Jährliches Archiv für 2015

Was haben wir uns 2015 nicht alles einfallen lassen, um unsere Zuschauer im World Wide Web zu fesseln: Laserschwerter, Apple Watches aus Papier, undrinkable Energydrinks für den Protagonisten sowie eine fast unendliche Vielfalt von Requisiten, von denen wir anfangs auch nicht genau wussten, was wir damit machen sollen.

Aber alles in allem können wir nach zwölf weiteren Folgen „Bscheid gsagt“ konstatieren: Es ist uns wieder einiges nicht gelungen. Was genau, zeigen wir traditionell in unserer Folge „Best of Bscheid gsagt“, in der es der Moderator verstanden hat, penetrantes Namedropping zu betreiben.

 

 

2016 geht es weiter mit neuen Folgen von Bescheid gsagt. Mit noch mehr dynamischen Requisiten und interstellaren Interviews. Bis dahin wünschen wir allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihre/Eure mediascale und das Team von „Bscheid gsagt“

Antworten auf (fast) alles: Wolfgang Bscheid
Kamera/Schnitt/Ton: Benedikt Schreiber
Regie und Interviews: Christian Faltin
Requisite und Continuity: Taisija Alfreitor

 

War 2015 ein gutes Jahr, ein besonderes Jahr, ein Jahr, das mit Aufregendem und Aufgeregtheiten gefüllt war, ein Jahr in dem wir Themen (erfolgreich) abschließen konnten?

Nachdem mir wie jedes Jahr klar gemacht wurde, dass ich für diesen letzten Blogeintrag im Jahr verantwortlich zeichne, malträtiere ich mein Hirn mit diesen Fragen und versuche mich im kategorisieren dieser Fragen und der dazugehörigen Antworten. Und ich komme zu dem Schluss, dass es irgendwie ein ganz normales digitales Standardjahr war, ein Jahr ohne große Revolutionen a la „jetzt startet Programmatic mal richtig durch – also noch mehr als eh schon“ oder „Mobile hat dieses Jahr den absoluten Durchbruch geschafft  – wir machen nur noch mobile…“.

Nein, es waren die gleichen Themen, die uns auch 2014 beschäftigt haben: Programmatic, Bewegtbild, Mobile, Content, Big Data, Datenschutz – die Liste ist lang und ähnelt der des letzten Jahres, doch die meisten Themen finden nun den Weg ins Operative, was sie meist weniger spannend und reißerisch erscheinen lassen. Doch sie verändern den Markt fundamental und nachhaltig, was dazu führt, dass all das, was uns dies Jahr beschäftigt hat auch nächstes Jahr wieder Agenda sein wird. Nehmen wir nur zwei Beispiele:

Programmatic ist ein immer wichtiger Teil unseres Geschäfts geworden, wobei wir in diesem Jahr viel dafür getan haben, Technologien operativ in unser Tagesgeschäft einzuordnen. Das wird uns auch 2016 beschäftigen, denn auf immer mehr Kanäle können wir programmatisch zugreifen, immer mehr digitale Reichweiten und Formate werden angeboten, die unterschiedlichen Preismodelle machen es allen Partnern einfacher, diese Form des Mediaeinkaufs und Handlings einzusetzen. Wir alle lernen immer besser, Daten zu verknüpfen und in intelligentere Kampagnenkonzepte umzusetzen.
Aber es ist wie bei so vielem, am Ende ist das Aufwendigste, die internen Prozesse in den Griff zu bekommen – wir sind dran, auch nächstes Jahr….

Datenschutz – auch so ein Thema: unsere Kunden haben wahrscheinlich wenig davon mitbekommen, doch unsere Branche hat hier in diesem Jahr so einige „FTE’s“ dafür veranschlagt, im Rahmen der Erstellung und Verabschiedung (die noch immer nicht vollzogen ist) der sogenannten EU-Datenschutzgrundverordnung ein modernes Datenschutzrecht mitzugestalten. Ziel war und ist es noch, ein sowohl für den User als auch die Unternehmen sinnvolles und zielführendes Datenschutzniveau zu verankern. Auch das nehmen wir voraussichtlich mit ins nächste Jahr, in dem wir damit beschäftigt sein werden, die dann verabschiedete Verordnung national operabel zu machen.

Die Liste lässt sich beliebig verlängern und so sitze ich nun vor dem Adventskalender und freue mich auf die kommende „stade Zeit“, auf ein wenig Abstand zu all Themen, die uns begleitet haben. Mit dem Wissen, dass eigentlich keines wirklich abgeschlossen ist und mir und uns allen in dieser Branche auch 2016 von Anfang an einen vollen Arbeitsblock bescheren wird.

So wünsche ich Ihnen und uns allen erholsame Tage, einen guten Rutsch und einen gesunden Start ins nächste Jahr – es bleibt spannend, wir freuen uns drauf!

Im ersten Teil unserer Serie „Big Data – Small Money?“ ging es bereits um die Frage, ob der Einsatz von Big Data wirklich immer rentabel ist. Denn erst die richtige Analyse der gesammelten Datenmenge macht Data an sich zu einem wertvollen Gut.

Im zweiten Teil widmet sich mediascale Geschäftsführer Wolfgang Bscheid den verschiedenen Faktoren, die für den erfolgreichen Einsatz von Big Data relevant sind. Dabei geht es aber nicht nur um die Frage, welche Erlöse Amazon & Co, mithilfe ihrer eigenen Daten erzielen können, sondern vor allem auch um die einzelnen Kriterien, die darüber entscheiden, ob Big Data für die eigene Rentabilität nun Sinn oder Unsinn ist.

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

 

 

 

 

Heute unternehmen wir einen kleinen Exkurs in die Vermarkterwelt und möchten Euch den Einsatz des Yield Managements im Display Marketing näher bringen.

Ursprünglich kommt das Yield Management (Ertragsmanagement) aus dem Tourismus. Airlines und Hotelbetreiber versuchen hiermit, Kunden mit einer höheren Zahlungsbereitschaft zu priorisieren. Dabei lässt sich Yield Management wie folgt definieren:

„Yield Management wird bei Dienstleistungsunternehmen mit dem Ziel eingesetzt, den Gesamtumsatz des Unternehmens zu maximieren, indem die Nachfrage mit der höchsten Zahlungsbereitschaft mit Priorität befriedigt wird.“ (Quelle – Gabler Wirtschaftslexikon))

Im Wesentlichen bedeutet das, dass Nachfrager, die gewillt sind höhere Preise zu zahlen, auch entsprechend bevorteilt werden, um Umsätze und Gewinne des Anbieters zu maximieren.

Im Onlinemarkt ist dieses Thema vergleichsweise jung und wird derzeit auch noch nicht überall konsequent umgesetzt.  Durch das Yield Management soll eine höhere Monetarisierung der Inventare erreicht werden, weshalb es für Werbeträger und Vermarkter relevant ist. Für Agenturen und Kunden sind  Kenntnisse über die Monetarisierung von Inventaren ebenfalls nicht uninteressant, weil dies – unabhängig von Saisonalitäten – einen entscheidenden Einfluss auf den Preis und die Verfügbarkeit hat.

Um den Einsatz des Yield Managements in der Praxis zu verdeutlichen, möchte ich dies anhand eines einfachen Beispiels darstellen. Die simpelste Methode der Yield Optimierung besteht darin, Kampagnen entsprechend dem Verkaufspreis im Adserver zu priorisieren. Dies geschieht in der Regel auf Grundlage des effektiven TKPs (eTKP), damit auch andere Vergütungsmodelle Berücksichtigung finden.  Dabei werden Buchungen, die einen höheren eTKP generieren, bevorzugt bedient, um hier den größtmöglichen Ertrag zu erzielen. Diese Methode erfordert aber eine tägliche Analyse des Traffics und stetige Optimierungsmaßnahmen. Dadurch erhöhen sich wiederum Aufwände und Personalkosten. Eine effizientere Lösung lässt sich mit dem Programmatic Advertising realisieren. Dazu mehr im weiteren Verlauf des Artikels.

Yield Management ist aber nicht nur ein operatives Thema, sondern sollte sich im Idealfall auch auf strategischer Ebene wiederfinden und damit die Preis-, Produkt- und Distributionspolitik beeinflussen. Eine dedizierte Blickweise auf die reine Auslastung des Inventars ist daher nicht ausreichend.  (Quelle – BVDW) Viel mehr geht es darum, für jede einzelne Ad Impression, den größtmöglichen Ertrag zu generieren.

In der Regel wird das Inventar in einem abgestuften Prozess verkauft. Dabei steht der direct Sale mit seinen Premium-, Retargeting- und low-TKP-Produkten im Vordergrund. Für die höher priorisierten Produkte ergeben sich dadurch mehr Leistung und vor allem mehr Traffic. Wenn im direct Sale nicht das komplette Inventar verkauft werden kann, wird der unausgelastete Traffic entweder an Drittvermarkter in die Restplatzvermarktung gegeben oder mittels Programmatic Advertising verkauft. Der hier dargestellte Prozess findet natürlich nicht immer Anwendung, sondern ist abhängig vom jeweiligen Vermarkter.

Unter Programmatic Advertising  versteht man den automatisierten Verkauf von Werbeflächen, damit  lässt sich auf operativer Ebene eine automatisierte Yield Optimierung darstellen. Hier wird zwischen Open Auctions  und Private Auctions  unterschieden. Programmatic Advertising  ermöglicht die Versteigerung von einzelnen  AdImpressions in Echtzeit und damit den Verkauf der AdImpression an den Höchstbietenden. Der Kerngedanke des Yield Managements wäre hiermit theoretisch erfüllt und  man könnte zu der Auffassung gelangen, dass weiterführende Gedanken zu dem Thema überflüssig sind. Ganz so einfach ist es in der Praxis dann doch nicht, da das  Auktionsverfahren  viele praktische Probleme aufweist,  auch ein stückweit mit Kontrollverlust einhergeht und bei einem Überangebot von Reichweite in der Open Auction  auch zu einer Preisnivellierung nach unten führen kann.

Eine Alternative zur Open Auction stellen private Auktionen  dar, die den automatisierten Verkauf von Traffic zu vorher abgesprochenen Konditionen ermöglichen. Hier werden mit jedem Kunden gesonderte Konditionen ausgehandelt. Solche Deals stellen daher eine gute Möglichkeit dar, um Premium Inventare zu verkaufen, weil der Vermarkter hier per se mehr Einfluss ausübt und für ihn annehmbare Bedingungen schaffen kann.   Auch hier bietet sich die Möglichkeit der Yield Optimierung, indem solventere Kunden einen priorisierten Zugriff auf das Inventar erhalten. Durch den automatisierten Prozess erreicht man zudem Effizienzvorteile, welche sich positiv auf die Kosten auswirken. Zusätzlich lässt sich die Media mit Daten veredeln und schafft so die Möglichkeit, auch non-Premium Titel effizienter zu vermarkten.  Beispielsweise wird ein User, der sich für Schmuck interessiert, nicht ausschließlich nur auf Schmuck-Webseiten surfen, sondern auch Nachrichtenseiten oder ähnliches besuchen. Mithilfe der Datenveredelung können diese Nutzer identifiziert werden, sodass die Ad Impression eine höhere Monetarisierung erreicht. Dabei müssen die Daten allerdings nicht zwingend vom Vermarkter selber stammen.

Die hier beschriebenen Maßnahmen zur Yield Optimierung betreffen hauptsächlich die Preis- und Distributionspolitik. Eine gute Yield Management Strategie sollte aber auch den Produktbereich betreffen und eine Analyse über das Ertragspotential verschiedener Werbemittel beinhalten.

Jede Möglichkeit stellt nur ein kleines Instrument zur Optimierung der Erträge dar. Echtes Yield Management ist global angelegt, muss aber bis ins kleinste Detail analysiert werden, um nachhaltig den höchstmöglichen Ertrag zu erzielen.

 

Im Rahmen unserer Reihe „Was macht eigentlich ein …?“ stellen wir euch die verschiedenen Berufe der Online-Medienbranche vor. Dieses Mal geht es um die Aufgaben eines Kampagnenmanagers bei der mediascale.

Je nach Größe des Teams gibt es jeweils ein bis zwei Kampagnenmanager, die grundsätzlich die kaufmännischen Tätigkeiten übernehmen. Zudem unterstützt der Kampagnenmanager während der gesamten Kampagnenabwicklung den Mediaplaner.

Lasst uns das Ganze mal sportlich betrachten! Um den Arbeitsprozess besser nachvollziehen zu können, zeige ich euch den Ablauf einer Kampagne aus Sicht des Kampagnenmanagers in Form eines Wettlaufs.

Vorbereitungsphase: Buchung des Mediaplans

Wurde der Mediaplan einer Kampagne durch den Kunden freigegeben, gibt der Planer das „Go“ und es kann losgehen. Ab diesem Moment kommt der Kampagnenmanager zum Einsatz. Jetzt wird alles für einen planmäßigen Start unserer Kampagne vorbereitet. Als Erstes müssen die Buchungen an die Vermarkter geschickt werden, die es in unsere Planung geschafft haben. Dazu wird die Kampagne erst mal in unserem System angelegt, unter dem dann wiederum alle einzelnen Platzierungen gespeichert werden können. Die Buchungen werden im Anschluss automatisch über das System generiert. Nach kurzer Prüfung, ob auch wirklich alles gemäß des Mediaplans in die Aufträge übernommen wurde, kann alles an die Vermarkter verschickt werden. Wichtig ist, dass die Buchungen zeitnah erstellt werden, sodass wir uns bei den Vermarktern die Verfügbarkeiten, die teilweise schon mehrere Wochen vorher von dem Planer angefragt wurden, sichern. Wenn Buchungsbestätigungen eingehen, ist die Genauigkeit des Kampagnenmanagers gefragt. Wichtige Daten sind die Laufzeit der Kampagne, Platzierung, Preise und Besonderheiten wie z.B. Targeting und Frequency Capping, welche auf Richtigkeit geprüft werden müssen. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Vermarkter alles korrekt übernommen hat.

Ist dieser Teil der Vorbereitungsphase geschafft und wir erstmal richtig aufgewärmt, kommen wir dem Kampagnenstart wieder einen Schritt näher. Jetzt fehlen nur noch die Werbemittel und das Tracking. Sobald beides vorliegt, kann alles an die Vermarkter weitergeleitet werden. Dann wird nur noch auf den Startschuss gewartet und das Rennen kann beginnen!

Startschuss: Kampagnenstart

Jetzt wird es ernst: Am Starttag wird geprüft, ob alle Vermarkter planmäßig online gegangen sind. Sobald dieser Schritt geschafft ist, erstellen wir für den Kunden eine Präsentation mit Screenshots der verschiedenen Platzierungen. So wird der Kunde darüber informiert, dass die Kampagne gestartet ist und sieht, wie seine Werbemittel in der Live-Umgebung wirken.

Auf der Rennstrecke: Während der Kampagne

Während der Laufzeit werden wöchentliche Reportings für den Kunden erstellt. Dabei ist unter anderem die Auslieferung im Auge zu behalten, sodass sichergestellt werden kann, dass das gebuchte Volumen bis zum Kampagnenende vollständig ausgeliefert wird. Auch die Performance jeder Platzierung muss beachtet werden. Ist diese nicht zufriedenstellend, wird umgeplant und der Kampagnenmanager muss die entsprechenden Umbuchungen wieder an die Vermarkter schicken. Es gilt wieder das gleiche Prinzip, wie bei der ursprünglichen Buchung des Plans.

Kurz vor dem Ziel: Abrechnung

Endspurt! Kurz vor dem Ziel gibt es nochmal einiges zu tun, denn jetzt geht es an die Abrechnung. Abgerechnet wird gemäß der Endauswertung, die an den Kunden geschickt wurde. Die Rechnung wird dann direkt von der Buchhaltung erstellt. Dazu  müssen aber zuerst alle Rechnungen der Vermarkter eingegangen und im System erfasst worden sein. Hier ist der Kampagnenmanager die Schnittstelle zwischen der Buchhaltung der mediascale und den Vermarktern, denn häufig sind Eingangsrechnungen nicht korrekt ausgestellt. Das kann verschiedene Gründe haben, wie z.B. die Abrechnung des falschen Betrags. Bei diesen Problemen muss Kontakt mit dem Vermarkter aufgenommen werden. Dann gilt es, schnellstmöglich eine Lösung zu finden, denn wir wollen das Projekt ja zeitnah abschließen.

Sind dann alle Eingangsrechnungen korrekt erfasst, wird mit der Buchhaltung die finale Rechnungsstellung abgestimmt. Hier wird dann nochmal gecheckt, ob Beträge und Laufzeit etc. mit der Auswertung übereinstimmen und dann kann die Rechnung auch schon erstellt werden!

Geschafft! Jetzt kann die nächste Runde beginnen. :)

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… Bei mir hat das Weihnachtsfieber allerdings schon Mitte November begonnen. Etwa 10 kg Plätzchenteig sind bereits verarbeitet und warten in schönen Blechdosen auf hungrige Kollegen. Rolf Zuckowski liefert den passenden Songtext zur Stimmung:

 

Unbenannt

Nachdem man sich naturgemäß so ganz ohne Rezept aber durchaus schwer tut, möchte ich hier heute zwei meiner Lieblingsrezepte teilen.

Falsche Butterbrote:

80g Butter
100g Puderzucker
1 Ei
125g gemahlene Mandeln
125g geriebene Blockschokolade
125g Mehl

Aus diesen Zutaten den Teig kneten. Das Schöne an der Stelle, einfach alles in eine Schüssel und loskneten, es braucht keine Zwischenschritte.

Den Teig in Frischhaltefolie verpacken. Hier wird bereits die Größe und Form des „Brotes“ vorgegeben. Also am besten den Teig löffelweise länglich in der Mitte der Frischhaltefolie platzieren, Folie schließen und ein paar Mal auf der Arbeitsplatte rollen. Leicht andrücken, damit ein Oval entsteht.

Der fertige Teig sollte mindestens über Nacht kalt gestellt werden. Damit er sich einfacher verarbeiten lässt, habe ich die Rolle direkt eingefroren. So lassen sich dann mit einem scharfen Messer einzelne „Brotscheiben“ abschneiden, ohne dass sich der Teigling wieder verformt.

Also am Folgetag ca. 3mm dicke Scheiben schneiden und auf einem Backblech mit Backpapier verteilen. Die Scheiben gehen etwas auf, von daher mit etwas Abstand auf dem Backblech platzieren.

Nach ca. 10min bei 175 Grad Celsius im Ofen (Umluft) sind die Rohlinge fertig. Gut abkühlen lassen.

Ich bin kein großer Fan von der Verarbeitung roher Eier, daher habe ich die Originalbutter abgewandelt. Wer dem Original treu bleiben will: 2 Eigelbe mit etwas Vanillezucker, oder Vanillemark und 75g Puderzucker verrühren. Ich benutze lieber nur Puderzucker mit Wasser und einem Spritzer Limetten- oder Zitronensaft und färbe die weiße Masse mit etwas Lebensmittelfarbe ein.

Die „Butter“ auf den gebackenen und abgekühlten „Broten“ verteilen und zu Dekozwecken noch den falschen Schnittlauch in Form von fein gehackten ungesalzenen Pistazien darüber streuen.

 

Falsche Butterbrote

 

Mürbeteig-Plätzchen

Das zweite Rezept ist ein Mürbeteiggrundrezept, das sowohl für einen Käsekuchen oder eben auch für Weihnachtsgebäck die perfekte Basis bildet.

220 g Butter (kalt)
220 g Zucker (weiß)
435 g Mehl
10 g Backpulver

Alle Zutaten gut verkneten und zumindest eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Aus dem fertigen Teig, lassen sich jetzt alle möglichen weiteren Plätzchen fertigen. Einfach den Teig ausrollen und mit Förmchen ausstechen.

Für verschiedene Variationen kann man Teile des Grundteigs zum Beispiel rot oder grün einfärben, oder mit Kakao und Rum aromatisieren. Der Dekorationswut sind dabei keine Grenzen gesetzt.

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Mürbeteig-Plätzchen

 

So entsteht schnell ein bunter Plätzchenteller der nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt.

Die mediascale wünscht eine frohe Adventszeit!

Kann man mit Big Data wirklich Geld verdienen? Oder die Daten nutzen, um digitale Kampagnen zu optimieren? mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid erklärt, warum der Einsatz von Big Data nicht immer rentabel ist und warum die Eingangsfragen leider auch nicht pauschal beantwortet werden können.

Denn die gesammelten Datenmengen haben an sich noch keinen Wert. Erst die richtige Auswertung macht sie wertvoll und kann zu neuen Erkenntnissen führen, die für die anschließende Kommunikation eingesetzt werden können. Doch eine sorgfältige Datenanalyse ist mit einem nicht geringen Aufwand verbunden, der erst einmal in einem vernünftigen Verhältnis zum tatsächlichen wirtschaftlichen Uplift gestellt werden muss.  Mehr dazu im Video.

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

Vor ein paar Wochen hatten wir an dieser Stelle von Dominik Frings seinen Beitrag zur Life-Work-Balance . Dabei gab er den für mich in den letzten zwei Jahren prägenden Satz zum Besten „Ich habe es dann ja (…) auch nicht anders gewollt“.

 

Vor knapp drei Jahren setzte ich mir in den Kopf, nach ca. einem halben Jahrzehnt in der Agenturbranche und bereits einigen erfolgreich Schritten auf der Karriereleiter, dass ich noch etwas anderes ausprobieren möchte. Aber den Job wechseln wollte ich dann doch nicht, denn ich gehöre zu der Sorte, die sich bewusst für die Arbeit in einer Agentur mit all den Vor- und Nachteilen entschieden haben. Auch macht es mir nach all den Jahren noch immer Spaß bei mediascale. Doch ich sehe es als Schicksal, dass mir die Möglichkeit geboten wurde gemeinsam mit Serviceplan und mediascale ein nebenberufliches Masterstudium zu absolvieren. Studieren nebenbei? Warum nicht? Dachte ich damals noch.

 

Die Rahmenbedingungen waren schnell abgeklärt, und meine Bewerbung innerhalb der Serviceplan Gruppe sowie der Steinbeis SMI für das Masterstudium wurden angenommen. Also konnte es im November 2013 losgehen. Rückblickend muss ich zugeben, dass ich doch etwas blauäugig an die Sache herangegangen bin. Alle vier bis sechs Wochen einen Seminarblock von Donnerstag bis Sonntag. Das bekomme ich doch hin! Es hört sich ja auch nicht nach übertrieben viel Zusatzarbeit an…

Doch den Aufwand für Vor- und Nachbereitung der Seminare, das Schreiben von Cases, die Vorbereitung auf Prüfungen, das alles kostete mich doch mehr Zeit und vor allem Nerven als ich mir vorstellen konnte. Dabei noch Vollzeit arbeiten, in einem Job der eben keine klassische nine-to-five-Beschäftigung ist…

 

Was habe ich mir nur angetan? – ABER: Ich habe es ja selbst so gewollt!

 

Das erste Jahr war auch sehr schnell vorbei und man hat sich an den Ablauf gewöhnt. Der Großteil der Seminare war sehr interessant, man lernt wirklich viel dazu. Das Schreiben von Cases wurde zur Routine, sämtliche Wochenenden waren allerdings durch die Seminare selbst oder damit zusammenhängenden Tätigkeiten verplant. Dadurch blieb die eigene Spontaneität etwas auf der Strecke und Familie und Freunde mussten sich an meine mangelnde Teilnahme an Aktivitäten gewöhnen. Aber machbar war das Studieren nebenbei bis dahin auf jeden Fall. Nun sind zwei Jahre auch keine so lange Zeit, aber dennoch hat es mich wie jeden Studenten – ob Vollzeit- oder Teilzeit macht dabei meiner Meinung nach keinen Unterschied – zu Beginn diesen Jahres getroffen als mir klar wurde, was noch alles vor mir liegt und in welcher Zeit das bestenfalls alles abgearbeitet werden sollte. Man fängt an in Segmenten zu rechnen beispielsweise: „Noch sieben Seminare, drei Klausuren, eine Studienarbeit und die Master-Thesis, alles in acht Monaten…“

 

Ist es machbar? Irgendwie? – Ich habe es ja selbst so gewollt!

 

Irgendwann sind die Monate dann auch vorbei und man kann es kaum glauben. Vor allem woher man die Zeit und Kraft genommen hat. Natürlich ist es machbar, auch nebenberuflich zu studieren. Geht nicht, gibt’s nicht! Es heißt dann einfach Zähne zusammenbeißen und durch. Aber wenn mich jemand fragen würde, wie das Jahr 2015 bis Oktober für mich war, dann würde ich nur lächeln, nichts sagen und krampfhaft versuchen die Augen nicht zu rollen. Denn alleine wäre es für mich definitiv nicht zu stemmen gewesen. Man benötigt Menschen, sowohl im beruflichen wie auch im privaten Umfeld, die einen unterstützen. Diejenigen, die einem überhaupt die Möglichkeiten bieten. Aber auch die Menschen, die durch Zuhören, beim Proben von Vorträgen oder Querlesen von Cases, Studienarbeiten und der Master-Thesis eigentlich das gesamte Studium mit einem bestritten haben. An dieser Stelle möchte ich daher auch einmal DANKE sagen, an alle Menschen die auf die eine oder andere Weise ihren Anteil daran hatten.

 

DANKE Julian, Dominik und Matthias. Die mir die Möglichkeit gegeben haben, das Studium anzugehen.

DANKE an mein Team und alle Kollegen. Die auch während meiner – gefühlt ständigen – Abwesenheit von meiner Kostenstelle alle Kampagnen und Aufgaben jederzeit im Griff hatten.

DANKE an meine Studienkollegen. Für den Spaß und die gute Zeit! Ohne euch hätte ich viel weniger gelernt.

DANKE an Freunde und meine Lieben. Für die mentale Stütze sowie das Gegenlesen der verschiedensten Arbeiten und die vielen Korrekturschleifen.

Und natürlich DANKE an alle, die sich mit mir gefreut haben, als es vorbei war.

Bleibt nur noch zu sagen:

 

MASTER? SAMMA!

 

Master? Samma!

In einem Kommentar hat Jürgen Scharrer, Chefreporter des Fachmediums HORIZONT,   kürzlich „Das Schweigen der Werber“ bemängelt, wenn es um die Folgen von Big Data für Kreative und die Gesellschaft geht. mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid hat mit einer Replik geantwortet, die auch auf horizont.net veröffentlicht wurde:

Welches Bild schwebt uns vom Menschen in unserer auch digitalen Gesellschaft vor? Das Bild des mündigen Bürgers, der selbst für sein Tun verantwortlich ist – auch im Netz? Und der nicht so naiv ist, zu glauben, dass er grundlegende Services dort umsonst bekommt? Oder das Bild des vom Staat zu beschützenden Individuums, das durch das Netz und die Vielzahl seiner undurchschaubaren Angebote hoffnungslos überfordert wird und das man vor dem Web in Schutz nehmen muss? Oder, wie Jürgen Scharrer formuliert: Wieviel Tracking darf sein, um individualisierte Werbeansprache zu realisieren?

Denn eben genau dort, wo die Daten in großem Maße erhoben werden, passiert dies auf einem legalen Fundament. Genau aus diesem Grund macht eine echauffierte Diskussion um Daten und den selbstbestimmten Umgang an dieser Stelle wenig Sinn. Wer durch eine Bestätigung seine Freigabe dafür erteilt, dass andere seine Daten sammeln, verwerten und vermarkten dürfen, hat rechtlich eine eindeutige Entscheidung getroffen. Danach zu philosophieren, ob das Verhalten der Konzerne nun verbraucherfreundlich ist oder nicht, kühlt zwar den eigenen Unmut, kommt aber wesentlich zu spät. Und hat vor allem auch keine rechtlichen Auswirkungen. Sind wir wirklich so naiv, dass wir glauben, kostenlose Services im Alltag ganz selbstverständlich nutzen zu können, ohne dass die Unternehmen das Wissen, das sie auf diese Art und Weise über uns anhäufen, für ihre auch finanziellen Zwecke nutzen? Ein Navi für das Auto war früher teuer, Google Maps gibt es heute zwar umsonst, aber natürlich auch nicht geschenkt. Das Recht auf Anonymität im Netz hat jeder Bürger. Er muss es nur selbst ausüben, denn keine staatliche Behörde wird sie ihm ohne sein eigenes Zutun garantieren können….

Hier lesen Sie den vollständigen Artikel auf horizont.net

 

Bei der Online-Mediaplanung stößt man auf verschiedenste Herausforderungen. Besonders tückisch können dabei ausländische Planungen sein.

Neben deutschlandweiten oder regionalen Kampagnen kümmern wir uns immer wieder auch um Onlinekampagnen, die außerhalb Deutschlands ausgespielt werden. Dabei kann es sich um unsere Nachbarländer wie Österreich, Schweiz und die Niederlande handeln. Aber auch Russland, Norwegen, Schweden oder Rumänien.

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Rodenstock: Schweden                             Ötztal Tourismus: Großbritannien

 

Planung

Natürlich gibt es auch deutsche Vermarkter, die crossborder Traffic anbieten oder auch Kooperationen mit ausländischen Vermarktern haben. Hier können wir wie gewohnt über unsere bekannten Ansprechpartner auch für ausländische Platzierungen anfragen und einbuchen.

Aber gerade wenn mit der Kampagne ein spezielles Segment erreicht oder Einzelseiten im Ausland belegt werden sollen, sind auch ausländische Vermarkter direkt hinzuzunehmen. Welche Vermarkter gibt es? Wie sieht das Portfolio der Vermarkter aus? Wer sind unsere Ansprechpartner? Hier greifen wir auf Erfahrungen im Haus zurück oder durchforsten das World Wide Web.

Umsetzung

Auch bei der Frage, welche Bannerformate eingesetzt werden sollen, können wir nicht auf die gängigen Formatgrößen aus dem deutschen Markt setzen.

Viele ausländische Seiten arbeiten mit für uns unbekannten Formaten. Nicht nur die Benennungen können anders sein, auch die Abmessungen sind zum Teil für uns völliges Neuland. Viele Formate, die wir in Deutschland nutzen, können somit gar nicht in anderen Ländern eingesetzt werden. Das ist ein Punkt, der vor allem auch bei der Kalkulation der Produktionskosten beachtet werden sollte, damit es am Ende nicht zu bösen Überraschungen kommt.

Apropos Überraschungen – ein aktuelles Beispiel zeigt, dass auch die Gestaltung der Werbemittel bei Auslandsplanungen eine wichtige Rolle spielt: Ein neuer Actionfilm kommt in die Kinos. In Deutschland gilt FSK 16. Im Online-Bereich ist dieser Hinweis für uns kein Muss. Nun ja, bei unseren russischen Kollegen sieht das etwas anders aus. In Russland ist die Altersbeschränkung zwingend auch auf den Online-Werbemitteln zu platzieren. Ein Fehlen des Hinweises ist Grund genug, die Banner nicht ausspielen zu dürfen.

Neben der inhaltlichen Gestaltung der Werbemittel kann auch die grafische Umsetzung zu unerwarteten Hürden führen. Bleiben wir bei Russland und unserem Actionfilm. Hierzu ein kleines Suchbild. Sehen Sie den Unterschied?

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Ötztal Tourismus: Lateinisch vs. Kyrillisch

Genau, selbst die Städtenamen müssen in Russland auf Kyrillisch geschrieben werden. „Spectre“ und „007“ dürfen mit der Ausnahme, dass es sich hierbei um Marken(-zeichen) handelt, in lateinischen Buchstaben bzw. arabischen Zahlen geschrieben werden.

 

Abrechnung

Nicht zu vernachlässigen ist bei der Kampagnenplanung natürlich auch die Abrechnung. Auch hier gibt es bei Auslandsplanungen Punkte zu beachten, die bei deutschlandweiten Kampagnen so nicht aufkommen: In welcher Währung wird abgerechnet? Welcher Wechselkurs wird angesetzt? Gibt es unterschiedliche Steuersätze? Das sind Fragen, die unbedingt vor Buchung der Kampagne zu klären sind.

Auslandskampagnen bieten also einige Herausforderungen, die uns bei Kampagnen innerhalb Deutschlands so nicht über den Weg laufen. Aber wäre es nicht langweilig ohne diese kleinen aber feinen Hürden, die uns tagtäglich begleiten? Wir sind gespannt, welches Land die nächste Überraschung für uns bereithält.

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