Klartext!

YouTube ist in erster Linie das weltweit größte und beliebteste Videoportal. Aber es ist nicht nur ein Videoportal, sondern auch eine Suchmaschine, und zwar die zweitgrößte der Welt (nach ihrer Muttergesellschaft Google). In der Praxis ist YouTube der weltweit größte Streaming-Musikdienst, im Vergleich zu bekannten Anbietern wie Spotify oder Apple, wenn es um den Konsum von Liedern und Alben geht. Mit YouTube Music hat der Video-Gigant nun eine neue App auf den Markt gebracht, die versucht, den bisherigen Streaming-Anbietern Konkurrenz zu machen und seine Marktdominanz in diesem Bereich auszunutzen. Die App ist sowohl kostenlos als auch über ein Abonnement erhältlich. YouTube Music ist seit Ende Mai in den USA und in vier weiteren Ländern (Australien, Neuseeland, Mexiko und Südkorea) verfügbar. Wann die Produkte in Deutschland genutzt werden können, ist noch nicht klar.

Wodurch unterscheidet sich YouTube Music von Spotify und Co.?

Bei YouTube Music sind die Musikvideos nicht nur ein Bonus-Feature innerhalb der App, sondern bilden den Schwerpunkt. Man kann sowohl auf Videos seiner Lieblingskünstler als auch auf Amateuraufnahmen zugreifen. YouTube Music stellt einen Katalog von mehr als 50 Millionen Songs bestehend aus Video- und Audio-Clips der Künstler bereit.

Etwa 20 Millionen dieser Tracks stammen von unabhängigen Künstlern oder sind so genannte Fan Cover. Die Idee dahinter ist, dass YouTube Music nicht nur bereits bekannte Künstler repräsentiert, sondern auch jene, die darauf warten, entdeckt zu werden – wie beispielsweise einst Justin Bieber. Musikentdeckung steht bei der neuen App YouTube Music also im Vordergrund. Auf dem Startbildschirm der App werden dem User dynamische Playlists und Songs empfohlen, die auf seinem Surfverlauf, Standort und der Aktivität basieren. Darüber hinaus kann man die App auch wie einen Standardmusikdienst nutzen: nach Künstlern suchen und einzelne Lieder oder Alben abspielen. Die App hat den gleichen Pool von etwa 30 Millionen Audiotracks lizensiert, den man auch bei der Konkurrenz finden kann. YouTube Music bietet auch eine große Auswahl an zusätzlichen Features: von Live-Konzertmaterial über Karaoke-Tracks mit eingebetteten Lyrics bis hin zu Lernvideos, die es bisher bei keinem anderen Musik-Streaming-Anbieter gibt.

Wo ist YouTube Music verfügbar?

YouTube Music ist seit Ende Mai in den USA, Australien, Neuseeland, Mexiko und Südkorea verfügbar. Deutschland beziehungsweise ganz Europa folgen bald.

Wie viel kostet YouTube Music?

Neben einer werbefinanzierten Gratisvariante gibt es bei YouTube Music auch ein Abo-Modell ohne Anzeigen, das Downloads erlaubt. Die Abo-Variante YouTube Music Premium kostet in den USA aktuell 9,99 Dollar – ähnlich wie Spotify und Co. Für zwei Dollar mehr pro Monat hat man zusätzlich werbefreien Zugriff auf alle Videos der Plattform sowie auf die Exklusivproduktionen.

Aktuelle Musik-Streaming-Dienste im Vergleich:

In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie und ob sich YouTube Music gegen so viele Konkurrenten im Musik-Streaming-Markt durchsetzen kann und wo die Reise in der Musikbranche für YouTube hingehen wird.

Werbetreibende, die eine B2B-Zielgruppe adressieren wollen, stehen oftmals vor der Herausforderung, passende Umfelder ausfindig zu machen. Passend bedeutet in diesem Fall, dass die anvisierten Interessenten erstens erreicht werden und zweitens, dass der Preis, die Zielgruppe zu erreichen, in einem gesunden Verhältnis zum Output steht.

Wo aber findet man diese Umfelder? Klar ist, dass eine spezielle Softwarelösung, die sich zudem an eine bestimmte Branche richtet, nicht über einen klassischen Gießkannenansatz beworben werden sollte. Sicher, auch auf den reichweitenstarken Websites surft der ein oder andere potenzielle Interessent für diese Lösung, aber wie hoch fällt die Wahrscheinlichkeit dafür aus? Wie viele Ad Impressions verfehlen die Zielgruppe und verpuffen? Und wie teuer wäre der Zielgruppen-Kontakt erkauft?

Zur Veranschaulichung ein kleines Beispiel:

Ein Werbetreibender möchte auf einem Werbeträger (z.B. Brigitte.de) 1.000 Frauen erreichen und wissen, wieviel ihn diese Zielgruppenkontakte kosten. Der Anteil der Frauen beträgt bei dieser Website 60 Prozent. Wenn er also auf der Website eine Kampagne ohne Targeting bucht, muss er davon ausgehen, dass etwa 40 Prozent der Kontakte nicht in seine Zielgruppe entfallen. Diesen Ausschuss nennen wir in der Mediaplanung „Streuverlust“. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die durchschnittlichen Kosten für seine Zielgruppenkontakte (in dem Fall Frauen) höher sind als der gebuchte Tausenderkontaktpreis (TKP) von 10 Euro. Diese durchschnittlichen Kosten für Zielgruppenkontakte bezeichnen wir als Zielgruppen-TKP. In unserem Beispiel sieht die Berechnung des Zielgruppen-TKPs so aus:

Hier wird deutlich, dass mit einer Zuspitzung der Zielgruppe auch der TKP in die Höhe schnellen kann. So sieht nämlich die Rechnung aus, läge der Anteil der Zielgruppenkontakte nur bei fünf Prozent:

Eine klassische Reichweitenplanung kann somit kein effektiver und auch kein effizienter Ansatz sein, um eine sehr eng definierte Zielgruppe zu erreichen.

Neben hochpreisigen Fachseiten, die Berufsgruppen einer Branche genau adressieren können, können auch soziale Berufsnetzwerke mit ihren granularen Targeting-Möglichkeiten sehr interessant sein. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag.

Als Mediaplaner gibt es verschiedene Möglichkeiten, soziale Berufsnetzwerke in die Planung zu integrieren. Während Display-Ads unter anderem direkt bei den Vermarktern eingebucht werden können, stehen bei den sozialen Berufsnetzwerken XING und LinkedIn auch Selbstbuchungstools zur Verfügung. Im Gegensatz zu den bekannten Selbstbuchungstools von Google und Facebook, haben Mediaagenturen bei LinkedIn keine Möglichkeit, das Tool von einem Agentur-Account aus zu steuern.

Die Anlage einer Kampagne setzt voraus, dass die Administratoren der Unternehmensseite anderen Mitgliedern aus dem Netzwerk bestimmte Rechte einräumen, wie die Anlage von Kampagnen und Werbeanzeigen. Nach Zuweisung dieser Rechte kann die Kampagne aufgesetzt werden. Im Selbstbuchungstool stehen dabei folgende Optionen zur Verfügung:

  • Sponsored Content
  • Textanzeigen
  • Sponsored InMail

Sponsored Content Ads

Dahinter verbergen sich Ads, die im Newsfeed der Linkedin-Mitglieder, nicht aber auf der Unternehmensseite erscheinen. Sie sind das Gegenstück zu den unveröffentlichten Seitenbeiträgen in Facebook.

Einsatzgebiet

Durch ihr natives Erscheinungsbild (Bild-Text-Kombination im Newsfeed der Mitglieder) werden sie nicht im gleichen Maße als Werbung wahrgenommen, wie beispielsweise Banner Ads. In diesen Ads kann auf Veranstaltungen, Webinare oder aber auch Produkte und Dienstleistungen hingewiesen werden. Sie sind aufmerksamkeitsstärker als Text Ads. Neben Bild-Text-Kombinationen können auch Video Ads geschaltet werden.

Abbildung 1: Ein Beispiel für eine Sponsored Content Ad

Lead Ads

Eine Ausprägung der Sponsored Content Ads sind Lead Ads. Rein optisch ist kein Unterschied zu den Sponsored Ads festzustellen. Sie unterscheiden sich aber dadurch, dass User mit Click auf den Call To Action-Button nicht auf eine Landingpage weitergeleitet werden, sondern auf ein vorausgefülltes Formular. Dieses Formular beinhaltet Nutzerdaten aus dem Profil wie Name, Unternehmen, etc.

Einsatzgebiet

Diese spezielle Form der Sponsored Content Ads ist besonders gut für die Lead-Generierung geeignet. Dazu gehört die Anmeldung für eine Trial-Software oder einen Newsletter.

Text Ads

Der Name ist Programm: Text Ads setzen sich aus einer 25 Zeichen starken Überschrift, 75 Zeichen Beschreibungstext und optional einem sehr kleinen Bild zusammen (50×50 PX).

Einsatzgebiet

Text Ads sind verhältnismäßig preiswerte Ads, die sich relativ leicht aufsetzen lassen und aufgrund ihres günstigeren CPCs für Performance-Kampagnen in Frage kommen können. Sie sind weniger gut geeignet, um ein Bewusstsein für die Marke zu generieren.

Sponsored InMail

Sponsored InMails sind vergleichbar mit den Inbox Ads, wie man sie von GMX oder T-Online kennt. Mithilfe dieses Ad-Formats können Mitglieder direkt in ihrem Nachrichteneingang angesprochen werden. Der besondere Clou: Linkedin-Mitglieder erhalten maximal eine inMail in einem Zeitraum von 60 Tagen. Dem Vermarkter zufolge beträgt der Share of Voice in diesem Zeitraum 100 Prozent.

Einsatzgebiet

Sponsored inMails ermöglichen eine direkte, personalisierte Ansprache aktiver LinkedIn-Mitglieder. Auf diesem Weg könnten Einladungen zu Webinaren erfolgen oder Produkte und Dienstleistungen beworben werden. Wie die Text Ads sind Sponsored inMails im Bereich des Performance Marketings zu verorten.

Fazit

Um sehr spitze Zielgruppen zu erreichen, stellen soziale Berufsnetzwerke wie LinkedIn eine sehr gute Alternative zu kostspieligen Fachseiten dar. Zudem ermöglicht das Selbstbuchungstool den Planern mehr Flexibilität und Gestaltungsmöglichkeiten gegenüber Direktbuchungen. Luft nach oben besteht dagegen noch im Rollout eines Agentur-Accounts, der keine Mitgliedschaft einer realen Person voraussetzt.

Unter den sozialen Netzwerken zählt WhatsApp zu den reichweitenstärksten Anbietern im Markt (1,3 Milliarden Nutzer weltweit). Die Nachricht, dass sich WhatsApp nun zukünftig auch für Werbung öffnen will, lässt aufhorchen. Zum einen, weil sich hier natürlich ein großes Potenzial für Werbetreibende ergibt und zum anderen, weil die Nutzer nur sehr bedingt dazu bereit sein werden, die bis dato werbefreie App nun mit Werbeeinblendungen zu nutzen.

Wie hat WhatsApp bisher sein Geld verdient?

WhatsApp wurde 2009 gegründet und hat von da an die Art der Kommunikation zwischen Smartphone Usern revolutioniert. Zu Beginn war die App nach einer gewissen Nutzungszeit kostenpflichtig und musste in einem jährlichen Abonnement gebucht werden. Bereits 2012 war die Relevanz von WhatsApp so hoch, dass erste Gerüchte einer Übernahme durch Facebook oder Google aufkamen. 2014 dann die Nachricht: Facebook kauft WhatsApp für rund 22 Milliarden US-Dollar. 2016 kündigt Facebook an, die Gebühren für WhatsApp abzuschaffen, die Userdaten von WhatsApp aber dennoch nicht für Werbezwecke zu nutzen. Man möchte Geld verdienen, indem man eine kostenpflichtige Version für Unternehmen einführt. Die Kombination aus Kosten- und Werbefreiheit hat WhatsApp zum SMS-Killer Nummer Eins gemacht: 2017 verschickten die Nutzer in Deutschland nur noch zehn Milliarden Kurzmitteilungen – vor fünf Jahren waren es noch fast 60 Milliarden SMS. Im August des gleichen Jahres rudert Facebook jedoch zurück: Man will die Nutzerdaten (etwa Telefonnummern) nun doch verarbeiten, was den Verbraucherschützern vor allem in Europa jedoch übel aufstößt, weswegen die Pläne verworfen wurden. Im Januar 2018 etabliert WhatsApp mit seiner neuen und kostenfreien Business App einen Kommunikationskanal für kleine bis mittlere Unternehmen.

In der Zeit nach der Übernahme durch Facebook verliert WhatsApp im Verlauf seine beiden Gründer Brian Acton und Jan Koum. Diese hatten bei der Gründung der App versprochen, dass WhatsApp werbefrei ist und auch bleiben wird – ein Versprechen, das sie schlussendlich nicht halten konnten. Brian Acton hat übrigens nach seinem Austritt eine Stiftung gegründet, die in Verschlüsselungstechnologien investiert.

Wie würde Werbung auf WhatsApp aussehen?

Bislang gibt es noch keine konkreten Aussagen von Facebook, wie die Werbung in WhatsApp zukünftig aussehen wird. Denkbar ist, dass Facebook neben der bisherigen Business App auch für größere Werbekunden einen Dialogkanal entwickelt. Es stehen Spekulationen im Raum, dass Mechaniken eingesetzt werden könnten, die man von Newsletter-Anbietern kennt. Dabei können User, die dem Empfang der Nachrichten durch Unternehmen zugestimmt haben, über die bekannten WhatsApp-Möglichkeiten – Text, Audio, Bild und Video – angesprochen werden. Experten vermuten, dass sich die Darstellung an der bereits auf Facebook buchbaren Messenger Ad orientieren könnte.

Werbung im Facebook Messenger. Quelle: Facebook

 

Dabei müsste auch beachtet werden, dass sich die Form der Dialogansprache nicht als Erstkontakt einsetzen lässt. Nach heutigem Stand würde sich der Kanal WhatsApp nur für Bestandskunden eignen, die bereits in Verbindung mit dem Unternehmen stehen oder bewusst mit dem Unternehmen interagieren wollen. Weitere Möglichkeiten, wie Banner-Ausspielungen oder Einblendungen zwischen den Statusmeldungen (ähnlich wie Story Ads bei Instagram), sind bislang nur Gerüchte und nicht offiziell bestätigt worden.

Allein die Ankündigung, dass WhatsApp zukünftig mit Werbung finanziert werden könnte, sorgt in der Community vorab für eine große Diskussion. Wie die oben genannten Formen der Werbung schlussendlich aufgenommen und akzeptiert werden und ob sich WhatsApp dadurch weiterhin als etablierte Kommunikations-App behaupten kann, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall verdient das Thema vor allem für Werbetreibende hohe Aufmerksamkeit, da es medial viel Potenzial bietet.

Seit November 2016 unterstützt Christian das mediascale Team: Erst als Trainee, inzwischen ist er fester Bestandteil des Digital Media Planning & Consulting. Was er in den letzten eineinhalb Jahren alles bei uns gelernt und erlebt hat, gibt er heute preis:

  1. Was hat dich dazu bewogen, Mediaplaner zu werden?

Während meines Studiums der Betriebswirtschaftslehre mit Marketing-Vertiefung habe ich früh festgestellt, dass mich besonders die Herausforderung reizt, relevante Werbung für Konsumenten zu schaffen. Da ich mich nicht unbedingt zu den künstlerisch-kreativen Personen zähle, war mir schnell klar, dass ich in der Kreation wohl nicht sonderlich gut aufgehoben bin. So hat mich mein Weg zur Mediaplanung geführt, um über die Analyse von Zielgruppen und die gezielte Platzierung von Werbung, Relevanz für Konsumenten generieren zu können.

  1. Hast du dir deinen Arbeitsalltag so vorgestellt, wie er jetzt ist?

Ehrlich gesagt habe ich die umfangreichen Tätigkeitsfelder, die mir in meinem Arbeitsalltag begegnen, im Voraus nicht vollständig überblicken können. Dass in unserer Jobbezeichnung neben der Mediaplanung auch das Consulting erwähnt wird, hat in jedem Fall seine Berechtigung. Die beratende Tätigkeit und ein souveräner Umgang mit Kunden sind essentieller Bestandteil unseres Alltagsgeschäfts. Während ich mir dessen bewusst war, haben mich die notwendige Expertise hinsichtlich technischer Anforderungen und anderer Aufgabenfelder, die beispielsweise abrechnungsrelevante Themen betreffen, in dem Umfang ein wenig überrascht.

  1. Was macht das Traineeship bei mediascale aus?

Besonders die Verantwortung, die einem als Trainee bei der mediascale schon früh übertragen wird, macht für mich das Traineeship aus. Wenn man zeigt, dass man diese annimmt und ihr gewachsen ist, wird man von Anfang an als vollwertiges Mitglied eines Teams und der gesamten Agentur betrachtet. Trotzdem kann man sich der Unterstützung seiner Kollegen immer sicher sein. Außerdem ist das Verhältnis zwischen den Kollegen außergewöhnlich gut und es findet sich immer jemand für ein Feierabendbier.

  1. Was hast du vor deiner mediascale Zeit gemacht?

Wie erwähnt, habe ich klassisch BWL studiert und nebenbei in einem Startup gearbeitet, was super war, um eine unternehmerische Denkweise zu entwickeln. Für mein Studium habe ich zusätzlich ein paar Praktika absolviert, beispielsweise im Customer Relationship Management und Corporate Development bei Sixt.

  1. Welcher Bereich in deiner Arbeit macht dir besonders viel Spaß?

Eigentlich ist es die Kombination aus allen Aufgabenfeldern, die die Arbeit am Ende abwechslungsreich macht. Ich bin gerne im direkten Kontakt mit Kunden, aber auch mit Vermarktern oder technischen Dienstleistern. Wir agieren immer als Schnittstelle zwischen den genannten Parteien, ergänzt um Kreativ- und Partneragenturen (beispielsweise für klassische Medien, SEM, etc.), was mir besonders Spaß bereitet.

  1. Welche deiner Eigenschaften hilft dir besonders, deinen Job richtig gut zu machen?

Ich denke, meine Stärken liegen im Selbstmanagement in Bezug auf die Priorisierung von Aufgaben und im Setzen eigener Timings. Wir haben oft parallel laufende Kampagnen von unterschiedlichen Kunden – da ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Ein analytisches Denkvermögen und eine gute Auffassungsgabe kommen einem bei den täglichen Anforderungen natürlich auch zu Gute.

  1. Wenn Server, Strom und Telefone ausfallen, was würdest du mit deinen Kollegen anstellen?

Bei gutem Wetter würden wir uns sicher draußen mit einem Kaffee in die Liegestühle setzen. Den Kaffee müssten wir bei einem Stromausfall wohl außerhalb der Agentur besorgen, aber das ist bei der super Lage unserer Agentur ja kein Problem.

  1. Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?

Ich bin schon recht ambitioniert und möchte mich immer weiterentwickeln. Beispiele anderer Kollegen, die schon länger dabei sind, zeigen, dass die mediascale hier gerne unterstützt und engagierte Mitarbeiter fördert. Am Ende ist es für mich jedoch vor allem wichtig, dass ich auch in stressigen Phasen, die es durchaus immer wieder gibt, nach wie vor gerne zur Arbeit gehe und Spaß an dem habe, was ich tue.

„Alexa, was ist Werbung?“ „Ich habe leider keine Kurzbeschreibung für Werbung.“ Die einen schwören auf sie, die anderen verdammen sie: die smarte Sprachassistentin Alexa. Heute verrät uns Wolfgang Bscheid, wie er zu den Themen Sprachsteuerung und Voice steht und welche Problematiken die künstlichen Intelligenzen mit sich bringen könnten.

Influencer Marketing ist für viele Unternehmen fester Bestandteil im Marketing-Mix geworden. Eingeleitet wird die neue Saison durch das populäre Coachella Festival. Insgesamt gibt es unter dem Hashtag #Coachella bereits über 3.8 Millionen Posts auf Instagram. Auf den ersten Blick handelt es sich um ein Musikfestival in der südkalifornischen Wüste, zu erkennen am Riesenrad und den lila beleuchteten Palmen. Doch mit der Zeit wurde es zu viel mehr.

Die Tickets kosten rund 500 Dollar und sind innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Seit 1999 findet das Coachella jährlich für zehn Tage statt und zählt zu den größten Festivals weltweit. Aufgrund der Nähe zu L.A. ist das Publikum sehr trendy, was wiederum internationale Aufmerksamkeit mit sich bringt.

Offizieller Partner des Coachella Valley Music and Arts Festivals war auch in 2018 wieder der Münchner Autohersteller BMW. Mit seinem extra für diesen Anlass gestalteten Sportwagen kamen die Influencer zum Festival. Der inspirierende und kreative Gedanke des Festivals passt zu dem innovativen Gedanken von BMWi. Für BMW stellte das eine gute Möglichkeit dar, die Bekanntheit und das Image von BMWi in genau diesem Zusammenhang einer jungen und kreativen Zielgruppe zu präsentieren.

Quelle: https://www.instagram.com/p/Bho7WK5nz_W/?taken-by=novalanalove

Viele große Markenhersteller statten die Influencer aus und laden sie in die „Markenvillen“ ein, wo exklusive Poolpartys stattfinden. Das ganze Festival scheint wie gemacht für die Foto-App, alles ist fotogen gestaltet und somit „highly instagrammabel“.  Marken können der breiten Masse Produkte vorstellen, diese gegen eine Nennung auf Instagram verschenken und bekommen so fast kostenfrei native Werbung im angesagten Coachella Style.

Verstärkt wird dies durch die Kooperationen mit den einflussreichen Influencern, wie hier am Beispiel von Levi’s und dem deutschen Model Stefanie Giesinger. Der Jeanshersteller stattete auch 2018 wieder eine Vielzahl internationaler Influencer aus und lud sie zu einer Poolparty mit dem Rapper SnoopDog ein. Die Gäste posteten während des gesamten Wochenendes Bilder und Storys unter dem Kampagnen-Hashtag #liveinlevis. Alleine die 14 Posts der deutschen Blogger erzielten über 1,8 Millionen Likes und ca. 5000 Kommentare.

Quelle: https://www.instagram.com/p/BhmiFm8nWMI/?taken-by=stefaniegiesinger

 

Im Gegensatz zum Coachella punkten deutsche Festivals eher mit ihrem ungemachten und ungestylten Eigenschaften. Die deutsche Bloggerin Masha Sedgwick schrieb in einem Blogartikel: „Das Coachella ist kein echtes Festival. Es gibt nur vor eins zu sein, damit auch die Modepüppchen ein Festivalerlebnis haben…“

Trotz negativer Meinungen und Stimmen die behaupten, Coachella sei nur noch eine Fläche zur Präsentation von Marken, ist das Festival beliebter denn je. So werden wir wohl auch im nächsten Jahr wieder unzählige Bilder vor dem Riesenrad, den lila Palmen und aus den Villen auf Instagram und Snapchat sehen. Denn bisher hat es kein Festival geschafft, solch eine mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen und dabei für Besucher und Marken gleichermaßen attraktiv zu sein.

Für uns als Mediaplaner hat das jedoch keinen starken Einfluss auf die Marken und Kommunikationsstrategien unserer Kunden, da ist die Wüste L.A.s wohl einfach zu weit entfernt. Jedoch wird sicherlich auch in Deutschland die Kooperation mit Bloggern während eines Festivalbesuchs weiter zunehmen, da auch hier Marken von dem Abstrahleffekt des Festivaflairs profitieren können. Ein erstes kreatives Beispiel kommt vom deutschen Utopia Island Festival 2017 in einer Kooperation mit den bekannten deutschen Bloggern Patkahlo und Fashiioncarpet.

Bei solchem Content kann man sich ja nur auf die Festivalsaison und den „Coachella Marketing-Effekt“ freuen!

Es ist Frühling und damit Zeit für Digitalmessen. Die Online Marketing Rockstars (OMR) haben den Reigen in Hamburg eröffnet und einen Besucherrekord verzeichnet und werden nun direkt gefolgt von der d3con. Im Juni folgen dann noch die Kollegen der Adtrader Conference in Berlin. Nun kann man trefflich darüber streiten, ob man wirklich so viele Messen braucht. Doch wenn man sich die Teilnehmerzahlen ansieht, dann scheint genug Bedarf für die unterschiedlichen Foren zu sein, in denen wir uns über unsere eigene Branche austauschen können.

Betrachten wir die innerhalb von drei Wochen quasi nebeneinanderliegenden Messen d3con und OMR, dann fällt vor allem eines auf: Versucht die d3con mit der University am Tag vor dem eigentlichen Kongress die jüngeren, noch nicht so erfahrenen Mediamanager zu erreichen, so merkt man, dass sie hier mit den OMR einen wirklich harten Gegner bekommen hat. Bei der d3con University blieben leider einige Plätze frei – der Mediahipster-Nachwuchs fühlt sich wohl eher von großer Bühne und Metallica-Drummer angezogen als von Volleyball-Koryphäen. Der Kongress der d3con jedoch spiegelt ein anderes Bild: Hier fühlt sich auch ein Digital-Dinosaurier noch gut aufgehoben, das Publikum ist um einiges gesetzter, die Gespräche ein wenig vertrauter. Man kennt sich, d3con ist hier eher der Branchentreff, der nicht ganz so überlaufen ist, wie die dmexco, aber dennoch Raum bietet, sich abseits der Vorträge auszutauschen.

Inhaltlich waren es aus meiner Sicht zwei Themen, die bewegt haben und die immer wieder in den verschiedenen Podien zur Sprache kamen:

  • Zum einen Transparenz in unterschiedlichen Facetten: Transparenz zwischen Kunde und Agentur, Transparenz in der medialen Steuerung, Transparenz bei der Datenerfassung über unterschiedliche Allianzen – der Facebook -Skandal hinterlässt seine Spuren.
  • Zum anderen Datenschutz: Der 25. Mai ist nicht mehr weit und inzwischen ist es wohl bei allen angekommen, dass wir noch einige Hausaufgaben haben, wenn es darum geht, ein einheitliches Verständnis der Anforderungen an den Einzelnen im Zuge der DSGVO bzw. der noch diskutierten ePVo zu erlangen. Danke an Thomas Promny, der diesem Thema genug Raum gegeben hat – da man in Gesprächen hierzu auf vielen Ebenen noch großes Unwissen und Unsicherheit erlebt, ist jede Möglichkeit, sich zu informieren, mehr als zielführend!

Einzig die Qualität vereinzelter Diskutanten ist manchmal ein wenig irritierend. Dieses Thema ist nicht dafür geeignet, in leichter Polemik (befeuert durch den eigens mitgereisten PR-Profi, dem es vor allem um ein markiges Twitter-Zitat des Betreuten geht) mehrere Pauschalismen zum Besten zu geben, die man durch Anekdoten aus lang vergessenen und in der Eigenwahrnehmung sicher besseren Zeiten unterfüttert. Hier ist es spannender, den Diskutanten zuzuhören, die inhaltlich auf der Höhe, dafür aber vielleicht nicht ganz so polternd im Auftritt sind…

Mein Fazit: eine gute Konferenz mit interessanten Themen, eine University, die sich noch schwer tut, eine gute Organisation und ein Verbesserungswunsch: ein ordentlicher Kaffee. Bis nächstes Jahr!

Angefangen hat Michi als Trainee bei mediascale, seit September 2016 unterstützt er als Audience Broker das NE.R.O. Team. Was er alles während seines Traineeships bei uns erlebt hat und was ihm besonders im Gedächtnis geblieben ist, plaudert er heute für uns aus:

  1. Michi, was hat dich dazu bewogen, Audience Broker zu werden?

Einerseits haben mich Zahlen, Mathematik und strategisches Denken schon in der Schulzeit fasziniert. Andererseits habe ich mir irgendwann die Frage gestellt, wie Unternehmen bei der Vielzahl von Werbekanälen möglichst effektiv handeln können, um sich in den Köpfen der Menschen zu verankern und sich gleichzeitig vom Wettbewerb abzusetzen. Im Studium habe ich mich für den Schwerpunkt Marketing entschieden und dabei den interessanten Bereich des Online-Marketings entdeckt. Im Rahmen eines Experten-Interviews für meine Bachelor-Arbeit zum Thema „Progammatic Advertising“ bin ich in Kontakt mit mediascale und der jungen Agentur PREX, dem Joint Venture von Mediaplus und Plan.Net, gekommen.

  1. Hast du dir deinen Arbeitsalltag so vorgestellt, wie er jetzt ist?

Ich wusste bereits durch meine Bachelor-Arbeit über die grundsätzlichen Aufgabenbereiche eines Audience Brokers Bescheid, jedoch überraschte mich, welche extrem komplizierte technische Struktur hinter dieser neuen Form des Marketings steckt. Wir sind als Audience Broker auf der einen Seite dafür zuständig, die Kunden strategisch zu beraten, mit welcher Targeting-Variante und mit welchen Daten und Techniken die potenzielle Zielgruppe am besten erreicht werden kann, und führen andererseits auch die Verhandlungen mit den Kunden. Die technische Umsetzung der Kampagnen liegt natürlich auch in unserer Hand. Mir persönlich macht es sehr viel Spaß, in diesem komplexen und schnelllebigen Aufgabengebiet zu arbeiten. Routine macht nur einen kleinen Teil meiner Arbeit aus, ich bin täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert und lerne Neues dazu.

  1. Was macht das Traineeship bei mediascale aus?

Als Trainee bei mediascale hat man zu jeder Zeit das Gefühl, Teil eines tollen Teams zu sein und von kompetenten und kooperativen Mitarbeitern begleitet und betreut zu werden. Es herrscht trotz hoher Arbeitsbelastung immer ein gutes Arbeitsklima. Teamgeist steht im Vordergrund und es ist einfach, sich als „Neuer“ in die Gruppe zu integrieren. So wird man auch schnell mal von den Kollegen nach der Arbeit in den Biergarten oder ins Café Kosmos mitgenommen.

  1. Was hast du vor deiner mediascale-Zeit gemacht?

Vor meiner Zeit mediascale habe ich BWL mit Schwerpunkt Marketing studiert und nebenbei in einem Restaurant gejobbt. Ich war aber während meiner Studienzeit auch schon als Werkstudent bei einer kleinen Marketing-Agentur direkt am POS in der Mitarbeiterkoordination tätig.

  1. Was ist dein bisher schrägstes Erlebnis bei mediascale?

Das schrägste, aber auch eines der lustigsten Erlebnisse war in der Adventszeit. Unser Team hat sich als kleine Weihnachtstruppe verkleidet – unser Teamleiter spielte den Nikolaus. So sind wir zusammen mit Weihnachtsmusik durch die Büros der Plan.Net gelaufen, um zum Nikolaustag unseren Kollegen Schokonikoläuse zu schenken. Der Spruch „HOHO und eine PREXliche Weihnacht“ hält sich bis heute.

  1. Welcher Bereich in deiner Arbeit macht dir besonders viel Spaß?

Am meisten Spaß macht mir der Kontakt zu den Kunden. Besonders interessant finde ich, anhand der vorgegebenen Daten sowie mit analytischem und strategischem Denken, kundenindividuelle Lösungen zu erarbeiten. Die technischen Lösungen im Detail zu kennen, zu wissen wie die einzelnen Komponenten zusammenarbeiten und wie dabei die Auslieferung in Echtzeit funktioniert, ist natürlich auch sehr wichtig. Es ist schon fast mein Steckenpferd, Fehleranalysen und Auswertung der Kampagnen anhand von verschiedenen Erfolgsfaktoren durchzuführen, um daraus abzuleiten, wie wir noch besser werden können.

  1. Welche deiner Eigenschaften hilft dir besonders, deinen Job richtig gut zu machen?

Ein Audience Broker muss in jedem Fall Kunden verstehen und sie strategisch effektiv beraten können. Andererseits ist ein Gespür für Zahlen und Analysen gefordert und natürlich die Flexibilität, sich an ändernde technische Bedingungen anpassen zu können. Gerade diese Dinge fallen mir leicht, was für meinen Job sicher von Vorteil ist.

  1. Wenn Server, Strom und Telefone ausfallen, was würdest du mit deinen Kollegen anstellen?

Wenn die Technik bei uns komplett ausfallen würde, würden wir vermutlich eine kleine Küchenparty veranstalten oder uns mit den anderen Teams auf dem Balkon treffen und einen Kaffee trinken.

  1. Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?

Für die nächsten Jahre wünsche ich mir, dass ich genauso wie jetzt vom Team unterstützt werde und weitere Bereiche und Strukturen kennenlernen darf, um ein möglichst umfangreiches Marketing-Wissen aufzubauen.

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