Monatliches Archiv für April 2017

Jetzt ist sie da, die lang diskutierte Marketingautomatisierung. Die technische Umsetzbarkeit ist gegeben und die großen Technologie-Player preisen ihre Lösungen an. Doch wer sorgt in den werbetreibenden Unternehmen dafür, dass die neue Technologie tatsächlich implementiert wird? Im ersten Teil seiner dreiteiligen Serie zur Marketingautomatisierung erklärt Wolfgang Bscheid, welche Unternehmensebenen vom Vorstand bis zur Fachkraft eingebunden werden müssen und was ihre Aufgaben sind, um das Marketing tatsächlich zu automatisieren.

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es auf dem YouTube-Kanal von mediascale.

 

Steht uns derzeit eine neue Welle der Digitalisierung bevor oder befinden wir uns bereits mitten drin?

Bislang lassen sich zwei Phasen der Digitalisierung beschreiben, die unseren direkten Alltag und somit unsere Art zu leben und zu arbeiten signifikant beeinflusst haben. Steve Case, bekannt als Co-Gründer von America Online (AOL) und CEO von Revolution LLC, beschreibt die erste Phase als den Aufbau des Internets und die Schaffung der hierfür notwendigen Infrastruktur in Form von Software, Servern und Netzwerken. In dieser Zeit (etwa 1985-1999) ging es darum, die Menschen an das Medium Internet zu gewöhnen und mit diesem vertraut zu machen.

Die zweite Welle (etwa 2000-2015) nutzten Unternehmen wie Amazon, Facebook, Twitter, und Google, um die Errungenschaften der ersten Welle für sich zu nutzen und den Alltag der Menschen zu beeinflussen. Hierbei waren besonders die mobile Revolution und die Entwicklung von Apps auschlaggebend. Die durchgehende (mobile) Vernetztheit liefert hierbei einen wichtigen Mehrwert. Soziale Netzwerke und Messenger Dienste haben unsere Art der Kommunikation signifikant verändert. Für viele Menschen sind Smartphones und die Möglichkeit, von nahezu überall Zugriff auf die Inhalte des Internets zu haben, nicht mehr wegzudenken. Durch dessen Nutzung bieten sich Unternehmen und Werbetreibenden wie uns vielfältige Möglichkeiten der Kundenaktivierung.

In der jetzigen Zeit befinden wir uns an der Schwelle zum nächsten Schritt der Digitalisierung. Der Begriff Internet of Things ist allgegenwertig und die Entwicklung hin zu einer Vernetzung von immer mehr Geräten, Sensoren und Produkten wird unsere Wirtschaft, aber auch unser tägliches Leben, gravierend verändern.

Ein Beispiel hierfür ist das Konzept von Amazon Go, das unsere über Jahrzehnte angewöhnte Art und Weise einzukaufen, revolutionieren soll. Der Konsument betritt hierbei einen Laden und muss sich lediglich mittels Smartphone und der darauf installierten App einchecken. Während des Einkaufs landen die ausgewählten Produkte dann nicht nur in der eigenen Einkaufstasche, sondern mittels Sensorik und Kamera-Technik auch automatisch in dem virtuellen Warenkorb des Einkäufers. Beim Verlassen des Ladens ist somit kein Anstehen an der Schlange zur Kasse mehr notwendig, da der Einkauf automatisch erfasst und über das hinterlegte Konto abgerechnet wird. Die Beacon Technologie bietet hier die Möglichkeit, Konsumentenströme durch gezielt ausgespielte Angebote auf das Smartphone zu lenken und die Kunden somit in ihrer Kaufentscheidung zu beeinflussen.

Ein weiteres Thema, das uns den Alltag erleichtern soll, sind Smart Home Installationen, mit denen beispielsweise die Heizung, das Licht, Küchengeräte oder die Hauseigene Hi-Fi-Anlage gesteuert und kontrolliert werden können. Über Google Home lässt sich beispielsweise die Musik steuern oder sprachgesteuerte Suchanfragen initiieren, auf die man eine direkte Antwort aus dem Internet erhält. Hier stellt sich aus Marketingsicht die Frage, wie dieser technologische Fortschritt für die Ausspielung von Werbebotschaften genutzt werden kann, um einen Mehrwert für Unternehmen und Kunden zu erhalten.

Burger King hat beispielsweise kürzlich mit einem TV-Spot in den USA für Aufsehen gesorgt, der die Google Sprachassistenten dazu veranlasst hat, unbeabsichtigt den Whopper Burger zu bewerben. Hierfür wurde ein 15-sekündiger Spot produziert, in dem ein augenscheinlicher Burger King Mitarbeiter die Frage stellt: „OK, Google, what is the Whopper burger?“. Das Gerät beantwortete die Frage mit einem zuvor vom Unternehmen editierten Wikipedia-Eintrag (der Beitrag ist leider nicht mehr auf YouTube verfügbar).

Die Diskussion, ob es sich dabei um einen gelungen, witzigen Werbe-Clou oder um einen moralisch verwerflichen Eingriff in das Home System der Nutzer handelt, sei an dieser Stelle unkommentiert. Google zumindest hielt diese Form der Verbindung von digitalen Medien und TV-Werbung (in diesem Fall) für nicht sonderlich amüsant und sorgte innerhalb weniger Stunden dafür, dass die Geräte nicht mehr auf den Spot reagieren. Es zeigt jedoch, das sowohl Marken als auch Agenturen stets die technologischen Entwicklungen mitgehen sollten, um neuartige, kreative und aufmerksamkeitsstarke Wege zu finden, den Konsumenten direkt mit ihrer Botschaft anzusprechen.

Smart Home Systeme, selbstfahrende Autos, automatisch abgewickelte Einkäufe oder smarte Assistenzsysteme auf dem Smartphone wie Apples Siri oder Googles Assistant mögen uns in Zukunft unseren Alltag erleichtern und sicher viele spannende Möglichkeiten für die Industrie und die Welt des Marketings mit sich bringen.

Doch ist das die bedeutende digitale Revolution, auf die wir alle gewartet haben?

Es mag ein Vorbote sein für die dritte Welle der Digitalisierung, dem „Internet of Everything“. Hierbei geht es darum, das Internet in wirklich jeden Aspekt des täglichen Lebens zu integrieren. Besonders Bereiche wie das Bildungs- und Gesundheitssystem, die Logistik- und Energiebranche, aber auch die Lebensmittelindustrie weisen ein großes Potenzial für die voranschreitende Digitalisierung auf.

Mit dem zunehmenden technologischen Fortschritt geht jedoch auch ein ansteigendes Wachstum der Verantwortung einher. Wenn beispielsweise digitale Systeme zukünftig die lebenserhaltenden Funktionen von Patienten im Krankenhaus überwachen und mittels künstlicher Intelligenz die exakt berechnete Dosis von Medikamenten automatisiert verabreichen, sind Fehlfunktionen deutlich gravierender, als wenn ein Smart Home System es verpasst, am Morgen für frisch aufgebrühten Kaffee zu sorgen.

Hier wird die Entwicklung und Anpassung von gesetzlichen Vorgaben und Kontrollmechanismen eine große Herausforderung darstellen, die im partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Wirtschaft und Politik zu bewältigen seien werden.

 

Nachdem die letzten Wir-Gefühl-Events bereits ein voller Erfolg waren, wollten wir auch dieses Jahr den hohen Erwartungen gerecht werden. Eine Kombination aus hohem Spaßfaktor und Sonne brachte uns auf eine moderne Art der Schnitzeljagt.

Da es mittlerweile für so gut wie alles eine App gibt, bot uns „Actionbound“ die perfekte Grundlage für eine moderne Schnitzeljagd à la Geocaching. Die Aufgaben bestanden darin, Orte zu finden, Rätsel zu lösen, Logos, Slogans und Personen zu erraten, ein Flip-Cup-Tournier zu bestreiten, Bilder mit Masken zu machen, Songs zu erkennen und seinen Lieblingssong zum Besten zu geben, Porträts zu zeichnen und Gruppenspiele zu meistern.

Dann war der Tag auch schon gekommen und pünktlich um 17 Uhr hatten sich alle versammelt. Glücklicherweise meinte es das Wetter gut mit uns und so konnten wir bei herrlichem Sonnenschein und 20 Grad einem sonnigen Actionbound entgegenfiebern. Nachdem sich alle sechs Gruppen gefunden, die erste Erklärung gegeben und der alkoholhaltige Proviant verteilt war, konnte es dann endlich losgehen. Die ersten drei Teams machten sich auf den Weg und wir positionierten uns auf unseren Stationen, um die Teilnehmer zum Gruppenspiel zu erwarten. Auch die anderen drei Teams durften nach 15 Minuten zuckerhaltigen Wartens starten. Dann wurde losgerätselt. Dabei stellte sich heraus, dass die Teams mit unterschiedlichen Taktiken an die Sache herangingen: Die einen übersprangen Schritte oder verzichteten auf das analytische Lösen von Rätseln und hofften auf den Zufall. Andere gingen bei einem Fehler sogar zurück, um die verpassten Punkte nachträglich zu ergattern. Auch einige Verstecke von Umschlägen stellten sich als äußert schwierig heraus. Der Inhaber des Lucky Sushi musste ziemlich verwirrt gewesen sein, nachdem zwei Teams vorbeikamen und nach einem Umschlag fragten, der aber versehentlich im Geschäft daneben landete.

Da sich alle Teams bei der Fotoshooting-Aufgabe größte Mühe gaben, wollen wir das natürlich nicht vorenthalten!

Dennoch hatten es alle am Ende geschafft, das Ziel Löwenbräu zu erreichen. Und so konnten wir nach dem Auswerten der Ergebnisse plus extra Punkten für Kreativität und Schnelligkeit auch zwei Sieger krönen: Team 1.1 um Delia, Julia J., Julian, Maria und Moritz sowie Team 2.2 um Regina, Sarah, Tobi und Vera. Die beiden Siegerteams konnten sich an einer Auswahl an Süßigkeiten erfreuen. Anschließend hatten wir uns den Schweinebraten und die Käsespätzle redlich verdient.

Beim finalen Selfie strahlten nicht nur die beiden Gewinnerteams um die Wette:

Abschließend können wir sagen, dass uns der Abend trotz langwieriger Vorbereitung sehr viel Spaß gemacht hat und wir hoffen, dass es für alle Teilnehmer genauso war. Wir sind begeistert von dem Engagement und der Motivation, mit der die Gruppen an die Sache herangegangen sind.

Falls nun jemand auf Umschläge in der Münchner Maxvorstadt stoßen sollte, die nicht abgeholt wurden, darf er uns gerne die Lösung der jeweiligen Rätsel mitteilen. Leider können keine nachträglichen Preise vergeben werden.

Euer Wir-Gefühl-Orga-Team Caro, Nicole und Yuji

Facebook stellt sich Sexismusvorwürfen: Ab Juni 2017 soll es eine rosafarbene Version geben.

Menlo Park, USA – FB reagiert auf anhaltende Kritik und findet Konsens für Gleichberechtigung. Ab Juni wird es nun also auch eine rosafarbene FB-Oberfläche geben. Marc Zuckerberg soll nach einigen sehr intensiven Gesprächen mit Alice Schwarzer letztendlich von der Notwendigkeit einer zweiten Version überzeugt worden sein.

Alphabet stellt Display und Search Geschäft ein

Mountainview, USA – Es hatte sich schon lange angedeutet, jetzt ist es Gewissheit: Google-Mutter Alphabet wird sich aus dem Display- und Search-Geschäft zurückziehen. Alphabet-CEO Larry Page soll in Gesprächen verkündet haben, dass das Unternehmen jetzt einfach genug Geld verdient habe und dass jetzt mal andere dran seien.

Zähldifferenzen bei digitalen Kampagnen gehören der Vergangenheit an

Düsseldorf – OVK und FOMA einigten sich am vergangenen Donnerstag darauf, den Zähldifferenzen den Kampf anzusagen. Der Ansatz, der wohl die Mehrheit finden wird, sieht vor, dass ab jetzt gar nicht mehr mitgetrackt wird – so kann auch eine Brücke zu den klassischen Medien geschlagen und das Thema Konvergenzwährung vorangetrieben werden.

Ströer vermarktet ab dem kommenden Jahr den Mond und die Venus

Köln/Gartenvilla – Der Vermarktungsriese Ströer wird ab dem kommenden Jahr den Mond und die Venus im Out of Home Bereich vermarkten. Digital soll 2019 nachziehen. Dazu soll Ströer CEO Udo Müller erklärt haben, dass nur noch ein paar Stelen raufgebracht werden müssten, aber dann seien sie soweit startklar.

Natives Olivenöl klagt gegen schlecht gemachte Content-Kampagnen

Küche – Olivenöl: „Sorry, aber das, was da draußen als nativ gefeiert wird, hat mit einem ausgeklügelten Content-Konzept so viel zu tun wie Öl mit Margarine. Dafür gebe ich meinen Namen nicht her.“

Liebe zwischen SSP und DSP erkaltet

Internet – Unbestätigten Medienberichten zufolge soll die innige Liebe zwischen SSP und DSP bereits der Vergangenheit angehören. Es gibt wohl einen Nebenbuhler, der hier fleißig mitmischt und auch die ein oder andere Impression abspenstig macht. Glaubt man den nicht näher spezifizierten Quellen, handelt es sich um die klassische IO-Buchung.

TV kann einpacken, Mobile rulez

Smartphone – Bei einer Umfrage unter den größten deutschen Marketingentscheidern wurde ein klares Signal in Richtung Mobile Advertising gesendet. Demnach sollen die Spendings im Jahr 2017 nahezu explodieren. Der Peak wird voraussichtlich im Q4 stattfinden, Reichweiten sind bekanntlich reichlich vorhanden. Dazu der Sprecher der anonymen Entscheider U.S.: „Mobile ist die intimste Form der Werbung. Ich habe das Handy immer in der Hosentasche, so nah kommt mir nicht mal meine Frau“.

Durchbruch im Bereich Adfraud – Surfbar kauft Waschmaschine

Internet – Die Zeiten, in denen Kampagnen großflächig überwacht werden müssen, scheinen vorbei zu sein. Vergangene Woche konnte die erste Surfbar mithilfe gekonnter Kreation des Onlinebanners vom Kauf einer Waschmaschine überzeugt werden. Dazu die Surfbar: „Ja gut, ich bin kürzlich umgezogen, da kam das Angebot natürlich gerade recht.“ Werbetreibende werden sich wohl künftig gezielte Botschaften für Surfbars, Crawler und Chatbots überlegen müssen um ihre Umsätze weiter steigern zu können.

Flash vor dem Ende

Internet – Flash geht der Saft aus. Hierzu eine zufällig mitgeschnittene Konversation aus dem Netz:

Html5: „Du stirbst!“
Flash: „Wer sagt das?“
Html5: „Google“
Flash: „Fake News!!!1!!“
Html5: „Sorry, aber du bist so langsam wie ein Öltanker und so offen wie ein Laufhaus.“
Flash: „…“ … lädt noch…

Adblocker vor dem Aus

Berlin/Wolfratshausen – Gerüchten zufolge plant die Bundesregierung ein vorübergehendes Verbot von Adblock Software zur Wahlkampfperiode. Dazu Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Ähdmund Stoiber: „ Ja, also, ich könnte das ja schon irgendwie äh auch verstehen, wissen Sie, weil diese, die äh die Parteien haben natürlich gerade äh im,  äh im Wahljahr eine Agenda, die sie natürlich auch jedermann und also auch Frau zugänglich machen wollen. Das wäre ja dann noch schöner, wenn Sie da 15, oder äh auch 30 bzw. oder 25 % einfach gar nicht erreichen, also dieser Verweigerer also äh ich mein natürlich Werbeverweigerer, wobei, natürlich Fernsehen äh kann man ja auch, aber das äh. Wie dem auch sei, das wäre eine, eine ja eine ganz gewaltige Menge und auch äh ein Problembär bzw. problematisch, wo du dir dann schon denkst, äh für wen oder was oder ja wen schreib ich da eigentlich meine Ähgenda!“