue Wortlaut des Posts.

Sponsored Stories: Über das Buchen einer Sponsored Story kann man den viralen Effekt von Facebook ausnutzen. Der User sieht eine Sponsored Story immer mit einem bekannten Absender, nämlich jemand aus dem eigenen Kreis seiner Facebook-Freunde.

Abschließend sollen noch zwei Formate Erwähnung finden, die etwas aus der Reihe tanzen: Die LogoutAd ist das einzig richtig grafische Werbemittel bei Facebook, in dem sich eine Marke großflächig präsentiert kann. Die Sponsored Results hat sich Facebook bei Google abgeschaut. Seit etwa zwei Monaten kann man auch in der Suche von Facebook Anzeigen platzieren. Sie erscheinen (genau wie bei Google) ganz oben, sind mit „Sponsored“ gekennzeichnet und farbig hinterlegt.

 

Schauen Sie am Freitag, den 02.11.2012 wieder bei uns vorbei für Teil 2.

Anfang des Jahres haben sich die Facebook Werbeanzeigen auf Grund der neu eingeführten Timeline-Darstellung etwas verändert. Seither tut sich gefühlt wöchentlich etwas bei den Facebook Ads. Auch auf die Gefahr hin, dass mein Artikel nächste Woche schon wieder veraltet ist, ist es an der Zeit, mal wieder ein Update zu geben.

Die wohl wichtigste Änderung betrifft alle Facebook Ads und ist für den 1. April angekündigt: Dann wird das Zeichenlimit des Bodytextes von aktuell 135 Zeichen auf 90 Zeichen gekürzt. Bei der Formulierung muss man sich zukünftig also deutlich kürzer fassen. Darüber hinaus gibt es in beiden Bereichen – Premium und Marketplace Ads – Änderungen:

Bei den Premium Ads hat sich einiges getan. Hier ist das Angebot an Ads deutlich übersichtlicher geworden, die meisten gibt es nämlich schlicht nicht mehr. Gestrichen und nicht mehr buchbar sind die Formate Premium Like, Premium Event, Video Comment und Premium Poll. Weiterhin verfügbar sind Premium Standard Ad Formate mit externer Verlinkung.

alte Premium Ads

Neu eingeführt wird das Premium Upgrade. Dabei handelt es sich um ein vergrößertes Format, das eine bessere Performance von Anzeigen ermöglichen soll, die auf Seitenbeiträgen basieren. Es muss also zuerst ein Post bzw. Beitrag auf dem Profil erfolgen, der dann in der Ad aufgegriffen werden kann. Je nachdem, was im Post inhaltlich genannt wird, kann das Ad entsprechend als Format dafür genutzt werden, u.a. zur Einbindung von Fotos, Videos, Umfragen, Events, Links.

neue Premium Ads

Als neue Platzierung hat Facebook ein Logout Ad avisiert, das es aktuell in Deutschland noch nicht gibt. Klar ist aber, dass diese ebenfalls nur als Premium Ad, eventuell sogar nur im Rahmen eines größeren Packages buchbar sein wird.

Logout

 

Die Marketplace-Anzeigen existieren weiterhin unverändert und sind nach wie vor durch die Abrechnung auf CPC-Basis die kosteneffizienteste Möglichkeit, auf Facebook zu werben.

Vielleicht hat ja der ein oder andere auf noch eine Alternative zu Groupon, DailyDeal & Co. gewartet? Als Weiterentwicklung der sogenannten Facebook Deals gibt es seit kurzem die „Facebook Angebote“. Sie sind im Besonderen für Einzelhandels- und Restaurant-Kunden zu empfehlen, die aktuelle Angebote und Deals über Anzeigen verbreiten möchten. Nach der Freischaltung können Angaben zu den Angebotdetails, Laufzeiten und AGB’s veröffentlicht und den Fans angezeigt werden. Mit gesponserten Meldungen, um Freunde von Fans zu erreichen, und mit Werbeanzeigen, um unverbundene Nutzer zu erreichen, lässt sich das Angebot verbreiten.

Facebook Angebote

Ein spannendes Konzept könnte der Facebook Reach Generator werden – ein neues Tool, um vorhandene Fans besser zu erreichen und mehr Fans zu generieren. Die Anwendung hilft, die Reichweite ausgehend von den Fans, über deren Freunde auf die Facebook Population auszudehnen. Erhältlich ist der Reach Generator für eine Mindest-Laufzeit von drei Monaten und wird auf Basis Cost per Fan (CPF) abgerechnet. Leider fehlen dazu derzeit noch konkrete Angaben, welche Maßnahmen ergriffen werden, um mehr Fans zu generieren und wie hoch der CPF liegt. Klar ist jedoch: Teilnehmen können nur Brandpages, die bereits mehr als 500.000 Fans haben und ihr Profil mindestens mit 4-9 neuen Page-Posts pro Woche pflegen.

Doch stetig bleibt nur der Wandel, daher bin ich sicher, bald mehr Neuerungen und Änderungen zum Besten geben zu können – und vielleicht gibt es dann auch schon mehr Details zum Reach Generator.

Facebook ist aktuell mal wieder in aller Munde. Seit gestern ist endgültig klar, dass die Ende letzten Jahres neu eingeführte Timeline, die aktuell jeder User noch freiwillig nutzen kann, in absehbarer Zeit für alle User eingeführt wird. Was passiert nun aber mit den Werbeanzeigen? Generell bleiben die unterschiedlichen Werbemöglichkeiten alle weiterhin bestehen. Die wichtigste Neuerung ist die Darstellungsweise. Die Anzeigen bisher waren querformatig, der Text steht also neben dem Bild. In der neuen Darstellung steht der Text unter dem Bild. Bei mehreren Anzeigen entsteht so ein Format, das einem klassischen Skyscraper ähnelt. Diese neue Darstellungsform gibt es aktuell nur in denjenigen persönlichen Profilseiten, die bereits auf die Timeline umgestellt wurden. Auf der Startseite finden sich noch die gewohnten Ads, die wahrscheinlich mit der kompletten Layout-Umstellung verschwinden und ebenfalls angepasst werden.

 

neue Darstellung
alte Darstellung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine weitere Neuerung bei den Standard Ads, die es seit Ende vergangenen Jahres gibt, ist die Möglichkeit, den Social Context einzublenden. Bestand ein Standard Ad bisher aus Headline, Bodytext und Klickaufforderung, kann man jetzt noch zusätzlich den sozialen Kontext einbinden, der anzeigt, wie vielen Usern das Profil schon gefällt.

Ebenfalls seit Ende 2011 gibt es die Möglichkeit PagePost Anzeigen nicht nur den Fans eines Profils einzublenden, sondern an alle User auszuspielen. Ein Page Post ist eine Anzeige, die einen Post eines Profils bewirbt. Dabei kann eine normale Statusmeldung ebenso Inhalt der Anzeige sein wie ein hochgeladenes Bild oder Video, eine Frage oder ein gespostetes Event.

 

sozialer Kontext
PagePost Ad

 

Für die nahe Zukunft (eventuell sogar noch im Januar 2012) ist eine neue Werbeform angekündigt: Dieses Ad soll zwischen den Beiträgen von Freunden erscheinen. Dabei soll ein Frequency Capping von einmal pro Tag und User eingesetzt werden, um die Nutzer nicht zu verärgern. Zusätzlich wird die Anzeige mit dem Zusatz „Sponsored“ gekennzeichnet sein und nur denjenigen Usern angezeigt, die mit dem Absender bzw. der Seite verbunden sind.

 

 

 

 

neues Facebook Ad

 

 

 

In Teil 1 dieser Reihe habe ich einen groben Überblick über die allgemeinen Buchungsmöglichkeiten im Bereich Social Media gegeben. Etwas detaillierter bin ich auf die unterschiedlichen Buchungsmöglichkeiten bei Facebook eingegangen (Premium Ads und Marktplatz Ads). Zu den Premium Ads habe ich noch ein kleiner Update: Ich hatte das Mindestbuchungsvolumen bei Facebook für die Premium Ads mit 20.000 Euro genannt. Ab August 2011 wird dieses auf 15.000 Euro reduziert – immer noch kein Schnäppchen.

Heute möchte ich nun aber viel mehr auf die inhaltlichen Möglichkeiten eingehen, wie man bei Facebook werben kann. Hier werden die Facebook Ads und die Sponsored Stories unterschieden:

Die Facebook Ads gibt es in unterschiedlichsten Ausprägungen – je nach Kampagnenziel. Im Grundsatz handelt es sich immer um eine Bild-Text-Kombination. Und so besteht das Standard Ad auch nur aus einem kleinen statischen Bild, einer Überschrift und einem kurzen Body-Text. Die Standard-Anzeige kann innerhalb von Facebook auf ein Profil verlinkt werden, genauso jedoch extern auf eine Landingpage oder Website.

Will man Freunde für ein Facebook-Profil generieren, empfiehlt sich das Like-Ad. Zu Bild und Text erscheint zusätzlich die Anzahl der Fans, welche die Site bereits hat sowie der berühmte „Like-Button“ bzw. in unseren Gefielden der „Gefällt mir-Button“. Klickt ein User diesen, ist er automatisch Freund des Profils und wird in Zukunft über Neuigkeiten informiert. Bei dieser Art des Facebook Ad ist keine externe Verlinkung möglich – jedoch auch nicht sinnvoll. Um Like-Ads für ein Profil schalten zu können, muss man Administrator des Profils sein.

Like Ad
Like Ad

Ein aufmerksamkeitsstärkere Variante bildet das Video Ad (der Name ist Programm), das jedoch nur als Premium Ad einbuchbar ist und damit nur auf TKP und unter oben beschriebenem Mindestbuchungsvolumen geschaltet werden kann. Neben der Integration eines Videos können im Ad auch Kommentare hinterlassen werden.

Der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch das Poll Ad (hier kann der Werbetreibende eine Frage an die User stellen, die dann per Radiobutton ihr Meinung kundtun), das Event Ad (ein angekündigtes Event kann mit einem Klick zur Liste der nächsten Events hinzugefügt werden) und das Application Ad (hier wird kein Profil, sondern eine App beworben) nennen. Für diese drei gilt auch jeweils ein stark sozialer Fokus, da in allen drei Ads ganz unten angezeigt wird, welche Freunde schon am Event Interesse haben, an der Umfrage teilgenommen haben etc.

Der große Unterschied bei den Sponsored Stories ist, dass die Werbemessage an einen User geknüpft wird. Ich erhalte also beispielsweise eine Anzeige, dass meine Kollegin (mit der ich auf Facebook befreundet bin) jetzt Fan des Facebook Profils von xy ist. Der Clou: Meine Kollegin wird so zum Werbeträger für die Message. Diese Sponsored Stories gibt es ebenfalls in unterschiedlichsten Varianten, an dieser Stelle möchte ich aber nicht zu langatmig werden und denke, sie können sich das mit ein paar Stichworten ganz gut vorstellen:

Page Like: eine Sponsored Story mit integriertem „Gefällt mir-Button“

App Used: eine Sponsored Story mit der Message, dass jemand meiner Freunde nun die App xy nutzt

Game Played : eine Sponsored Story mit der Message, dass jemand meiner Freund das Game xy spielt

Es gäbe hier noch einige Varianten zu ergänzen, aber der Grundsatz ist ja jetzt klar. Nach so viel Theorie freue ich mich auf Teil 3, wo ich praktischer werde und einige Learnings der Social Media Kampagnen zum besten geben werde.