Monatliches Archiv für Januar 2018

Facebook will wieder sozial werden. Dieser Wunsch, so formuliert von Mark Zuckerberg in einem am 12. Jan veröffentlichten Facebook Post, soll  sich zunächst vor allen Dingen im Newsfeed des Nutzers bemerkbar machen. Das hier Handlungsbedarf besteht, deckt sich mit der (subjektiven) Wahrnehmung dieses Autors. So war der Newsfeed eines Nutzers vor Jahren noch das Tor in alle wichtigen (und oft auch weniger wichtigen) Ereignisse der Freunde und Kontakte. Doch seitdem hat sich Facebook stark kommerzialisiert und ist mittlerweile „Big Business“. Viele Unternehmen und Marken, vor allen Dingen aber Verlage und Medienunternehmen kommen um Facebook nicht mehr herum. Für Erstere bietet die Plattform, eine im Verhältnis zu klassischen Werbekanälen, sehr granulare Möglichkeit spezifische Zielgruppen werblich zu erreichen, sowohl über bezahlte als auch organische Posts. Letztere wiederum beziehen bis zu 90 Prozent ihres Webseiten-Traffics über organische (oder bezahlte) Posts, die auf Facebook geschalten werden. All das hat dazu geführt, dass der durchschnittliche Newsfeed heute zu einem überwiegenden Teil aus redaktionellem Content und Bewegtbild besteht. Problem hierbei ist, dass diese in der Regel recht passiv konsumiert werden. Genau dieser Entwicklung will Facebook mit seinen geplanten Änderungen am Newsfeed-Algorithmus entgegenwirken. Zukünftig sollen wieder verstärkt Posts von Freunden und Familie im Vordergrund stehen, also vor allen Dingen jene, die zu verstärkten Interaktionen (Kommentare, Likes und Reaktionen) mit dem Beitrag führen. Bei der Entscheidung, welcher Post einem Nutzer angezeigt werden soll, wird nun also ein vermehrter Fokus auf das zu erwartende Engagement mit dem Post gelegt.

Was bedeutet das nun für all die Unternehmen, Marken und anderen kommerziellen Nutzer der Plattform? Bei einer festen Anzahl von ausgesteuerten Newsfeed-Beiträgen führt dies erstmal zwangsläufig zu einer geringeren organischen Reichweite.  Dieser Trend zeigt sich schon seit mehreren Jahren, hat aber durch die weitere Umstellung noch an Stärke gewonnen. Mittlerweile erreichen laut einer Auswertung von social@Ogilvy organische Posts von Seiten mit über 500T Likes nur noch knapp zwei Prozent der jeweiligen Fans. Die Möglichkeit wiederum, Communities von Fans aufzubauen und mit diesen über gepostete Beiträge im regelmäßigen Austausch zu stehen, war für viele Unternehmen, Marken und Werbetreibende einer der anfänglichen Hauptargumente, die Plattform für sich zu nutzen. Viele dieser Unternehmen haben hohe Budgets und Zeit investiert, um diese Communities aufzubauen und zu pflegen.

Abhilfe für die schwindende organische Reichweite schaffen verschiedene Best Practices, die den Fokus auf die „Spielregeln“ des Newsfeed-Algorithmus legen. Posts mit externen Links sind meist nicht sehr interaktionsstark – deshalb werden diese Art von Beiträgen nachrangig behandelt. Es wird empfohlen, nach Möglichkeit auf externe Verlinkungen zu verzichten. Ein weiterer Punkt ist der erhebliche Anstieg an tagtäglichen Posts auf Facebook im Allgemeinen, welcher dazu geführt hat, dass vor allen Dingen sich die Posts durchsetzen, die besonders viele Likes und Shares generieren. Es gilt also der Grundsatz „Qualität statt Quantität“, um gesehen zu werden. Der Fokus sollte besonders auf aussagekräftigen und starken Postings liegen, um aus der Masse herauszustechen (aber kein Clickbait). Weitere Maßnahmen sind beispielsweise vermehrt auf interaktionsstarke Bewegtbild-Posts (besonders beliebt bei Nutzern sind die Live-Videos) zu setzen und/oder seine Zielgruppe schon im Voraus einzuschränken, um unter den Fans nur die anzusprechen, die am wahrscheinlichsten auf den jeweiligen Post reagieren.

Dennoch können auch diese Maßnahmen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Verhältnis von Paid zu Earned Content deutlich in Richtung Paid verschoben hat. Wenn ein Werbetreibender eine garantierte, umfangreiche Reichweite mit seiner Kommunikation erreichen möchte, kommt er in der Regel nicht mehr um gesponsorte Posts herum. Die Konsequenz dessen, auf die Facebook-Kommunikationsstrategien der Werbetreibenden, variiert je nach Branche und Unternehmen. Die Reaktionen schwanken von einer abwartenden Haltung, hin zu einer zunehmenden Abkehr der organischen Earned-Nutzung, verbunden mit einer Revalierung der Ziele (bspw. reduzierter Fokus auf Anzahl der Follower). Für Publisher sind die Konsequenzen mit am gravierendsten, da diese bisher über organische Posts oft einen großen Teil ihres Traffics generiert haben.

Letztendlich stellt sich auch die Frage, ob die von Facebook vorangetriebenen Änderungen im Sinne der Mehrheit der Nutzer sind. Facebooks Evolution hin zu einer übergreifenden Plattform, die als erste Anlaufstelle zum Konsum jeglicher Art von Informationen dient (Nachrichten, Veranstaltung, private Updates, etc.) und weg von einem rein auf dem privaten Austausch zwischen Freunden und Familie ausgelegten Netzwerk, war auch im Sinne vieler User. Letzteres wickeln eine zunehmende Anzahl an Nutzern, mittlerweile rein über Facebooks Schwesternetzwerk Instagram, oder den privaten Messenger WhatsApp, ab.

Wie auch immer die neuerlichen Änderungen sich ausgehen, sicher ist, dass diese nicht die letzten gewesen sein werden. Auch in Zukunft wird die Suche und die Definition nach dem „für den User relevantesten Inhalt“ weitergehen. Relativ sicher ist auch, dass im Spannungsfeld des Trios Werbetreibender, Nutzer und Facebook, letzterer meist als Gewinner hervorgehen wird.

Was ist eigentlich das Besondere an einem Traineeship bei der mediascale und was treiben unsere Mitarbeiter bei Stromausfall? Dies und mehr erfahren Sie ab sofort aus erster Hand von unseren aktuellen Trainees bzw. Mitarbeitern, die ihr Traineeship gerade bei uns abgeschlossen haben. Den Anfang macht Veronika Baier:

  1. Vroni, was hat dich dazu bewogen, Digital Mediaplaner zu werden?

Ich wusste schon lange, dass ich nach meinem Studium in einer Online-Werbeagentur arbeiten möchte. Dass ich Mediaplaner werde, hat sich dann allerdings mehr oder weniger kurzfristig ergeben. Als ich die Stellenausschreibung von mediascale auf Xing gelesen habe, dachte ich mir: Das ist es, genau das möchte ich machen. Das beschriebene Aufgabenfeld und die benötigten Eigenschaften passten genau zu mir. Die Tätigkeiten gehen von der Zusammenarbeit mit großen Vermarktern über die Beratung von Kunden zum Thema Online- bzw. Digitalmedia bis hin zur Kampagnenbetreuung.

  1. Hast du dir deinen Arbeitsalltag so vorgestellt, wie er jetzt ist?

Ich habe mir meinen Arbeitsalltag nicht so vielseitig vorgestellt. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und spannend. Die Arbeit im Team macht mir ebenfalls sehr viel Spaß.

  1. Was macht das Traineeship bei mediascale aus?

Zu den Vorzügen des Traineeships bei mediascale gehört unter anderem der Austausch innerhalb der Serviceplan-Gruppe. Dabei kann man zwischen zahlreichen Tätigkeitsfeldern wählen. Da eine Vielzahl von unterschiedlichen Agenturen zur Serviceplan-Gruppe gehören, hat man hier eine entsprechend große Auswahl. Zudem werden Kurse an der Steinbeis Hochschule angeboten, von denen mindestens drei Kurse während des Traineeships besucht werden dürfen. Die Kurse können aus einem Pool von Kursangeboten je nach Tätigkeitsfeld und Interesse gewählt werden.

  1. Was hast du vor deiner mediascale Zeit gemacht?

Vor meiner Zeit bei mediascale habe ich eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse Rottal-Inn absolviert. Dadurch konnte ich schon erste Erfahrungen im Bereich Kundenberatung sammeln. Anschließend entschloss ich mich für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TH Deggendorf mit Schwerpunkt Marketing. Während des Studiums hatte ich Gelegenheit einige Praktika zu absolvieren. Hierbei konnte ich bereits einige Einblicke in die Arbeit mit sozialen Netzwerken und Content Management-Systemen gewinnen.

  1. Was ist dein bisher schrägstes Erlebnis bei mediascale?

Mein schrägstes Erlebnis bei der mediascale war bisher der Kickoff 2017 in einer faszinierenden Kulisse am Wolfgangsee in Österreich. Hier kommen sämtliche Mitarbeiter der Serviceplan-Gruppe aus allen Standorten zusammen und feiern den Start ins neue Geschäftsjahr. Gleichzeitig lassen wir das alte Geschäftsjahr Revue passieren. Es gibt interessante Fachvorträge z.B. zum Thema Big Data, Kollegen stellen großartige Kampagnen vor und es gibt jede Menge leckeres Essen. Am schrägsten war für mich dabei, als abends die Location zu einer großen Party-Veranstaltung umgestaltet wurde. Plötzlich befand sich die gesamte Serviceplan-Gruppe auf der Tanzfläche und tanzte zur Musik der Serviceplan-Band.

  1. Welcher Bereich in deiner Arbeit macht dir besonders viel Spaß?

Besonders viel Spaß macht mir die Arbeit mit Selfpublishing Tools. Vom Einpflegen der Kampagnen über die Optimierung bis hin zur Auswertung.

  1. Welche deiner Eigenschaften hilft dir besonders, deinen Job richtig gut zu machen?

Als Mediaplaner solltest du analytisch denken können. Du solltest z.B. einige wichtige Kennzahlen kennen und auch deuten können. Außerdem ist es wichtig gute Kommunikationsfähigkeiten und Verhandlungsgeschick zu haben.

  1. Wenn Server, Strom und Telefone ausfallen, was würdest du mit deinen Kollegen anstellen?

Dann würden meine Kollegen und ich uns in einer unserer zwei Cafeterias einen Kaffee oder einen leckeren Ingwer-Drink holen. Im Sommer würden wir es uns auf den Liegestühlen im sonnigen Innenhof der Agentur gemütlich machen.

  1. Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?

Für meine Zukunft wünsche ich mir Spezialist im Bereich Online- bzw. Digital-Marketing zu sein. Auch bei technischen Fragen möchte ich ein großes Hintergrundwissen vorweisen können, um unsere Kunden ohne Probleme in allen Fragen rund um Online- und Digital-Marketing einwandfrei beraten zu können.

In einer neuen Reihe unseres Blogs dürfen Sie einen Blick hinter die Schreibtische unserer Mitarbeiter werfen. Wir interviewen Kollegen, die erst kürzlich bei uns begonnen haben und fragen sie zu ihren ersten Wochen und Monaten bei der mediascale. Wir lassen Kollegen zu Wort kommen, die befördert wurden oder einen neuen Aufgabenbereich übernommen haben und lassen uns von neuen Herausforderungen und ersten Erfolgen berichten. Den Anfang macht Stephan Rixner, der seit mittlerweile einem Jahr Teamleiter bei uns ist:

Stephan, was hast du schon alles bei mediascale gemacht, bevor du Teamleiter geworden bist?

Ich habe im Grunde die komplette „Ausbildung“ bei der mediascale durchlaufen. Ich habe hier Ende 2011 als Werkstudent angefangen, um neben dem Studium etwas Geld zu verdienen. Als ich dann gemerkt habe, dass der Job für mich mehr ist als ein stundenbasiertes Zubrot, habe ich mich entschieden im Sommer 2013 ein Stellenangebot als Trainee bei der mediascale anzunehmen. Das war damals wirklich eine schwere Entscheidung, weil mir auch noch ein Auslandssemester in Oslo offen stand. Nachdem ich aber in den Folgejahren die komplette Laufbahn vom Trainee über den Planer, bis hin zum Teamleiter durchlaufen habe und immer sehr glücklich war, kann ich heute sagen, dass es eine gute Entscheidung war.

Welche Aufgaben sind als Teamleiter neu auf dich zugekommen?

Vollkommen neu war, dass ich für meine Kollegen im Team verantwortlich war. Und zwar nicht nur auf fachlicher Ebene, sondern vor allem unter dem Gesichtspunkt der Personalführung. Dass ich die fachliche Führung von dienstjüngeren Kollegen übernommen habe, war nichts grundlegend Neues, da man bei der mediascale schon ab Senior-Level das Einlernen und inhaltliche Coachen von Mitarbeitern als Entwicklungsziel bekommt. Dass es aber auch zu meinem Aufgabengebiet gehört, für die kleinen und großen Probleme der Mitarbeiter – auch im persönlichen Bereich – da zu sein, war definitiv neu für mich. Darüber hinaus war es neu, für das Recruiting von neuen Mitarbeitern zuständig zu sein, die Personal- und Jahresgespräche zu führen und sich Gedanken über die Prozesse im Team zu machen. Das alles waren ungeahnte Herausforderungen, deren Bewältigung zunächst anstrengend war. Letztlich haben sie mich aber unglaublich bereichert und bereiten mir viel Freude.

Welche Hilfestellung hast du bekommen, um diese neuen Aufgabenbereiche zu meistern?

Bevor ich Teamleiter wurde, konnte ich in einem Personalführungs-Coaching über ein halbes Jahr hinweg Trockenübungen machen. Und auch nach diesem Coaching bekommen die Teamleiter bei der mediascale in regelmäßigen Terminen die Möglichkeit, sich mit Coaches zu ihrer Arbeit im Team auszutauschen.

Auf was freust du dich morgens am meisten?

Ganz ehrlich? Aufs Mittagessen. Wir versuchen in jeder Mittagspause was Neues zu finden, das ist auch eine Art Teambuilding, wenn man so will. Wir haben gemeinsam eine Liste entwickelt, in der alle geeigneten Restaurants erfasst sind und uns zum Ziel genommen, alle durchzutesten. Im Moment besteht die Liste aus 76 Restaurants und 62 davon haben wir bereits besucht und basisdemokratisch bewertet. Unser Beruf lässt uns auch hier nicht ganz los: Aktuell arbeiten wir an einem Algorithmus, der die Daten auswertet und uns eine tägliche Empfehlung gibt. Das ist noch Zukunftsmusik, aber wir kommen auch so gut klar: Heute gab es sehr leckere Pizza.

Auf welche Veränderung oder welchen Erfolg bei mediascale bist du besonders stolz?

Ich bin froh, dass ich heute ein funktionierendes Team habe und bei der Auswahl der Mitarbeiter ein glückliches Händchen hatte.

Was ist dein Geheimrezept, um deine Mitarbeiter zu motivieren?

Ich denke es tut immer gut mit Freude bei der Arbeit zu sein, viel miteinander zu reden und einen offenen Austausch zu haben. Beides ist, gerade wenn es mal stressig ist, nicht immer leicht, aber ich versuche mit gutem Beispiel voranzugehen.

Welche deiner Eigenschaften hilft dir besonders, deinen Job richtig gut zu machen?

Ich denke ich bin ganz gut darin, den Überblick zu behalten, auch wenn viele Teilprozesse und Gewerke in einem Projekt involviert sind. Das ist aber, glaube ich, schon alles.

Wer ist dein (berufliches) Vorbild?

Irgendwer zwischen unseren beiden Geschäftsführern Wolfgang Bscheid und Julian Simons.

Das neue Jahr ist gerade mal zehn Tage jung und doch bereits voller Erwartungen. Die ersten Voraussagen werden traditionell in der Silvesternacht beim Bleiorakeln getroffen. Und was man da in die kleinen Bleiklumpen alles hineininterpretieren kann…

Etwas präziser als den sprichwörtlichen Blick in die Kristallkugel schauen unsere beiden mediascale-Geschäftsführer Julian Simons und Wolfgang Bscheid in die Zukunft des Marketings:

Wolfgang Bscheid

„Die ePrivacy-Verordnung kann dazu führen, dass sich unsere Branche komplett wandelt. Login-Allianzen werden voraussichtlich immer wichtiger, um überhaupt noch an Daten zu kommen. In einer Opt-in-basierten Welt werden nur noch große Player eine Chance haben, Werbekunden weiterhin digitale Kampagnen so auszuspielen, wie sie es gewohnt sind.“

Julian Simons

„Die Integration klassischer Kampagnenbausteine wie DooH, ATV, Radio und Kino in eine programmatische Struktur ist 2018 Thema. Sowohl die technische Einbindung von Vermarktern und Medien in eine zentrale Infrastruktur, als auch die interne Schulung von Planern und Kunden müssen vorangetrieben werden.

 

Welches sind Ihre Trendthemen für 2018? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

Wenn Sie noch mehr Meinungen zu den Trends des Jahres erfahren möchten, empfehlen wir den Trendartikel der Absatzwirtschaft – in dem auch die beiden Zitate unserer Geschäftsführer erstmals erschienen sind.

Einen angenehmen und guten Start ins neue Jahr wünscht Ihnen das Team der mediascale!