mediascale Blog

Liebe Freunde aus Düsseldorf mit dem PKW Zeichen der Landeshauptstadt Bayerns im Namen!

Ihr, die Ihr ja bei Kunden und Nochkunden als eigentliche Erfinder von Behavioral Targeting auftretet und außerdem als einzige Agentur, die Behavioural Targeting überhaupt im Einsatz hat, habt uns erfreut mit einer eigenen Konsumenten-Befragung. Ihr ließt schalten und walten auf sueddeutsche.de (@Yahoo und SZ: Sag mal habt ihr denn gar keinen Schmerz mehr?) und warbt mit dem Slogan: „Ihre Werbung soll schöner werden“.

sz_groupM_091126

Dies, lieber Agenturgoliath, ist höchst ehrenwert und wird sicher den Konsumenten zum Klick verführen. Sie hätten aber auch gleich schreiben können: „Verbessern Sie das, was Sie eh nicht leiden können“. Nun denn, altes Schlachtschiff, wir haben geklickt und kamen auf einen Fragebogen, der uns auf 17 Seiten mit unzähligen Multiple Choice Fragen so spannende Details entlockte wie Fragen nach sozialer Gerechtigkeit und sexuellen Vorlieben. Nebenbei wollte man noch die aktuelle PKW-Marke und die Bank des Vertrauens herausfinden.

Nun weiß ich ja, dass ihr im Markt wirklich was reißt. Aber glaubt ihr, dass Otto Normalsurfer – auch wenn es der von Euch so sehr gesuchte LOHA ist – einen Endlosfragebogen ausfüllt, euch persönliche Daten anvertraut und das alles ohne Incentivierung? Ich habe schon Befragungen mit weit weniger Fragen durchgeführt und kann nur sagen: Meine Herren, da haben Sie noch was vor sich, um Fallzahlen auf Einzelaspekte zu bekommen, die den Nano-Bereich übersteigen.

Interessantes tat sich auch auf, als mein Kollege sein Alter mit 65 Jahren – zugegebenermassen ein wenig tatsachenentfremdet – eingab. Dann nämlich war die Befragung zu Ende und man bedankte sich für die Teilnahme. Nun lieber Branchenprimus, dass fanden wir dann doch ein wenig diskriminierend – oder haben ältere Menschen bei Ihren Kunden keine Daseinsberechtigung? Das ist wirklich Schade, da die demografische Entwicklung nicht nur Ihre Zielgruppen in Greisenhaft nimmt. Auch Sie, liebe Networkler, werden irgendwann mal alt sein. Und es wäre doch schade, wenn Sie nicht von der zielgruppengenauen Aussteuerung profitieren könnten, die Sie einst entwickelt haben. Da hätte man zudem sicher noch ne Studie über Silver Surfer im Netz draus machen können, ohne Mehrkosten, ganz im Sinne des Hauses. Und auch Menschen unter 19 gibt es in Ihrer Welt nicht. Aber da will ich nicht meckern, denn ich habe ja gerade festgestellt, dass es diese Zielgruppe bald nicht mehr geben wird. Alles in allem ist es aber doch nur recht und billig, wenn Sie uns Ihre Kunden geben, die eher Jugendliche und ältere Menschen adressieren. Wir würden zumindest versuchen, die Damen und Herren mit unserem Targeting zu adressieren und glücklich zu machen. Für die schöne Werbung sorgen wir dann auch – versprochen. Zuschriften mit Bild und Budget senden Sie bitte an info@mediascale.de.

Es grüßt von Herzen

Derjenige, der im Fragebogen das Geschlecht gewechselt hat und jetzt Mitte 40 ist, kein Auto fährt und auch nicht so viel Kohle hat – weswegen das Konto bei der Sparda Bank auch Sinn macht. Außerdem wünsch ich mir nichts sehnlicher als Weltfrieden und sozialen Ausstieg sowie einen zügigen Atomkonsens ohne Laufzeitverlängerung. Kurzum:

Ein LOHA

Stellen Sie sich vor, ein Hund (gerne ein Pinscher) pinkelt ihnen ans Bein. Nein, es handelt sich nicht um einen autobiografischen Erfahrungsbericht, sondern lediglich um eine Aufforderung, sich das Szenario vorzustellen. Also, der Pinscher lässt laufen und nach einem wärmenden Moment, wird es vor allem unangenehm und die olfaktorische Wirkung von Stoffwechselendprodukten ist gesellschaftlich nicht zwangsläufig als Parfum anerkannt (auch nicht für Hundeliebhaber). Davidoff Warm Water würde aber gar nicht so übel klingen.

Nachdem wir nun also unsere Assoziationsfähigkeiten geschult haben, möchte ich Sie nunmehr einladen, sich auf meiner abstrakten Reise vorzustellen, Sie wären der Rhein. Gut, jetzt brauchen Sie tatsächlich Vorstellungskraft. Ich mache es gleich auch wieder leichter, denn eben jener Pinscher von gerade eben (ich weiß, dass Sie ihn noch vor Augen haben;)) pinkelt in einen mäandernden Altarm ihres Ehrenwerten Flussbeckens. Dieses können Sie (als Rhein gesprochen) aber leider nicht mehr durchströmen, weil findige Deichbauer ein wenig betoniert haben und nun auch lawinenartige Schneeschmelzen in unserer eidgenössischen Alpenfiliale nicht mehr die Überschwemmungen herbeiführen, die den Arm erreichen würden. Last but not least möchte ich Sie bitten, sich nun den Störfaktor Pinscher aus Sicht einer Privatperson und eines durchaus großen Flusses vorzustellen. Ich denke es wird klar, dass die Bewertung der Pinscher-Situation durchaus differiert.

Warum erzähle ich Ihnen nun eben jenen Vergleich? Vor allem deswegen, damit „wir“ Medienmenschen, Werber, aktive Blogger etc. einsehen, dass wir meistens nur die Privatperson und nicht der Strom sind: also eher Pfütze, statt Atlantik! Eine Aspirin im Wasserglas ist hochdosiert, während die gleiche Medikation auf die Nordsee gerechnet, nur der geneigte Homöopath noch als Medikament empfinden würde. Genau so verhält es sich auch mit den PR GAUs, von denen unsere Fachpublikationen gerne  schreiben. „Jako ist gemein zu Bloggern und erlebt einen riesen PR-GAU“ ist eine zugegeben etwas abgewandelte Überschrift, aber die Blogosphäre brodelt. Nun kann ich eine Hausfrauenumfrage machen und dann wird die erste Frage sein, „wer ist Jako?“ und die zweite „was ist passiert?“. Bis auf enthusiastische Meinungsäußerer und affärenaffine Redakteure, hat es kein Mensch mitbekommen. Ist es nun ein „Größter Anzunehmender Unfall“, wenn etwas passiert, den im Grunde niemand wahrgenommen hat? Oder ist es doch nur ein Sturm in eben jenem Wasserglas, in dass ich eben eine Aspirin versenkte?

Wem Jako nichts sagt, möchte ich an das angebliche vodafone-web 2.0.-Desaster erinnern, in das sich das Unternehmen laut Blogosphäre und Fachpresse mit ihrer neuen Kampagne verstrickt hat. De facto ist es so, dass NIEMAND außerhalb des erlesenen Fachpublikums (und darauf kann vodafone gewiss verzichten) Notiz davon genommen hat. Den Spot kann man gut oder schlecht finden. Der „normale“ Deutsche hörte mäßige Musik und sieht Menschen in allen möglichen Lebenssituationen. In dem Bildgemenge sitzt dann irgendwann der Schnautzermann mit schönem „Iro“ und niemand hätte je Kenntnis davon genommen, dass dieser Mensch das web 2.0. und insbesondere sich selbst vermarktet. Erst recht interessiert keinen, dass er ja eigentlich ein Iphone hat und das er jetzt dem Kommerz erlegen ist. Was mich allerdings kümmert ist die Tatsache, dass es Menschen gibt, welche scheinbar Zeit haben, sich um solche Bagatellen Gedanken zu machen. Neulich saß ich in einem Vortrag und hörte, wie sich der Vertreter eines anderen Mobilfunkers  sich über die Kampagne ausgelassen hat. Bezeichnend war, dass eine gute Freundin, die ebenfalls anwesend war und die Branche sehr gut kennt, mich fragte: „Vodafone? Was war denn da?“ und passender kann ich es jetzt auch nicht beschreiben.

Ich will niemandem die eigene Meinung verbieten und bin auch gegen jede Bevormundung von Unternehmen gegenüber kritischen Konsumenten. Gleichzeitig bin ich aber auch gegen Skandale, die keine sind. Häufig handelt es sich nicht um einen GAU sondern um eine GAE (Größte Anzunehmende Einfallslosigkeit). Wenn einem wirklich nichts einfällt, darf man gerne auch…Schweigen!

Es kommt der Tag, an dem der Onlinewerber erkennt, dass man View-Cookies nicht essen kann. So oder ähnlich stelle ich mir eine passende Interpretation alter Indianerweisheiten in unserer aktuellen Branchenwelt vor. Doch keine Sorge, meine gedanklichen Ausflüge gehen heute weder in das Reich der amerikanischen Historie, noch möchte ich pandemische Ausarbeitungen verfassen oder den Bereich der zu Recht geliebten Ökotrophologie streifen. Nein, heute geht es um das Lieblingsfach Mathematik. Bitte seien Sie sich gewiss, dass auch meine Erfahrungen im „Gulag“ –  Grundkurs Mathe – nicht zwangsläufig die blumigsten meiner Jugend waren. Dafür sorgte schon alleine eine stalinistisch geprägte Diktatorin, deren präferiertes Mittel der Wissensvermittlung das Tempo und die Lautstärke waren. Wurde etwas nicht verstanden, erklärte sie es doppelt so schnell und doppelt so laut noch einmal.  Trotz – oder vielleicht auch gerade – wegen dieser Kuschelpädagogik, ist bei mir ein grundsätzliches Zahlenverständnis hängen geblieben, das immer wieder auch in der bunten Werbewelt von Nutzen ist. Insbesondere wenn es um Gesamtheiten und Dotierungswahrscheinlichkeiten geht, schlägt der eingepeitschte  Abakus-Thalamus gnadenlos zu.

Ich bin nicht gegen eine grundsätzliche Verteufelung von Post View Tracking. Im Gegenteil! Für gewisse Branchen und kleinere Kunden ist es richtig und wichtig diesen Messwert, um den uns mancher TVler beneidet, als ein Performanceparameter heranzuziehen. Dies gilt aber auch wirklich nur dann, wenn es sich um grafische Werbemittel handelt, die im direkt sichtbaren Bereich einer Homepage eingebettet sind. Aus Sicht eines Werbetreibenden sehe ich allerdings dann keinen Sinn in einem Post View Model, wenn die Reichweite aller gesetzten Cookies nahezu die gesamte Population der deutschen Online User abdeckt. Hier kommt unter anderem Carl Friedrich Gauß ins Spiel, der sehr schlaue Sachen über Normalverteilungen und andere Irritationen herausgefunden hat. Denn mit einem solchen Rundumschlag erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Provisionsausschüttung für Neukunden auf nahezu 100%, ohne dass sich die Zahl der Kunden insgesamt deutlich erhöhen würde. Es sänkt lediglich bei konstantem Geschäftsverlauf die Zahl der unprovisionierten Neuankömmlinge im Waren-/Wirtschaftssystem. Nun wird der ein oder andere Post View Anbieter entgegenhalten, dass ja die Cookielaufzeit viel kürzer ist für eine Viewmessung und ein CPO Modell per se besser ist als ein TKP-Modell. Aber sind das wirkliche Gründe, bzw. hindern solche Einschränkungen tatsächlich? Im Falle der Laufzeit, macht es die Sache mit der hundertprozentigen Abdeckung in der Tat etwas schwieriger. Ich habe allerdings auch schon Zahlen gesehen, bei denen pro 2-Tagesrhythmus jeder deutsche User im Schnitt (und hier ist nicht der „Goldene“ gemeint) 2 Cookies gesetzt bekommt. Zudem waren manch windige Marktpartner so schlau, Tripple-Ads im nicht sichtbaren Bereich zu schalten, die sich ohne weiteres Aufrufen, bis zu 6x selber laden und es auf nicht weniger als 18 View-Cookies brachten, ohne dass der User davon auch nur Notiz hätte nehmen müssen. Das bedeutet im Grunde nichts anderes, als dass hier vor allem einer einen goldenen Schnitt gemacht hat: Das Konto desjenigen, der hier eine kleine Buchung tätigte. Fragt man einen Vermarkter nach solch fragwürdigen Einbindungen, hat der davon i.d.R. nichts gewusst. Daran merkt man ja auch „glücklicherweise“ wieder, dass man in Deutschland ist. Außerdem gilt: In der Krise fragt man nicht! Bleibt noch die Frage zu klären, ob eine TKP-Abrechnung nun schlechter ist als eine CPO-Abrechnung auf View-Basis und diese Frage lässt sich mit „Nein“ beantworten! Die Arbitrageure wie sie gerne genannt werden, machen vor allem eines: Arbitrage! Zumindest ist es unwahrscheinlich, dass aus reinem Altruismus und auf eigene Kasse Werbung geschaltet wird. Und ein echtes Risiko haben viele nur dann, wenn sie ihr sauer Erspartes in Alkohol investieren und dann die Frau eines Preisboxers angraben.

Sie dürfen nun zu Recht fragen, warum ich bei so viel Wissen um die Thematik, nicht auf der dunklen Seite der Mathematik stehe. Wenn ich die Wünsche meiner Freundin zu den Themen „Wohnen“, „Kleidung“ und „Accessoires“ höre, frage ich mich das heimlich auch manchmal (und betrete damit so etwas wie den ersten Kreis der Hölle). Vielleicht ist es einfach nur ein gewisser mir anhaftender Skrupel oder anders formuliert der späte Sieg meiner Religionslehrerin über die kalte Vernunft der Zahlen und Genossin Algebra. Wie dem auch sei, bin ich froh, nicht mehr die Schulbank drücken zu müssen. Manchem Markpartner muss man aber klar und deutlich sagen: Nachsitzen!

Tele2 "Volles Rohr! Extra"
Tele2 "Volles Rohr! Extra"

Ab sofort dürfen wir auch einen Kunden aus dem österreichischen Markt zu unserem Kundenstamm zählen: Tele2.at.

Für mediascale bedeutet das den Eintritt in einen spannenden Markt. Für mich persönlich heisst es: Geschäftsreisen nach Wien – eine ganz wunderbare Stadt, wie ich finde ;-)

Seit dem 13. November läuft die erste Kampagne von Tele2 Österreich über unseren Server, die das Kombiangebot „Volles Rohr! Extra“ (Breitband-Internet und Telefonie zum halben Preis) bewirbt.

Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass sich Tele2.at, der größte alternative Telekom-Komplettanbieter in Österreich, trotz nationaler Bewerber, für uns entschieden hat. Unser Auftrag in dieser Kampagne: Über eine zielgerichtete Ansprache Neukunden für das Produkt zu werben. Parallel zur Performance-Kampagne läuft eine Branding-Kampagne die die gleichnamige Tele2-TV-Werbung ins Netz überträgt und dadurch gezielt auf die Marke einzahlt. Alle, die sich selbst ein Bild machen möchten, schauen am besten gleich heute (19.11.) auf  GMX.at oder noch bis Mitte Januar bei den österreichischen Seiten MSN.at, ORF.at, heute.at oder krone.at vorbei.

Und wenn ich in nächster Zeit einen Tag geschäftlich unterwegs bin – dann vielleicht im großartigen Wien ;-)

Gut 80% unserer New Business Kontakte wollen es machen, gut 60% aller Kollegen aus anderen Abteilungen der Agenturgruppe finden es toll, und in mindestens 50% aller Vorträge zum Thema E-Mail-Marketing wird es ebenfalls als „Königsweg“ zum performanceorientierten E-Mail Marketing beschrieben: das Aufzeichnen von Klicks in E-Mails und das Nutzen dieser Informationen zur effizienteren Aussteuerung von Botschaften über E-Mail.

Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass bei vielen Unternehmen die Botschaft jedoch noch nicht angekommen ist. Also hier noch einmal:

DAS AUFZEICHNEN VON KLICKS IN E-MAILS IST NICHT ERLAUBT!

Dabei ist es irrelevant, ob man die Informationen aus dem Klickverhalten wirklich für eine bessere Zielgruppenansprache nutzt. Schon alleine das Speichern von Informationen zu einer bestimmten E-Mail-Adresse ist nicht gestattet. Natürlich ist es erlaubt, die Anzahl der Klicks statistisch zu messen, um so wichtige Kennzahlen wie die Klickrate oder eine Klick-Conversion zu berechnen – solange die Information eines Klicks nicht zusammen mit einer einzelnen E-Mail Adresse gespeichert wird. E-Mail Adressen sind personenbezogene Daten, die im besonderen Maße durch den Gesetzgeber bzw. durch einzelne Richtlinien geschützt sind. Und da ein Empfänger einer E-Mail nicht ohne ausdrückliche Zustimmung davon ausgehen muss, dass sein Klickverhalten aufgezeichnet wird, ist es verboten.

Nun finde ich es nicht wirklich schlimm, dass unsere Kunden, Interessenten, oder auch die geschätzten Kollegen darüber teilweise noch anders denken – hier liegt es an uns, für Aufklärung zu sorgen. Was ich sehr interessant finde ist, wie hartnäckig sich dennoch dieses „Gerücht“ hält, das Aufzeichnen von Profildaten sei erlaubt. Die letzten Monate mit den teils unklaren, teils verwirrenden Wasserstandsmeldungen rund um das Thema Datenschutz und E-Mail-Marketing, haben sicher nicht zur Aufklärung beigetragen. Dennoch finde ich es höchst erstaunlich, wie sehr die Informationen aus dem Klickverhalten der Nutzer nach wie vor alle Beteiligten faszinieren. Zugegeben, es hört sich sehr verlockend an, und es ist auch immer noch dazu geeignet, meine Großmutter innerhalb von 10 Sekunden von den Vorteilen eines effizienten E-Mail-Marketings zu überzeugen: Ich schaue einfach, wer im ersten E-Mail beispielsweise auf das Produkt Fernseher geklickt hat, und im nächsten E-Mail gibt’s dann die volle Dröhnung zum Produkt Fernseher im Detail… Cool. Streuverluste und falsche Botschaften ade. Nur leider… na, Sie wissen schon.

Dennoch gibt es auch eine gute Nachricht: das ist alles gar nicht so schlimm. Nach unseren Erfahrungen im performanceorientieren E-Mail-Marketing, gibt es eine ganze Reihe an Optimierungsmöglichkeiten, die weit mehr Potential haben als die verbotene Aufzeichnung des Klickverhaltens! Leider bleibt mir hier nicht genug Platz diese Möglichkeiten entsprechend darzustellen, aber eine kleine Rechnung soll wenigstens helfen das Thema Klickverhalten realistisch zu verorten: Nehmen wir an, 30% aller Empfänger öffnen eine E-Mail und 10% der Öffner klicken auf einen abgebildeten Fernseher. Dann habe ich von 3 % aller Empfänger meiner E-Mail die Information „Jetzt Fernseher-affin“. Nun versende ich eine neue Mail an diese 3 %-Gruppe, gerne auch mit passender Betreffzeile. Wenn 50% aller Empfänger die Mail anschließend öffnen und noch einmal tatsächlich 50% auf die tollen Fernseher klicken, habe ich nach Adam Riese 0,75% meiner Newsletter-Empfänger zu den Fernsehern im Web-Shop gebracht… Na, zufrieden? In unseren Auswertungen hätten wir das vielleicht gerade noch in den Anhang genommen.

Verstehen Sie mich nicht falsch: natürlich wäre auch ich froh, sollte es eines Tages erlaubt sein, das Klickverhalten aufzuzeichnen. Daran glaube ich zwar ohne ausdrückliche Genehmigung nicht, aber langfristig könnte man damit sehr interessante Profilinformationen über Interessenten sammeln. Solange das nicht der Fall ist, erübrigen sich aus meiner Sicht alle weiterführenden Gedankenspiele dazu.
Ende der Diskussion!

Oder der Anfang?
Schreiben Sie mir gerne Ihre Meinung!

„Vermarkter GoodBye sagt, er kann jetzt auch Video-Mails verschicken“, schmettert Kollegin Schmitter  in unser frühmorgendliches Dienstagsmeeting. Die Runde erwacht interessiert aus der Nachschlafphase. Video im Mail? Das klingt toll. Natürlich prüfen wir umgehend nach, wie diese Innovation  tatsächlich funktioniert. Nach hartnäckigem Insistieren, erhalten wir vom plötzlich etwas zögerlich gewordenen Vertriebler Beispiele der Videomails. Aber in den Newslettern  sind lediglich Bildchen eingebaut, auf die der User klicken kann, um sich dann ein Video im Webbrowser anzuschauen. Dass man in E-Mails Bilder anzeigen und verlinken  kann, das war uns dann doch schon  bekannt.

Zurück bleibt aber die Frage:  Gibt es  Videomails nun tatsächlich auch  im wahren Leben und zwar außerhalb von  Vermarkterpräsentationen und Direktmarketing-Kongressen? Die Antwort ist ein bisschen kompliziert und erinnert an die verblichenen Ostblockscherzfragen an Radio Eriwan: Im Prinzip ja, es kommt nur darauf an, was man unter einem Video im Mail versteht.  Was  definitiv nicht geht, zumindest hier und heute, ist das Verschicken der üblichen Webvideo-Formate als Bestandteil einer Mail und das Abspielen des Videos im Mailclient oder Webmailer. Zum Einbinden der Filme werden Scripte benötigt, die von allen aktuellen Mailbetrachtern rücksichtslos deaktiviert werden. Der Grund: das Ausführen von solch aktiven Inhalten im Mailer kann üble Sicherheitslücken öffnen. Böswillige Zeitgenossen könnten dann nicht nur Filme ablaufen lassen, sondern auch versuchen, die Mails an die Geliebte zu lesen, die Passwörter zu stehlen oder die Festplatte zu formatieren.

Um eine Alternative zu entwickeln, kamen findige Köpfe auf die Idee, ein Format zu benutzen, das  aus den Urzeiten der Onlinewerbung stammt, den meisten Usern heute aber nur noch begegnet, wenn mit Ihrem Flash-plugin etwas faul ist und sie die Fallback-Werbemittel sehen: Die animierte GIF-Grafik. Dabei handelt es sich um  Bilder. Dass sie bewegt sind, stört den Mailer nicht – für ihn bleiben es Bilder.  Was auf den ersten Blick wie eine elegante Lösung aussieht, kämpft in der Praxis dann aber mit einigen Schwierigkeiten. Erstens und am Schlimmsten: Bilder kennen keinen Ton. Ein als animiertes GIF erzeugter Film bleibt für immer stumm. Darüber  hinaus ruckeln die Filme meist, denn mehr als 16 Einzelbilder  pro Sekunde kann auch der modernste Browser oder Mailclient nicht darstellen. Eigentlich würde eine Framerate von 24  Bildern benötigt. Die Browser Safari und Chrome schneiden mit 10 beziehungsweise 12 Bildern pro Sekunde hier noch deutlich schlechter ab, auf einem Mac läuft solch ein GIF-Film damit mit weniger als der Hälfte der eigentlich erforderlichen Frames. Drittens muss das Format natürlich eigens produziert werden.  Wer weiß, was die Erstellung eines  Newsletters im Normalfall so kosten darf, wird das mit großer „Freude“ hören. Und als wären das nicht schon Probleme genug, schlägt zum Schluß noch erbarmungslos das ewige Mantra des E-Mail-Marketings zu: Nicht im Outlook 2007.  Outlook 2007 stellt nur das erste  Bild der Animation als Standbild dar, kein Film, aus.

Es gibt trotzdem  geeignete Anwendungsfälle für diese Form von Bewegtbild – mir sind allerdings bis heute nur wenige begegnet. Auch lese ich in amerikanischen Studien gelegentlich von erstaunlichen Leistungssteigerungen durch Videomails, nur fehlen im Anhang fast immer die  konkreten Arbeitsbeispiele. Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt  uns  allen, die gerne mal ein richtiges Video in der E-Mail-Kommunikation nutzen würden. In den USA hat AOL (ja, die gibt es da drüben auch noch) gemeinsam mit einem Technologieanbieter, ein Verfahren zum Versenden von Videoinhalten in Mails durch zertifizierte Absender an den Start gebracht. Inwieweit  solch ein Ansatz übergreifende Marktrelevanz gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Technologisch bietet er zumindest ein sicheres Verfahren, um doch noch irgendwann das Tor des Monats – inklusive Kommentar und Jubelschreien – direkt in den elektronischen Briefkasten geschickt zu bekommen.

Kennen Sie das auch, das Gefühl, überdurchschnittlich kaufkräftige Kontostände zu besitzen, sozial aufstrebend und unheimlich shoppingaffin zu sein und das vor allem online? Nein? Dann sind Sie nicht in der Online Mediaplanung tätig. Dort wird Ihnen dieses Gefühl in jeder Portfoliopräsentation suggeriert. Ich surfe, also bin ich ein geiler Typ, wäre die vielleicht etwas polemische, aber durchaus berechtigte Ableitung.

Wenn es aber nun stimmt, dass inzwischen weit über 150 Prozent der User unter 30 Lenzen online sind, dann muss man sich zu Recht fragen: Wo sind die sozial Abgehangenen, Schulabbrecher und U-Bahn Schläger nur geblieben? Im TV kann ich Ihnen diese Frage beantworten: Auf der Couch (oder dahinter) bei Olli Geissen oder bei Popstars zur Urschreitherapie mit Herrn Soost. Bei beiden Formaten wäre ich nebenbei froh, wenn vorab der korrekte Gebrauch von Artikel und Präposition erklärt werden könnte, bis ich das nächste Mal einen krankheitsbedingten Zapping-ReCall habe.

Zurück zum Thema: Im Netz der Mediadaten gibt es kein Prekariat und auch niemanden, der es irgendwann werden könnte. Hier ist alles in bester Ordnung und man fühlt sich wohl in der „Generation (zu) Guttenberg“. Manchmal beschleicht mich jedoch das Gefühl, dass es auch anders sein könnte als in der PDF-Matrix, in der ich jeden Tag neu entscheide: „Blaue Pille = ich glaub das jetzt“ oder „Rote Pille = vielleicht hinterfrage ich heute kritisch, was mir dort weiß gemacht wird, da der Herbst naht“.

Die Verzerrung, die jedem Vermarkter zu Gute kommt, liegt sicherlich vor allem darin begründet, dass Besserverdienende mit einer geregelten Schicht vor dem Rechner per se eine höhere Chance haben, während der Arbeitszeit im Netz zu surfen, als ein freischaffender Bierbüchsensammler in Berlin-Marzahn. Wahrscheinlich ist bei letzterem Typus der heimische Rechner auch eher Atari als Windows 7 kompatibel. Hier gilt die einfache Regel, dass Bildungs- und HHNE-Schnitt grundsätzlich höher sein muss als der entsprechende Gesamtwert aller 82 Mio. Mitbürgerinnen und Mitbürger. Dennoch bin ich überzeugt, dass es irgendwo auch Seiten gibt, auf denen die User vielleicht überdurch­schnittlich gut aussehen (lt. wunder.ad oder nuggloop), deren geistige Bahnschranken allerdings schon fallen, wenn der Zug im Bahnhof gerade den Speisewagen ankoppelt.

Wenn Sie, liebe Vermarkter, Mediaplanungskollegen oder Targetinganbieter, solche Seiten kennen, würde ich mich über einen diesbezüglichen Hinweis freuen. Wir könnten zusammen Dosenbier vermarkten, Restposten von Unterhemden der Marke Schiesser verscherbeln und ganz nebenbei eine neue Werbeform kreieren: Den Halfbrain Banner. Mich würde es freuen und jetzt muss ich los, gleich beginnt „Raus aus den Schulden“.

Bei der morgendlichen Lektüre einschlägiger Fachpublikationen stieß ich heute auf einen Beitrag mit oben genannter Überschrift auf meedia.de. Es geht in dem Artikel darum, dass die Werbetreibenden im Bereich Online den digitalen Zeitungsablegern besonders schlechte Noten im Bereich Auftritt und Werbeleistung attestieren. Die goldene Himbeere darf nebenbei bemerkt ein TV-Ableger in seine Trophäensammlung aufnehmen.

Nun frage ich mich, wie meine persönliche Bewertung für den deutschen Markt ausfällt? Kann man pauschal urteilen, dass Zeitungsderivate im Onlinebereich besonders schlecht oder gut sind? Ich sage: NEIN, pauschal möchte ich das nicht sagen. Aber JA, es gibt Bereiche, da haben die Kollegen der digitalisierten Offlinezunft Nachholbedarf!

Zunächst möchte ich die Frage beantworten, wie ich Zufriedenheit definiere. Für mich beinhaltet das drei Dimensionen: Preis-/Leistungsverhältnis, Reichweite und fähiges Personal, welches guten Service in allen operativen Belangen gewährleistet.

Geht es um das Preis-/Leistungs­verhältnis, so haben/hatten die tradierten Medienhäuser zumeist insbesondere ein Problem mit der Flexibilität. Plötzlich brach der Ruf nach Performancekampagnen aus, wie der Vesuv über Pompeji und es durchzuckte sie der alte Reflex: Ist neu, ist ne Herausforderung, lehnen wir ab. Als plötzlich die Erlöse erodierten wie der Boden in der Sahelzone, machten einige die Schleusen auf, um genau das zu erzielen, was sie eigentlich immer vermeiden wollten: Eine Preisspirale, die sich rasant gen Erdmittelpunkt bewegt. Dave Katz, der sich im Artikel äußert, hat meiner Meinung nach richtig analysiert, wenn er sagt: „Es könnte sein, dass das Digital-Geschäft lange Zeit bei ihnen nicht im Fokus stand.“  Es wurde zu lange an alten Gewohnheiten festgehalten und der dynamische Onlinemarkt überforderte die antiquierten Muster. ABER: Viele Medienhäuser haben aufgeholt, viele haben gelernt und viele haben ihre reinen Webkollegen inzwischen überholt. Das alte Schlachtschiff Printhaus mag zwar schwer in Gang kommen, aber bei voller Fahrt fädelt es sich des Öfteren auf der Überholspur ein.

Wenn wir über die Reichweite sprechen, attestiere ich der Zeitungsbranche eine inzwischen sehr gute Abdeckung und diese zumeist auf qualitativ hochwertigem Niveau. Nun mag die eine oder andere Zeitung inzwischen auch zum PI-Schinder verkommen sein (ich will mal keine Namen nennen;)), dennoch ist eine Belegung in der Regel mit passablen Conversions verbunden. Jedenfalls  ist mir eine mittlere Reichweite mit guten Performancewerten lieber, als gehypte Sozialfälle à la Web 2.0, deren Volumen man häufig mit dem Hirn eines Elefanten gleichsetzen kann: Sehr groß, mit wenig inhaltlicher Substanz! Umgekehrt darf man die Propagandalektüre des VDZ, die in den vergangenen Tagen in meiner Schneckenpost landete, nicht überbewerten. Es ist halt nicht alles Gold, was glänzt, liebe Zeitschriftenverleger.

In Bezug auf das fähige Personal und den zwischenmenschlichen Faktor kann ich im Grunde keine direkte Trennlinie ziehen. Es gibt über alle Anbieter hinweg Fälle, in denen ein smarter Verkäufer für Höheres geboren wurde, das BackOffice  allerdings auf einem Niveau agiert, dass vergleichbar dem Spiel der Bayern in der 2. Halbzeit gegen Bordeaux ist. Umgekehrt wiederfährt einem auch nur zu oft eine gute Abwicklung, die  mit überschaubaren Talenten im Vertrieb auch nicht zu einem Optimum des Vermarktungspotenzials führt.

So bleibt mir als Fazit, dass die Studie von der Insel in Teilen das reflektiert, was wir auch auf dem deutschen Markt erleben. Eine Pauschalisierung greift allerdings zu kurz und führt im Zweifel nicht weiter. Und ALLE die was anderes behaupten sind blöd ;-) !

Um es vorweg zu sagen: Anstatt unseren alten Schulfreund Galileo für eine Überschrift zu bemühen, hätte ich ebenfalls die griffige Umschreibung „Wertstoffhof Onlinewerbung“ verwenden können. Das hätte aber irgendwie nicht so intellektuell geklungen;).

Mein Motiv für diesen kleinen Mitmachinternetbeitrag ist die Feststellung, dass gerade in diesem krisengeschüttelten Jahr erstaunlich viele Themen wieder auftauchen, die es alle unter anderer Verpackung bereits gab. Und ähnlich wie in der realen Lebenswelt, freut man sich auf manche „Retros“, während man bei anderen inständig hofft, dass die Pharmaindustrie nun auch hier endlich einen Impfstoff entwickelt. Alternativ könnte ich auch einen antipenetranten Schutzwall akzeptieren.

Mein Lieblingsthema, welches ich eher mit einem lachenden als einem weinenden Auge verfolgt habe, war sicherlich die Geburtsstunde (Galileo würde wohl vom Urknall sprechen) des „Vertical“. Ein mäßig begabter Schüler in einer repräsentativen Pisa-Klasse würde „Vertical“ mit „senkrecht“ oder simpel mit „vertikal“ übersetzen. Mit ein wenig Fantasie, Alkoholmisch­getränken und schlechtem Schlaf wird allerdings in Windeseile hieraus ein thematisches Umfeld. Ein Themenumfeld wiederum ist für meine humorlose Planungssicht ein Channel und den wiederum gab es doch glaube ich schon etwas länger, oder?

verticallimits

Anfang 2003 habe ich meine Seele dem „Ach-bist-du-das-mit-den-nervigen-Pop-Ups“ -Geschäft verpachtet. Ob Sie es nun glauben oder nicht, schon damals gab es die Belegungsoption Channelbuchung. Gut, die meisten Banner waren noch schwarzweiß und statisch, der Krieg war gerade vorbei und wir hatten ja nichts außer Spiegel Online und AOL CDs am Kartenständer. Doch selbst in diesen dunklen Tagen gab es schon pfiffige Vermarkter, die Seiten zu einem Themenfeld gebündelt haben. Man darf also getrost den guten alten Channel als das Steinzeit-Vertical bezeichnen. Wie kommt es nun, dass plötzlich etwas geschaffen wird, was es schon immer gab und auf das deswegen niemand gewartet hat? Nun das meine lieben Mediakollegen haben wir zum einen der Tatsache zu verdanken, dass man fahrlässiger Weise zu lange 2 Säue gleichzeitig durchs Dorf getrieben hat (Behavioural Targeting und Bewegtbild) und nun plötzlich keine Neuigkeiten mehr zu erzählen hatte.  Zum anderen müssen wir uns eingestehen, dass selbst wir in der Werbebranche auf unsere eigenen Vermarktungstricks reinfallen. Letzteres ist dann immerhin wieder beruhigend, bringt es uns letztlich dem reizüberfluteten Konsumenten wieder ein Stück näher. Vielleicht erleben wir auch nur die Supernova des klassischen Umfeld­marketings und wir setzen zukünftig auf ein reines Profiltargeting. In jedem Fall freue ich mich auf die zukünftigen Innovationen, wozu ich gleich zwei Vorschläge habe: „Horizontals = GeoTargeting“ oder „Diagonals = Geotargeting + Umfeld“. Mich würde es jedenfalls freuen.

Zum offiziellen Marktstart des neuen Microsoft Betriebssystems Windows 7 am 22. Oktober 09 gab es fast nur positive Kommentare von allen Seiten. Nach langem Aufstieg scheint  das Betriebssystem-Team bei Microsoft endlich einen Gipfel mit Aussicht erreicht zu haben. Ich selbst arbeite mit Windows 7 seit dem  RTM-Candidate im August und kann das ausdrücklich bestätigen.  Tatsächlich habe ich  mich seit der Installation noch nie über das System geärgert.  So ein Dauerhoch  in der eheähnlichen Beziehung, die man zu seinem engsten Arbeitspartner pflegt, grenzt schon an  ein kleines, dankbar  registriertes Wunder. Die Computerexperten vom Feuilleton der Süddeutschen Zeitung  sind jetzt die ersten, denen Windows 7 ganz und gar nicht gefällt. In der Montagsausgabe der SZ räumen sie dafür eine halbe Seite frei  (online zu lesen unter unter: http://www.sueddeutsche.de/computer/905/492264/text/ ). Dort erklären Sie  uns wortreich und bildungsschwanger, dass Windows 7 zwar ganz toll funktioniere, im letzten aber ein völlig verfehltes Produkt darstelle, da es nicht geignet sei, uns in den „wolkigen Raum  des Überall-Computings“ zu führen.  Letzeres ist  faktisch sicher richtig, nur, wie bitte soll denn das vernetzte Computing der Zukunft überhaupt aussehen? Es wird im Moment auf der Welt nur sehr wenige Menschen geben, die eine ernsthafte Vision von der Softwarewelt der Zukunft haben und auch diese werden sich später zum größten Teil böse geirrt haben, so lehrt es jedenfalls die  Erfahrung. Ein Betriebssystem, das heute auf den Markt kommt, kann kaum dafür haftbar gemacht werden, die unzähligen  Windungen  und Sackgassen auf dem Weg vom Jetzt in die glorreiche Wolke 5.0 schon  vorauszudenken. Bestenfalls kann es sauber Geräte aller Art vernetzen, sicher funktionieren und auch noch Spaß machen. All dies leistet Windows 7 und auch die SZ würde dies wahrscheinlich würdigen, käme das System nicht von Microsoft, sondern von einem der beiden Softwarehäuser, denen  der Zeitgeist des Feuilletons gewogener ist.

1 65 66 67 68