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Wir freuen uns riesig das Thema Golden Charity von Sony Music von vor zwei Monaten heute wieder aufzugreifen. Unser Kunde Sony Music hatte sich bei seinem Umzug in ein neues Quartier dazu entschieden alle Awards und Schallplatten, die sich über die Jahre angesammelt haben, einem guten Zweck zu stiften. Bei einer zehntägigen Online Spendenaktion konnten sich Musikfans aus aller Welt für originale Platin- und Goldawards gegenseitig überbieten. Insgesamt standen 150 Musik-Juwelen zur Auswahl mit weltbekannen Künstlern wie Whitney Houston, Michael Jackson, Britney Spears, Andrea Berg, Celine Dion, Mariah Carey, Peter Maffay, AC/DC und Bruce Springsteen – um einfach mal ein paar zu nennen.

Jetzt ist es offiziell: Insgesamt wurden Spenden in der Höhe von 80.000 Euro eingenommen.

Sony Music hat es geschafft mit der Auktion gleich zwei Stiftungen unter die Arme zu greifen. Ein Scheck von jeweils 40.000 Euro ging an kids to life, eine Stiftung, die sich für die Entwicklung benachteiligter Kinder einsetzt und an die Peter Maffay Stiftung, die sich ebenfalls für das Wohl benachteiligter Kinder und Jugendlicher engagiert.

Maffay Stiftung
„Maffay Stiftung“ (v.l.n.r.): Dieter Viering (Management & Partner Büro Peter Maffay), Anne Stegmaier (Director Marketing AOR Labelgroup), Manfred Rolef (Vice President AOR Labelgroup), Peter Maffay, André Mühlhausen (Senior Vice President Sales & Distribution GSA), Albert Luppart (Geschäftsführer Peter Maffay Stiftung), Daniel Maurer (Geschäftsführer Red Rooster)
kids to life
„kids to life“ (v.l.n.r.): Anton Schrobenhauser (Vorstand kids to life), Philip Ginthör (CEO Sony Music GSA), Alexandra Kraus (Projektleitung Sony Music)

Wir haben natürlich auch fleißg an der Auktion teilgenommen und freuen uns sehr einen Platinum Award von Modern Talking als neuen Agentur-Schatz zu haben. Eine tolle Aktion für zwei tolle Stiftungen! Die Awards, die für den guten Zweck versteigert wurden und sämtliche Informationen könnt Ihr unter www.goldencharity.de einsehen.

Foto

 

Think-performance-google-2010

Google, naja ihr wisst schon, diese Suchmaschine, dieser Technologieanbieter, der Handyhersteller, dieses Unternehmen, das Betriebssysteme für Smartphones und Tablets liefert, diese Videoplattform, der Vermarkter für Displaywerbung, die Socialplattform, der Appstore, etc. hat uns zu ihrem Event im Haus der Kunst in München – quasi P1 – eingeladen. Was glaubt Ihr worum es ging?

Genau: Es ging um Big Data, Customer Journey, Mobile, Internationalisierung, Multi-Screen-User, Programmatic Buying und Fussball. Das Übliche also. Keine Ahnung, wie viele Gäste eingeladen wurden, gefühlt waren 1000 Menschen anwesend. Ich hatte auch das Gefühl, dass es sich eher um eine Verkaufsveranstaltung von Google an Unternehmen direkt handelt. Gut, es waren auch einige Agenturen eingeladen, aber angesprochen wurden dann doch die Unternehmen. Es war ein Mix an recht einfach gehaltenen Vorträgen von Google Spezialisten und Kunden (also Fallbeispielen mit Google), in einem stetigen Wechsel von englisch und deutsch, die immer von einem Beatbox-Duo eingeläutet wurden, mit dem Ziel, den Zuhörer von Google zu überzeugen. Bevor ich es weiter ausschmücke eine kleine Zusammenfassung: Wer in Zukunft als Unternehmen bestehen will, muss alle Daten erfassen, ob Online oder Offline, er muss sein Geschäft ins Ausland expandieren und sein Geschäftsmodell sinnvoll auf mobilen Endgeräten abbilden. Sonst kann er gleich einpacken…

IMG_0551So, und jetzt mal die Disziplinen einzeln unter die Lupe genommen:

(Big) Data

Daten, Daten, Daten… Das ist wahrlich nichts Neues im Zusammenhang mit Google. Zuletzt wurde ja sogar gerichtlich entschieden, dass Google damit aufhören soll, alle Informationen zu speichern und vereinzelt das Recht zur Löschung von bestimmten Daten gewährleistet werden soll. Das spricht aber natürlich gegen Google’s Credo: Jedem, alle Informationen, wo auch immer man ist – quasi universell – zugänglich zu machen. Das bedeutet: Alles was Google finden kann, soll jedem zur Verfügung gestellt werden. Ein nobles Unterfangen. Wie wir alle wissen, klappt das nicht so wirklich und ein solches Credo von einem Unternehmen, welches nur aus Geheimnissen besteht, ist auch etwas fraglich. Wurscht, ich möchte heute keine moralischen Fragen der Gesellschaft erörtern, sondern über das Event berichten ;).

Zum Thema zurück. Google’s Auffassung – die ich auch teile –  ist, nur wenn man weiss, was man richtig oder falsch macht, führt das zu einer Verbesserung. Herausfinden, was man richtig oder falsch macht, kann man für gewöhnlich mit Daten. Allerdings müssen hierzu die Daten auch komplett und einheitlich sein. Da sehr viele Marktteilnehmer das nicht mal mit ihren Online Daten hinbekommen, wird es ungleich schwieriger auch noch Offline Daten in Auswertungen zu bekommen. Big Data, Budget Allocation und Attribution Modelling sind hier die Buzzwords der letzten Zeit. Wir arbeiten natürlich intern auch an Lösungen, mit denen Unternehmen ganz genau wissen mit welcher Maßnahme, welche Werbewirkung, welche Umsätze über welche Kanäle erzielt werden können, bevor sie stattfinden. Puh, schwierig …noch. Der Grundgedanke ist genial, aber noch mangelt es an der Umsetzbarkeit. Wie schön wäre es, wenn ein Budget zur Verfügung steht und durch Angabe von wenigen Zielen adhoc ein Mediaplan rausspringt. Der Traum eines jeden Marketing Teams. Google versucht hier mit seinem eigenen Produkt zu Punkten: Google Analytics bzw. Google Analytics Premium bzw., wie sie es nannten, Universal Analytics. In den gezeigten Cases, kann man sehen, wie zumindest Daten gesammelt werden können. Daten zu Endgeräten, Kanälen, Ländern und Daten aus dem stationären Handel. Natürlich sind die Fallbeispiele relativ einfach, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Im Grunde unterstützen wir diesen Grundgedanken, aber noch ist es nicht das, was wir unter Attribution Modelling verstehen. Mit einem guten Data-Warehouse-System und einem stringent geführten Datenerfassungssystem, bekommt man diese Auswertungen mit recht viel anderen Analyse Tools auch hin. Uns interessiert eher die Art der Auswertung und die daraus folgenden Schritte und das alles am besten automatisiert.

Was uns zum Nächsten Agendapunkt bringt:

Programmatic Buying

Dazu kann ich nur sagen, schön, dass alle nun erkannt haben, was Google schon seit einer halben Ewigkeit bereits über das Google Display Network anbietet: Auktionsbasierter Einkauf nach vorgegebenen Zielgruppen. Auf dem Event wurde das Thema natürlich weitergesponnen und bringt das erste Thema Data mit Programmatic Buying zusammen. Man möge sich vorstellen, dass ein System ständig alle Daten erhält und durch Echtzeitauswertung Media einkauft. Alles automatisch natürlich. Da stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch Marketing Personal benötigt, völlig egal, ob auf Kundenseite oder Agenturseite. Wir werden dann alle nicht mehr nötig sein, da man ja auch keine Strategen oder Einkäufer braucht. Na ob sich da mal Google nicht verschätzt? Aber wie soll man auch die Weltherrschaft erlangen, wenn man nicht in Utopien denkt.

Jetzt erst mal zu einem aktuelleren Part:

Mobile

Hier ist sich wieder jeder einig. Das was seit Jahren angekündigt wurde – man konnte es schon nicht mehr hören – hat sich nun mehr als nur etabliert: Der mobile Markt. Zwar wird noch ein bisschen darüber gestritten, ob Tablets nun dazugehören oder nicht, aber mit der rasanten Zunahme an Samrtphones sind auch dementsprechend die Nutzung, Verweildauer und damit auch beachtliche Werbebudgets in diesem Segment untergekommen. In manchen Ländern und Industrien teilweise schon über den Budgets für Desktop. Ich denke das kann man auch sehr gut nachvollziehen, jeder hat so ein Ding. Laut Google aber eben noch nicht überall und auch noch nicht mit einer zufriedenstellenden Geschwindigkeit. Auch die Geräte können noch an Funktionalität und Design zulegen. Man konnte aber schon erkennen, dass Google hier neben der textlichen Suche und ihrer Videoplattform YouTube versucht ein drittes Standbein aufzuziehen. Nach Android, dem Kauf von Motorola, dem Launch von Google Play, den Nexus Geräten, hätte es dann jeder mitbekommen müssen, wo der Technologiegigant sich unter anderem etablieren und noch mehr Brötchen verdienen will. Die Beiträge kann ich sehr kurz zusammenfassen. Wer dachte, dass Mobile ja eh nur 10% des Traffics ausmacht und über mobile Endgeräte sowieso kein Umsatz generiert wird, der kann aktuell nur sagen, „HILFE, wir brauchen sofort eine mobile Webseite über die man abschließen kann“. Denn in den Fallbeispielen, bei denen es übrigens nicht um Soft-Conversions ging, konnte man erkennen wie groß bereits der Anteil an Abschlüssen ist. Noch ist das Segment nicht ganz „sauber“, da es unter das nächste Buzzword Multiscreen fällt und damit sich auch wieder die Datenerfassung und Werbeauslieferung erschwert. Aber ich denke es wird einfacher sein, hier einen Weg zu finden eine Multi-Screen-Customer-Journey zu erfassen, als eine in stetigem Wechsel zwischen Online und Offline. Also, nix wie ran an eine sinnvolle, performante, vielleicht ein wenig abgespeckte mobile Präsenz und Bewerbung.

Zukunft und Internationalisierung:

Über die Zukunft von Google lässt sich schwer etwas sagen. Das Unternehmen gehört zu den innovativsten seiner Zeit. Selbstfahrende Autos, Häuser und Wohnungen, die automatisiert geregelt werden, komplette Netzabdeckung mit Hotspot-Ballons, etc. Die Zukunft für Unternehmen sieht Google auch in der Internationalisierung und Globalisierung.  Google nennt hier ganz klare Expansionsziele: BRIC und SMIT, also Brasilien, Russland, Indien, China und Südkorea, Mexiko, Indonesien und Türkei. Das ist jetzt natürlich auch nix Neues, aber auch von Google noch mal die Bestätigung, dass auch Google in diesen Ländern massiven Zuwachs allein schon wegen den Userzahlen und der unglaublich schnellwachsenden Kaufkraft erkennen kann.

Zum Ende gab dann noch ein bisschen Fussball zum Ausklang, Vorschau Pokal Finale und WM mit Stefan Reuter. Hier wollte man wohl den Bogen spannen zu Performance, die nur durch harte Arbeit und Talent zu Erfolg führt und einem nicht einfach in den Schoß fällt.IMG_0553

Es war ein ganz rundes Event, bei dem ich jetzt kaum Neuigkeiten mitnehmen konnte, aber eben einige Bestätigungen, in welche Richtung es geht bzw. gehen könnte.

 

Der 9. April – es sollte der Tag der großen Veränderungen bei Facebook werden. Wochen, ja Monate zuvor schon waren die Neuerungen des Social-Media-Riesen angepriesen worden, ohne jedoch die genauen Details zu verraten. Die einzigen Hinweise, die Facebook bis zuletzt preisgab, betrafen die Änderungen im Bereich der Kampagnen- und Anzeigenstruktur und auch die Anzeigenform „Sponsored Story“, die es ab dem 09. April fortan nicht mehr geben sollte.

Mit Spannung wurde also der Facebook’sche Neuanfang am 9. April erwartet. Und dann war es soweit, der Tag der Wahrheit. Und? Nichts geschah. Nichts? Nun gut, ganz so ist es nun auch nicht gewesen. Im Verlauf nun ein kurzes Update.

Sponsored Story –> Page Like Ad

Die Anzeigenform „Sponsored Story“ ist, wie bereits in meinem letzten Blogbeitrag berichtet, seit dem 09. April nicht mehr verfügbar. An dessen Stelle treten nun Page Like Ads, die auch mit neuer Form und Bildgröße überraschen. Automatisch ziehen sich diese Anzeigenformen nicht mehr nur das Profilbild der jeweiligen Unternehmensseite, wie es bei den Sponsored Stories der Fall war, sondern auch das Titelbild der zu bewerbenden Seite, das dementsprechend in der Anzeige selbst größer und auffälliger in Erscheinung tritt. Sollte man das Bild selbst auswählen wollen, liegt die neue, empfohlene Bildgröße für diese Anzeigenform im News Feed bei einer Pixelgröße von 600×225.

Review

Hinzukommen nun auch die veränderten Targetingmöglichkeiten, die neben individuellen Bild- und Text-Einstellungen frei wählbar sind. Erste Schritte, die wir mit dieser Anzeigenform für unsere Kunden gegangen sind, haben gezeigt: Die Page Like Ads können sich hinsichtlich der Performance-Werte sehen lassen, die neue Anzeigengröße und Aufmachung spielt dabei sicherlich eine Rolle.

Page Post Ads

Eine weitere Änderung, die Facebook bei den Einstellungsmöglichkeiten der Anzeigenformate vorgenommen hat, betrifft die Page Post Ads. Wie es bislang ohne Mucken und Murren möglich war Page Post Anzeigen so einzustellen, dass immer das aktuellste Posting der Unternehmensseite gefiltert und damit über die Page Post Ad den Usern ausgesteuert wurde, ist nicht mehr möglich. Die Bewerbungsform „Most Recent Post“ wurde von Facebook abgestellt, um sicher zu gehen, dass Werbetreibende und Kunden bei Facebook ihre besten Page Post Anzeigen an die jeweils richtige Zielgruppe aussteuern. Durch die stetige Aktualisierung der Anzeigen könnte die Gefahr bestehen, dass auch irrelevante Posts die eingestellte Zielgruppe erreichen.

Die neue Kampagnen- und Anzeigenstruktur

Eine weitere Veränderung, die sukzessive bereits vor dem 09. April Einzug gehalten hatte, ist die neue Anzeigen- und Kampagnenstruktur bei Facebook. Bislang waren Kampagnen in zwei Ebenen aufgebaut: in eine Kampagnenebene und eine Anzeigenebene. Nun ist zwischen den beiden bestehenden Ebenen eine neue hinzugekommen, der sogenannte Werbeanzeigensatz. Dieser ermöglicht es, die verschiedenen Anzeigen innerhalb einer Kampagne hinsichtlich Laufzeit und Budget zu verwalten:

Struktur

Eine Kampagne kann nun ab sofort mehrere Werbeanzeigensätze enthalten und jeder einzelne Satz kann mit einem eigenen Budget und Laufzeitplan ausgestattet werden. Bei den Kampagnen und Werbeanzeigen selbst hat es bislang aber keine weiteren Änderungen gegeben, lediglich die Aufmachung des Selbstbuchungstools wurde von Facebook etwas angepasst.

Zum Abschluss folgt noch ein kurzer Blick in die Glaskugel, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

Facebook plant voraussichtlich noch in diesem Jahr, den Anzeigen in der rechten Spalte des Newsfeed mehr Platz einzuräumen, will damit aber gleichzeitig die Anzahl der Anzeigen selbst verringern. Durch die Anpassung der Anzeigen in der rechten Randspalte an die Newsfeed-Anzeigen in der Mitte soll es dann künftig auch in den Bildgrößen keine Unterschiede mehr geben. Die von Facebook angekündigten Änderungen, die Anzeigenformate selbst auf eine sinnvolle Anzahl an Werbemöglichkeiten zu reduzieren, ist bis heute jedoch ausgeblieben. Man darf also weiterhin gespannt sein, was in den nächsten Tagen und Wochen noch passieren wird.

In einem können Sie sich aber sicher sein: We keep you posted!

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