Allgemein

Alles neu macht der Mai Januar…

So oder so ähnlich könnte man denken, wenn man mal wieder einen Blick in Facebook wirft. Neuerungen stehen an, wohin man schaut. Einen kurzen Überblick gibt es hier:

 

Facebook Messenger hat nun Werbung

Nachdem die Werbeplätze und -möglichkeiten auf Facebook in den letzten Jahren immer vielfältiger und omnipräsenter wurden, sucht selbstverständlich auch Facebook nach weiteren Monetarisierungsmöglichkeiten. Wo gibt es im Facebook-Kosmos noch weiteres Wachstumspotenzial? Na klar, im Messenger, der ja bereits seit einiger Zeit auf den mobilen Endgeräten losgelöst von der eigentlich Facebook App benutzt werden muss. Bislang konnte dieser noch nicht in Werbeaktivitäten integriert werden, das soll sich nun ändern. Dabei können Werbetreibende zukünftig den Messenger als Verlinkungsziel auswählen, so wie auch auf externe URLs oder Canvas Ads verlinken:

(Bildquelle Facebook https://www.facebook.com/help/162893084149464?__mref=message_bubble)
(Bildquelle Facebook https://www.facebook.com/help/162893084149464?__mref=message_bubble)

 

Bei der Wahl des Call-to-Actions (CTA) gibt es dann zusätzlich die Möglichkeit, einen „Nachricht senden“-Button auszuwählen. Bei allen anderen CTAs erscheint ein Messenger-Symbol neben dem Button der Anzeige. Alle Klicks auf diese News Feed-Anzeigen werden dann direkt in den Messenger verlinkt, wo sich eine Konversation mit dem Unternehmen öffnet. Dort sehen die Nutzer eine Kopie der Werbeanzeige und eine definierbare Willkommensnachricht. Diese Unterhaltung kann vom werbenden Unternehmen wahlweise manuell oder über einen Bot erfolgen.

(Bildquelle: Facebook - https://developers.facebook.com/blog/post/2016/09/12/new-messenger-features-payments-ads-enhanced-mobile-websites/)
(Bildquelle: Facebook https://developers.facebook.com/blog/post/2016/09/12/new-messenger-features-payments-ads-enhanced-mobile-websites/)

 

Mit Hilfe der Messenger-Verlinkung ist es möglich, einen direkten Dialog mit dem Nutzer anzuregen. Das lässt vor allem dem regionalen Handel viel Freiraum dafür, mit Aktionen, wie z. B. Rabatten oder ähnlichem, zu spielen. Hat ein Nutzer einmal einen Chat mit einem Unternehmen begonnen, können werbende Unternehmen zu späteren Zeitpunkten auch weitere Werbebotschaften über diesen Weg versenden. Eine Umsetzung ist bereits seit einigen Wochen möglich.

 

Facebook Videos mit Werbeunterbrechung

Facebook hat testweise damit begonnen, Videos mit Werbeunterbrechung zu zeigen. Diese neue Art der Werbeplatzierung bietet nun die Möglichkeit, innerhalb von Videos und sogar Live Videos, Ads zu schalten. Somit ist diese Werbeform auf Facebook gut mit dem geläufigen „Mid-Roll“ zu vergleichen. Die neue Facebook-Ad wird allerdings nur dann ausgeliefert, wenn das Video mindestens 90 Sekunden lang ist und vom Nutzer zu mindestens 20 Sekunden lang gesehen wurde. Möchten Publisher also mit ihren Videos Geld verdienen, müssen sie entsprechend langen und guten Content produzieren, der die Nutzer lange bei Stange hält.

Noch befindet sich das Ganze in der Testphase. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass wir in Zukunft bei Facebook auch Videos verstärkt mit Werbeeinblendungen erhalten werden und im Umkehrschluss die Werbetreibenden zusätzliche Online Bewegtbildreichweite – neben dem Big Player Youtube – in ihre Kampagnen integrieren können.

 

Werbung in Facebook Gruppen

Laut eigener Angabe von Facebook existieren ca. eine Milliarde Gruppen in deren Netzwerk. Dieses riesige Potential soll natürlich nicht ungenutzt bleiben. Im Moment prüft Facebook in einigen Ländern wie z. B. Australien die Werbefunktion in Gruppen. Die Group-Ad erinnert mit seiner Aufmachung stark an die Newsfeed-Anzeigen. Die Werbung würde aber hier direkt innerhalb der entsprechenden Gruppe erscheinen. So kann das werbende Unternehmen gezielt Werbung in einem affinen Umfeld schalten, je nach passendem Content der Gruppen (z. B. in einer Gruppe zum Thema Fitness).

 

Ob und wann die Group-Ad in Deutschland oder global ausgerollt wird, ist allerdings noch ungewiss. Wie immer testet Facebook fleißig neue Ansätze, wir dürfen gespannt sein, was 2017 noch alles kommt!

 

Fazit

Facebook ist verstärkt auf der Suche nach einem Ausbau der Werbeplätze, um auch 2017 ein gleichbleibend starkes Umsatzwachstum wie in den Vorjahren generieren zu können. Nach eigenen Angaben wird nämlich bereits in diesem Jahr das Maximum der Ad-Auslastung im Newsfeed erreicht sein. Allerhöchste Zeit, hier für neue Einnahmequellen zu sorgen!

 

Ein durchtrainierter Kerl im Fitnessstudio erklärt uns, wie sehr ihm sein Proteinpulver „XY“ beim Muskelaufbau geholfen hat. Die stets auf eine perfekte Erscheinung bedachte Videobloggerin will uns glauben machen, der Glanz ihrer Zähne stehe in direktem Zusammenhang mit dem neuen „amazing“ Teeth Whitener, den sie nutzt. Das sind nur zwei Beispiele, wie sogenannte Influencer ihren hunderttausenden Followern auf Instagram, YouTube, Facebook und Co. suggerieren, wie begeistert sie von verschiedenen Produkten sind.

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(Quelle: Instagram via Onlinemarketing.de)

 

Influencer Marketing ist gerade in aller Munde: Mit dem kometenhaften Aufstieg sozialer Medien hat sich ein riesiges Ökosystem an Social Influencern aufgetan, die oft mit großem Aufwand akribisch aus ihrem Leben berichten. Vor allen Dingen in den Bereichen der drei großen F´s – Food, Fashion und Fitness – gibt es mittlerweile eine Vielzahl an erfolgreich agierenden Bloggern mit einer großen Anhängerschaft. Im Gegensatz zu den meisten Film- und Musikstars der Vergangenheit schaffen es diese Influencer, eine deutlich interaktivere Beziehung zu ihren Fans aufzubauen.

Dieses innige Verhältnis zwischen Bloggern und ihren Followern wollen sich nun auch immer mehr Unternehmen zu Nutze machen, denen es zunehmend schwerfällt, insbesondere jüngere Zielgruppen über klassische Mediakanäle werblich zu erreichen. Sie hoffen, dass sich die auf Sympathie aufbauende Beziehung zwischen Influencern und ihren Followern auf ihre Produkte übertragen lässt. Essentiell sind hier das Vertrauen und das authentische Umfeld, in dem sich solch ein Produkt-Sponsoring abspielt.

Tatsächlich gibt es auch eine Menge guter Gründe für Unternehmen, ihren Marketing Mix um diesen Kanal zu erweitern. So generieren Mund-zu-Mund-Marketing-Maßnahmen zwischen Konsumenten, zu welchen auch Influencer Marketing zählt, das Zweifache an Umsatz im Vergleich zu bezahlten Werbemaßnahmen (McKinsey). Auch vertrauen 92 Prozent der Konsumenten diesen Mund-zu-Mund-Empfehlungen, während lediglich 36 Prozent klassischen Display Ads Vertrauen schenken. Laut einer Umfrage von Variety sind mittlerweile 8 der 10 beliebtesten Stars amerikanischer Jugendlicher YouTuber und nicht „klassische“ Stars wie Sängerin Taylor Swift. Infolge dieser Erkenntnisse planten laut eMarketer 84 Prozent der Unternehmen in 2015 in den nächsten zwölf Monaten eine Influencer Kampagne zu starten und 81 Prozent der Unternehmen, die eine solche bereits in der Vergangenheit durchgeführt hatten, bezeichneten diese als effektiv.

Ist also Influencer Marketing die neue eierlegende Wollmilchsau? Es bleiben zumindest Zweifel, dass jede Influencer-Aktion automatisch zu einem Erfolg führt. So gibt es zahlreiche Herausforderungen, denen ein Unternehmen gegenübersteht, eine erfolgreiche Influencer Kampagne aufzusetzen. Ganz vorne liegt hier, laut einer Studie (eMarketer) die Herausforderung, den richtigen Influencer für sich zu finden. So ist es essentiell, einen authentischen Zusammenhang zwischen dem Influencer und dem Produkt herzustellen. Laut eines erfolgreichen Ex-YouTubers des sich in 2015 aufgelösten Trios Y-Titty, ist Influencer Marketing allzu oft einfach nur schnödes Product Placement, welches mitunter die Glaubwürdigkeit des Influencers nicht nutzt, im Zweifel sogar untergräbt. Hier sollen vor allen Dingen gute Geschichten Marken helfen, nicht in der Flut an Content unterzugehen.

Weitere Herausforderungen sind laut der Studie das richtige Herantreten an potentielle Influencer. So können Kontakte entweder direkt, oder über eine Vielzahl an spezialisierten Agenturen geknüpft werden. Auch wird der nur schwer zu messende Kampagnenerfolg als problematisch angesehen sowie das Verfolgen der Aktivitäten des Influencers auf seinen verschiedenen Plattformen.

Doch sind es nicht nur operative und kreative Herausforderungen, die Unternehmen bewältigen müssen. Die Branche kämpft zunehmend mit dem Vorwurf der Schleichwerbung. So ist es laut gesetzlicher Regelung in Deutschland verboten, den werblichen Charakter von geschäftlichen Handlungen zu verschleiern. Auch in den USA, dem Ursprungsland von Influencer Marketing, aktualisierte die Behörde für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz (FTC) ihre Richtlinien und legt mittlerweile großen Wert auf die Kenntlichmachung bezahlten Contents. Wenn bei einem Post nicht ohne Weiteres ersichtlich ist, dass es sich dabei um bezahlte Werbung handelt, empfiehlt die Behörde, diesen als werblich zu kennzeichnen, beispielweise durch das Hinzufügen eines #ad oder #spon im Post. Noch wird weder in den USA noch in Deutschland diese Kennzeichnungspflicht umfassend kontrolliert, schon allein aus Mangel an Ressourcen, doch ein allmähliches Umdenken ist festzustellen.

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Beispiel für die Kennzeichnung eines werblichen Posts mit dem #sponsored (Quelle: Instagram)

 

Zuletzt droht langfristig möglicherweise auch ein weiteres Problem: Die zunehmende Kommerzialisierung von Plattformen wie Instagram durch Unternehmen und Influencer könnte gerade einer der ursprünglichen Anziehungspunkte solcher Plattformen (User generierte, authentische Inhalte vs. gestellte Werbung und Content mit Stars) erodieren. Hieraus könnte sich bei einem Teil der Nutzer ein gewisser Zynismus gegenüber den gesponserten Inhalten entwickeln. Wenn Nutzer nicht mehr ausreichend originäre, authentische Inhalte verfolgen können, wenden sie sich eventuell ab.

Influencer Marketing wird auch in Zukunft wachsen, die Branche muss aber achtsam bleiben, die ursprünglichen Vorteile von vertrauensbasiertem Influencer Marketing zu bewahren und etwaige regulatorischen Maßnahmen einzuhalten.

Und schon wieder ist ein Jahr vorbei… 

Der Geschäftsjahreswechsel zum 01. Juli ist vorbei, die Kampagnen sind abgerechnet und der damit einhergehende Stress ebbt langsam ab. Es ist also genau die richtige Zeit, um eine kleine Verschnaufpause einzulegen und die vergangenen 12 Monate Revue passieren zu lassen.

Aus insgesamt mehr als 1.800 abgewickelten Kampagnen möchte ich meine persönlichen Highlights des Geschäftsjahres 2015/2016 in einer zweiteiligen Serie küren.

Ein neues Format: Das InRead

Die Umstellung auf HTML 5 und die gleichzeitig steigende Nachfrage nach interaktiven Videos stellte uns im letzten Geschäftsjahr vor eine Herausforderung, denn das InStream Inventar auf qualitativ hochwertigen und HTML5-fähigen Umfeldern stagniert. Glücklicherweise stand mit dem neuen Format „InRead“ bereits eine adäquate Lösung mit zusätzlichen Vorteilen parat:

  • Die Reichweiten auf qualitativ hochwertigen Umfeldern können leichter ausgebaut werden
  • Keine Begrenzung der Spotlänge
  • VPAID-fähig, d.h. dieses Format ermöglicht den Einsatz von interaktiven Spots

Da wir für einen Einsatz unter NE.R.O. immer ausreichende Volumen der unterschiedlichen Vermarkter im Netzwerk bündeln, die alle unterschiedliche Anforderungen an die technische Umsetzung stellen, war das flächendeckende Setup eine interessante und spannende Herausforderung.

Programmatische Spiegel Tagesfestplatzierung zur DMEXCO 2015

Erstmals wurde – pünktlich zur Dmexco 2015 – die Spiegel Online Startseite für alle Endgeräte programmatisch verkauft, abgewickelt und ausgesteuert. Um dies zu ermöglichen, haben wir mehrere Kundenkampagnen mit unterschiedlichen Zielgruppen hinsichtlich Alter und Geschlecht im Adserver hinterlegt. Die Aussteuerung der jeweiligen Kampagne erfolgte dann programmatisch auf Basis der in NE.R.O. verfügbaren Datenelemente.

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Da es so etwas selbst in ähnlicher Form vorher noch nicht gegeben hat, waren Hürden und Stolpersteine vorprogrammiert. Nur durch die tatkräftige Unterstützung aller an der Auslieferung beteiligten Parteien, konnte die Umsetzung am 17. September erfolgreich realisiert werden.

Noch ein neues Format: Die erste „GAP AD Kampagne“

Das GAP AD ist unser aktuellster Neuzugang. Es handelt sich hierbei um ein neues Format, das exklusiv von Gruner&Jahr für unseren Kunden BMW produziert und erstmalig programmatisch eingesetzt wurde.

Die Buchung und Aussteuerung des Werbemittels erfolgt programmatisch: Der Banner wird ausschließlich Usern angezeigt, die das gewünschte NE.R.O. Targetingprofil aufweisen. Nach Userinteraktion, also einem Klick auf das Werbemittel, wird der Seitencontent nach unten geschoben und das Werbemittel entfaltet seine volle Größe.

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Dies waren nur ein paar der Highlights aus dem vergangenen Geschäftsjahr. Weitere spannende Kampagnen folgen im zweiten Teil dieser Serie.

Bereits seit Mitte letzten Jahres rückt das Thema Mobile Payment immer mehr in den Fokus der Marketing- und Media-Branche. Der Einkauf via Internet und/oder mobiler Geräte (auch inApp) gehört längst zu unserem digitalen Alltag.

Doch was genau ist mit Mobile Payment eigentlich gemeint? Was hat es mit NFC auf sich?

Um diese Fragen zu beantworten, gilt es sich erst einmal den Begriff Mobile Payment genauer anzusehen. Im eigentlich Sinn versteht man darunter einen Vorgang, bei dem ein mobiles Endgerät zur Initiierung, Autorisierung oder Realisierung der Zahlung verwendet wird. Dabei muss es sich eigentlich nicht einmal um ein Tablet oder Smartphone handeln. Deswegen kann man den beliebten Kauf von Klingeltönen zu Beginn des neuen Jahrtausends alla „Crazy Frog“ oder die Bezahlung seines Parkscheines via SMS (Bspw. in Erlangen), bei denen die Abrechnung über das Prepaid-Volumen bzw. den Mobilfunkvertrag erfolgen, bereits als Mobile Payment im eigentlich Sinn bezeichnen.

Doch das aktuelle Thema der letzten Monate meint den eigentlichen Bezahlvorgang, vor allem im stationären Handel, bei dem weder Bargeld noch physische Kreditkarten verwendet werden. In diesem Zusammenhang rückt vor allem die NFC-Technologie (Near Field Communication) in den Fokus. Dabei handelt es sich um einen drahtlosen Funkstandard mit relativ geringer Übertragungsrate. Diese ist zwar geringer als bei einer Bluetooth-Übertragung, dennoch lassen sich damit relativ einfach Informationen zwischen verschiedenen Endgeräten austauschen.

Für den Einsatz von NFC mit dem Mobiltelefon benötigt dieses standardmäßig einen NFC-Chip. Ist dieser nicht von Haus aus integriert, lässt sich alternativ mit einem NFC-Aufkleber nachrüsten. Dann werden mit dem Smartphone und einer NFC-Kontaktstelle (meist am Kassensystem im stationären Handel) entsprechende Daten für den Bezahlvorgang ausgetauscht. Das bedeutet, dass man sein Handy nur noch an das Lesegerät des Kassenterminals halten muss und schon ist der Einkauf bezahlt.

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Natürlich müssen von den Usern vorab entsprechende Kreditkarten-Informationen hinterlegt werden. Je nach Anbieter ist eine Transaktion von mehr als 25 Euro noch per PIN (z.B. Android) oder über Touch ID (Apple) zu bestätigen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit über die WalletApp des Mobilfunkanbieters, z.B. TelekomVodafone oder Base, zu bezahlen. Auch hier ist es allerdings nötig, eine Kredit- oder Geldkarte zu hinterlegen.

Was viele allerdings nicht wissen:

Auch eine Vielzahl von Kreditkarten verfügen bereits selbst über eine NFC Funktion. Beispielsweise kann man mit Visa oder auch mit MasterCard in Deutschland bereits kontaktlos via NFC-Technologie an den entsprechend ausgerüsteten Kassensystemen bezahlen.

Ob Mobile Payment als nächster großer Hype gesehen werden kann, bleibt aufgrund der Vielzahl von Möglichkeiten und Anbieter-Lösungen noch abzuwarten. Doch es zeigt sich, dass ein kontaktloses Bezahlen via NFC durchaus in den Alltag Einzug halten wird. Abzuwarten bleibt auch, ob sich weitere kontaktlose Möglichkeiten der Big Player, wie Googles App „Hands Free“ oder Facebook, gegen den Bezahlvorgang mit NFC durchsetzen können.

Liebe Blogleserinnen und – leser,

bitte setzen Sie sich zu Beginn dieses Artikels aufrecht hin, stellen Sie Ihre Rückenlehne senkrecht und schnallen Sie sich an – zu Ehren des 60-jährigen Jubiläums unseres Kunden Condor Flugdienst GmbH machen wir nun eine kleine Reise durch dessen Geschichte.

Nachdem im Dezember 1955 die „Deutsche Flugdienst GmbH“ von den vier Gesellschaftern Norddeutscher Lloyd, Hamburg-Amerika-Linie, Deutsche Lufthansa und Deutsche Bundesbahn gegründet wurde, folgte am 29.03.1956 der Jungfernflug des ersten touristischen Luftfahrtunternehmens der Welt mit einem Pilgerflug vom Heimatflughafen Frankfurt/Main nach Jerusalem und Ägypten. Bald darauf schon wurden weitere Ziele in den Flugplan mit aufgenommen, darunter Teneriffa und das Lieblingsziel vieler Deutscher – Mallorca. Keine zehn Jahre später folgten bereits die ersten Langstreckenflüge, unter anderem nach Thailand und in die Dominikanische Republik. Das Tor zur Welt stand somit dank Condor wieder ein Stück weiter offen.
Heutzutage steuert die Condor Flugdienst GmbH, die diesen Namen seit 1961 trägt und mittlerweile eine 100%ige Tochter der Thomas Cook AG ist, ca. 75 Flugziele weltweit an und befördert mit einer Flotte von 42 Flugzeugen jährlich um die sieben Millionen Passagiere. (Quelle: www.condor.de)

Da runde Geburtstage auch gebührend gefeiert werden müssen, hat sich Condor in den letzten zwei Jahrzehnten etwas Besonderes einfallen lassen. Zum 40. Geburtstag entwarf der Pop Art Künstler James Rizzi eine Sonderlackierung für eine Boeing 757 („Rizzi-Bird“) und verwandeltet diese somit in ein eindrucksvolles, fliegendes Kunstwerk. Zum 50. Geburtstag der Condor Flugdienst GmbH reiste die Boeing 757-300 „Willi“ als fliegende Liebeserklärung um die Welt. Man kann also gespannt sein, ob zum diesjährigen 60. Geburtstag wieder eine Besonderheit geplant ist.

Auch die mediascale gratuliert herzlich zu stolzen 60 Jahren erfolgreicher Luftfahrt und hat es sich in diesem Zuge nicht nehmen lassen, dem Condor Team mit einer kleinen, selbstgebackenen Aufmerksamkeit den Tag zu versüßen.

 condor

Wir wünschen der Condor Flugdienst GmbH alles Gute für die nächsten 60 Jahre und allzeit guten Flug!

Die endgültige Parkposition wurde von uns nun erreicht und das Anschnallzeichen über Ihnen ist erloschen. Wir hoffen, Sie hatten eine angenehme und interessante Reise und würden uns freuen, Sie bald wieder hier auf unserem Blog begrüßen zu dürfen.

Nein, wir werden uns im Folgenden nicht mit der Karriere von Scooter beschäftigen. Wir gehen auf einen brandheißen Trend ein – Hyperlocal. Vor allem im Online Marketing häufen sich die ständig wechselnden Modeerscheinungen und Buzz Words. Deswegen lohnt sich hier ein kritischer Blick: Sollten wir uns Hyperlocal merken oder verliert sich der Trend im Marketing Kosmos?

Was ist eigentlich Hyperlocal Advertising und wie funktioniert es?

Hyperlocal Advertising beinhaltet alle Werbeformen, welche dem Nutzer je nach aktuellem Standort auf sein mobiles Endgerät gespielt werden. Auf diese Weise kann der Nutzer passgenau und individuell angesprochen werden. Doch zunächst einmal benötigen Werbetreibende die Standortdaten der End User. Wer kennt die Situation nicht: Nach dem Download einer neuen App öffnet sich direkt ein Fenster mit der Bitte, die App auf seinen aktuellen Standort zugreifen zu lassen. Sobald wir hier zustimmen, kann die App, im geöffneten Zustand, auf unsere aktuellen GPS Koordinaten zugreifen. Neben den gesammelten GPS Daten können des Weiteren WLAN Hot Spots als Datengrundlage verwendet werden. Im nächsten Schritt stehen diese Daten dann ebenso den Anzeigenkunden zur Verfügung.

Durch die neu gewonnen Daten kann In-App Werbung deutlich ortsbezogener gestaltet werden. Der Nutzer empfängt nun Werbung, welche sich auf seinen aktuellen oder vorangegangenen Standort bezieht. Durch diese maßgeschneiderte Ansprache des Nutzers können mobile Werbemittel deutlich effizienter ausgespielt werden.

Wofür bzw. wie kann ich Hyperlocal nutzen?

Im Zusammenhang mit Hyperlocal Advertising bieten sich verschiedene Targetingmöglichkeiten an.

Geo Fencing

Eine der Möglichkeiten, die Hyperlocal umfasst, ist das Geo Fencing. Mit Hilfe des Geo Fencing kann die  Kampagnenaussteuerung im Umkreis des Point of Interest (z.B. Schuhladen) vorgenommen werden. Sobald ein Nutzer die Grenze zu diesem virtuellen Umkreis überschreitet, ist er ein potentieller Empfänger der Werbeanzeige.
Und wie wirkt sich das auf die Werbung aus? Das Werbemittel wird dem User nur angezeigt, wenn er sich an einem bestimmten Ort befindet. So kann der Schuhladen um die Ecke neben Produktinformationen und Call to Action Buttons beispielsweise auch eine dynamische Distanzanzeige in seine Ad integrieren. Zudem hilft eine Map inklusive Routenplaner-Option, den User direkt in das Geschäft zu leiten.

 handy

Wetter Targeting

Wenn der Werbetreibende weiß, wo sich der Nutzer aufhält, hat er gleichzeitig die Information, wie das Wetter an dem Aufenthaltsort gerade ist. Dadurch können Kampagnen auch nach unterschiedlichen Wetterzuständen getargetet werden. Ganz praktisch kann einem Nutzer bei 30 Grad und Sonnenschein der Flipflop als Fashion Must-Have vorgeschlagen werden, bei Regenwetter wird ihm stattdessen die Anzeige eines Regenschirms auf das Smartphone gespielt.

Wenn eine Fast Food Kette beispielsweise ihren neuen Smoothie promoten möchte, macht eine GPS-basierte Ausspielung der Banner im Umkreis einer Filiale der Fast Food Kette bei gutem Wetter Sinn. Mit Hilfe einer dynamischen Entfernungsanzeige weiß der Nutzer direkt, wie weit er von seiner Erfrischung entfernt ist und wo er sie findet.

ReTargeting

Durch die Information der verschiedenen Aufenthaltsorte eines Nutzers, kann dieser gezielt noch einmal angesprochen werden, auch wenn er sich nicht mehr in dem umliegenden Radius eines Point of Interest befindet. So können Werbetreibende einen Nutzer nach dem Besuch eines Stores wiederholt ansprechen und beispielsweise mit Rabattcodes oder QR Codes erneut anlocken.

Zusammenfassend sehen wir, dass Hyperlocal viele neue und spannende Chancen für erfolgreiche Mobile Marketing Kampagnen in sich vereint. Mobile Advertising wird mit Hyperlocal deutlich effizienter durch die individuelle Ausspielung von Werbebannern. Durch die wachsende Verbreitung von Smartphones und Wearables werden Standortinformationen weiter zunehmen, sodass Hyperlocal sicherlich weitere Möglichkeiten erschließen wird. Wir sehen also, Hyperlocal ist genauso sicher etabliert, wie H.P. Baxxters Musik in den Discos der Nineties.

Auch dieses Jahr galt es ein legendäres Wir-Gefühl-Event zu organisieren. Das Besondere daran: Erstmals fand es nicht innerhalb der Büroräume statt, sondern extern – an einem geheimen Ort. Die Herausforderung dabei war eine Location zu finden, die genug Platz für 40 Personen mit sportlicher Aktivität bot und zudem kostengünstig genug war um allen Teilnehmern einen unvergesslichen Abend zu bereiten.

Besonders anstrengend für das Organisationskomitte war es, den täglichen Fragestellungen der Kollegen aus dem Weg zu gehen, um nicht zu verraten, was denn so alles geplant war. Von „Hey Manu, ich zahl dir einen Kasten Bier!“, bis „Psst, Saskia komm mal her. Ich mache dir die Wäsche wenn du mir verrätst, was ihr vor habt!“, war eigentlich alles dabei.

So kam der alles entscheidende Tag und man konnte das Glitzern in den Augen bereits auf zwei Kilometer Entfernung sehen – vergleichen konnte man die Kollegen und Kolleginnen mit Kindern, die bereits das ganze Jahr auf das Christkind warten… Herrlich!

Schließlich angekommen, war die Vorfreude natürlich übergroß. Kaum zu bändigen, warfen sich sämtliche Kollegen und Kolleginnen auf die Sportschuhe, um für das anschließende Bowling Turnier gerüstet zu sein. Zuvor wartete aber ein 3-gängiges Festmahl, wunderbar gekocht und vom Team vor Ort zubereitet.

Der sooo lang ersehnte Abend konnte also endlich starten.

Nach einer kurzen Warm-Up Phase konnten sich die bereits eingeteilten 3er Teams nun an die Bahn begeben und die ersten Kugeln werfen. Jeder wollte gewinnen, die Emotionen kochten hoch. Vor allem die Chefität wollte sich einen weiteren Sieg eines Wir-Gefühl-Events nicht nehmen lassen. Unlaute Mittel in Form von lautstarken Kommentaren wurden aber mit Verwarnungen des Turnierleiters auf der Stelle untersagt. Soviel Fairness musste sein!

Nach rund 2,5 schweißtreibenden Stunden war es dann soweit und die Sieger konnten prämiert werden:

  1. Team Tobias W. mit Ellena & Tobi K.
  2. Team Julian S. mit Sandra & Caro F.
  3. Team Nadine mit Marina & Stephan

...Allen nochmal einen herzlichen Glückwünsch und die die nicht gewinnen konnten – immer fleißig weiter trainieren :-)

Was haben wir nicht für aufregende Diskussionen auf der d3con erlebt. Wie sich die ganze Branche mehrfach lauthals auf den Adblocker eingeschossen hatte und den guten Herrn Faida beschimpft haben.

Wie uns erklärt wurde, dass wir ab morgen eigentlich alles und jeden programmatisch planen und umsetzen werden und wir Agenturen eigentlich vollkommen überholt sind, weil der Advertiser alles selbst macht.

Ich könnte die Liste lange fortsetzen, doch ist die Frage ja, wie es nun dieses Jahr war. Die Antwort ist so sachlich wie die Konferenz es war: informativ und fast schon normal… doch vielleicht ist auch genau das die Qualität, die das Thema programmatische Kampagnensteuerung so dringend braucht: raus aus der Hype-Ecke, rein in die planerische und konzeptionelle Normalität.

Und da gab es interessante Vorträge und Diskussionen, die sehr plastisch aufgezeigt haben, wo wir mit dem Thema heute stehen und welche Herausforderungen wir noch vor uns haben:

Es ging um richtige Attributionen, also um die Einordnung, wie wir mit Daten und Profilen heute in Kampagnen Mehrwert schaffen. Es wurde viel über Fraud und Datenschutz gesprochen. Hier besteht Unsicherheit und hier müssen wir mit Themen wie Kampagnenkontrolle, Selbstregulierung und besserer Information gegenüber unseren Kunden noch besser werden. Auch ging es zum ersten Mal darum, dass Programmatic nicht nur Online betrifft, sondern wir in vielen weiteren Kanälen wie OoH oder Radio vor genau denselben Chancen und Herausforderungen stehen werden.

Wir sind in der Normalität des Mediengeschäfts angekommen. Davon überzeugt hat mich, dass auch auf dieser Veranstaltung ein – wie soll ich es höflich formulieren – „Sales-Podium“ zur Diskussion geladen wurde, das man sich gut hätte sparen können. Denn wenn in einer Diskussion ein Panelteilnehmer aufsteht, um die Leistungen seines Unternehmens im Elevatorpitch zu beschwören und auch sonst viel Redeanteil für die Verkäufe seines Produktes veranschlagt, egal, ob er danach gefragt wurde oder nicht, dann kann man sich sicher sein, dass die d3con keine Nischenkonferenz für digitale Early Birds mehr ist.

Der beste Twitterkommentar hierzu ist folgender:

https://twitter.com/ChristinaDaee/status/709724890958577664

Und da macht es natürlich Sinn, wenn der gute Herr Strerath nun endlich auch eingeladen wird und zum Thema Adblocker das markige Statement rausgibt, „…dass die Werbung einfach kacke sei, man sie deswegen blockt und man sich da nicht wundern dürfe….“ Nun ja, die Logik ist ungefähr so bestechend, wie wenn man sagen würde, man soll sich bitte nicht beschweren, dass aufgrund der AntiBabypille weniger Kinder geboren werden, denn am Ende sehen die Kinder, die da im Moment kommen sowieso alle kacke aus und da ist es nur verständlich, dass man die Pille nimmt, um das zu vermeiden….

Lohnt es sich trotzdem? Auf jeden Fall! Die Panels waren gut besetzt, die Themen interessant und auch Advertiser wurden gesichtet, die sich positiv geäußert haben, dass auch für sie die Konferenz ein echter Mehrwert war. Was will man mehr in der neuen Normalität?

Es ist der Klassiker unter den Übersetzungspannen und ich muss tatsächlich auch bei der x-ten Wiederholung immer noch schmunzeln. So nachvollziehbar eine Panne im simultanen Dolmetschen auch sein mag, so sehr rieb ich mir doch verwundert die Augen und Ohren, als die Berichterstattung zum TV Wirkungstag – Verzeihung: ich meine Screenforce Day – sich in meine Wahrnehmung einschlich.

Ich war nach meinem letztjährigen Ausflug in die TV Future-Zone dieses Jahr zeitlich verhindert, andernfalls hätte ich natürlich wieder den Weg in Richtung meiner Lieblingsstadt rheinabwärts von Köln auf mich genommen. Ich hatte durchaus Gefallen an dem Spektakel, auch wenn ich es im Nachgang in Teilen doch sezieren „musste“. Und ich glaubte auch immer noch daran, dass uns TV als Leitmedium erhalten bleibt. Das war allerdings bevor ich Bilder eines willfährigen Auditoriums sah, das leuchtende Plastikattrappen im Jedi-Style gen Himmel streckte, bevor Klon-Krieger (genau, diejenigen die immer zu Tausenden niedergestreckt werden) die Bühne betraten und bevor man allen Ernstes bekannt gab, Gattungskampagnen mit einem Plüschtier starten zu wollen, das einem LSD-Traum entsprungen zu sein scheint, in dem ein Wisch Mob, Bugs Bunny und Rapunzel eine zentrale Rolle gespielt haben müssen. Ohne Hose versteht sich! Wenn das nicht schockierend genug ist, möchte ich garnierend dieses Zitat aus der W&V beifügen: „In einem internen Pitch aus mehr als 30 Ideen der Partnersender hat RTL Creation das Rennen gemacht.“ Wenn das also die beste Idee ist, welche Bewusstseinsverzerrung mag bei den anderen 29 stattgefunden haben und die viel wichtigere Frage habe ich noch gar nicht gestellt: 1. Wofür das Ganze? 2. Hat man denn nichts Besseres zu tun? Die grotesken Züge erinnern mich doch stark an Suter’sche Romankonzepte frei nach dem Motto: Wenn nix mehr hilft, muss ein Imagespot her. Nebenbei soll der Bewegtbild-Wolpertinger auch noch das Social Web erobern, also jenes Medium, dessen Relevanz negiert und dessen Bedeutung überschätzt wird!?!

Meine Damen und Herren: Wenn Schwachsinn derart salonfähig geworden ist (und ich kannte das bislang nur aus österreichischer Radiowerbung), dann verstehen Sie dies bitte als Bewerbungsschreiben. Ich will da mitmachen. Spannen sie mich vor welchen Zug auch immer. Ob für Online mit dem putzigen Online-Keiler Viralbert, für Radio mit dem großbusigen Mediumshäschen Funni-Funki oder für die „das Printimperium schlägt zurück“-Kampagne rund um das Testimonial Darth Reader. Ich komme auch mit auf Bühnen, erzähle was auch immer für einen Seemannsgarn, vertone Welthits neu und tanze mit den Markenbotschaftern Polka. Rufen Sie mich bitte an, auch nachts!

Seitdem ich bei der mediascale beschäftigt bin, wird auf der alljährlichen Online-Marketing Messe dmexco Mobile als neues Reichweitenpaket angepriesen. Nachdem Mitte 2012 erste zögerliche Schritte in diese Richtung unternommen wurden, ist in 2013 Mobile endlich im Onlinemarkt angekommen. Das Thema wird von Kunden aktiv erfragt und hat sich somit als fester Bestandteil in die Online-Marketingkommunikation integrieren können. In weiser Voraussicht wurden mit zügigen Schritten etablierte Standards aus der Online-Welt, wie mobileoptimierte Landingpages, Targeting & Tracking, in die mobile Welt umgesetzt. Doch was ist mit den Werbemitteln?

Der einstige Wegbereiter für den Smartphone- & damit auch Mobile-Markt Apple, brachte den Stein ins Rollen (Hinweis Apple vs. Adobe), obwohl er schon längst nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette steht. Der Datenriese Google hat es in den letzten Jahren peu à peu geschafft mit dem Betriebssystem Android den Markt zu übernehmen. Auch Windows Mobile wird in den kommenden Jahren seinen Marktanteil weiter ausbauen und damit für Werbetreibende relevanter werden. Dies bedeutet, dass es inzwischen eine Vielzahl von Endgeräten zu bedienen gibt, die alle unterschiedliche Bildschirmauflösungen aufweisen. Demnach ist auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Werbemitteln notwendig, um die jeweiligen Endgeräte ausstatten zu können.

Aus diesem Grund wird von einigen unserer Kunden auch verstärkt der Wunsch geäußert Werbemittel künftig in HTML5 zu produzieren, da diese sich u.a. auch dynamisch an die verfügbare Bildschirmfläche anpassen können (sofern die Kreation es zulässt – Definition der Responsive-Darstellung). So weit so gut denkt sich der Mediaplaner – doch erste Probleme tauchen bereits auf, wenn man sich an die großen Vermarkter wendet um Spezifikationen zu erfragen. Prinzipiell befürworten viele der relevanten Vermarkter den Einsatz von HTML5-Werbemittel und wären bereit diese einzusetzen, jedoch bieten nur eine abgeschnittene Hand voll auch dezidierte Spezifikationen dazu. Die übrigen Vermarkter verweisen auf ihre derzeitig gültigen Flash-Spezifikationen, die den groben Rahmen angeben sollen.

Kreative, die dieses Feedback bekommen, sagen zu recht, wie die Queen es ausdrücken würde: „We are not amused“, da bspw. die Dateigröße ein erstes Hindernis darstellt. Werbemittel in HTML5 werden anders aufgesetzt, erstellt und produziert als dies bisher beim Rich Media-Standard Flash der Fall war. Es gilt die CPU-Auslastung der jeweiligen Endgeräte, den Auslieferungscode sowie die Komplexität der Animationen im Auge zu behalten, ohne dabei an die Grenzen der „bisher gültigen Flash-Spezifikationen“ zu stoßen. Die Skripte, die für die vielfältigen Funktionen wie Reaktion auf Neigungssensor, Touchscreen usw. benötigt werden, sind deutlich größer als die maximalen KB-Grenzen es zulassen. Und ich beziehe mich hierbei bisher nur auf den Onlinebereich. Für den Mobile-Bereich liegen die Limits noch deutlich niedriger, womit es noch schwieriger wird HTML5 einzusetzen. Die verwendeten Skripte müssten demnach auf einen externen Server ausgelagert und bei Ausspielung dieser durch eine Container-Lösung nachgeladen werden –  wodurch weitere Kosten für Werbetreibende entstehen.

Ein weiteres Problem, das derzeitig noch besteht ist, dass jeder Browser diesen Code anders interpretiert. Deshalb muss immer darauf geachtet werden, dass auch alle relevanten Browser HTML5 in der Form, wie es technischen umgesetzt werden soll, interpretieren können. Die beauftragten Kreativen müssen daher die verwendeten Features auf Browserkompatibilität testen und die funktionsfähigen Browser samt Betriebssystem bei Anlieferung bzw. Planung bekanntgeben. Somit kann ein entsprechendes Targeting vom Vermarkter eingestellt werden. Ältere Browser-Versionen (Bsp. IE7 / IE8) können gar kein HTML5 darstellen, bzw. haben Probleme den Code richtig zu interpretieren. Ein wichtiger Grund, warum auch immer Fallbacks mitangeliefert werden sollten.

Als Schluss-Resümee lässt sich festhalten: Die HTML5-Werbemittelentwicklung steckt noch in den Kinderschuhen und es gibt dringend Bedarf nach einem etablierten Standard durch den IAB, an den sich alle Beteiligten halten können. Zudem muss auch der neue Mobilfunkstandard LTE eine stärkere Durchdringung im Markt erfahren, so dass auch die KB-Grenzen für den Mobile-Bereich weiter ausgereizt werden können.

Kunden, die Interesse an diesem Thema haben, können sich gerne mit ihrer Kampagne, vorausgesetzt sie bringen eine entsprechende Vorlaufzeit zur Abstimmung mit und die Anzahl der Platzierungen hält sich im überschaubaren Rahmen, für ein erstes Testing an uns wenden.

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