mediascale Blog

Influencer Marketing ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil des digitalen Marketings geworden. Wie groß die Kraft der Überzeugung von den YouTube-Stars und Co ist, haben wir bereits auf unserem Blog beschrieben. Die Zusammenarbeit mit Influencern bietet Unternehmen eine hohe Reichweite und eine effektive Plattform um den Bekanntheitsgrad ihrer Marke zu erhöhen und damit auch den Umsatz zu steigern. Mittlerweile gibt es auch einige Erfolgsbeispiele die zeigen, dass Influencer Marketing tatsächlich funktioniert.

Ein besonders gelungenes Beispiel für eine Zusammenarbeit von Unternehmen mit Influencern ist die Face-Forward-Kampagne von Clinique. Der Kosmetikhersteller hat sich dafür mit Tavi Givenson zusammengetan, einer bekannten amerikanischen Bloggerin, die bereits als Teenager ihren eigenen Blog startete. Tavi alias „TheStyleRookie“ schreibt über verschiedenste Themen, zu denen u.a. Mode und Lifestyle gehören. Mit 15 Jahren gründete sie ein eigenes Onlinemagazin von Teenagern zu Teenagern – das Rookie Mag. Sie macht das bis heute so erfolgreich, dass sie das „Time Magazine“ unter die 25 einflussreichsten Teenagern der Welt wählte. Ihren Einfluss, die hohe Reichweite bei der jungen Zielgruppe sowie die thematisch passenden Themen ihrer Blogs waren für Clinique ausschlaggebende Komponenten, sie als Influencer für ihre neue internationale Online- und Printkampagne auszuwählen. Da Tavi Gevinson bisher noch keine Kooperation mit einem Unternehmen eingegangen war, hatte sie nichts an ihrer Authentizität verloren, was Clinique in deren Glaubwürdigkeit zusätzlich zu Gute kam.

Mit der Entscheidung zur Zusammenarbeit mit Tavi Gevinson in der Face Forward Kampagne, hat Clinique eine starke Meinungsbildnerin für die relevante Zielgruppe gefunden und konnte mit ihrer Reichweite und ihrem Einfluss bei jungen Frauen die Bekanntheit der Marke steigern.

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Quelle wuv.de

Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Meinungsbildnern ist TUI Deutschland. Bereits seit 2012 arbeitet das Unternehmen mit bekannten Bloggern zusammen. Bisher lud TUI Reise- und Lifestyle-Blogger auf gesponsorte Reisen ein, die dann auf ihren Kanälen über ihre Erfahrungen und Reiseindrücke berichteten. Für die Kampagne „TUIBeach in Sicht“ rückte der Reiseanbieter den Fokus noch einmal stärker auf die Influencer. Das Besondere dabei ist, dass diese ausschließlich von Bloggern gestützt wird. Vier bekannte Reiseblogger wurden zu verschiedenen Urlaubszielen eingeladen und die User mussten im Voraus raten, wie lange der Weg in Minuten vom Hotel zum Strand ist. Die User, welche richtig tippten, gewannen eine Reise zu diesem Urlaubsort. Die gesamte Aktion wurde dann auch auf Youtube ausgestrahlt.

TUI profitierte von dieser Aktion, da das Unternehmen die Reichweite der Blogger nutzte, um seine Marke und sein Image, gerade in der jüngeren Zielgruppe, bekannt zu machen.

 

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Quelle SEOKRATIE

Die Techniker Krankenkasse startete Ende 2014 ebenfalls eine erfolgreiche Werbekampagne mit sechs bekannten Youtube-Stars. Unter dem Titel „Mein Weg“ konnten TK-Versicherte ihre eigene Geschichte erzählen, wie sie trotz Schicksalsschlägen im Leben, ihre Träume nicht außer Acht ließen und diese schließlich verwirklichen konnten. Um die jüngere Zielgruppe als potentielle Kunden zu erreichen, hat sich das Unternehmen mit Influencern zusammengetan und die Kampagne mit dem Hashtag #wireinander in den sozialen Netzwerken verlängert.

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Quelle wireinander.tk.de

 

Andreas Bündert, Bereichsleiter Markt und Marketing, Techniker Krankenkasse sagt dazu: „Uns ist wichtig, das Thema Krankenkasse authentisch und berührend netzaffinen Kundengruppen zu vermitteln. Web-Communities mit ihren Interaktionen haben dabei eine besondere Bedeutung. Die Herausforderung liegt darin, die Botschaft mit der klassischen Kommunikation zu verzahnen und so glaubwürdig zu vermitteln. YouTube bietet dafür die optimale Plattform.“

Youtube-Stars wie LeFloid, GarNichz, Mr. Trashpack und Nilz Bokelberg erzählten auf ihren Kanälen ihre persönliche Geschichte mit emotionalen Einblicken in ihr Leben. Der bekannte Blogger LeFloid, welcher auf seinem Kanal aktuelle Ereignisse und Nachrichten, diskutiert, erzählte von einem Unfall, der seinen Traum als Chirurg aufgrund einer Armverletzung zerstörte. Stattdessen ist der 27-jährige heute Youtuber.

Le Floid, Techniker Krankenkasse, Influencer Marketing, You Tube
Quelle horizont.de

 

Die Kampagne war ein voller Erfolg. Denn bereits nach ein paar Stunden lagen die Views bei 89.000. Es gab über 58.000 Likes und über 2.000 Kommentare. Gleichzeitig katapultierte sich der Hashtag #wireinander auf Twitter und Facebook in die „Trending Tops“ auf Platz 6. Aktuell liegen die Aufrufe bei über 1,3 Mio, was eine enorme Anzahl darstellt.

Generell ist nicht zu leugnen, dass geeignete Influencer zur Steigerung der Bekanntheit der Marke, insbesondere in jungen Zielgruppen, beitragen können. Jedoch ist zu beachten, dass dies alleine nicht das „Allheilmittel“ ist und sinnvoll in die Marketingstrategie des jeweiligen Unternehmens integriert werden muss, um langfristigen Erfolg zu gewährleisten.

Mit Data, Programmatic und Co hat sich nicht nur der Media-Markt selbst verändert, sondern auch die Berufsbilder der Branche. Einer der neuen Kollegen des klassischen Mediaplaners ist der Audience Trader bzw. Audience Broker geworden. Er verbindet den Handel, sprich den Einkauf von Reichweiten mit dem nötigen Modelling der Zielgruppe – der sog. Audience. Schließlich müssen für eine profilgestützte Kommunikation aus der Masse an Rohdaten auch relevante Zielgruppen geformt werden. Und das erfordert Erfahrung und ein gewisses Feingefühl. Um keine wertvolle Reichweite zu verlieren, gilt es mit nur wenigen Merkmalen eine möglichst scharfe Zielgruppe anzusprechen. mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid erklärt, warum mehr solcher Spezialisten nötig sind und wie man eigentlich Audience Trader wird.

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

Im letzten Beitrag unserer Job-Reihe haben wir euch bereits die Arbeit des Direktkundenberaters vorgestellt. Dieses Mal ist der Kundenberater im Agenturservice dran. Aber wo genau liegt eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Tätigkeitsfeldern?

Im Wesentlichen unterscheidet sich die Arbeit durch die Ansprechpartner und das technische Kampagnen Set-Up: Ein Kundenberater im Agenturservice arbeitet ausschließlich mit anderen Agenturen zusammen und verfügt über keinen direkten Kundenkontakt – dieser liegt bei der zu betreuenden Agentur. Das Kampagnentracking liegt außerdem in der Verantwortung der Agentur auf Kundenseite und die mediascale bietet lediglich technischen Support bei konkreter Anfrage.

Die Hauptaufgabe eines Kundenberaters im Agenturservice besteht darin den Mediaeinkauf für verschiedene Zielgruppen und Branchen abzuwickeln. Da der „KUNDE“ eine Agentur ist, die mehrere Einzelkunden betreut, bedeutet das für den Kundenberater eine große und vielfältige Kundenlandschaft zu bedienen und viel Abwechslung im Arbeitsalltag.

Durch die beiden wesentlichen Unterscheidungen im Vergleich zur Direktkundenbetreuung sieht ein Kampagnenzyklus etwas anders aus:

Mediaplan und Buchung einer Kampagne:

Die Grundlage für ein Angebot ist ebenfalls das Briefing.
Es beinhaltet im Regelfall ganz genaue Rahmendaten und Vorgaben. Angefangen von der Laufzeit über die gewünschten Platzierungen und Werbemittel bis hin zum gewünschten Targeting, sind alle notwendigen Informationen vordefiniert.

Auf Basis des Mediabriefings holt der Kundenberater die Angebote bei den Vermarktern ein, verhandelt bei Bedarf nach und bietet diese in Form eines Mediaplans den Agenturkunden an. Entscheiden sie sich für die angebotenen Platzierungen, wird die Kampagne gebucht und die Werbemittel vom Kampagnenmangement versandt.

Anders als mit direktem Kundenkontakt besteht weniger Handlungsspielraum in der Kreation der Planung, d.h. Budgetvorgaben und Kampagnenziele (KPIs) werden nicht immer kommuniziert und die notwendigen Planungsrahmendaten sind oftmals schon vorgegeben. Die finale Gestaltung und Vorstellung des Mediaplans beim Kunden übernimmt die betreuende Agentur. Im Gegenzug dazu muss ein Kundenberater im Agenturservice mit mehreren Briefings am Tag rechnen.

Optimierung einer Kampagne:

Nach einem erfolgreichen Start der Kampagne folgt in der Regel nach einer Woche das erste Reporting. Da der Agenturservice über kein Kampagnentracking verfügt, werden lediglich die Vermarkterzahlen in Form von AdImpressions, Klicks und Klickrate an den Kunden reportet und es können nur bedingt Optimierungsvorschläge ausgesprochen werden. Die Optimierung der Kampagne obliegt der Agentur auf Kundenseite.

Der Agenturservice ist wiederum die ausführende Kraft und gibt die gewünschten Optimierungen an die Vermarkter weiter.

Endauswertung und Abrechnung einer Kampagne:

Nach Ablauf der Kampagne wird das letzte Vermarkterreporting an die Agentur geschickt. Jede einzelne Platzierung wird nach ihrer Erfüllung gecheckt, d.h. ob das gebuchte Volumen auch erreicht wurde oder nicht. Bei Zähldifferenzen wird sich mit dem Kundenberater der zu betreuenden Agentur auf den abzurechnenden Betrag geeinigt. Im letzten Schritt wird die Kampagne zur Endabrechnung an den zuständigen Kampagnenmanager geschickt.

Die Zielerreichung einer Kampagne wie bspw. ein CPO kann aufgrund des Kampagnen Set-Ups nicht berücksichtigt werden. Somit erhält der Kunde die Learnings und Ergebnisse seiner Kampagne durch seinen bekannten Agenturansprechpartner, der diese bespricht und das weitere Vorgehen bzgl. möglicher Folgekampagnen abstimmt.

Das Tätigkeitsfeld im Agenturservice ist in Bezug auf die Mediaplanung im Vergleich zur Direktkundenbetreuung weniger umfangreich, bietet jedoch mit einer Vielzahl an  Kunden und Zielgruppen viel Abwechslung und Einblicke in die verschiedensten Branchen.

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