Tag Archiv für "Ausbildung"

Passend zum Motto Innovation entschied die mediascale Anfang 2014, auch im Personalmanagement etwas Neues auszuprobieren: „Wir bilden aus!“ – Gesagt, getan und die Stellenausschreibung ging online.

Und wie der Zufall es wollte, musste ich nach meinem Abitur im Juli 2014 irgendwo unterkommen, um etwas Anständiges zu lernen, wie man so schön sagt. Beratungskompetenz, Verhandlungsgeschick und Flexibilität sollten zu meinen Stärken gehören, so die Stellenanzeige. „Das kann ich!“ dachte ich mir. Und so galt auch für mich: Gesagt, getan und meine Bewerbung ging raus. Und auf einmal war er da: mein erster Arbeitstag bei der mediascale im September 2014.

Die Ausbildung begann im Agenturservice. Durch die Mithilfe bei der Betreuung anderer Agenturen bekam ich ein erstes Gefühl, wie Online-Kampagnen funktionieren und was eine Media-Agentur eigentlich macht. Die Erstellung von Reportings zur Darstellung der wöchentlichen Kampagnenergebnisse war meine erste Aufgabe. Dadurch bekam ich ein wenig mehr Verständnis für die Zahlen, mit denen man im Beruf des Mediaplaners umgeht. Auch das erste Chaos in meinem Kopf zwischen „ReTargeting“, „Bannertag“ und „AdServer“ wurde kleiner und die Begriffe bekamen eine Bedeutung für mich.

Mit etwas mehr Durchblick durfte ich dann weiterziehen. Durch ein rollierendes System konnte ich Einblicke in jedes Team, deren Kunden und alle weiteren Bereiche der Mediaplanung bekommen. Ich erstellte meine ersten eigenen Planungen, lernte Leistungswerte zu berechnen und zu bewerten, bastelte an meinen ersten Präsentationsfolien und stellte Kampagnen ein.

Neben dem vielen neuen Input und den Lernerfolgen kamen aber auch das Networking und der Spaß nicht zu kurz. Bei geselligen gemeinsamen Frühstücken, beim Feierabendbier oder dem gemeinsamen Wiesnbesuch war ich schnell mit allen Kollegen vertraut und fühlte mich als Teil des Ganzen.

Um den Prozess einer Werbekampagne in seiner Gesamtheit zu verstehen, galt es allerdings, noch weitere Bereiche der Agentur kennenzulernen: In der Abrechnung hieß es für mich erstmal Vermarkterrechnungen paginieren, erfassen und die Ablage erledigen, denn auch solche Aufgaben gehören dazu. Schnell wurde es jedoch anspruchsvoller, denn unsere umgesetzten Projekte müssen schließlich auch an die Kunden abgerechnet werden. Die Erstellung von Rechnungen und Verwaltung von Abrechnungsübersichten stärkten mein Bewusstsein für die Preise verschiedener Werbeformate und Kampagnenumsetzungen. Zudem konnte ich Einblicke in die Budgetgrößen der einzelnen Kunden bekommen.

Mein weiterer Weg sollte auch noch in die Abteilungen Einkauf, Kreation und Marktforschung führen. Doch diese Bereiche lernte ich nur noch im Schnellverfahren kennen, denn durch meine Ausbildungsverkürzung war meine Ausbildungszeit nach sehr kurzen zweieinhalb Jahren auch schon wieder vorbei und es hieß für mich: Abschlussprüfung!

Mit meinem Abschlusszeugnis und meinem Arbeitsvertrag als „Kundenberater“ in der Hand, bleibt mir nur noch eines zu sagen: Danke an das gesamte Team der mediascale für eine tolle Zeit als Azubi bei euch!

Als ich vor mittlerweile fast fünf Jahren, direkt nach der Ausbildung zum Bürokaufmann in einer kleinen Siebdruckerei, als Quereinsteiger in die Online-Branche zu mediascale gekommen bin, hätte ich mir niemals vorstellen können, was da alles noch so kommen mag. Ohne genau zu wissen was „diese“ Online-Branche ist („Irgendwas mit Internet“, so wie meine Mutter den Job gerne beschreibt), begann ich mit 19 Jahren meine Karriere bei mediascale als Kampagnenmanager. Nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass das Online-Business spannende und vielfältige Herausforderungen und Bereiche bietet. Vom Einbuchen einer Kampagne über das technische Setup und den Livegang, bis hin zur Optimierung und Auswertung durfte ich gespannt alle Arbeitsbereiche der Online-Mediaplanung verfolgen. Nach drei Jahren voller abwechslungsreicher Kampagnen, verschiedener Aufgabenbereiche und Kunden, aber auch mit dem wachsenden Wunsch nach einem übergreifenden Einblick in die Marketingwelt, entschloss ich mich dann einmal über den Tellerrand der Online-Branche hinauszuschauen.

Mit der Unterstützung von mediascale nahm ich das Work & Study-Programm der Serviceplan Gruppe in Anspruch und begann eine Weiterbildung zum Marketingwirt an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW). Das bedeutete, nach einer ereignisreichen Arbeitswoche, von Freitagnachmittag bis Samstagabend noch Vorlesungen zu besuchen. Bei vielen verschiedenen theoretischen wie praktischen Projekten und Vorlesungen während meiner Studienzeit konnte ich mein Marketingwissen weiter vertiefen und erweitern. Nach Abschluss aller Vorlesungen folgte die Agenturphase, in der es mit Kommilitonen ein komplettes Marketingkonzept für einen Kunden der BAW zu entwickeln galt. Auch außerhalb der regulären Präsenzzeiten nahm diese Phase durch verschiedene Analysen, Abstimmungs- und Entwicklungsprozesse von Ideen und Konzepten sehr viel Zeit in Anspruch.

Nichts destotrotz war es sehr spannend und vor allem auch ein großer Spaß, mit den Kommilitonen ein komplettes Marketingkonzept zu entwickeln, aufzubereiten und am Ende vor dem Kunden zu präsentieren. Nach Abschluss des Agenturprojekts, ging es dann gegen Ende des Jahres auch schon weiter mit der BAW-Diplomarbeit. Hierbei verbrachte ich vor allem über die Agenturferien zu Weihnachten sehr viel Zeit damit, für die Arbeit zu recherchieren und diese mit Inhalten zu füllen. Da ich das Privileg hatte, im Rahmen der Arbeit mein Hobby (Musik hören) und den Job miteinander verbinden zu können, konnte ich mich aber auch trotz der Weihnachtszeit immer wieder motivieren, mich an den Laptop zu setzen. Anfang des nächsten Jahres (2015) war es dann soweit – die Arbeit war fertiggestellt, korrekturgelesen und letzten Endes dann auch zum Februar abgegeben. Die Wochenenden konnten nun wieder frei gestaltet werden und auch unter der Woche lockerte sich mein Alltag allmählich wieder. Auch wenn ich die zurückgewonnene Freizeit nach all dem zusätzlichen Lern- und Zeitaufwand genoss, empfand ich es, gerade im Hinblick auf die neu hinzugewonnenen Kontakte und das zusätzlich erlernte Marketingwissen, als ein gutes Gefühl die BAW erfolgreich abgeschlossen zu haben. Und so stellte sich mir dann auch erneut die Frage nach meinem weiteren Bildungsweg.

Wie geht es nun weiter? Wäre ein zusätzliches Bachelor-Studium vielleicht etwas für mich? Oder habe ich doch genug vom Lernen? Mit verschiedensten Fragestellungen im Hinterkopf entschloss ich mich, mich zunächst einmal wieder voll und ganz auf meinen Job bei mediascale zu konzentrieren und mir für weitere Entscheidungen ausreichend Zeit zu nehmen. So verging dann auch ein knappes halbes Jahr und mit der Zeit gingen auch verschiedene Veränderungen einher. Zum Juli (2015) wechselte ich intern das Team und meinen Job, vom Kampagnenmanager zum Audience Broker, wo ich mich um das aktuell in der Online-Branche immer wichtiger werdende Thema Programmatic Advertising sowie um unser hauseigenes Targeting-Produkt NE.R.O. kümmere. Nach einiger Zeit in meiner neuen Position und dem wachsenden Interesse an einer weiterführenden Spezialisierung kehrte ich gedanklich dann wieder zu einem berufsbegleitenden Studium zurück und entschied mich, zum Wintersemester das Bachelor-Studium im Studiengang Marketing und Management an der Steinbeis-Hochschule aufzunehmen. Letztes Jahr im November ging es dann auch schon los und ich startete mit den ersten Vorlesungen. Aufgrund des zeitlich sehr flexiblen und eigenverantwortlichen Studienmodells der Steinbeis-Hochschule bleibt es hier den Studenten selbst überlassen, wann welche Vorlesungen besucht und mit welcher Intensität bzw. in welcher Form praktische Projekte und das Lernen neben der Arbeit gehandhabt werden. Für die künftige Zeit bin ich nun gespannt auf die kommenden Projekte und Aufgabenstellungen, sowohl in der Arbeit wie auch während des Studiums. Denn entgegen der von vielen vermuteten Notwendigkeit nach einer totalen Stilllegung des Privatlebens, lässt sich auch bei einem begleitenden Studium neben der Arbeit noch einiges an Freizeit einrichten.

 

 

„Für RTA braucht man Maschinen und Datenanalysten.“ So oder ähnlich lauten viele Statements, mit denen auf Veranstaltungen und in der Fachpresse  die Veränderung der Onlinewelt durch programmatische Kampagnenabwicklung beschrieben wird. In dieser Vorstellungswelt analysieren Statistik-Experten mit Hilfe von mächtigen Rechnerclustern gewaltige Datenmengen, um die Ergebnisse dann auf Knopfdruck in sich selbst optimierende Displaykampagnen zu verwandeln.

Doch deckt sich diese Vorstellung mit der Realität? Lassen wir inhaltliche Fragen, wie die nach Herkunft und Qualität von Daten für Kampagnen mal beiseite und konzentrieren uns auf die Arbeitswelt.  Programmatisch ausgesteuerte Kampagnen machen sich keineswegs von alleine. Die Nachfrageseite, also die Agentur, übernimmt bei Plattformkampagnen eine Fülle von Aufgaben, die im „klassischen“ Workflow in der Verantwortung des Publishers oder Vermarkters lagen. Dies betrifft die Themen Volumenprognose und -steuerung und die durchaus zeitintensive Optimierung der Kampagnen. Dazu kommen die gestiegenen Anforderungen im Bereich Qualitätskontrolle und Ad Verification, die sich im programmatischen Umfeld ergeben. In der Summe bedeutet dies für die Nachfrageseite, dass sie trotz der Produktivitätsvorteile, die aus der Plattformabwicklung erwachsen, zunächst einmal eher mehr als weniger Arbeit zu erledigen hat.

Und wer macht diese Arbeit? Aus meiner Sicht benötigt ein Audience Broker, also ein Mitarbeiter der RTA-Kampagnen steuert, folgende Schlüsselqualifikationen:

Sie oder er  muss:

               • die Mechaniken und KPIs einer Displaykampagne kennen

               • Optimierungslogiken anwenden können

                begreifen, was ein Cookie ist

                Spaß an der Arbeit mit Interfaces haben

                schnell Dreisatz rechnen können

                genau und fehlervermeidend arbeiten

                auf Kosten und Erlöse achten

                Englisch verstehen

Dies sind kaum die klassischen Skills, die man während eines Mathematik- oder Informatikstudiums erwirbt. Natürlich benötigen Agenturen auch Mediaforscher und Analysten und natürlich ergeben sich für diese heutzutage neue und erweiterte Aufgaben. Um erfolgreich für unsere  Kunden zu arbeiten, benötigen wir in erster Linie genügend motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter, die den Anforderungen bei der Durchführung von RTA-Kampagnen gerecht werden. Diese sind auf dem Arbeitsmarkt jedoch kaum zu finden. Hier heißt es bestehende Mitarbeiter weiterzuqualifizieren oder selbst auszubilden.