Tag Archiv für "Content Ad"

Als Mediaplaner gibt es verschiedene Möglichkeiten, soziale Berufsnetzwerke in die Planung zu integrieren. Während Display-Ads unter anderem direkt bei den Vermarktern eingebucht werden können, stehen bei den sozialen Berufsnetzwerken XING und LinkedIn auch Selbstbuchungstools zur Verfügung. Im Gegensatz zu den bekannten Selbstbuchungstools von Google und Facebook, haben Mediaagenturen bei LinkedIn keine Möglichkeit, das Tool von einem Agentur-Account aus zu steuern.

Die Anlage einer Kampagne setzt voraus, dass die Administratoren der Unternehmensseite anderen Mitgliedern aus dem Netzwerk bestimmte Rechte einräumen, wie die Anlage von Kampagnen und Werbeanzeigen. Nach Zuweisung dieser Rechte kann die Kampagne aufgesetzt werden. Im Selbstbuchungstool stehen dabei folgende Optionen zur Verfügung:

  • Sponsored Content
  • Textanzeigen
  • Sponsored InMail

Sponsored Content Ads

Dahinter verbergen sich Ads, die im Newsfeed der Linkedin-Mitglieder, nicht aber auf der Unternehmensseite erscheinen. Sie sind das Gegenstück zu den unveröffentlichten Seitenbeiträgen in Facebook.

Einsatzgebiet

Durch ihr natives Erscheinungsbild (Bild-Text-Kombination im Newsfeed der Mitglieder) werden sie nicht im gleichen Maße als Werbung wahrgenommen, wie beispielsweise Banner Ads. In diesen Ads kann auf Veranstaltungen, Webinare oder aber auch Produkte und Dienstleistungen hingewiesen werden. Sie sind aufmerksamkeitsstärker als Text Ads. Neben Bild-Text-Kombinationen können auch Video Ads geschaltet werden.

Abbildung 1: Ein Beispiel für eine Sponsored Content Ad

Lead Ads

Eine Ausprägung der Sponsored Content Ads sind Lead Ads. Rein optisch ist kein Unterschied zu den Sponsored Ads festzustellen. Sie unterscheiden sich aber dadurch, dass User mit Click auf den Call To Action-Button nicht auf eine Landingpage weitergeleitet werden, sondern auf ein vorausgefülltes Formular. Dieses Formular beinhaltet Nutzerdaten aus dem Profil wie Name, Unternehmen, etc.

Einsatzgebiet

Diese spezielle Form der Sponsored Content Ads ist besonders gut für die Lead-Generierung geeignet. Dazu gehört die Anmeldung für eine Trial-Software oder einen Newsletter.

Text Ads

Der Name ist Programm: Text Ads setzen sich aus einer 25 Zeichen starken Überschrift, 75 Zeichen Beschreibungstext und optional einem sehr kleinen Bild zusammen (50×50 PX).

Einsatzgebiet

Text Ads sind verhältnismäßig preiswerte Ads, die sich relativ leicht aufsetzen lassen und aufgrund ihres günstigeren CPCs für Performance-Kampagnen in Frage kommen können. Sie sind weniger gut geeignet, um ein Bewusstsein für die Marke zu generieren.

Sponsored InMail

Sponsored InMails sind vergleichbar mit den Inbox Ads, wie man sie von GMX oder T-Online kennt. Mithilfe dieses Ad-Formats können Mitglieder direkt in ihrem Nachrichteneingang angesprochen werden. Der besondere Clou: Linkedin-Mitglieder erhalten maximal eine inMail in einem Zeitraum von 60 Tagen. Dem Vermarkter zufolge beträgt der Share of Voice in diesem Zeitraum 100 Prozent.

Einsatzgebiet

Sponsored inMails ermöglichen eine direkte, personalisierte Ansprache aktiver LinkedIn-Mitglieder. Auf diesem Weg könnten Einladungen zu Webinaren erfolgen oder Produkte und Dienstleistungen beworben werden. Wie die Text Ads sind Sponsored inMails im Bereich des Performance Marketings zu verorten.

Fazit

Um sehr spitze Zielgruppen zu erreichen, stellen soziale Berufsnetzwerke wie LinkedIn eine sehr gute Alternative zu kostspieligen Fachseiten dar. Zudem ermöglicht das Selbstbuchungstool den Planern mehr Flexibilität und Gestaltungsmöglichkeiten gegenüber Direktbuchungen. Luft nach oben besteht dagegen noch im Rollout eines Agentur-Accounts, der keine Mitgliedschaft einer realen Person voraussetzt.

Wer neben den Online Werbemitteln aus den ersten drei Teilen auf weitere attraktive Werbemöglichkeiten setzen will, investiert in Mobile. Denn dieser Werbemarkt ist das am prozentual stärksten wachsende Marktsegment in Deutschland (+67% in 2013).

Smartphones sind „fast-Alleskönner“. Neben der Sprachtelefonie bereiten sie dem Nutzer ein digitales Vergnügen. Sei es in Ton und Bild oder mit ihren zahlreichen anderen Funktionen, sie spielen eine zentrale Rolle im Alltag und auf der „Reise“ des Nutzers auf dem Weg zur Kaufentscheidung.

Auch im mobilen Werbemarkt kann der Werbetreibende sich zwischen den sogenannten Standard-Mobile-Werbemitteln wie dem Mobile Content Ad oder dem Mobile Sticky Banner entscheiden oder er wählt deutlich aufwendigere, aufmerksamkeitswirksamere Werbemittel wie das Mobile Interstitial, das Mobile Expandable Ad oder das Mobile Medium Rectangle. Im 1. Teil wollen wir zunächst mit der einfachen Form des Mobile Advertising Contents beginnen.

Mobile Content Ad – verwandt mit dem Online Superbanner

Die wohl gängigste Werbemöglichkeit im Mobile Markt ist das Mobile Content Ad. Das Mobile Content Ad ist ein inPage Format in den Größen 2:1, 4:1 und 6:1 (siehe Abbildung), dass durch sein auffälliges, langgestrecktes Querformat auf sich aufmerksam macht. Hierbei kann der Werbetreibende entscheiden ob die Werbebotschaft inmitten eines redaktionellen Contents oder im Footer platziert werden soll. Außerdem kann das Content Ad als sogenannter Follow-Up Teaser (Sonderwerbemittel) oberhalb der Seite platziert werden.

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Mobile Content Ad 2:1       Mobile Content Ad 4:1      Mobile Content Ad 6:1

Dieses Werbemittel kann sowohl animiert als auch statisch über alle Betriebssysteme auf mobilen Seiten ausgespielt werden. Zusätzlich kann das Werbemittel so eingebunden werden, dass daraus ein Sticky Ad wird, welches immer am oberen oder unteren Rand des Bildschirms sichtbar ist und sich über den redaktionellen Inhalt schiebt. Nach Ablauf einiger Sekunden oder durch die persönliche Nutzerinteraktion blendet sich das Werbemittel nach oben oder nach unten aus.

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Mobile Sticky Ad

Seit der ersten Stunde des Mobile Advertising steht das Mobile Content Ad sowie die Weiterentwicklung das Mobile Sticky Ad dem Werbetriebenden mit animierten Grafikelementen zur Verfügung. Es ist die derzeit beliebteste Möglichkeit, um in das Blickfeld des Nutzers zu gelangen. Angeordnet im oberen Bereich des Handyscreen zieht es die Aufmerksamkeit des Users unweigerlich auf sich und kommuniziert die Werbebotschaft  eingehend. Wer allerdings die Individualität und Ausdrucksstärke im Besonderen liebt, entscheidet sich für die Sonderformate, die im nächsten Artikel vorgestellt werden.