Monatliches Archiv für Februar 2018

Die Digital Mediaplaner, Veronika Baier und Helena Klein, durften zwei Wochen im Rahmen ihres Traineeships bei der Kölner Agentur Mediaplus Geo Intelligence reinschnuppern. Hier hatten sie die Möglichkeit, über ihr normales Tätigkeitsfeld hinaus die klassischen Medien und einen jungen Standort kennenzulernen. Nach ihrer Rückkehr haben wir die beiden zu ihren Erfahrungen befragt.

Vroni, wie kam es zu dem Austausch bei der Mediaplus in Köln?

Vroni: Im Rahmen des Traineeships bei der mediascale ist es üblich, einen Austausch mit einer anderen Agentur der Serviceplan Gruppe durchzuführen. In der Regel bietet sich ein Austausch mit der Mediaplus, unserer Agentur für klassische Mediaplanung in München, das Pendant zur digitalen Mediaplanung, an. In unserem Fall durften wir allerdings eine kleine Reise zur Mediaplus in Köln antreten, da wir gemeinsame Kunden betreuen und im Rahmen einer integrierten Mediaplanung die Arbeitsweise der jeweils anderen Agentur kennenlernen wollten.

Helena, welche Mediengattung hat dich am meisten beeindruckt?

Helena: Es gibt zwei Mediengattungen, die ich sehr eindrucksvoll fand. Zum einen die TV-Planung: Der größte Unterschied zur Online-Planung ist, dass es hier nur eine sehr begrenzte Anzahl an Sendernn gibt, die planungsrelevant sind. In der Online-Welt gibt es unzählige Websites, die für Kunden gebucht werden können und darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Zielgruppen genauer anzusprechen. Im TV-Geschäft hat man mit den unterschiedlichen Sendern zwar eine grobe Zielgruppeneinteilung, allerdings kann die Kontakthäufigkeit mit den Zuschauern nicht gesteuert werden. Deswegen finde ich den Beruf des Digital Mediaplaner aufregend: Einerseits erfordert er analytisches Denken, andererseits  ist das Medium messbarer als die meisten klassischen Medien. Zum anderen finde ich die Out of Home-Planung sehr interessant. Während unseres Austausches wurde ein neues Regio-Planungstool vorgestellt, mit dem man – auf sehr kleiner Ebene – unterschiedliche Medienplanungen visuell darstellen kann. Das war sehr informativ, weil beispielsweise für Händlerstandorte die Planung für regionale Print- oder Radio-Kampagnen ins Detail geplant werden kann.

Und dich, Vroni?

Vroni: Am meisten haben mich die Mediengattungen „Out of Home“ und „Ambient Media“ fasziniert. Beeindruckt hat mich hier vor allem die Vielfältigkeit und die unerschöpflichen Möglichkeiten: vom gebrandeten Flugzeug bis hin zur als Graffiti gesprayten Werbung auf einer Gebäudewand in der Innenstadt. Den größten Unterschied im daily business sehe ich in der Kampagnen-Auswertung, da es in der digitalen Mediaplanung deutlich bessere Möglichkeiten zur Auswertung einer Kampagne gibt, als in der klassischen Mediaplanung.

Woran müsst ihr denken, wenn ihr an die Zeit in Köln zurückblickt?

Vroni: Wenn ich auf die Zeit in Köln zurückblicke, muss ich immer daran denken, wie offen und freundlich wir bei der Mediaplus Köln aufgenommen wurden und wie spannend die Vorträge über die verschiedenen Mediengattungen waren. Ich denke aber auch an die Kölner Kioskkultur, an menschengefüllte Straßen – auch im Winter – und an die langen Öffnungszeiten der Läden zurück.

Helena: Genau, an die herzlichen und supernetten Kollegen, die wir kennenlernen durften. Wir wurden sehr gut integriert und haben uns ab dem ersten Tag wohl gefühlt.

Vroni, was war dein Highlight in Köln?

Vroni: Die Besichtigung des Kölner Doms. Die gigantische Größe des 157 Meter hohen Bauwerks habe ich erst begriffen, als ich direkt davor stand und zu den beiden Turmspitzen hochschaute. Auch der mühsame Aufstieg der 533 Stufen in die luftige Höhe hat mir die unglaublichen Dimensionen nochmal verdeutlicht. Für den wunderschönen Ausblick auf die Stadt, den Rhein und die Hohenzollernbrücke lohnt sich die Anstrengung aber alle mal. Zudem war das Glück an diesem Tag auf unserer Seite und hat uns einen wolkenlosen Himmel und strahlenden Sonnenschein beschert.

Helena, gibt es kulturelle Unterschiede?

Helena: Die Leute in Köln sind sehr offen und man wird oft auf der Straße angequatscht – das führt zu interessanten Gesprächen. Ansonsten waren wir Ende Januar beziehungsweise Anfang Februar in Köln und haben den Karneval, „die fünfte Jahreszeit“ wie es hier so schön heißt, knapp verpasst. Was aber nicht heißen soll, dass wir keine Kostüme gesehen haben! Denn die Karnevalszeit beginnt hier bereits am 11.11. und viele treffen sich zu den Karnevalssitzungen weitaus früher. Es macht auf jeden Fall Lust auf mehr und ist ein Ansporn, Köln direkt zur Karnevalszeit zu besuchen. Was die Arbeit anbelangt, ist der größte Unterschied das Großraumbüro. In München hat jedes Team sein eigenes Büro. Die offene Arbeitsweise eines Großraumbüros hat mir sehr gefallen, denn man kommt auch mit Kollegen ins Gespräch, mit denen man sonst nicht persönlich zusammenarbeitet.

Vroni, wie hast du das erlebt?

Vroni: Ein paar kulturelle Unterschiede sind mir schon aufgefallen. Es ist ja bekannt, dass Karneval in Köln deutlich stärker gefeiert wird als bei uns in München. Dies konnten wir richtig spüren, vor allem, weil uns in den Straßen und U-Bahnen nicht selten eine Horde verkleideter Karnevalisten über den Weg liefen. Auch die Kölner Kollegen zogen nach der Arbeit ihre Kostüme an und gingen auf die ein oder andere Karnevalsfeier. Außerdem wurde nach Feierabend gemeinsam an den Kostümen gebastelt. Ein weiterer Unterschied ist die bereits erwähnte Kölner Kioskkultur. An wirklich jeder Ecke in Köln ist ein Kiosk zu finden. Diese haben oft bis zwei Uhr nachts und teilweise auch am Sonntag geöffnet. Wie praktisch!

Vielen Dank euch beiden für das Interview und welcome back in München!

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen gehören zu den Trendthemen 2018. Vielleicht sollten wir uns deshalb langsam Gedanken darüber machen, was das eigentlich für unsere Zukunft bedeutet. Wird der Algorithmus irgendwann über unsere Welt herrschen und mächtiger als jede bestehende Religion sein? Was passiert, wenn wir Maschinen erfinden, die alles besser können als wir? Wird die Menschheit dann überflüssig? Wolfgang Bscheid hat sich näher mit dem Thema befasst und rezensiert heute in seinem neuen Bscheid gsagt-Video das Buch „Homo Deus“ von Yuval Noah Harari.